Die Bremsen am Bike müssen zu 100% funktionieren. Ohne Wenn und Aber. Denn deine Gesundheit hängt davon ab. An fast allen Fahrrädern findet man inzwischen hydraulische Scheibenbremsen. Die modernen Systeme sind ausgereift und verhältnismäßig einfach zu warten.
Wir zeigen dir, welche Servicearbeiten du in Eigenregie erledigen kannst. Angefangen beim regelmäßigen Check und Austausch der Bremsbeläge. Bis hin zur Fehlersuche bei Schleif- oder Quietschgeräuschen. Lediglich das Entlüften der Anlage, wenn sich einmal Luft im System angesammelt hat, solltest du lieber der Fachwerkstatt überlassen.
Werkzeug - Diese Tools benötigst du
- Satz Innensechskantschlüssel (Inbus)
- Torx Schlüssel (je nach Bremsentyp)
- Drehmomentschlüssel (empfehlenswert!)
- Schleifpapier ca. Korn 100 bis 150
- Bremsenreiniger Spray
- Zur Bremse passende Ersatzbeläge
Scheibenbremsen richtig reinigen
Wenn du lange Freude an deinem Fahrrad, Mountainbike oder E-Bike haben möchtest, solltest du es regelmäßig pflegen. Auch wenn du selten oder gar nicht bei schlechtem Wetter unterwegs warst. Das ist in der Regel schnell erledigt: Einsprühen mit Fahrradreiniger zum Anlösen der Verschmutzungen, einwirken lassen und anschließend abspülen mit klarem Wasser.
Im Zuge eines solchen Waschgangs kannst du die Scheibenbremsen im Prinzip ohne besondere Behandlung einbeziehen. Die Bauteile vertragen Wasser und Fahrradreiniger problemlos. Bei stärkerer Verschmutzung solltest du mit Bremsenreiniger (Spray) arbeiten, der speziell den typischen, aggressiven Bremsstaub lösen kann. Wir empfehlen, den Reiniger dosiert einzusetzen, oder ihn mit einem benetzten Tuch aufzutragen. Zum Beispiel zum Säubern der Scheiben. Das kann im Übrigen auch zur Bekämpfung von Quietschgeräuschen hilfreich sein.
Achtung!! Niemals Öl oder ölhaltige Substanzen auf die Beläge bringen!!
Bremsbeläge - Verschleiß checken und ggf. austauschen
Je nach Fahr-Intensität solltest du etwa alle zwei bis drei Wochen einen Blick auf die Beläge werfen. Nach Schlechtwetter-Einsätzen jedoch gezielt und öfter! Das kannst du bei relativ neuen Belägen mit Hilfe einer Taschenlampe von oben durch den Schlitz im Sattel erledigen.
Wenn die Beläge dünner werden, empfehlen wir, sie zur Sichtprüfung auszubauen. Dazu zunächst das Laufrad ausbauen. Als erstes sollten die Beläge in ihre maximale Ausgangsposition zurück gedrückt werden. Dazu mit einem flachen und stumpfen Hebel zwischen die Beläge fahren und diese mit sanfter Gewalt auseinander drücken. Es eignet sich zum Beispiel ein dünner Reifenheber (Ein scharfkantiger Schraubendreher kann die Beläge beschädigen!). Das Zurückdrücken der Kolben ist auch nötig, damit bei Bedarf neue Beläge im Sattel genügend Platz finden.
Zur Entnahme musst du noch den Sicherungsbolzen oben auf dem Sattel entfernen (i. d. R. Innensechskant-Schraube). Der Bolzen ist mit einem kleinen Sprengring gegen selbstständiges Lösen gesichert, der sich mit Hilfe einer Spitzzange oder von Hand abziehen lässt.
Neue Bremsbeläge unbedingt einbremsen! Erst nachdem neue Bremsbeläge nach folgendem Prozedere eingebremst wurden, können sie ihre volle Bremsleistung entfalten: Das Fahrrad etwa 20 bis 30 Mal hintereinander auf rund 30 km/h beschleunigen und anschließend kraftvoll bis zum Stillstand abbremsen.
