Bist du bereit für einen unvergesslichen Irland Roadtrip? Irland ist ein wahres Juwel, das dir atemberaubende Landschaften, charmante Dörfer und aufregende Abenteuer bietet. Ein Irland Roadtrip ist nicht nur eine Reise, sondern auch eine Entdeckungstour in eine Welt voller Geschichten, Magie und beeindruckender Natur.
Vom Wild Atlantic Way über den gewaltigen Cliffs of Moher bis hin zu den sanften grünen Hügeln des Ring of Kerry - jede Kurve hält unvergessliche Erlebnisse für dich bereit. Aber sei gewarnt: Auch im Hochsommer ist das Wetter hier nicht mit dem Mittelmeer vergleichbar! Packe alles ein - von Fleece und Windjacke bis zu Badeklamotten.
Für die Erkundung der Natur auf deinem Irland Roadtrip reichen feste Turnschuhe aus - Hochalpin-Wanderschuhe sind nicht nötig. Auf seinem Motorrad sitzend über Irlands Küstenstraßen zu brausen, die Maschine unter sich zu spüren, den Fahrtwind zu hören und am ganzen Körper zu spüren und atemberaubende Ausblicke zu genießen - das ist ein Gefühl wahrer Freiheit!
Wir haben hier Tipps für einen unvergesslichen Motorradurlaub in Irland für Euch zusammengestellt. Ein besonderer Dank gilt den Menschen, die mit uns ihre Erfahrungen und Erlebnisse ihrer Motorradtour durch Irland geteilt haben.
Planung ist das A und O
Bevor es losgeht, solltest du deine Reise gut planen:
- Tipp 1: Route planen
- Tipp 2: Übernachtungen vorher buchen
- Tipp 3: Überlegen: Eigenes Motorrad oder vor Ort leihen?
- Tipp 4: An- und Abreise mit Vorlauf planen
Wieviel Zeit habe ich vor Ort?
Das ist extrem wichtig, denn wenn du nur 4 volle Fahrtage zur Verfügung hast, dann würde ich gar nicht empfehlen an die Westküste zu fahren, sondern im Osten bleiben. Denn du brauchst schon einen Tag hin und einen Tag zurück.
In einer Woche schaffst du den halben Wild Atlantic Way (Nordhälfte oder Südhälfte), für den ganzen WAW würde ich ca. Rechne deine Anreise und deine Abreise realistisch aus - meist sind das keine vollen Fahrtage.
Wann kommt der Flieger an, wann habe ich mein Gepäck, wann sitze ich im Bus oder Taxi,…., wann sitze ich realistischerweise auf dem Motorrad? Wenn du mit eigenem Motorrad anreist: Wieviel Strecke planst du noch am ersten Tag und wieviel am letzten?
Welche Jahreszeit wähle ich und wie wird das Reisewetter?
Nicht nur Motorradfahrer sind sehr abhängig vom Wetter, sondern auch die Fähren! Wenn es stürmisch wird, kann es sein, dass sie einen oder mehrere Tage nicht fahren. Im Sommer sind Stürme eher selten, aber im frühen Frühjahr und späteren Herbst können sie durchaus häufiger auftreten. Irland ist schließlich eine Insel im Atlantik!
Flugzeuge sind da in der Regel weniger anfällig als Fähren und fliegen fast immer. Sei für nass-kühles Wetter vorbereitet und freue dich wenn es dann doch trocken und warm wird. Die Tages-Temperaturen in den Sommermonaten bewegen sich gerne um die 18-20 Grad, es können aber auch 25-29 Grad werden, oder auch mal nur 12 Grad.
Wieviele Kilometer sollte ich pro Tag planen?
Die irischen Landstraßen sind meist klein und schmal, gesäumt von Hecken und Mauern, die die Sicht in die Kurven behindern, der Gegenverkehr kommt gerne über die Mittellinie, dazu kommen schlechter Straßenbelag, Schmutz von der Landwirtschaft, Rollsplit aus dem Straßenbau und Tiere auf der Straße. Die erlaubte Geschwindigkeit liegt bei 80km/h (R und L Straßen), aber oft fühlst du dich mit 65km/h schon atemberaubend schnell.
