Die Welt der Motorräder ist faszinierend, besonders wenn es um Leistung und Geschwindigkeit geht. In dieser Top-Liste präsentieren wir Ihnen die leistungsstärksten Serienmotorräder auf dem Markt, von kraftvollen Superbikes bis hin zu agilen Naked Bikes.
Die PS-Protze der Showrooms
Als Suzuki 1999 die Hayabusa mit serienmäßigen 175 PS brachte, stand die Welt kurz still. Nur, um dann mit 300 Sachen in Richtung einer sagenhaften Leistungsorgie der kommenden Dekaden zu rasen. 2021: 175 PS bringen heute schon bald Enduros, bei Hyper Nakeds sind sie das gefühlte Minimum und als Supersportler reichen diese Pferde nicht einmal für einen Blumentopf als Trophäe. Wer etwas auf sich hält hat 180 PS. 200 PS sind das Minimum der Supersportler und die Eckpfeiler des Leistungswahns knacken die 210 PS deutlich. Und selbst die sind für den Spitzenreiter der straßenzugelassenen PS nicht genug.
Die Kategorie, die regelmäßig unseren Wortschatz in Bedrängnis bringt: Ob Literleistung, Drehzahllimit, Fahrwerkstechnologie, Leistungsgewicht oder Effizienz der Assistenzsysteme, diese Eisen kratzen an allen Grenzen des Machbaren. Und man darf Oma durchaus um die Auflösung des Bausparers bitten, schließlich gibt es in keinem Bereich weniger Unfälle als jenseits von 300km/h!
Hier die 15 leistungsstärksten Moppeds über 180 PS, ohne Modellvarianten mit gleicher Leistung.
Top-Modelle im Überblick
Hier ist eine Übersicht der Top-Modelle, die in Bezug auf PS-Leistung und Performance hervorstechen:
- Kawasaki Ninja H2R: Knapp 330PS (mit Ram Air Effekt) und echte 400km/h. Bei kaum einem Motorrad reichen zwei technische Angaben um ihren Charakter zu beschreiben. Bei der kompressorgeladenen H2R genügen sie um sich darauf einzustellen was dich im Sattel erwartet. Die gerade mal 13 Sekunden für die Beschleunigung von 0 auf 300 beruhigen auch nicht wirklich. Die Aerodynamik bekommt auf der H2R einen völlig anderen Stellenwert als bei Motorrädern sonst üblich. Zum Vergleich: der über 500 Tonnen schwere Airbus A380 hebt 100km/h unter dem Topspeed der H2R ab! Mit der alljährlich nur auf Vorbestellung in Kleinserie produzierte H2R definiert Kawasaki den derzeitigen Gipfel der Möglichkeiten im Serienbau. Aktuell werden 55.000 für die grüne Bodenrakete aufgerufen.
- Ducati Superleggera V4: Mit gewaltigen 234PS bietet die Superleggera ein superfittes Leistungsgewicht von 1,54 PS pro kg (entspricht einem VW Golf mit 1850PS!) und bleibt dabei dank dem extrem umfangreichen Elektronikpaket gut kontrollierbar. Um ihre unglaublichen 152,2 kg Trockengewicht (mit Race-Kit) zu erreichen, hat Ducati quasi den Rotstift abgeschafft und die gleichen Technologien und Materialien, die sonst nur den Prototypen in der MotoGP vorbehalten sind, verwendet. Chassis, Felgen, Verkleidung, Biplane-Winglets und sogar die Einarmschwinge sind aus Carbon gefertigt und werden wie in der MotoGP thermographisch, tomographisch und mit Ultraschall geprüft bevor sie verbaut werden. Und auf 500 Stück limitiert.
- Honda RC213V-S: Keine Honda ist technisch näher an den HRC Werksmaschinen in der MotoGP als die in einer Kleinserie von nur 250 Stück hergestellte Honda RC 213 V-S. Der 999ccm V4 liefert inklusive der mitgelieferten Tuningteile 215PS, in der zugelassenen Version für den Straßenbetrieb werden vergleichsweise milde 160PS ans Hinterrad geschickt. Die Fahrwerksgeometrie ist kompromisslos sportlich ausgelegt. Rahmen und Schwinge sind extrem dimensioniert, die Nähe zur MotoGP ist allein schon optisch nicht zu übersehen. Gabel und Stoßdämpfer sind Topware von Öhlins. Die Honda RC 213 V-S konnte nur online direkt bei Honda bestellt werden, alle 250 Stück waren bereits vor der Produktion ausverkauft.