Scheibenbremsen - Geräusche ermitteln und beseitigen
Nichts ist schlimmer, als eine quietschende Scheibenbremse. In einzelnen Fällen kann dieses Bremsgeräusch unerträgliche Lautstärken erreichen. Aber auch weniger laute Geräusche wie kratzen, schleifen oder rubbeln können nerven. Umso mehr, wenn der Krach mit einer verringerten Bremsleistung einher geht. Grund genug, die Probleme aufzuspüren und zu beseitigen.
Quietschen bei Nässe
Leider ist es ein recht häufiges Phänomen, dass Scheibenbremsen während einer Regenfahrt plötzlich zu quietschen anfangen. Die Geräusche verschwinden, sobald alles wieder trocken ist. Warum das passiert, ist nicht wirklich zu klären. Aber unserer Erfahrung nach kannst du kaum etwas dagegen tun. Manchmal verschwindet das „Nassquietschen“ auch auf längeren Abfahrten wieder, wenn die Bremsscheiben heiß werden.
Welche Beläge sind montiert?
Es gibt hauptsächlich zwei verschiedene Arten von Material, das für Bremsbeläge zum Einsatz kommt:
- Organische Beläge aus verpressten Fasern organischer Stoffe.
- Beläge aus Sintermetall, also verschiedenen Metallgranulaten.
Unser Tipp: Wer sich häufig über Bremsgeräusche ärgert, sollte unbedingt organische Beläge verwenden. Diese verschleißen zwar etwas schneller als Sinterbeläge, neigen aber weniger zu Geräuschentwicklungen. Außerdem lassen sich Bremsen mit organischen Belägen besser dosieren.
Sind die Beläge verschlissen?
Auch abgefahrene Beläge können Geräusche verursachen. Dabei handelt es sich meist um ein metallisches Schleifen, verursacht durch die Spreizklammer zwischen den Belägen, die bei zunehmend dünner Bremsfläche an der Scheibe kratzt. Oder die Beläge sind bereits komplett abgenutzt, so dass das Trägermetall auf der Scheibe schleift. So oder so müssen derart abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich ausgetauscht werden!
Ist die Oberfläche der Beläge verglast?
Besonders auf langen Abfahrten werden die Bremsen sehr heiß. Durch die hohen Temperaturen kann sich mit der Zeit eine harte, glänzende Schicht auf den Bremsbelägen bilden. Man spricht dann von verglasten Belägen. Das äußert sich mit nachlassender Bremswirkung und erhöhter Geräuschentwicklung. Bei rechtzeitiger Behandlung kannst du die Beläge retten und weiter verwenden. Dazu die Beläge ausbauen und so oft über einen ausgelegten Bogen Schleifpapier ziehen, bis die Bremsfläche wieder matt aussieht. Achte darauf, dass du den Belag nicht schräg anschleifst. Die Oberfläche muss parallel zur Trägerplatte stehen.
Alle Schraubverbindungen fest?
Eine Ursache für Geräusche ist, dass ein oder mehrere Teile in Schwingung geraten und hochfrequent vibrieren. Das kann ein Bauteil selbst sein oder eine (lose) Verbindung zwischen zwei Bauteilen. Im ersten Fall kann man nicht wirklich etwas tun. Du kannst jedoch prüfen, ob alle Schraubverbindungen an den Bauteilen der Bremsanlage fest geschlossen sind: Das sind zum einen die Befestigungsschrauben der Sättel an Rahmen und Federgabel. Zum anderen die Befestigungsschrauben der Bremsscheiben an den Naben. Bitte hier mit Gefühl vorgehen und einen Drehmomentschlüssel verwenden!
Sitzt der Bremssattel mittig über der Scheibe?
Die Bremsscheibe muss bei geöffneter Bremse mittig zwischen den Bremsbelägen rotieren, ohne diese zu berühren. Bei einer gut eingestellten Bremse ist der Spalt links und rechts minimal. Schleift die Bremse einseitig, kann dies Geräusche verursachen. Heute sitzen nahezu alle Laufräder mit Hilfe von Steckachsen in Rahmen und Gabel. Das heißt, die Position der Scheibe ist bei jeder Laufrad-Montage präzise definiert und somit identisch. In der Regel muss man also den Sattel nur einmal korrekt ausrichten.
