Bei der Wahl des idealen E-Bikes spielt die Motorposition eine entscheidende Rolle. Der Markt bietet verschiedene Optionen, wobei der Mittelmotor aktuell dominiert. Insbesondere der Nabenmotor bringt sich derzeit wieder kraftvoll ins Spiel zurück.
Die verschiedenen Motorpositionen im Überblick
E-Bikes unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Motorpositionen: Mittelmotor, Frontmotor und Heckmotor. Der Mittelmotor ist am oder im Rahmen montiert, während der Radnabenmotor in der Nabe eines der beiden Laufräder sitzt. Entsprechend dieser Platzierung spricht man von einem Frontmotor oder einem Heckmotor.
Funktionsprinzip der Systeme
Der Mittelmotor sitzt im unteren Zentrum des Rahmens im Tretlager. Diese Position bewirkt einen niedrigen Schwerpunkt, was der Fahrstabilität eines E-Bikes sehr zugutekommt. Die Kraft des Motors wird im Tretlager eingespeist und über die Kette ans Hinterrad übertragen. Dadurch lassen sich alle Schaltungstypen verwenden.
Der Heck-Nabenmotor sitzt in der Nabe des hinteren Laufrads und gibt seine Kraft unmittelbar ans Antriebsrad ab. Man unterscheidet zwei Motortypen: Direktantrieb (großer Durchmesser) und Antrieb über ein Planetengetriebe (kleiner Durchmesser).
Vorteile des Hinterradantriebs
E-Bikes mit Hinterradantrieb sind etwas schneller und liefern ein besonders sportliches Fahrerlebnis. QWIC E-Bikes besitzen den stärksten und neuesten Hinterradantrieb seiner Art. Ein QWIC E-Bike mit Heckmotor verfügt über mindestens 35 Nm und geht bis zu 50 Nm. Damit bietet QWIC die leistungsstärksten Nabenmotoren an, die es gibt.
Ein Speed Pedelec mit Heckmotor erreicht die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h viel einfacher. Dies ist der große Unterschied zu Speed Pedelecs mit Mittelmotor, da diese selten schneller als 40 km/h fahren können.
Weitere Vorteile des Hinterradantriebs:
- Nabenmotoren gleiten nahezu lautlos durch die Landschaft.
- Das System eröffnet beim Thema Leichtbau neue Möglichkeiten.
- Bei Direktantrieb-Motoren ist die Rekuperation ein interessanter Aspekt: Der Motor kann wie ein Dynamo funktionieren und auf Abfahrten Energie in den Akku zurückspeisen.
- Geringe Geräuschentwicklung.
- Optisch unauffällige Integration in die Silhouette des Rads.
Leichtbau mit Hinterradantrieb
Ein Beispiel für Leichtbau ist das neue Cannondale Topstone NEO SL Gravelbike, das eine Kombination aus dem neuen Mahle X35 Antrieb mit Nabenmotor und schlankem Akku in Verbindung mit einem leichten Rahmen nutzt. Das Mahle System inklusive Akku wiegt nur 3,5 Kilo. Derartige Entwicklungen sind mittlerweile auch im Trekking- und Hardtail-MTB-Bereich zu beobachten.
Nachteile des Hinterradantriebs
Manche Systeme sorgen für ungünstige Gewichtsverteilung mit Schwerpunkt am Hinterrad. Des Weiteren ist der Einsatz von Nabenschaltungen ausgeschlossen. Einzige Alternative zur Kettenschaltung sind (teure) Schaltgetriebe wie das im Rahmen integrierte Pinion-System.
Weitere Nachteile:
- An steilen Anstiegen kann ein Nabenmotor an seine Grenzen kommen.
- Ältere Systeme können die Wärme nicht optimal ableiten und haben mit Überhitzung zu kämpfen.
- Bei einer Reifenpanne ist der Ausbau des Hinterrades problematisch.
- Verlagerung des Schwerpunkts nach hinten, was das Aufbäumen des Vorderrads in steilen Anstiegen fördern kann.
Vergleich der Systeme
Hier ist eine Übersicht über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Motorpositionen:
| Motorposition | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Mittelmotor |
|
|
| Frontmotor |
|
|
| Heckmotor |
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