Die LEGO Creator Expert Harley-Davidson Fat Boy 10269 wird aus 1.023 Teilen zusammengebaut. Dem Bausatz wurde natürlich eine Anleitung beigegeben, die ein paar Hintergründe zum Motorrad, dem Konzern und zum Designer, Mike Psiaki, liefert.
Der Zusammenbau
In vier Bauabschnitte unterteilt, wird zunächst der Motor gebaut. Im Grunde genommen handelt es sich zu Beginn eher um ein Technic- denn ein Creator Expert Set. Denn der Clou an diesem Set ist: Viele Zahnräder sorgen dafür, dass, wenn das Motorrad über den Tisch gerollt wird, das typische „Klackern“ einer Harley ertönt. Das „Harley-Geräusch“ ist leise, aber eine nette Spielerei.
Bei der Kette habe ich übrigens ein Teil weniger verwendet als laut Anleitung vorgegeben, so erschien sie mir straffer. Alle Technic-Elemente werden im Anschluss mit vielen System-Steinen verkleidet und umhüllt. Der Motor wird quasi in das Gehäuse eingesetzt. Das alles hat, neben der Funktion, den Vorteil, dass die Harley sehr stabil gebaut ist.
Details und Design
Sticker kommen bei diesem Set zwar zum Einsatz, aber sie sind zu verschmerzen. Einmal den Tacho ausgenommen: An dieser wichtigen Stelle hätte ich mir ein bedrucktes Rundelement gewünscht. Sehr schön aber ist, dass die weinrote 2×4 Fliese mit Harley-Davidson Schriftzug und Logo dem Set gleich zwei Mal beigeben wurde und an einer markanten Stelle vorne am Tank, analog des Vorbilds, zu sehen ist.
Beim Ford Mustang 10265, der ebenfalls aus der Schmiede von Mike stammt, kamen mehr bedruckte Steine zum Einsatz, die aber bekanntermaßen teilweise ob der holprigen Linienführung auch in der Kritik standen. Neu ist der breite Hinterreifen. Eingesetzt werden hier gleich zwei Felgen, die zu einem großen Element verschmelzen.
Wer, wie ich, als Motorrad-Laie das Zweirad mit den Augen absucht, entdeckt noch weitere verspielte Details. Sehr löblich etwa ist, dass die Enden des Auspuffs mit Tonnen dargestellt werden. Um den Lenker sehr schön nachzuzeichnen, kommen Macaroni-Elemente zum Einsatz. Zusammengenommen scheinen die Proportionen in Ordnung zu gehen.
Nach der Orgie mit den Zylinderrippen geht es nun zügiger voran, zumal einige Einzelteile auch schon farblich vorbehandelt waren, die nun zu ihrem Einsatz kamen. Der Motorblock wanderte ohne Komplikationen in den Rahmen.
Der schon vorgefertigte Öltank wurde montiert, das vormontierte ABS wurde in den Rahmen geklemmt und auch die mittlere Rahmenstrebe fand ihren Platz. Auch die schon einmal gezeigte Schwinge samt untenliegenden Federbeinen feierte Vereinigung mit dem Rahmen. Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass ich in diesem Absatz bis hierher noch nicht ein Wort von Kleber verloren habe. Stimmt, denn bei all den Schritten wurde nichts geklebt, sondern nur geschraubt.
Auch das Primärantriebsgehäuse (Innen als auch Außenteil) und der vormontierte Starter werden mit kleinen Schrauben am Bike montiert. Beim Kupplungsdeckel, den ich wieder in seidenglanz Schwarz gespritzt habe, hatte ich Glück mit den Decals.
Bei den Ölleitungen habe ich noch die im Original flexiblen Bereiche verfeinert. Ein kleines Stück der Leitungen wurde heraus geschnitten, die freiliegenden Enden mit Bohrungen versehen und mit Draht wieder zusammen geklebt, über den handelsüblicher Gewebeschlauch gezogen wurde. Fest zusammengeklebt wurden die Teilabschnitte erst mit der endgültigen Montage der Leitungen.