Zwei Methoden führen zum Erfolg. Die einfachere geht so: Den Bremssattel an den beiden Inbusschrauben lockern, so dass er sich leicht von Hand seitlich bewegen lässt. Nun die Bremse am Hebel fest anziehen. Dadurch klammert sich der Sattel an die Scheibe und richtet sich automatisch aus. Nun bei weiterhin gezogener Bremse die beiden Schrauben wieder fest anziehen (Drehmomentschlüssel!). Nach Loslassen des Hebels sollte die Scheibe mittig zwischen den Belägen stehen und frei rotieren.
Sollte diese Methode nicht funktionieren, kannst du es händisch probieren: Den Bremssattel ebenfalls lösen, aber nur soweit, dass er sich mit etwas Kraftaufwand verschieben lässt. Damit verhinderst du zu große Bewegungen. Nun ist Augenmaß gefragt, denn man muss den Sattel in kleinsten Schritten verschieben. Dazu stets von oben durch den Schlitz die Position kontrollieren. Erst wenn sich die Scheibe frei dreht, kannst du den Sattel wieder richtig festschrauben.
Fahren alle Kolben gleichmäßig und leichtgängig aus?
Nach längerer Nutzung und vielen Schlechtwetterfahrten kann es sein, dass die Kolben verschmutzt sind und nicht mehr gleichmäßig ausfahren. Oder dass sich einer der Beläge nach dem Bremsvorgang nicht mehr von der Scheibe zurückzieht. Auch das kann dann Schleifgeräusche verursachen. In diesem Fall müssen die Kolben wieder gängig gemacht werden. Dazu das Rad ausbauen, die Beläge (und Kolben) zurück drücken und anschließend entnehmen (siehe Schritt eins: Beläge checken).
Als erstes den Innenbereich des Sattels und die Druckfläche der Kolben mit Bremsenreiniger säubern. Nun ist wieder Fingerspitzengefühl gefragt, denn mit einem sachten Zug am Bremshebel müssen die Kolben ein kleines bisschen ausgefahren werden. Bitte hier extrem vorsichtig sein und die Kolben höchstens einen Millimeter weit ausfahren! Jetzt kannst du die Gleitflächen mit etwas Bremsenreiniger benetzen. Zur Schmierung kannst anschließend einen Tropfen Hydrauliköl mit einer Spritze aufbringen. Achtung! Es darf kein Öl auf die Bremsbeläge gelangen! Zum Zurückdrücken der Kolben die Beläge wieder einsetzen! Niemals auf die Kolben direkt drücken.
Scheibenbremsen schleiffrei einstellen - die Video-Anleitung
Im Video zeigen wir anhand einer Sram Code RSC-Scheibenbremse, wie man sie schleiffrei einstellt. Wie Sie eine Sram-Scheibenbremse entlüften, zeigen wir im Artikel „Sram/Avid Scheibenbremsen entlüften & warten". Unerfahrenen Hobby-Schraubern raten wir, für diese Reparatur einen Händler aufzusuchen.
So stellst du deine Scheibenbremsen am Fahrrad richtig ein
Richtig eingestellte Scheibenbremsen sind grundlegend für die Sicherheit Ihres Fahrrads. Denn: Auf die Bremsen muss Verlass sein - ob Sie lange Touren fahren oder nur kurz ums Eck wollen. Korrekt eigestellte Scheibenbremsen verleihen Sicherheit und Kontrolle über Bremsweg und Bremskraft.
Bei einem neuen Fahrrad mit Scheibenbremsen ist besonders zu beachten, dass die Bremsen zunächst richtig eingebremst werden.
