Idar-Oberstein und Umgebung: Motorrad-Sehenswürdigkeiten entlang der Deutschen Edelsteinstraße

Der Basispunkt dieser Reise liegt im Nationalpark Hochwald-Hunsrück, genauer gesagt in Idar-Oberstein! Insider schwärmen von diesem Gebiet. Denn von hier aus sind einige der schönsten und prägnantesten Motorradstrecken, die Deutschland uns Motorradfahrern zu bieten hat, sehr gut zu erreichen: die Süd-Eifel mit der grünen Hölle, das rheinland-pfälzische Mittelgebirge Hunsrück, die Pfalz mit dem Johanniskreuz und natürlich das schöne Saarland mit dessen Saarschleife!

Eine Tour entlang der Deutschen Edelsteinstraße

Diese Tour führt Sie entlang zahlreicher Sehenswürdigkeiten rund um Idar-Oberstein, die Edelstein-Metropole Deutschlands. Bei so viel Glanz ist klar, dass die Tour auch über ein Stück der "Deutschen Edelsteinstraße" führt. Die Strecke führt über Kirschweiler, Rötsweiler zum Marktplatz in der Altstadt Idar-Oberstein. Nach kurzer Pause geht es weiter zur nächsten Station, dem Kupferbergwerk Fischbach. Von dort führt die Strecke über Bergen, Griebelschied auf die Schiefer- und Burgenstrasse durch das Hahnenbachtal zur Keltensiedlung nach Bundenbach.

Fast in jedem Winkel und an jeder Ecke trifft der Besucher in der Stadt auf Edelsteine in verschiedenen Formen und Farben. Idar- Oberstein hat eine lange Tradition in der kunstvollen Bearbeitung der Schmucksteine, gab es doch noch bis letzte Jahrhundert Achatvorkommen.

Natürlich darf bei einem Stopp in Idar- Oberstein auch ein Besuch der Felsenkirche sowie des Edelsteinmuseums nicht fehlen. Kann man sich des Öfteren von der Motorradsitzbank trennen, gibt's außerdem bei Kirn Schloss Daun und Schloss Wartenstein zu sehen.

Motorradtour durch den Hunsrück

Auf einsamen Pfaden geht es weiter in Richtung Birkenfeld. Ein sauber asphaltiertes Sträßchen zirkelt mit abwechselnden Radien durch ein weitläufiges Waldgebiet. Hier darf nach Herzenslust am Quirl gedreht werden. Diese Wälder sind ein Teil des Naturparks Saar-Hunsrück. 1980 eröffnet, soll der 2.000 Quadratkilometer große Park dem Wild und den Pflanzen der Region Schutz bieten. Das Konzept kommt an.

Aus Birkenfeld hinaus folgen wir der Beschilderung Morbach. Die B 269 nimmt uns auf. Und tatsächlich erweist sich diese Bundesstraße als eine Art Bilderbuch-Motorradstrecke. Nach etwa fünf Kilometern Blinker rechts Richtung Oberhambach und Hattgenstein. Das schmale Sträßchen, das jetzt zwischen Wiesen und Feldern umherturnt, sieht vermutlich selten ein fremdes Kennzeichen. Ebenso den Reifen eines Motorrades. Traktoren, Milchlaster und die Kombis von Kleingärtnern bevölkern den Asphalt.

In Kirschweiler links ab Richtung Morbach. Ein gutes Dutzend Kurven folgen, dann wartet die vermutlich längste Gerade im ganzen Hunsrück. Von Bruchweiler bis nach Morbach bewegt sich der Lenker so gut wie keinen Millimeter. Am Ortsausgang von Morbach geht die B 327 in Richtung Hermeskeil gleich richtig zu Sache. In wilden Serpentinen stürzt sie sich ins Dhrontal hinab und auf der anderen Seite wieder nach oben.

Auf ihrer Länge von zirka 160 Kilometern präsentiert sie sich als gut ausgebaute Fahrbahn mit harmonischen, meist lang gezogenen Kurven und Bögen. Eine Strecke zum Flanieren, zum eleganten Gleiten. Wer auf seiner Motorradtour im Hunsrück Entspannung im Motorradsattel sucht, der ist auf der Höhenstraße am richtigen Fleck.