- Honda CBR 1000 RR-R Fireblade: Die kompromissloseste Fireblade aller Zeiten (217PS aus dem kurzhubigsten aller Supersportmotoren, astrale Drehzahlen, semiaktives High End Fahrwerk mit umfassenden Elektronikpaket) hat zweifellos mehr Rennsportpotenzial als je zuvor, besticht aber auch im Straßenbetrieb mit traumhaft transparentem Fahrwerk und hocheffizienten Assistenzsystemen.
- Aprilia RSV4 Factory: Die schlanke Aprilia RSV-4 Factory ist einer der ausgereiftesten Supersportler am Markt. Obwohl sehr kompakt konstruiert, bietet die „Factory“ erstaunlich viel Platz für ihren Fahrer. Über Vier WM-Titel gereift, versammelt der 1099ccm V4 Motor seine 217 Mustangs etwas milder und weniger brachial als jüngere Konkurrenten, und ist trotz mächtiger Mitte sehr drehfreudig. Feinstes Schwedengold am Fahrwerk, Stylema Brembos und edles Akrapovic Titanrohr lassen kaum noch Platz für weiteres Tuning. Die Assistenzsysteme arbeiten fast schon gespenstisch unauffällig, sanft und sehr effizient im Hintergrund. Ihr unkomplizierter, harmonischer Charakter bauen rasch Vertrauen auf, der Weg zu flotten Rundenzeiten ist kürzer als erwartet.
- BMW M 1000 RR 2023: Die BMW M 1000 RR 2023 hebt sich durch ihre beeindruckende Leistung von 212 PS und ein maximales Drehmoment von 113 Nm hervor. Der hochmoderne Reihenvierzylinder-Motor mit 999 ccm sorgt für eine aufregende Beschleunigung und hohe Höchstgeschwindigkeit von bis zu 314 km/h, was sie zu einer der leistungsstärksten Maschinen ihrer Klasse macht. Die BMW M 1000 RR 2023 ist mit verschiedenen fortschrittlichen Technologien ausgestattet, darunter 7 Fahrmodi Pro, die Anpassungen für unterschiedliche Bedingungen bieten. Dazu zählen Fahrmodi wie Rain, Road, Dynamic, Race und Race Pro 1-3.
- Ducati Panigale V4 2025: Die Ducati Panigale V4 2025 vereint eine beeindruckende Kombination aus Leistung, Technik und Design. Angetrieben von einem leistungsstarken 1103 ccm Flüssigkeitsgekühlten 90°-V4-Motor, der 216 PS liefert, bietet sie ein unvergleichliches Fahrvergnügen. Ihre aerodynamische Bauweise sowie fortschrittliche Features wie Kurven-ABS und Traktionskontrolle machen sie zu einem idealen Sportbike für Rennstrecken und Straßen. Mit einer Leistung von 216 PS bei 13.000 U/min und einem Drehmoment von 120,9 Nm bietet die Ducati Panigale V4 2025 eine explosive Beschleunigung und beeindruckende Höchstgeschwindigkeiten.
- Kawasaki ZX-10RR: Die 2021 deutlich nachgeschärfte ZX-10RR bleibt für 2022 zwar technisch unverändert, für rennstreckenorientierte Fahrer bleibt sie aber trotzdem ein heißer Tipp. Denn in der auf 500 Stück limitierten RR-Ninja steckt nicht weniger als die Erfahrung aus Rekordweltmeister Jonathan Rea's sechs (!) Superbike WM-Titel, die er zwischen 2015 und 2020 mit der ZX-10 in Folge gewann.
- MV Agusta Brutale 1000 RR: Das erste Naked Bike mit etwas über 200 PS kommt von MV Agusta. 208 PS leistet der Vierling aus 998 Kubik und muss nur gut 200 Kilo fahrfertig bewegen. Die Brutale 1000 RR kostet 32.300 Euro. Übrigens: Die Rush mit gleichem Motor ist hier nicht gelistet, da sie auf 300 Stück limitiert ist.
- Ducati Streetfighter V4: Gleiche Power wie die Brutale 1000 hat mit 208 PS die Ducati Streetfighter V4. Geschöpft aus einem V4 mit 1.103 Kubik, der im Grunde die Panigale V4 ebenfalls antreibt. Gewicht: 201 Kilo fahrfertig. Preis: ab 19.990 Euro ohne Extras.
- BMW S 1000 RR: Aus 999 Kubik und vier Zylindern holt die "normale" S 1000 RR 207 PS. Die müssen nur 197 Kilo bewegen und sind mit 19.150 Euro ein Sonderangebot unter den Boliden.