- Zunächst solltest du wissen, dass es verschiedene Bremsbeläge gibt. Es gibt „organische“ und „gesinterte“ Bremsbeläge. Organische Bremsbeläge setzen sich aus verschiedenen Produkten der organischen Chemie zusammen. Gesinterte Bremsbeläge bestehen aus gesinterten Metallen. Diese Sintermetalle werden mit viel Druck und Hitze zusammengepresst. Beide Bremsbeläge müssen bei den ersten Fahrten eingeschliffen werden:
Lasse dafür einfach die Bremse bei langsamer Fahrt leicht schleifen, damit sich mikroskopisch feine Unebenheiten von Bremsklötzen und Bremsscheibe anpassen.
Beginne dann mit dem Einbremsen:
Im Flachland: mehrfache Bremsungen aus höherer Geschwindigkeit ca. 15x aus 25 km/h
Am Berg: die Bremse mehrfach ziehen und wieder lösen
Wichtig! Bremse nicht bis zum Stillstand des Rades. Einfacher ist es, wenn du dich zunächst auf eine Bremse konzentrierst. - Nach dem Einschleifen soll bei organischen Bremsen der Ausgasungsprozess stattfinden. Vorder- und Hinterradbremse sollen einzeln auf langer Strecke heißgebremst werden. Die o.g. Bremsvorgänge wiederholst du solange, bis die Bremsen heiß sind, um auszugasen zu können.
Bei den Mountainbikes ist die Scheibenbremse seit einigen Jahren Standard, im mittleren und gehobenen Preisbereich ausschließlich als hydraulische Scheibenbremse.
Fahrradbremsen regelmässig warten und schmieren
Die Bremsleistung eines Fahrrads ist regelmäßig zu überprüfen. Nur dann ist die Regulierung deiner Fahrtgeschwindigkeit gewährleistet. Das ist besonders wichtig, wenn du schnell unterwegs bist oder auf ungeeignetem Untergrund fährst.
Bevor du nun zum Werkzeug greifst und deine Fahrradbremsen einstellst, erfährst du in unserem Ratgeber, was es bei den unterschiedlichen Bremsen zu beachten gilt. Ob Naben- oder Felgenbremse, ob Rennräder oder Citybikes - wir haben dir die wichtigsten Hinweise zusammengestellt!
Welche Fahrradbremsen-Arten gibt es?
Je nach Fahrradtyp und Konstruktion deines Rahmens findest Du unterschiedliche Bremsen vor. Während zum Beispiel bei Mountainbikes häufig Scheibenbremsen eingebaut sind, werden für Rennräder und im Crossbereich öfters Seitenzug- und Cantileverbremsen verwendet.
Wir unterscheiden drei Arten von Bremsen:
- Nabenbremsen
- Felgenbremsen
- Scheibenbremsen
Das Bremssystem dient zum Abbremsen oder Anhalten des Fahrrades. Dieser Vorgang ist entscheidend für Deine Sicherheit, vor allem in brenzligen Situationen. Hohe Geschwindigkeiten und Nässe fordern Fahrradbremsen heraus. Hinzu kommt, dass Fahrradbremsen durch intensive Nutzung und Witterungseinflüsse schnell verschleißen können. Du schonst zudem die Fahrradfelgen und sparst gegebenenfalls größere Aufwände, sofern Du verschleißte Fahrradbremsen rechtzeitig erkennst. Es lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht, wenn Du die Fahrradbremsen regelmäßig prüfst, einstellst oder austauschst.
Wichtig, denn vor allem für Felgen- und Scheibenbremsen gilt: Überprüfe die Schrauben und die Beläge der Bremsen einmal im Monat auf Abnutzung!
Felgenbremsen einstellen und Bremsbeläge ersetzen, wenn: Die Einkerbungen auf der Oberfläche weniger als 2 mm tief sind (bei Direktzugbremsen 1 mm).
Scheibenbremsen einstellen und Bremsbeläge ersetzen, wenn: weniger als 1 mm dick sind.
Bei diesen beiden Bremstypen unterscheidet man zwischen zwei Übertragungsmöglichkeiten der Bremskraft:
- Hydraulische Bremse: Die Bremskraft wird mithilfe eines geschlossenen Flüssigkeitssystem übertragen.