Also alles furchtbar? Nein gar nicht, fahre einfach langsam und alles ist gut! Aber dadurch schaffst du weniger Kilometer als du vielleicht erwartest. Du solltest nur 200-250km am Tag einplanen. Die meisten unserer Kunden liegen in diesem Bereich.
Brauche ich Pausentage oder Reserven?
Skifahrer wissen, am 3. oder spätestens 4. Tag kommen die Stürze. Anfangs treibt dich das Adrenalin, nach einer Weile setzt dann doch etwas Erschöpfung ein. Doppel-Übernachtungen schaffen Entspannung. Der Moto-Junkie macht am nächsten Tag eine kleine Tour ohne Gepäck, nach Ausschlafen und einem spätem Frühstück. Einen Tag mal kürzer treten, bringt Entspannung.
Übernachtungsmöglichkeiten
In den Sommermonaten sind die Übernachtungsmöglichkeiten vor allem an den Küsten, aber auch in Dublin oft gut ausgebucht. Daher empfihlt es sich vorher zu buchen. Im Frühjahr oder Herbst gibt mehr Möglichkeiten auch kurzfristig eine schöne Übernachtung zu finden, aber selbst dann würde ich wenigstens einen Tag im voraus buchen um nicht den Fahrtag mit der Suche nach einer Unterkunft verbringen zu müssen.
Einige der schönsten Motorradtouren Irlands
- Der Wild Atlantic Way: Sie verläuft über 2.500 Kilometer an Irlands Westküste entlang. Sie ist gut ausgeschildert und ausgebaut.
- Die Beara Halbinsel: Diese gilt als die kleine Schwester des Ring of Kerry, ist aber einsamer und etwas ursprünglicher, da hier Reisebusse oder große Wohnmobile nicht langfahren dürfen. Als Motorradfahrer habt Ihr hier mehr Ruhe und Einsamkeit.
- Der Ring of Kerry: Dieser gilt als Irlands bekannteste Panoramastraße und führt vorbei an Stränden, rauen Klippen und sanften Hügeln.
- Die Causeway Coastal Route: Die Küste der Grafschaft Antrim in Nordirland wartet mit vielen Sehenswürdigkeiten und atembraubenden Ausblicken auf.
- Der Inishowen Drive: Die Inishowen Halbinsel ist wild und ungebändigt.
Das sollte im Gepäck auf keinen Fall fehlen
- Tipp 1: Bordwerkzeug: Denn wie ärgerlich wäre es, wegen einer Lappalie, die schnell selbst repariert wäre, nicht vom Fleck zu kommen - der Abschleppdienst in Irland kann unter Umständen sehr gemütlich sein, echt irisch eben.
- Tipp 2: Regenkleiderung: Am besten Regenfeste sollten im Reisegepäck ebenfalls nicht fehlen.
- Tipp 3: Wechselkleidung: Da es sich lohnt, nicht nur auf dem Motorrad zu sitzen, sondern auch mal den ein oder anderen Abstecher in die Umgebung zu machen, vielleicht einen Berg zu erklimmen oder einer schönen Küstenstraße zu erwandern. Dazu eignen sich die Motorradstiefel nicht.
- Tipp 4: Karten: Zwar sind die Iren wirklich sehr hilfsbereit, verirrten Fremden den Weg zu weisen, aber nicht immer sind diese zur Stelle. Es kann auch vorkommen, dass die Verständigung etwas schwierig ist, wenn man in Regionen mit starken Dialekt unterwegs ist.
Wichtige Infos für unterwegs
- In Irland gilt Linksverkehr: Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann ist es leichter als gedacht.
- Irlands Geschwindigkeitsbegrenzungen
- Alkoholgrenze: In Irland gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille.
Ganz wichtig ist es, sich für einen Tag nicht zu viele Kilometer vorzunehmen, denn in Stress sollte eine Motorradtour in Irland auf keinen Fall ausarten. 100 bis maximal 150 Kilometer pro Tag sollten es sein, damit Ihr auch mal vom Motorrad absteigen könnt, um Euch in Ruhe eine der vielen Sehenswürdigkeiten Irlands anzusehen; mal inne zu halten oder Euch in einem der vielen irischen Pubs etwas Leckeres zu gönnen.