- Kawasaki ZX-10 RR: Seit Jahren hat die ZX-10 RR unter Jonathan Rea den WSBK-Titel abonniert. In der aktuellen Straßenversion leitet der Reihenvierer aus 998 Kubik 204 PS, die Single-R ist mit Ram-Air-Effekt bei hohen Geschwindigkeiten sogar mit 214 PS angegeben. Hier zählt aber nur die normale Leistung, die 206 Kilo bewegen muss und 28.995 Euro kostet.
- Suzuki GSX-R 1000 R: Sie fliegt immer leicht unter dem Radar, obwohl sie den besten Motor bei den aktuellen Superbikes hat. 202 PS holt der Vierer mit variabler Ventilsteuerung aus exakt 1.000 Kubik. Die Kilo-Gixxer wiegt aktuell 203 Kilo und kostet 18.990 Euro. Günstiger in der Top-Liga geht derzeit nicht.
- Yamaha R1: Mit genau 200 PS geht die rote Laterne unter den Supersportlern an die aktuelle R1 mit dem charakterstarken Reihenvierer mit 998 Kubik und dem Sound eines V-Motors. 201 Kilo R1-Power kosten derzeit 19.794 Euro.
- Kawasaki Z H2-Modelle: Per Kompressor bringt Kawasaki die Modelle Z H2 und Z H2 SX auf satte 200 PS aus 998 Kubik. Leider wiegt der Kompressor einiges und so wiegt die Z H 2 240 Kilo fahrfertig, die SX sogar 262 Kilogramm. 17.095 Euro kostet die H2, 25.195 Euro die SX.
Spezielle Technologien und Merkmale
Viele moderne Motorräder sind mit fortschrittlichen Technologien ausgestattet, die ihre Leistung und ihr Fahrverhalten optimieren. Dazu gehören:
- Ram Air Effekt: Die Luft an der Spitze wird komprimiert und enthält bei gleichem Volumen mehr Sauerstoff-Moleküle. Über passend platzierte Öffnungen in der Verkleidung kann diese Stauluft als Überdruck im Ansaugsystem zum Steigern der Motorleistung führen. Die Kawasaki ZZR1100 war 1990 das erste Serienkrad mit solch einem System, das selbst mit Vergasern funktioniert.
- Kompressoraufladung: Per Kompressor und Ram Air, lädt Kawa den 998-Kubik-Motor auf. In den Serienmodellen Z H2 und Ninja H2 SX leistet der aufgeladene Motor 200 PS und 137 Nm. Wahlweise als Naked Bike oder als Sporttourer. Allerdings wiegen die zugelassenen Bikes mindestens 239 Kilo. Preis: ab 19.000 Euro. Die H2-Modelle geben dem Wort "Kraftrad" die wortgenaue Bedeutung.
- Variable Ventilsteuerung: Der 1000er-Motor von BMW ist ein mechanisches Meisterwerk. Leicht und filigran konstruiert und der einzige Superbike-Motor mit einer variablen Ventilsteuerung. In diesem Fall von BMW "Shift-Cam" getauft. Im Dauertest von MOTORRAD erhielt dieser Motor in der S 1000 RR und 207 PS nach 50.000 Kilometern Bestnoten. In der M 1000 RR legt BMW nach: 218 PS bei 14.500 Touren und 113 Nm bei 11.100/min aus nur 999 Kubik. Verdichtung: irre 14,5:1. Carbon-erleichterte 194 Kilo kosten allerdings ab 36.300 Euro.
- Elektronische Assistenzsysteme: Durch den Einsatz der kompakten IMU von Bosch kann den bereits hochentwickelten KTRC, KLCM und KIBS eine zusätzliche Präzisionsebene hinzugefügt werden. KCMF überwacht die Motor- und Fahrwerksparameter während der gesamten Kurve - vom Kurveneingang über den Scheitelpunkt bis zum Kurvenausgang - und moduliert die Bremskraft und die Motorleistung, um einen reibungslosen Übergang vom Beschleunigen zum Bremsen und wieder zurück zu ermöglichen und dem Fahrer dabei zu helfen, die Linie zu halten.
Geschwindigkeitsmessung und Fahrverhalten
Die Messung der Geschwindigkeit bei Motorrädern, insbesondere im Bereich von 50 bis 120 km/h, ist ein wichtiger Aspekt der Leistungserfassung und Sicherheitsbewertung, vor allem im Kontext von Supersport-Motorrädern.
