Horst Lichter und seine Leidenschaft für das Motorrad-Gespann

Horst Lichter liebt es lecker, buttrig und sahnig. Der beliebte deutsche Koch und Moderator hat im Laufe seines Lebens viele Höhen und Tiefen erlebt und sich von ganz unten nach ganz oben gearbeitet. Eines aber ist er dabei immer geblieben: Motorradfahrer.

Die Oldiethek: Lichters Leben ausgestellt

In seinem Restaurant, der Oldiethek in Rommerskirchen-Butzheim bei Köln, stellt er sein Leben aus. "Ich sammle Geschichten", erklärt Horst Lichter. Geschichten und Erinnerungen, die er mit den Gegenständen verbindet und die es ihm wert sind, sie zu erhalten. Geschichten aus dem Leben.

Noch während der Reha fasst Lichter den Entschluss, sein Leben umzukrempeln und ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Gleichzeitig entwickelt er sein rheinländisch-komisches Talent, wird in seiner Oldiethek schon bald vom WDR fürs Fernsehen entdeckt, berühmt. Kocht, kalauert, wo auch immer er hinkommt, und tourt als Geschichtenerzähler mit eigenem Bühnenprogramm durchs Land.

Und dann gibt es da noch eine Sache, die sich wie ein roter Faden durch das Leben des Horst Lichter spannt: die Leidenschaft für Motorräder. Mit einer Yamaha TY 50 fing alles an. Doch in seinem Kopf schwirrten bereits damals ganz andere Kaliber herum. Heute kann sich Horst Lichter die Zweiräder leisten, von denen er früher geträumt hat.

Lichters Motorradsammlung: Zweirädrige Legenden

Und: Sie stehen fast alle irgendwo in seiner Oldiethek. Eine NSU Quickly gehört dazu, eine MV Agusta 125 S, eine Ducati 900 Super Sport mit Königswelle, eine Egli-Honda, aufgebohrt auf 1200 Kubik, eine Kawasaki Z1 und eine Münch-4 Mammut. Er hegt und pflegt sie, putzt sie nach jeder Tour und wienert auch schon mal mit dem Jacken-ärmel nach, denn, so Lichters Logik, es ist nur jemand ein richtiger Motorradfahrer, der seine Maschine zu schätzen weiß. "Das Motorrad gibt dir das zurück. Für mich haben meine Maschinen eine Seele." Mehr noch: Die Räder vergleicht er mit Füßen, Kugellager mit Gelenken, Motor und Aggregate mit Organen, Leitungen mit Adern.

Das Muster, nach dem Horst Lichter seine Motorräder aussucht, ist denkbar einfach: Schön müssen sie sein. "Da gehe ich ganz nach der Optik, das ist doch nur menschlich", gesteht er. Motorrad fahren ist für ihn Lust, Genuss. Und das beginnt eben schon beim Blick in die Garage, dann will er sagen können: "Du gefällst mir."

An solchen Tagen zwängt er sich in einen klassischen Ledereinteiler, greift zum Cromwell-Helm und fährt einfach drauf los, ohne Ziel. "Motorrad fahren ist nicht bloß Fortbewegung, ich liebe das. Intensiver geht gar nicht. Hören, riechen, fühlen, das ist so toll."

"Lichters Schnitzeljagd": Mit dem Motorrad-Gespann unterwegs

Für die Sendung “Lichters Schnitzeljagd” macht sich Horst immer auf die Suche nach interessanten und kulinarischen Zielen. Im März 2012 startete im WDR Fernsehen die Sendereihe Lichters Schnitzeljagd. Dort ist Lichter mit einem Motorradgespann auf Schnitzeljagd durch Nordrhein-Westfalen unterwegs und besucht Menschen, mit denen er deren Lieblingsgerichte kocht.

Er kam mit seinem Motorrad-Zweiergespann über die holländische Grenze nach Südlohn zum TURMHAUS. Über den Lichter-Garten im Innenhof des TURMHAUS ging es dann in die Manufaktur und hier hat Horst Lichter dann richtig Hand anlegen müssen. Es entstand der feine Sahnetrüffel “Lecker Horst”, den jetzt alle hier in Südlohn im TURMHAUS probieren können.

Horst Lichters Traumrouten: Mit dem Motorrad über die Alpen

Wie alljährlich zum Fest startete „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter auch in diesem Jahr eine Motorradtour mit prominentem Anhang. Wie in den Jahren zuvor schwang sich der ZDF-Trödelgott („Bares für Rares“) und Quotengarant auch im Jahr 2021 auf den Sattel seines heißgeliebten Motorrads und düste mit Schauspieler Kai Wiesinger in zwei Wochen über die Alpen. Traumhaftes Alpenpanorama, grüne Wiesen, blauer Himmel: Bei den Bildern, die „Horst Lichters Traumrouten - Über die Alpen“ am ersten Weihnachtsfeiertag auf die Fernsehgeräte projizierte, konnte man glatt Fernweh verspüren.

