Die Teufelshöhle von Pekelne Doly ist ein besonderer Ort, nicht nur, aber besonders für Motorradfahrer. Sie liegt ca. 20 km von der Grenze zu Sachsen entfernt, südwestlich von Zittau. Am Südrand des Lausitzer Gebirges, in einem Tal zwischen den Orten Svitava und Velenice, befinden sich ein paar beeindruckende Sandsteinhöhlen.
Die Teufelshöhle Pekelne Doly
Früher baute man dort Sand für die Glas- und Spiegelfabriken ab. In der Höhle finden Events und Vorführungen bis in den Winter statt. Wer möchte, kann sogar Übernachtungen buchen. Informationen darüber und Kontaktmöglichkeiten bietet die Webseite des Motorradclubs.
„Ich darf wirklich mit dem Motorrad bis an die Theke fahren“, frage ich zum zweiten Mal die nette Bartenderin, in einem Tonfall, als wäre es das Normalste auf der Welt. Das kühle, tschechische Pils geht an einem heißen Augusttag wie heute besonders geschmeidig die Kehle hinab. Anschließend gönne ich mir noch ein paar übermütige Motorrad-Runden in dem Höhlenlabyrinth des Motoclub Pekelne Doly, bevor ich meine Maschine, wie hier üblich, neben einem der vielen Tische parke, an dem ein knusprig gebratener Käse und Hausmacher Sülze auf uns warten.
Einblicke in die Höhle
Seit 2003 betreibt der tschechische “Motoklub Pekelné Doly” eine Gaststätte. Die Höhle liegt inmitten des Zwittetals, das ihren Namen dem Flüsschen Svitava (Zwitte) verdankt. Auf der zirka drei Kilometer langen Strecke zwischen Cvikov-Svitava (Zwickau-Zwitte) und Velenice (Wellnitz) türmen sich neben dem Fluss Sandsteinfelsen auf, in die einst diverse Höhlen gehauen wurden.
Pekelné Doly, die Teufelshöhlen, sind das Clubheim eines tschechischen Motorradclubs in Lindava. Sie sind von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Hier finden verschiedenste Veranstaltungen statt. Der Club bietet dort auch in einem Bistro etwas zu Trinken und zu Essen an.
Das Riesengebirge erkunden
Das glückliche Lächeln vergeht jedoch wenig später, als wir im Böhmischen Paradies einen großen Campingplatz ansteuern. Da fällt uns die Entscheidung leicht: Bloß weg hier! Trotz unruhiger Nacht ist die Stimmung bombig, als es am nächsten Tag weiter geht. Die Sonne lacht und das Riesengebirge wartet auf uns!
Massenphänomen erheiternd auf uns: In Mala Skala sorgen Dutzende von Kanus und Schlauchboten für farbenfrohes Chaos auf dem Wasser. Während sich andere mit unkoordinierten Paddelbewegungen abmühen, trägt uns ein müheloser Dreh am Gasgriff weiter. Wir picknicken an einem lauschigen Plätzchen mit Blick auf ein gemächlich dahin plätscherndes Flüsschen.
Altbekannter Effekt: Mit dem Finger auf der Karte entsteht ein genialer Plan, der sich auf der Straße partout nicht in die Realität umsetzen will. im Riesengebirge mehr als einmal. In Sachen Naturschutz hat sich hier nämlich einiges in den letzten zwei Jahrzehnten getan. Am Ende der kurvigen Waldstrecke, die zu fahren ein Genuss ist, wäre Parken und den Rest zu Fuß wandern angesagt. der ohnehin schon schweißtreibenden Temperaturen entscheiden wir uns gegen Schusters Rappen und für eine Kofola im schnuckeligen Gasthaus neben dem Parkplatz.
Mit 1.602 Metern ist die Schneekoppe nicht nur der höchste Berg des Riesengebirges, sondern von ganz Mitteleuropa. Freie Fahrt: Endlich sind den Tschechen die Durchfahrt-Verboten-Schilder ausgegangen! Auf polnischer Seite kommt ein neues Element zum gewohnten Riesengebirgswald hinzu: Blaubeersträucher, wohin man blickt! Seitenständer und fix sind wir im Pflückerrausch - mit stattlichem Erfolg und entsprechenden Erfolgsgeräuschen. Zungen vom Naschen der Waldfrüchte.
Auf unserer Weiterfahrt sehen wir wenig später einige Transporter, die auf einem Parkplatz stehen. In Kowary, der ersten Stadt auf polnischer Seite, tobt der Bär in Sachen Tourismus im Allgemeinen und Motorradfahrern im Speziellen. Restaurants parken Reiseenduros, Chopper und edle Radikal-Custom-Bikes.
Kontrastprogramm zur Mega-Touristen-Attraktion Wang: Im kleinen Pod Skalla, einem Ortsteil von Podgarzyn geht es weit beschaulicher zu. Die Todeskurve - das klingt nach Adrenalin und unvernünftigem Spektakel. Zumindest suggeriert unser Reiseführer Derartiges. Auf dem Rückweg schauen wir genau hin: Ja, das muss sie sein. Aber außer einer handvoll fotografierender Menschen gibt es nichts zu sehen.