- Mechanische Bremse: Die Bremskraft wird über eine Art Seilzug übertragen.
Tipp: Das Bremssystem lässt sich ohne die entsprechenden Werkzeuge und die richtige Ausbildung nur schwer einstellen. Es wird empfohlen, die Bremsen nur vom Fachhändler einstellen zu lassen.
Woran erkennt man, dass die Fahrradbremse neu eingestellt werden muss?
Egal ob Felgenbremse, Seitenzugbremse, Hydraulikbremse oder Scheibenbremse - Wenn vor Kurzem die Bremsbeläge gewechselt wurden, müssen diese untersucht werden und Sie gegebenenfalls Ihre Fahrradbremse neu einstellen. Abgesehen davon, sprechen folgende Symptome für eine Überprüfung der Bremse:
- Der Bremshebel kann ohne Bremswirkung bis zum Lenker durchgezogen werden.
- Schleifgeräusche beim Bremsen.
- Es ist zwar noch ein Druckpunkt vorhanden, aber keine Bremswirkung.
Wie funktioniert eine Fahrradbremse?
Nabenbremsen, Felgenbremsen und Scheibenbremsen funktionieren auf verschiedene Weisen.
Scheibenbremsen - Konstruktionen und Einstellung
Bei Scheibenbremsen üben die Bremsbeläge Druck auf eine Scheibe aus, die an der Radnabe befestigt ist (Abb. 6). Der Druck wird mit einem Handhebel gesteuert, der über einen Seilzug oder Hy draulikschlauch mit der Bremse verbunden ist. Drücke nicht den Bremshebel, wenn das Laufrad nicht angebracht ist.
Hydraulische Scheibenbremsen ausrichten
- Löse die Befestigungsschrauben der Bremse (Abb. 6).
- Betätige den Bremshebel bis zum Anschlag und ziehe die Befestigungsschrauben auf 11.3-12.4 Nm (100-110 lb/in) an.
Die hydraulische Scheibenbremse beim Fahrrad ist korrekt eingestellt, wenn die Bremsscheibe exakt mittig zwischen den beiden Bremsbelägen liegt.
Bremshebel am Fahrradlenker ausrichten
Die Fahrradbremse wird über den Bremshebel am Fahrradlenker betätigt. Die Position des Hebels sollte so gewählt werden, dass Du die Bremse mit minimalem Aufwand betätigen kannst.
Häufige Fragen zum Thema Fahrradbremsen
Quietschende Fahrradbremsen sind nervig und ein Hinweis darauf, dass du deine Fahrradbremse einstellen solltest. Die Fahrradbremse ist die Komponente, die dich in einer brenzligen Situation vor einem Fahrradunfall bewahrt. Du regulierst über die Bremse die Geschwindigkeit und bringst durch Bremsen dein Fahrrad zum Stehen.
Der Bremshebel am Lenker überträgt die Bremskraft auf die Laufräder aber nur, wenn sich der Bremsbelag korrekt auf die Felge drückt. Durch äußere Einflüsse wie das Wetter oder Schmutz ist der Verscheiß der Bremsbeläge irgendwann so groß, dass der Bremseffekt nachlässt.
Kontrolliere deshalb regelmäßig deine Bremsanlage am Rad und führe eine Wartung durch. Die Bremse ist ein wichtiger Teil für ein verkehrssicheres Fahrrad und schützt dich vor Stürzen und Verletzungen. Um die Funktionstüchtigkeit deiner Bremse zu kontrollieren, brauchst du keinen Fachmann. Diese Prüfung kannst du selbst übernehmen. Die Wartung der Bremse ist besonders im Frühjahr wichtig, wenn die neue Fahrradsaison beginnt und dein Rad zuvor einige Monate im Keller stand.
Ein Problem besteht ebenfalls, wenn du den Bremshebel drückst und keine Bremswirkung zu spüren ist. Überprüfe, ob das Zugseil korrekt gespannt ist oder durchhängt. Wenn Bremsen quietschen, deutet das auf mangelhafte Bremsscheiben oder verschlissene Bremsbeläge hin.
