Das Verhältnis von Auto- und Motorradfahrern ist vielfältig und reicht von gegenseitigem Interesse bis zur jeweiligen Ablehnung. Dieser Artikel soll dazu dienen, den jeweils anderen und seinen Standpunkt besser kennenzulernen und zu verstehen - in freundschaftlicher und respektvoller Weise.
Die Wahrnehmung von Motorradfahrern
Oftmals geht es vielen Motorradfahrern nur darum, zu rasen und andere Autos zu übertrumpfen. Wenn man den Leuten zuhört, die Motorrad fahren, geht es nur darum, wessen Reifen zuerst abgefahren ist, wer den kleinsten "Schissrand" hat und wer es schafft, auf der mit 70 km/h begrenzten Landstraße am schnellsten zu fahren. Das soll immer nur andere beeindrucken.
Einige Motorradfahrer bewegen sich auf der Straße wie auf einem Laufsteg! Viele Motorradfahrer bewegen sich auf der Straße wie auf einem Laufsteg! Ich finde, auf der Straße muss man nicht am Limit fahren, dabei passiert genug Scheiße! Lieber auf ner Rennstrecke austoben und nicht andere, nichtsahnende Verkehrsteilnehmer gefährden.
Leider sind Motorradfahrer hier eher schlimmer als besser. Man muss lange suchen, bis man einen konservativeren Menschenschlag findet. Früher waren es die Sicherheitsbewussten, die ansagten, dass alle ihren Fahrstil kopieren, alle in grell gelber Warnweste in höchster Alarmbereitschaft von Kaffeestop zu Kaffeestop fahren sollten.
Kontroverse Themen
Einige Menschen empfinden die unnötige Lautstärke der Motorräder als störend, aber viel mehr die Risikobereitschaft. Einen Biker kann man nunmal schnell übersehen und schnell hat man sein Leben auf dem Gewissen. Was mich auch nervt, Motorradfahrer die irgendwie ständig die Spur wechseln.
Auch dass die jungen Leute einfach sich häufig darauf benehmen wie die verrückten und auf gar keine anderen Verkehrsteilnehmer und ihre Mitmenschen achten. Dies gilt auch für einen leider immer größer werdenden Teil von Motorradfahrern die an ihrer Auspuffanlage herum manipulieren. Diesen Leuten haben die Motorradfahrer, die das ganze vernünftig als Hobby betreiben darunter zu leiden.
Ihnen ist es zu verdanken dass immer mehr Strecken für Motorräder gesperrt werden und jetzt sogar Überlegungen in Gang sind, an Sonn und Feiertagen das Motorradfahren zu verbieten. Das würde aber auch das fahren von Rollern einbeziehen.
Verschiedene Perspektiven
Es ist schon nicht einfach, die Contenance zu behalten, wenn in Social-Media-Kanälen Mist verzapft wird. Besonders schlimm ist aber, wenn echte Journalisten sich das Recherchieren sparen oder aber über das reichweitenstarke Sprachrohr ihres Brötchengebers Halbwahrheiten in eigener Sache verbreiten.
Der Bundesrat wolle „das Motorradfahren am Wochenende eingeschränkt verbieten“. Mit dieser nahezu uneingeschränkt falschen Formulierung verbiegt er, dass der Bundesrat die Möglichkeit eröffnen will, dass Hotspot-Strecken in Einzelfällen und wenn alles andere versagt hat, auch aus Lärmschutzgründen befriedet werden - was bisher nicht möglich ist. Bisher müssen erst genug der Seigel’schen Freiheitsfreund*innen im Unterfahrschutz der Leitplanke ihr Leben lassen, um Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Sperrungen zu ermöglichen.
Ein anderes Mal fühlen sich einzelne Autofahrer herausgefordert, mit mir Rennen zu fahren. Regelmäßig vorzugsweise Freitag nachmittag wurde ich beispielsweise per Hupe dazu aufgefordert. Positiv finde ich auch, daß sich nur eine Minderheit durch das Überholen oder Durchfahren des stehenden Verkehrs bis vorne an die Ampel "angepisst" fühlt.
Steht man jedoch seitlich der Kolonne, also nicht direkt vor der Ampel und/oder idealerweise vor den Autos, kann es vorkommen, daß ein einzelner Autofahrer einen Stunt absolviert, um den Motorradfahrer abzudrängen. Liebe Autofahrer, es gibt auch bei uns schwarze Schafe wie bei euch eben auch (wobei bei euch falsch gesagt ist. Fast jeder Motorradfahrer ist auch ein Autofahrer).
Manche verhalten sich daneben und auch ich habe mich schon mal verschätzt und dadurch falsch verhalten, was auf den Autofahrer vielleicht so wirkte als sei ich einfach nur rücksichtslos und egoistisch. Wie schon erwähnt wurde, bedanken sich Motorradfahrer dadurch, dass sie das Bein zur Seite strecken. Das heißt also DANKE und nicht "ich pi** auf dich" 😉 manchmal hebe ich z.b. auch die Hand aber je nachdem wie es die Situation eben zulässt.
