Hoesch-Hafenbahn-Weg: Informationen zum Radweg in Dortmund

Der Regionalverband Ruhr (RVR) realisiert in Dortmund einen neuen Radweg auf der Trasse der ehemaligen Hoesch-Hafenbahn. Dieser Radweg, bekannt als Hoesch-Hafenbahn-Weg, soll zukünftig den Phoenix-See im Süden mit der Westfalenhütte im Norden Dortmunds verbinden und eine Länge von rund 7,3 Kilometern haben.

Aktueller Stand der Bauarbeiten

Im November 2024 starteten die Bauarbeiten des nächsten Teilabschnittes. Der vier Meter breite Geh- und Radweg soll auf einer Länge von 1,7 Kilometern die „Max-Eyth-Straße“ mit der Straße „Am Zehnthof“ verbinden und 2025 fertiggestellt werden.

Am 6. Oktober 2023 wurde der Erste Spatenstich für den 1,2 Kilometer langen Abschnitt vom Phoenix See bis zur Max-Eyth-Straße gesetzt. Dieser Abschnitt wurde am 31. Juli 2024 eröffnet.

Die Kosten für den ersten Abschnitt belaufen sich auf rund 750.000 Euro.

Eröffnete Teilstrecke

Die frisch eingeweihte Teilstrecke des Hoesch-Hafenbahn-Wegs verläuft auf 1,2 Kilometern vom Phoenix-See bis zur Querung Max-Eyth-Straße. Der asphaltierte Rad- und Wanderweg ist vier Meter breit. Er ist über eine rund 100 Meter lange Rampe an die Remberg-Brücke angebunden.

Beginnend an der Kohlsiepenstraße am Phönixsee führt der neue Radweg nun unter der Rembergbrücke hindurch und endet derzeit noch an der Max-Eyth-Straße. Die Fahrbahn ist komplett asphaltiert und ausreichend breit. Leerrohre für die spätere Beleuchtung sind bereits verlegt.

Geplante Bauabschnitte

Bis zum Nordende des gesamten Gartenstadtradwegs an der ehem. Westfalenhütte sind zwei weitere, mit zwei Brückenneubauten deutlich aufwändigere Bauabschnitte geplant. Für den Bauabschnitt bis zur Brackeler Straße gibt es inzwischen eine Förderzusage. Längerfristig soll eine Radroute über Kirchderne bis Derne entstehen.

Die aktuell konkreten Planungen decken nur die 2,4 km bis zur Paderborner Straße (Kleingartenanlage Friedlicher Nachbar) ab und sollen bis 2026 umgesetzt werden.

Verkehrsführung während der Bauarbeiten

Der RVR beginnt ab Montag, 2. Juni, in Dortmund mit Bauarbeiten auf der Straße Im Defdahl im Bereich des Hoesch-Hafenbahn-Weges (HHW). Die Arbeiten werden rund vier Wochen dauern.

Für die Dauer der Arbeiten ist die Straße Im Defdahl in Höhe Hausnummer 189 voll gesperrt, Umleitungsstrecken werden ausgeschildert. In Fahrtrichtung Osten werden Autos über die Straßen Semerteichstraße - Lange Reihe - Am Zehnthof - Körner Hellweg - Nußbaumweg - Geßlerstraße - Gabelsbergerstraße geleitet. In Richtung Westen führt die Umleitung über Lübkestraße - Westfalendamm - Obere Brinkstraße. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer werden sicher an der Baustelle vorbei geführt.

Auswirkungen auf den ÖPNV

Die Baumaßnahme hat auch Auswirkungen auf die Buslinien 452 und NE4. So entfallen in Fahrtrichtung Zehnthof die Haltestellen „Tucholskystraße“, „Windmühlenweg“ und „Im Defdahl“ sowie die Haltestelle „Geßlerstraße“.

Als Ersatz werden die Haltestellen „Im Defdahl“ Richtung Geßlerstraße, „DO-Körne West“ und eine zusätzliche Ersatzhaltestelle auf der Geßlerstraße Höhe Albrecht-Dürer-Straße angefahren.

Hintergrundinformationen zum Hoesch-Hafenbahn-Weg

Die Bahntrasse wird auch als "Hoesch-Trasse" bezeichnet. Als vermeintlich endgültiger Name des Radwegs wurde im Dezember 2018 im Rahmen eines von der Stadt Dortmund ausgeschriebenen Wettbewerbs "Heißer Hoeschianer" gekürt. Da dieser Name als anstößig empfunden werden kann, kam es zu einer erneuten Namensänderung.

Kürzungen im Ökologieprogramm Emscher-Lippe (ÖPEL) im Juni 2013 machten die zu diesem Zeitpunkt bereits recht weit gediehenen Planungen hinfällig, nach denen mit einem Baubeginn im Herbst 2013 und einer Fertigstellung bis Ende 2015 gerechnet worden war.

Die Bedeutung von Bahntrassenradwegen

Das Ruhrgebiet ist reich an Bahntrassenradwegen. Diese verlaufen dort, wo früher Eisenbahnstrecken die Bergwerke und Industrieanlagen angeschlossen haben. Nach dem Niedergang der Betriebe und Zechen sind diese überflüssig geworden. Die Gleise wurden abgebaut und Radwege angelegt. Sie sind beliebt für ihre steigungsarmen Strecken und haben außerdem wenig Straßenkreuzungen.

Der Bananenweg als Alternative

Und in Dortmund gibt es mit dem Bananenweg sowie dem (zum Teil in Bau befindlichen) Hoesch-Hafenbahn-Weg gleich zwei Radwege, die nah beieinander in Nord-Süd-Richtung verlaufen. Der sogenannte „Bananenweg“ ist bereits heute als Radweg ausgebaut, der „Hoesch-Hafenbahn-Weg“ ist dagegen im Bau.

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