Ihre Tour startete das Duo im Allgäu, wo Horst Lichter nach einer Floßtour beim gemeinsamen Weißwurstfrühstück die Reaktion seines Kompagnons auf die Anfrage zur gemeinsamen Tour erfragte. „Ich habe mich nicht getraut, es meiner Frau zu sagen“, räumte Wiesinger kleinlaut ein. Zuvor sei er lange nicht Motorrad gefahren und überhaupt: „Ich bin geografisch eine solche Pfeife, dass ich mich freue, wieder nach Hause zu kommen.“ Doch die Frau zeigte den Daumen nach oben, und so konnte die Erkundungstour von Schloss Neuschwanstein bis hin zu urigen Hütten beginnen.

Auf ihrer Reise machten Horst Lichter und Kai Wiesinger aber nicht nur an malerischen Plätzen mit Alpenpanorama Halt, sondern statteten auch mehreren Personen einen Kurzbesuch ab. Zu Beginn checkte Bergdoktorin Iris Steiner das Bikergespann durch, was Lichter bilanzieren ließ: „Der Lack ist ein bisschen ab, aber der Motor läuft noch prima.“ Obendrein durfte Wiesinger sein medizinisches Wissen - er wollte einst Arzt werden - unter Beweis stellen, als Horst Lichter bei der gemeinsamen Bergtour einen Zusammenbruch simulierte.

Nach einem gastronomischen Abstecher zum besten Kaiserschmarrn der Welt im Kaisertal wartete auf „Bergdoktor“-Fan Horst Lichter ein ganz besonderes Highlight. In den originalen Kulissen des Erfolgsformats erwartete den 59-Jährigen und seinen Begleiter niemand Geringerer als „Bergdoktor“-Darsteller Hans Sigl. „Meine Diagnose: Hinter dem Doktor, der Leben rettet, steckt im wahren Leben ein äußerst lustiger Mensch“, freute sich Lichter.

Kai Wiesinger durfte sich besonders glücklich schätzen, wurde er doch von Ex-TV-Koch Horst Lichter höchstpersönlich bekocht - und das in absoluter Traumkulisse auf einer urigen Selbstversorgerhütte in Südtirol. „Ich werde heute etwas tun, was ich seit vielen Jahren noch nicht einmal für meine Frau getan habe, was ich noch niemals getan habe, wenn ich unterwegs war“, kündigte Lichter, der über „Lampenfieber“ klagte, sein Bauern-Omelett an. Die Bedenken waren unbegründet, schließlich schlemmte Wiesinger hochzufrieden: „Sehr gut gemacht, Horst.“

Horst Lichter sucht das Glück - mit dem Motorrad durch …

Seit 2017 fährt Horst mit Mopped und jeweils einem anderen Film- und Fernsehkumpel in der Weltgeschichte herum. Ausgestrahlt wird ‘Horst Lichter sucht das Glück - Mit dem Motorrad durch …’ immer zu Weihnachten im ZDF.

In der ersten Folge, aus dem Jahr 2017, war er mit Jenke von Wilmsdorff in Norwegen. Auf ihrem Roadtrip sammeln die beiden Freunde die unterschiedlichsten „Glücksrezepte“. Sie lassen sich jeden Tag von der fast übernatürlichen Schönheit des Landes überwältigen und trotzen dabei Wind und Regen, erleben auf ihren Motorrädern aber auch viele sonnige Momente.

Mit Hardy Krüger jr. ging es 2018 nach Südfrankreich an die Côte d’Azur. Auf ihrer Motorradtour durch diese wunderschöne Gegend gehören spektakuläre Passstraßen im Hinterland genauso zur Route wie die legendären Küstenstraßen direkt am Meer. Klingende Städte wie Saint-Tropez, Nizza oder Cannes liegen auf dem Weg der beiden Glückssucher.

Diesmal fährt mit Henning Baum nach Kroatien. Auf dem Motorrad erkunden sie zusammen dieses wunderschöne Reiseland am Mittelmeer. Die bekannten Küstenstädte Zadar und Split sowie ein Rundflug über die malerische Inselwelt der Kornaten liegen auf dem Weg der beiden Glückssucher.

Horst Lichters Karriere in Überblick

Jahr Ereignis
1990 Eröffnung einer Gaststätte in Rommerskirchen-Butzheim
1995 Umbau der Gaststätte zum Restaurant "Oldiethek"
1998-2009 Auftritte in Johannes B. Kerners Kochshow
2006-2017 Moderation der ZDF-Sendung "Lafer! Lichter! Lecker!"
2012 Start der Sendereihe "Lichters Schnitzeljagd" im WDR Fernsehen
Seit 2013 Moderation der ZDF-Sendung "Bares für Rares"
Seit 2017 "Horst Lichter sucht das Glück - Mit dem Motorrad durch …" im ZDF

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