Um die Bremse am Fahrrad einzustellen und einer regelmäßigen Wartung zu unterziehen, benötigst du das richtige Werkzeug. Falls du kein Werkzeug zur Hand hast, hilft eine 1-Cent-Münze weiter. Generell funktionierten viele Fahrradbremsen-Arten auf ganz unterschiedliche Weise. Häufig sind an Rädern entweder Felgenbremsen oder Scheibenbremsen verbaut, die sich leicht einstellen lassen. Sie kommen oft auch bei E-Bikes zum Einsatz.
Profis empfehlen einen Abstand zwischen Bremsbelägen und Felge von zwei bis vier Millimetern. Die Distanz sollte auf beiden Seiten gleich sein. Im normalen Zustand dürfen die Bremsklötze die Felge nicht berühren. Der häufigste Grund für quietschende Fahrradbremsen sind abgenutzte Bremsbeläge, sodass sich der Bremseffekt erheblich verringert. Bei nasser Witterung fällt die Bremskraft aus, wenn Metall auf Metall reibt.
Wenn du neue Bremsbeläge montieren willst, löst du die Schraube, an der die Beläge befestigt sind. Anschließend richtest du die neuen Beläge an der Felge aus. Schraube danach alles wieder fest und prüfe, ob du die Fahrradbremse nachstellen musst. Dazu ziehst du am Bremshebel und kontrollierst die Bremswirkung. Der Seilzug sollte nirgendwo klemmen.
Mit dem Zugeinsteller oder der Schraube für die Befestigung korrigierst du den Abstand zwischen der Felge und den Bremsbelägen. Der Abstand vergrößert sich, wenn die Schraube oder der Zugeinsteller im Uhrzeigersinn gedreht werden. Um die Distanz zu verkleinern, drehst du das Werkzeug entgegen dem Uhrzeigersinn.
Löse deshalb abhängig von der Bremsen-Art die Klemmschraube und befestige den Seilzug neu (Direktzug- und Seitenzugbremse) oder stelle die Beläge neu ein (Cantilever-Bremse). Einige Bremsen bei Fahrrädern verfügen an den Bremsbügeln über eine Schraube zum Zentrieren der Bremsbeläge.
Besitzt dein Bike eine hydraulische Felgenbremse, musst du lediglich die Stellschraube am Bremshebel nachstellen. Dadurch lässt sich der Abstand zwischen Bremsbelägen und Felge ändern. Um die Beläge in die gewünschte Position zu bringen, löst und verschiebst du den Bremszylinder inklusive Bremsbelag.
Bei der Scheibenbremse erzeugen die Bremsbeläge den Bremsdruck auf die Radnabe. Den Druck steuerst du per Handhebel entweder über einen Seilzug oder Hydraulikschlauch. Beim Wechsel der Bremsbeläge an der Scheibenbremse entfernst du zuerst das Laufrad. Danach ziehst du den Bremsbelag an der Lasche heraus und wechselst ihn aus. Zum Schluss montierst du das Laufrad wieder.
Bei mechanischen Scheibenbremsen werden die Abstände zwischen Bremsbelag und Scheibe auf beiden Seiten separat eingestellt. Dazu drehst du zuerst auf der rechten Seite die Einstellschraube des Bremsbelages. Im Anschluss stellst du den Abstand auf der linken Seite ein. Hier drehst du den Zugeinsteller im Uhrzeigersinn, um die Distanz zu vergrößern. Drehst du ihn in entgegengesetzter Richtung, verringert sich der Abstand. Um den eingestellten Abstand zu sichern, drehst du die Kontermutter im Uhrzeigersinn.
Bei der hydraulischen Scheibenbremse bleibt der Abstand gleich, weil sich die Bremsbeläge nach der Abnutzung automatisch nachstellen. Wichtig ist lediglich, dass auf beiden Seiten der gleiche Abstand besteht. Löse die beiden Schrauben des Bremssattels, ziehe die Bremse am Bremsgriff an und befestige die Schrauben im geschlossenen Zustand gleichmäßig.
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