Horrorfilm Puppe Dreirad Liste: Die gruseligsten Horrorfilmfiguren

Horrorfilme sind bei vielen beliebt, die den Nervenkitzel suchen. Der kontrollierte Angstzustand, wie er beispielsweise beim Besuch eines Gruselhauses erlebt wird, kann einen emotionalen Rauschzustand auslösen. Horrorfilme sind besonders angsteinflößend, wenn sie viele Elemente nur andeuten und der Zuschauer nicht wirklich sehen kann, wer oder was für die paranormalen Ereignisse verantwortlich ist.

Hier sind einige der schaurigsten fiktiven Horrorcharaktere aller Zeiten:

1. Billy aus „Saw“

Durch die Marionette kommuniziert der fiktive Serienmörder und „Saw“-Charakter John Kramer, den Polizei und Medien im Film schlicht auf „Jigsaw“ taufen, mit den eingesperrten Testpersonen. Billy erscheint meistens auf Video gebannt und fährt auf einem Dreirad. Aus seinem Mund ertönen die berühmten und oft parodierten Zitate, mit denen Kramer Anfang und Ende eines (Folter-)„Spiels“ begleitet, wie etwa: „Ich möchte ein Spiel spielen“ oder: „Leben oder sterben. Sie haben die Wahl.“ Zwar fällt der Name nie im Film selbst, doch Crew, Cast und Fans nennen die Puppe seit dem ersten Teil, der im Jahr 2004 ins Kino kam, einfach „Billy“.

Die SAW Puppe mit Dreirad sieht nicht nur gespenstisch aus, sie spricht auch! Diese original lizenzierte Horrorpuppe hat die Textzeilen aus den SAW Filmen auf einem Sprachchip gespeichert. Die Puppe aus schwerem Polyresin sitzt auf ihrem typischen Dreirad, insgesamt ist die Figur damit etwa 35 cm hoch. Billy spricht, wenn man einen diskreten Knopf am Rücken betätigt. Die Batterien dafür werden mitgeliefert. Ein echtes Sammlerstück für Fans der SAW Filme!

2. Tony aus „Shining“

Wie gruselig wären sowohl Roman als auch Film, wenn es nicht Dannys imaginären Freund Tony geben würde? Der unsichtbare Freund taucht sowohl in Stephen Kings Roman „Shining“ auf als auch in „Doctor Sleep“, der im Jahr 2013 erschienen ist. Über Tony bekommt Danny die mysteriöse Gabe, in die Zukunft oder Gedanken anderer Personen zu blicken. Tony scheint etwas älter als Danny zu sein und zeigt ihm zunächst eher angenehme Dinge - bis sein Vater Jack den Job im „Overlook“-Hotel annimmt. Ab diesem Moment wird Danny mit Horrorvisionen von Tony geplagt. So sieht er seinen Vater mit einem Hammer drohend auf sich zukommen und überall taucht das geheimnisvolle Wort „DROM“ (im englischen Original „REDRUM“) auf, was rückwärts gelesen „Mord“ ergibt.

3. Die Hexe von Blair im „Blair Witch Project“

Auch hier haben wir es mit einem Charakter zu tun, der im Horrorfilm selbst gar nicht sichtbar ist: die Hexe von Blair. Über sie wird nur sehr viel gerätselt. „Blair Witch Project“ aus dem Jahr 1999 erreichte unter der Regie von Daniel Myrick und Eduardo Sánchez Kultstatus. Im Film geht es um drei Studenten, die eine Dokumentation über den Blair-Witch-Kult drehen wollen. Angeblich soll eine Hexe im Wald von Burkittsville im US-Bundesstaat Maryland ihr Unwesen treiben und bereits sieben Kinder getötet haben. Die Legende ist natürlich ein Fake. Das wussten die Hauptdarsteller aber nicht. So kam es, dass sie während der Dreharbeiten dachten, dass die Hexe von Blair tatsächlich eine lokale Legende sei - und fürchteten sich dementsprechend.

4. Der Pyramidenkopf aus „Silent Hill“

Der Horrorfilm des französischen Regisseurs Christophe Gans von 2006 basiert auf dem gleichnamigen japanischen Videospiel von Konami. Der unheimliche Pyramidenkopf mit seinem Schwert taucht im Original-Videospiel erst im zweiten Teil auf. In der Filmreihe ist er von Anfang an dabei und taucht immer dann auf, wenn jemand bestraft werden soll.

5. Pennywise aus „Es“

2017 entstand unter der Regie von Andrés Muchietti ein Remake von „Es“, einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen King. In der fiktiven Kleinstadt Derry im Bundesstaat Maine treibt der Clown Pennywise sein Unwesen. Mit bunten Luftballons lockt er die Kinder der Stadt an, um sie erst zu quälen und später zu fressen. In der 2017-Version wird der Prototyp aller Grusel-Clowns von Bill Skarsgård gespielt.