In der Vergangenheit wurden Geschwindigkeitstests oft durch mechanische Messgeräte oder Tachos durchgeführt, die jedoch nicht immer höchste Präzision garantieren. Mit dem Einsatz von GPS-Technologie hat sich die Möglichkeit, Geschwindigkeit exakt und in Echtzeit zu messen, revolutioniert. GPS-basierte Systeme bieten eine hohe Genauigkeit und können in Echtzeit die Geschwindigkeit eines Motorrads unter verschiedenen Bedingungen und in unterschiedlichen Fahrumfeldern ermitteln.
Die Geschwindigkeitsmessung bei Adventure-Bikes im Bereich von 50 bis 120 km/h mittels GPS ist eine präzise und zuverlässige Methode, um die tatsächliche Geschwindigkeit eines Fahrzeugs unter realen Bedingungen zu ermitteln. Im Vergleich zu traditionellen Tacho-Systemen, die durch mechanische oder elektronische Messungen oft Fehlerquellen aufweisen, ermöglicht GPS eine direkt auf Satellitenpositionen basierende Geschwindigkeitsermittlung.
Die Geschwindigkeitsmessung von 50 bis 120 km/h mittels GPS stellt eine präzise Methode dar, um die Leistung und das Fahrverhalten von Naked Bikes in diesem Geschwindigkeitsbereich zu analysieren. Insbesondere bei Motorrädern ohne Verkleidung, die typischerweise höheren Luftwiderständen und ungeschützten Fahrbedingungen ausgesetzt sind, bietet GPS eine zuverlässige Möglichkeit, die Geschwindigkeit unter realen Bedingungen zu erfassen.
Die Geschwindigkeit von Motorrädern im Bereich von 50 bis 120 km/h präzise zu messen, ist für viele Fahrer von entscheidender Bedeutung, insbesondere für Cruiser, die häufig auf längeren Strecken mit konstanten Geschwindigkeiten unterwegs sind. Die GPS-basierte Geschwindigkeitsmessung hat sich hierbei als eine zuverlässige Methode etabliert, um exakte Werte zu liefern, ohne dass mechanische Tachos oder andere Fehlerquellen berücksichtigt werden müssen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Messmethoden, die je nach Fahrzeugmodell und Reifenzustand ungenaue Werte liefern können, bietet GPS eine nahezu unmittelbare und präzise Erfassung der aktuellen Geschwindigkeit.
Beschleunigungswerte ausgewählter Modelle (50-120 km/h)
Um einen besseren Einblick in die Beschleunigungsfähigkeit verschiedener Motorräder zu geben, hier eine Tabelle mit den gemessenen Zeiten für die Beschleunigung von 50 auf 120 km/h:
| Modell | Beschleunigung 50-120 km/h (s) |
|---|---|
| Kawasaki Ninja H2 SX | 2,599 |
| Suzuki GSX-S1000 | 2,601 |
| Aprilia Tuono V4 Factory | 2,707 |
| Ducati Monster | 2,762 |
| Ducati Streetfighter V4 S | 2,809 |
| Harley Davidson Sportster S | 2,816 |
| KTM 1290 Super Adventure S | 2,994 |
| Ducati Supersport 950 | 3,035 |
| Suzuki GSX-S950 | 3,302 |
| Husqvarna Norden 901 Expedition | 3,320 |
| BMW R Nine T | 3,422 |
| Kawasaki Versys 1000 SE | 3,533 |
| Yamaha Niken GT | 3,561 |
| Harley Davidson Nightster | 3,620 |
| KTM 890 Adventure | 3,717 |
| Ducati Scrambler 1100 Tribute Pro | 3,743 |
| Honda XL750 Transalp | 3,948 |
| Fantic Caballero 700 | 4,037 |
| Aprilia Tuareg 660 | 4,055 |
| Kawasaki Ninja 650 | 4,139 |
| Ducati Scrambler Nightshift | 4,177 |
| Yamaha Tenere 700 | 4,373 |
| Ducati Scrambler Desert Sled | 4,587 |
| Benelli TRK 702 X | 4,940 |
| Indian Sport Chief | 5,009 |
| QJ Motor SRT 750 X | 5,185 |
| Kawasaki Ninja 400 | 5,610 |
| BMW R 18 Transcontinental | 5,914 |
| Yamaha Tracer 9 GT+ | 6,001 |
| Royal Enfield Super Meteor 650 | 6,700 |
| CFMoto 700 CL-X Heritage | 5,929 |
| QJ Motor SRK 125 S | 7,941 |
| Honda CMX500 Rebel | 7,989 |
| Brixton Cromwell 1200 | 8,279 |
| Royal Enfield Hunter 350 | 8,541 |
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