Wenn ich mal nichts von mir gebe, dann weil ich gerade keine Hand vom Lenker nehmen kann oder die Füße lieber unten lassen sollte. Hat also nicht unbedingt was mit fehlender Wertschätzung zu tun. Wir überholen euch nicht um euch zu provozieren oder um euch zu sagen dass ihr lahme Schnecken seid, sondern einfach damit wir in unserer Geschwindigkeit weiter fahren können und ihr in eurer.
Manchmal denkt ihr euch vielleicht "da kam doch Gegenverkehr, was fällt ihm ein jetzt zu überholen??", aber Motorradfahrer beschleunigen so schnell dass sie einfach einen deutlich kürzeren Überholweg haben. Das heißt wiederum nicht, dass ein Motorradfahrer im letzten Moment überholen sollte nach dem Motto "Wird schon irgendwie passen!
Wir schleichen uns bei einer Ampel oder im Stau vielleicht mal vorbei, ja. Aber auch hier in der Regel so dass wir euch nicht stören oder behindern. Klar, wenn 5 Motorräder vorfahren und sich vor dem ersten Autofahrer stellen, muss dieser warten bis alle 5 losgefahren sind, was wiederum den folgenden Verkehr aufhält.
Aber wenn da einer oder zwei stehen, sind die weg bevor der erste Autofahrer anfährt. Im Stau kommt ihr wegen uns doch dann auch nicht langsamer voran bzw. ihr seid auch dann nicht schneller, wenn wir brav in der Kolonne bleiben. Dort wird es bei Stau übrigens ungemütlich für uns.
Auch wenn ein Motor nicht nur luftgekühlt wird, so steigt die Temperatur an (bei mir bis 105 Grad. Wenn ich fahre bin ich im Durchschnitt bei etwa 85 Grad). Wir spüren diese Hitze unter uns. Hinzu kommen eure bzw. unsere Abgase um uns herum und auch die Hitze der Abgase.
Wenn dann noch die Sonne knallt, gute Nacht! Ich persönlich finde aber nicht das stehen so schlimm sondern dieses Stop And Go. Kupplung mit der linken Hand drücken und halten. Beim Anfahren wieder langsam loslassen aber dann muss man sie schon wieder drücken. Das kann beim ständigen wechsel schnell schmerzen.
Ich verstehe wenn ihr euch im Stau aufregt und eben nicht einfach mal durchfahren könnt. Wenn ich z.b. mal kurz Schlangenlinien ziehe, dann nicht um zu prahlen. Das kann verschiedene Gründe haben. Da Motorräder nun mal kleiner und schmäler sind, passiert es schnell dass wir uns ungewollt hinter A-Säule oder B-Säule verstecken.
Wir denken "wir haben ja Vorfahrt" und ihr denkt euch "Cool die Straße ist frei". Ihr zieht raus und schon ist es zu spät. Wenn ich als sehe, dass ein Autofahrer einfahren will, fahre ich kurz Schlangenlinien um einfach eher aufzufallen! Von den schwarzen Schafen abgesehen hat also nichts mit bösem Willen zu tun.
Die Freude am Motorradfahren
Was reizt mich am Motorradfahren?
- Die frische Luft, die man einatmet (Natur).
- Fahren und dabei nicht eingesperrt fühlen (Auto = Dose).
- Die Kraft, die beim Beschleunigen und Bremsen wirkt.
- Dieser absolut geile Motorsport-Sound.
- Das Gefühl, frei zu fahren (ohne Ziel!).
- Das Gefühl, etwas zu fahren, was nicht jeder hat (Exklusivität).
- Der Körpereinsatz in den Kurven.
- Die Geschwindigkeit.
- Das Entspannen.
- Die absolut geile Optik des Bikes.
- Das Posen an Cafés.
- Das Anziehen der Blicke der anderen.
- Die Technik des Bikes.
- Vielleicht auch die Gefahr (Adrenalin?).
Für mich ist es einfach Geil Wenn ich auf meiner Transi sitze. Schön aufrecht... irgendwie wie auf einem Thron. Das Cockpit vor mir. Der Blick durch das Visier, ordentlich angezogen... das hat was. Der Sound vom Moped, das gemütliche herumcruisen... Entspannung pur.
Im Hintergrund dudelt der Radio, oder die Stimme meiner Frau die über das Headset von hinten kommt. Natur erleben - nicht nur sehen, auch riechen! Ruhe haben von allem (außer langsamen PKW). Neues entdecken: Leute, Strecken, Orte, Natur. Fahrtwind/und Lärm stufenlos regelbar Irgendwie drückt das noch lange nicht alles aus. Ist schwer in Worte zu fassen.