6. Freddy Krueger aus „A Nightmare on Elm Street“

Zum ersten Mal trieb der fiktive Serienmörder mit Narbengesicht und Klingenhand 1984 sein Unwesen. Freddy lebt in den Träumen von Kindern und kann mit einem Trick in die Realität gebracht werden. Dazu muss Freddy von dem Träumer gepackt werden und Letzterer aufwachen. In der Realität lässt er sich verletzen und besiegen - auch, wenn er sich deutlich widerstandsfähiger als ein normaler Mensch zeigt. Nur in seiner Albtraumwelt verfügt er über eine grenzenlose Allmacht.

7. Ghostface/ Gruselgesicht aus „Scream“

Das Gruselgesicht ist erneut eine Schöpfung von Horrormeister Wes Craven. Zum ersten Mal taucht er im Auftakt der „Scream“-Reihe im Jahr 1996 auf. In nur drei Tagen soll der damals noch unbekannte Drehbuchautor Kevin Williamson das Skript heruntergeschrieben haben. Der mordende Maskenmann wird im Original von Roger L. Jackson gesprochen. Mittlerweile gibt es vier Filme der Reihe. Anfang 2022 soll ein neuer Teil der „Scream“-Reihe in die Kinos kommen.

8. Chucky aus „Chucky - die Mörderpuppe“

Auch ohne den Film gesehen zu haben - wer diese Puppe sieht, gruselt sich zwangsläufig. Allein die weit aufgerissenen blauen Augen, der überdimensionierte Kopf, die völlig verzerrten Proportionen: Wie könnten Eltern überhaupt auf die Idee kommen, so etwas ihren Kindern zum Spielen zu geben? Der erste der mittlerweile sieben Teile umfassenden Serie von Horrorfilmen zeigt, wie der fiktive Serienmörder Charles Lee Ray seinen Geist kurz vor seinem Tod in eine Puppe transferiert. Diese führt dann sein Werk weiter fort.

9. Familie Armitage in „Get Out“

Der Horrorthriller „Get Out“ von Jordan Peele war 2017 eine echte Überraschung: Der Film erhielt bei den Oscars im Folgejahr die Auszeichnung für das beste Originaldrehbuch und war außerdem für den besten Film, die beste Regie und den besten Hauptdarsteller nominiert. Der Film erzählt, wie der junge Schwarze Chris mit seiner weißen Freundin zum ersten Mal ihre Eltern besucht. Doch der Umgang der Familie mit ihren Schwarzen Dienstboten ist alles andere als normal - und wer hinter das dunkle Geheimnis von ihnen gekommen ist, sucht besser schnell das Weite.

Einige Referenzen an andere Filme, die die Filmemacher James Wan und Leigh Whannell beeinflusst haben:

  1. Das Wühlen in der Toilette: In Saw kommt der Fotograf Adam, gespielt von Leigh Whannell, in die Verlegenheit in einer verdreckten Toilette rumzuwühlen. Diese Szene ist an eine ähnliche Sequenz angelehnt, in der Mark Renton (Ewan McGregor) in Trainspotting das "schlimmste Klo Schottlands" besucht.
  2. Puppenspiel: Die blasse Puppe mit den teuflisch roten Augen und dem fiesen Lachen wurde über die Jahre zum Erkennungsmerkmal der Saw-Reihe. Die Inspiration für diese dreiradfahrende Requisite mit dem Namen Billy kam den Machern durch Dario Argentos Profondo Rosso - Die Farbe des Todes. Darin kam bereits ein ebenso diabolisches Modell mit einem ähnlichen Mode-Stil vor.
  3. Zep wider Willen: Dr. Lawrences (Cary Elwes) Tochter entführt, versteckt er sich dazu in einem Schrank. In einer Einstellung lugt dabei nur sein Auge durch einen Spalt aus der Dunkelheit. Eine ähnliche Perspektive gab es auch im 70er Jahre-Slasher Jessy - Die Treppe in den Tod, in dem ein Killer zur Weihnachtszeit in einem Studentenwohnheim sein Unwesen treibt.
  4. Keine Säge für die Ketten: Im Finale von Saw lässt sich Dr. Lawrence notgedrungen auf das Spiel von Jigsaw ein und macht sich schließlich daran, seinen eigenen Fuß abzusägen. Das Motiv des festgeketteten Fußes und die Androhung der Entfernung mittels einer Säge kennen wir aber schon aus George Millers Mad Max. Darin lässt Max den Bösewicht Johnny am Fuß gefesselt an einem Auto zurück, das bald explodieren wird. Der Road Warrior (Mel Gibson) legt dem Schuft nahe, es mit der Säge an seinem Fuß zu versuchen, wenn er rechtzeitig entfliehen möchte.
  5. Blitzlicht in der Finsternis: Bevor Adam für Jigsaws Spiel entführt wird, irrt er nur mit seiner Kamera bewaffnet durch dunkle Gänge. Nur mit dem Blitzlicht seines Fotoapparats kann er Licht ins Dunkel bringen. Ähnlich geht es Jeff (James Stewart) in Hitchcocks Das Fenster zum Hof. Der kann sich gegen einen Eindringling in seiner Wohnung nur verteidigen, in dem er den Angreifer in völliger Dunkelheit mit dem Blitz seiner Kamera blendet.

Diese Charaktere und Filme haben das Horror-Genre nachhaltig geprägt und bieten reichlich Stoff für Albträume.

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