Am Startort Hermeskeil liegt gleich am Eingang das Dampflokmuseum. Für Eisenbahn-Freaks ein Muss, alle anderen fahren weiter zur Flugausstellung von Hermeskeil. In der Flugausstellung Hermeskeil warten über 100 Propellermaschinen, Düsenjets und Hubschrauber. Die Bandbreite reicht vom Uralt-Segler über Weltkriegsmaschinen bis zum modernen Düsenjäger. Majestätische alte Damen der Zivilluftfahrt wie die Super-Constellation sind ebenso vertreten wie die fliegenden Kampfmaschinen aus der Zeit des Kalten Krieges. Den Schlusspunkt des Besuchs setzen Kaffee und Kuchen an Bord der Concorde.

Abstecher ins Moseltal

Kurvenreich geht es weiter. Kurz vor Thalfang rechts ab Richtung Neumagen-Dhron. Weiter geht es über die Dörfer nach Horath. Dort findet das Vorderrad plötzlich einen Serpentinenaufstieg. Hinter dem Ort weist das Schild Piesport den Weg. Der Abstieg hinab zur Mosel gestaltet sich überraschend brav. Keine Kurven, nur eine sanft geschwungene lange Gefällstrecke.

Dazu fährt man am Kreisverkehr von Piesport dem Schild Römische Weinkelter nach, überquert die Mosel und sieht die Anlage schließlich vor sich in den Weinbergen stehen. Auf der Höhe von Trittenheim lassen wir den Fluss hinter uns und biegen schräg nach links in die Weinberge ab. Auf etwas holperigem Belag geht es leicht bergan. Eine Serpentine, dann taucht nach ein paar hundert Metern an der linken Straßenseite der ultimative Mosel-Aussichtspunkt auf. Der Blick ist gewaltig: Unten im Tal der Fluss und seine 180-Grad-Schleife, die Dächer von Trittenheim, die steilen, rebenbewachsenen Hänge, das Grün der Weinblätter, das Dunkelgrau des Schiefers.

Motorradtour durch das Saarland

Hügelige Waldlandschaften und die berühmte Saarschleife prägen diese kurvige Motorradtour durch das Saarland.

Start der Motorradtour ist die Landeshauptstadt Saarbrücken, deren Herz am St. Johanner Markt mit Straßencafés und Bürgerhäusern schlägt. Die Landeshauptstadt des Saarlands begeistert vor allem mit ihrem einzigartigen Flair, deutsch-französischer Kultur und Lebensart sowie geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten. Von hier aus geht es in einem kurvenreichen Bogen in den Südosten, bevor das Barockstädtchen Blieskastel erreicht wird. Als nächstes folgt das malerische St. Wendel mit dem Wendelsdom. Ein attraktives Kurvenband zieht sich anschließend bis nach Idar-Oberstein - Fahrspaß garantiert.

Hinter der Schmuck- und Edelsteinmetropole Idar-Oberstein führt die kurvige Motorrad-Route durch einen Teil des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, der alte Buchenwälder und Moore schützt. Wanderwege, Sommerrodelbahn und Hochseilgarten machen ihn zu einem ansprechenden Freizeitrevier. Östlich von Nonnweiler kann man den Keltischen Ringwall mit 2500 Meter langen Schutzwällen bewundern, bevor man Mettlach und die Saarschleife erreicht.

Einen tollen Blick auf das Naturwunder Saarschleife bieten der kostenfreie Aussichtspunkt "Cloef" und der kostenpflichtige Baumwipfelpfad bei Orscholz. Die ehemalige Garnisonsstadt Saarlouis und Völklingen, dessen stillgelegtes Stahlwerk zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, sind weitere Etappenziele auf der kurvig-spaßigen Motorradstrecke zurück nach Saarbrücken.

Motorradtour Saarland auf einen Blick:

  • Streckenlänge: ca. 349 Kilometer
  • Fahrtzeit: ca. 7,5 Stunden
  • Höhenmeter: über 7000 Meter

Die Route ist sowohl für erfahrene Motorradfahrer als auch für Neulinge geeignet, die eine lockere Tagestour durch das landschaftlich und kulturell vielfältige Saarland genießen möchten. Die Saarland-Motorradtour ermöglicht es, die faszinierende Kombination deutscher Traditionen und französischen Flairs auf einzigartige Weise zu erleben. Für diejenigen, die die kulturelle Vielfalt und historische Bedeutung dieser Region kennenlernen möchten, ist sie die ideale Wahl: immer wieder passiert man charmante Dörfer, historische Städte mit regionalen, kulinarischen Highlights.

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