Ich fahre, wie es so schön heißt, als sportlicher Tourenfahrer durch die Lande. Eine schöne Landstrasse, Sonnenschein, blühende Felder und mit 100 Km/h,das ist es !!! Für die dollen 5 Minuten, die wohl jeder mal hat, macht es der "bumms" vonunter heraus, wo -mann- mal merkt das die Arme lang werden.
Ich denke, Leute die ständig am Limit fahren, haben im Grunde keinen richtigenSpass am eigentlichen Motorradfahren sondern wollen nur sich und der "Klicke"beweisen das sie`s können! (solange es gut geht !! hauptsächlich die Exclusivität und das Gemeinschaftsgefühl. Hey,wo bleiben denn da die Kurven!Das Schärfste was es gibt ist mit meinem italienischen Macho durch die italienischen Alpen zu gleiten!
Für mich ist Motorrad fahren:
- Natur erleben
- Sich den Wind um die Nase/Ohren wehen lassen
- Entspannt in der Gegend rumfahren
- Neue Strecken kennen lernen
- Nette Leute
Die Bedeutung von Akzeptanz und Toleranz
Als eine der schönsten Eigenschaften der Motorradszene empfinden viele Menschen, dass es wohl keine Gemeinschaft gibt, die in ihren besten Momenten näher an eine klassenlose Gesellschaft herankommt. Da steht der Panigale-S-Besitzer neben dem Frischling mit dem ranzigen Einzylinder aus den Siebzigern, Schulter an Schulter mit den Cruiser-Freunden, am selben Kaffeetresen wie die Supermoto-Taliban. Geld oder Herkunft? Interessiert nicht. Zwei Räder schweißen irgendwie zu einer Einheit.
Diese Einspurharmonie funktioniert am besten, wenn es mehr gibt als Toleranz, denn Toleranz bedeutet „Duldung“. Besser ist Akzeptanz. Ich hasse Elastan-Radlerhosen mit Trägern. Ich hasse Cruiser. Aber ich verstehe und akzeptiere jeden, der sie geil findet. Einen Cruiser-Fahrer auf die Duke bekehren? Abstrus. Soll er erzählen, was er geil dran findet. Ich antworte, was mir am leichten Naked gefällt.
Vielleicht erweitert sich bei beiden der Horizont einen Quadratmillimeter. Vielleicht auch nicht. Aber nur so geht es eben. Der alte neue Deal soll werden und bleiben: Lass Andere Anderes machen ohne Religionspenis ins Gesicht. Wenn ich will, ziehe ich morgen zehn Warnwesten an, liebes Roadster-Magazin. Oder gar nichts. Ich lasse mir einen Nasenbart stehen und stets ein Ei aus dem Hosentürl hängen.
Das wird für Neubärtige in etwa so schräg aussehen wie sie für mich. Wenn alle ihren Pimmel bei sich behalten, werden wir uns trotzdem bestens verstehen können. Gerne dürft ihr auch abends am Grill über die Regelwerke sprechen. Aber bitte werdet nicht die Vegetarier der Motorradszene: Näschen hoch und pöpöpöpöp öffentlich an den Esstisch hirnfurzen, warum ihr besser seid als alle Anderen. Ihr seid es nicht.
Ihr seid derselbe verwesende organische Abfall wie alle Anderen, um es mal mit der Popkultur der Neunziger zu sagen. Ich bin Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer, Autofahrer und manchmal sogar LKW-Fahrer. Ich bin mit mir im Reinen.
Denn im Leben ist es im Verkehr wie mit den Menschen allgemein. Ab und zu rege ich mich mal auf. Egal ob als Fußgänger, Fahrrad-, Motorrad- oder Autofahrer.
Tabelle: Vorurteile und Realität im Straßenverkehr
| Vorurteil | Realität |
|---|---|
| Motorradfahrer sind rücksichtslose Raser. | Viele Motorradfahrer genießen entspannte Touren und halten sich an die Verkehrsregeln. |
| Autofahrer missachten Motorradfahrer absichtlich. | Die meisten Autofahrer sind aufmerksam und rücksichtsvoll gegenüber Motorradfahrern. |
| Radfahrer sind unberechenbar und gefährlich. | Viele Radfahrer sind verantwortungsbewusst und bemühen sich um sicheres Verhalten im Straßenverkehr. |
| LKW-Fahrer sind rücksichtslos und gefährden andere Verkehrsteilnehmer. | Die meisten LKW-Fahrer sind professionell und achten auf die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer. |
Verwandte Beiträge:
- 10 Schockierende Gründe, warum Radfahrer so viele Menschen nerven
- Warme Unterwäsche für Motorradfahrer: Schutz vor Kälte
- Durchschnittliches Alter Motorradfahrer in Deutschland: Statistik & Fakten
- Entdecke die revolutionäre E-Bike Funktion: Alles was du wissen musst!
- Arbeiten bei Harley-Davidson: Unglaubliche Einblicke und echte Erfahrungen enthüllt!
Kommentar schreiben