Statt geplanter Sensation gibt es in den Nachmittagsstunden dann aber noch viele schöne Spontanentdeckungen: z.B. Abstecher über kleinste Sträßchen nördlich von Lomnica. Wir gönnen uns den Luxus, für ein Stündchen planlos mal links, mal rechts abzubiegen. kleineren Straße folgend. Quartier beziehen wir auf einem sogenannten Agro-Turistica. Ferien auf dem Bauernhof würde man bei uns dazu sagen.
Anderntags geht es durch Bildbuchnatur: Entlang von Fischteichen und durch Blumenwiesen. gebauten Nestern. Unvermittelt erstreckt sich vor uns eine lange, gerade Allee. Wie bekommt man die Route bzw. Das Riesengebirge ist Mitteleuropas höchstes Gebirge nördlich der Alpen. Mit 1.603 Metern ist die Schneekoppe der höchste Gipfel. gehört, verläuft entlang der polnisch-tschechischen Grenze.
Allgemeine Informationen für Motorradfahrer
Polen und Tschechien sind Mitglieder der EU und des Schengenabkommens. Somit fährt man visa- und kontrollfrei über die Grenze. natürlich in beiden Ländern und das Mitführen einer grünen Versicherungskarte ist schon lange keine Pflicht mehr, schadet aber auch nicht.
In beiden Ländern sind Motorräder von der Autobahnmaut ausgenommen. Ansonsten sei auf die ausgezeichneten Tourset - Länderinformationen des ADAC verwiesen, in denen die besonderen Verkehrsvorschriften aufgelistet sind. Landschaftsform, Flüsse und Bäche, Besiedelung, Sehenswürdigkeiten.
Es gibt viele Zeltplätze, die zur Hochsaison jedoch teilweise stark ausgelastet sind. Eine rustikal-romantische Alternative zu Zelt und Hotel sind die spartanischen Blockhütten, die sehr verbreitet sind. In Polen gibt es viele „Agro-Turistica“ - Bauernhöfe, die Gästezimmer oder Camping anbieten.
Ein warmes Gericht im Restaurant für unter 5 EUR? Benzin kostet in beiden Ländern rund 20 Cent weniger als an deutschen Tankstellen.
Die Teufelshöhle "Pekelne Doly" bei Velenice
Während des 15. Treffens des GWST Sachsen in Holzhau nahmen sich Günter und ich vor, eine Tour zur Teufelshöhle "Pekelne Doly" zu unternehmen. befanden, war die Entfernung von 100 km nur etwas mehr wie ein Katzensprung.
Wir näherten uns einigen beeindruckenden Sandsteinhöhlen. Ein schmaler Weg führte uns von der nur wenig breiteren "Hauptstraße" zur "Pekelne Doly" oder auch frei übersetzt ... wir waren bei den "verdammten Minen" angekommen. Ein nicht alltäglicher Willkommensgruss ! Mit der Goldwing erst mal durch die stockdunkle ca. 3.500 qm große Höhle und dann direkt an den Tresen ... um die Bestellung aufzugeben. z.B.: Gulaschsuppe, Spezi, Pfannkuchen mit Schokososse oder Kaffee.
Zum Abschluss noch einmal durch die "Teufelshöhle" und wir verabschiedeten uns mit einem "Ahoj" von den "netten Teufelinnen" hinter der Theke. Auf der Heimfahrt schlugen wir einen nördlichen Bogen entlang der Elbe von Decin aus über Bad Schandau nach Königstein in der Sächsischen Schweiz bevor wir unsere ... Nur noch 13 km ... und wir wären trocken nach Hause gekommen ... so kam unsere Regenkleidung doch noch zum Einsatz. Egal ! Es war eine sehr schöne und besondere Tour die bestimmt eine Wiederholung wert ist !
Weitere Sehenswürdigkeiten
Die Schlacht zu Austerlitz - zumindest vom Namen her dürfte sie vielen Menschen ein Begriff sein. Auf dem 324 Meter hohen Pracký kopec (Pratzeberg) bei der Gemeinde Prace (Pratzen) errichtete man 1909 das Austerlitz-Denkmal, das mit diesem "Mohyla Miru" ausgeschildert ist. Übersetzt heißt dies "Grabhügel des Friedens", "Mir" ist der Frieden, auch im Russischen.
Ein kleiner Korridor mitten im Brünner Umland mit dichten, wasserreichen Wäldern und kurvenreichen Sträßchen nennt sich Mährischer Karst, von der Fläche her ist er nur ein kleines Handtuch in der Landschaft: zwischen drei und sechs Kilometer breit und rund 25 Kilometer lang.
| Region | Besonderheiten |
|---|---|
| Riesengebirge | Höchster Berg Mitteleuropas, Blaubeersträucher, touristische Attraktionen |
| Mährischer Karst | Dichte Wälder, Wasserläufe, Höhlen |
| Teufelshöhle Pekelne Doly | Motorradclub, Gaststätte in einer Höhle |
Verwandte Beiträge:
- Radtour zur Wimsener Höhle: Routenplaner & Tipps
- FESCHD Bike Bundle im Test: So gut ist die Handyhalterung aus "Die Höhle der Löwen" wirklich!
- FESCHD: Die revolutionäre magnetische Handyhalterung fürs Fahrrad aus "Die Höhle der Löwen" – Nie wieder ablenken!
- Unglaublich! Ann-Kathrin Bendixen zeigt bei Let's Dance, wie ein Affe Motorrad fährt – Die faszinierendsten Fakten
- Unvergessliche Radtouren rund um Passau: Die besten Tipps & Highlights entdecken!
Kommentar schreiben