Einige Leitungen, so die vom Bremspedal für die Hinterradbremse und die ersten kurzen Stücke Leitungen vom ABS-Modul erhielten als innere Stütze etwas Draht, damit sie die vom Original vorgegebene Lage einhalten. Beim ABS-Modul kommen dann zwei kleine Segmente, des dem Bausatz beiliegenden dickeren Vinylschlauches, als Verbindung zu den nach oben führenden dann flexiblen Leitungen.
Die Fixierung der Leitungen am Rahmen habe ich mit kleinen Alublechstreifen nachgebildet, die mit dem doppelseitigen Klebeband vom Bausatz fixiert werden. Nachdem die fertigen Zylinder wieder auf dem Motorblock verschraubt waren, habe ich noch das offene Dreieck hinter dem Lenkkopf mit etwas Sheet verschlossen. Der Offene Platz wurde vorher noch für den T-Schraubenschlüsel bei der Montage der Zylinderkopfdeckel benötigt.
Bei der Gestaltung der Gabel, samt der oberen Verkleidung ist Tamiya bei diesem Bausatz auch vollkommen neue Wege gegangen. Es wird kaum geklebt, lediglich die kleinen Chromschrauben (ausgerechnet die, wo sie doch Schrauben heißen) sondern viel geschraubt oder geklemmt.
Der typische Faltenbelag für die Einstellung des Kupplungszuges fehlte im Bausatz. Das habe ich von Andreas gelernt. Schrumpfschlauch ist für vieles gut.
Die Spiegelhalter werden in den Spiegel zwischen vorderem und hinteren Teil mit ihren Kugelköpfen eingeklemmt. Vor Aufbringen der Metallsticker, sollte man für ein saubere plane Auflagefläche sorgen, damit ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden kann. Sie haben eine selbstklebende Rückseite. Die Trägerfolie habe ich bis zum Rand der Sticker abgeschnitten und nachdem die Sticker ausgerichtet waren mit der flachen Seite eines Zahnstochers aufgedrückt.
Fazit
Die Harley-Davidson Fat Boy 10269 ist ein richtig schickes Display-Modell. Ich bin mir sicher, dass LEGO hier spielend eine neue Käuferschicht erschließt. Das Zusammenspiel von System- und Technic geht sich hier wunderbar auf.
Kritikpunkte kann ich kaum benennen. Nun, wer Technic-Sets so gar nicht mag, wird womöglich die ersten Minuten ein wenig ob der Flut an Zahnrädchen „gelangweilt“ sein. Womöglich hätten statt der vielen hellgrauen Elemente auch noch einige silberne Metallic-Elemente verbaut werden können. Ich denke da primär an den Auspuff. Ob diese gut mit dem Dunkelrot harmoniert hätten, kann ich schwer beurteilen.
Und ein paar Aufkleber kommen zum Einsatz, gerade die Beklebung des Tachos, der gut sichtbar ist, stellte für mich einen kurzen Nervenkitzel dar. Der Preis von 89,99 Euro erscheint mir bei diesem Set fair.
Zusätzliche Informationen
Für alle Interessierten geht es hier jetzt in die letzte Kurve vor der Zielgeraden.
Modellbau allgemein
Building a motorcycle model is much more than just a hobby. It all starts with a kit-carefully molded parts, ready to be assembled. Each piece must be placed with precision, every detail carefully refined. Beyond the relaxing aspect, there’s also a unique sense of achievement in crafting something with your own hands.
If you’re a beginner, selecting the right kit is crucial. The difficulty level varies between kits. Scale is another important factor. A 1/12 scale model is ideal for appreciating details while remaining manageable. Finally, I strongly recommend choosing reputable brands known for their quality manufacturing. Hasegawa and Tamiya are excellent choices.
Before jumping right in, take the time to organize yourself. Read the manual carefully: this may seem obvious, but many people skip this step. Assemble methodically: start with the main parts like the frame and engine. If you’re looking for an easy-to-build first model, Tamiya kits are a fantastic choice. Their 1/12 scale motorcycle replicas offer a great balance of detail and accessibility. Plastic injection kits are usually the easiest to assemble.
After completing your first model, you may want to explore further. You can also create a diorama to showcase your model.
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