Wenn Ihr in der Hauptsaison (Mai bis August) unterwegs seid, ist es ratsam, die Bed&Breakfasts schon vorher zu buchen. Wer sich die Anreise nach Irland mit der Fähre und damit auch die Fahrt durch Frankreich (und durch England) ersparen möchte, hat auch die Möglichkeit, sich in Irland Motorräder zu mieten.
Wer in Irland ein Motorrad mieten möchte, muss mindestens 23 oder 25 Jahre alt sein. Das Mindestalter variiert von Anbieter zu Anbieter. Außerdem benötigt Ihr einen Motorradführerschein und einen gültigen Ausweis.
Anreise nach Irland
Von Deutschland aus kommen für die Motorradreise nach Irland folgende Möglichkeiten zu Anreise infrage:
- Die direkte Fähre von Frankreich nach Irland mit dem Motorrad oder auf dem Anhänger.
- Über die “Landbrücke“, also über England oder Schottland nach Irland - mit Motorrad oder Anhänger.
Welche der Möglichkeiten für deine anstehende Reise die beste ist, hängt davon ab:
- A) Von wo aus du startest,
- B) Wie viele Autobahnkilometer du fahren möchtest,
- C) Ob eine Übernachtung auf der Fähre für dich infrage kommt,
- D) Wieviel Zeit du hast,
- E) und was die Anreise kosten darf.
Die wichtigste Fährverbindung führt von Cherbourg in Frankreich über Nacht direkt nach Dublin in Irland. Sie eignet sich vor allem für Motorradfahrer aus Süddeutschland und der Schweiz.
Wer aus dem Norden oder Westen Deutschlands kommt, ist meist mit den Landbridge genannten Verbindungen über England besser bedient. Um Zeit zu sparen, empfehlen sich die Nachtfähren von Hoek van Holland nach Harwich, wenn man weiter von Holyhead in Wales nach Dublin fahren möchte.
Auch die Nachtfähre von Liverpool nach Belfast kann interessant sein. Wer im Norden Irlands in die Motorrad-Rundreise einsteigen will, kann von Amsterdam nach Newcastle in Nordengland fahren, um dann von Cairnryan in Schottland weiter nach Belfast überzusetzen.
Alternativ kannst du eine Übernachtfähre von Rotterdam oder Brügge nach Hull in Nordost-England nehmen. Das bietet sich an, wenn du West- oder Nordwest-Deutschland kommst.
Eine wenig beachtete aber auch sehr interessante Alternative ist die Fahrt über Südschottland. Von Hull fährst du nach Cairnryan und setzt dann mit P&O nach Larne, oder mit Stena nach Belfast über.
Vielleicht hast du einen guten Flughafen in deiner Nähe, mit einer guten Direktverbindung nach Irland? Der Flug dauert ca. 2 Stunden, oder ein klein wenig mehr und dann bist du in Dublin.
Wenn du morgens früh in Deutschland zum Flughafen fährst, sitzt du am Nachmittag in Irland auf dem Motorrad - oder legst eben noch eine Übernachtung ein, bevor es losgeht.
Weitere Tipps
- Immer flexibel bleiben ist ein wichtiger Vorsatz für Reisen.
- Karte im Klarsichtdeckel des Tankrucksacks: Gute Übersicht bei der Reiseplanung.
- Motorrad-Navi am Lenker: Tomtom oder Garmin? Ein Glaubenskrieg. Motorradnavis sind sehr stoßfest, wasserdicht und robust. Sie laden sich über die Motorradbatterie und sind meist sowohl bei Regen als auch Sonne gut ablesbar.
- Smartphone in Halterung am Lenker: Ich liebe Google Maps für die Reisevorbereitung oder um Zwischenziele zu recherchieren.
Ob du mit Karte am Tankrucksack fährst, ein Motorrad-Navi nutzt, das Smartphone mit Google Maps oder anderen Apps nutzt oder eine ganz andere Lösung findest ist im Grunde egal. Jede der Möglichkeiten hat ihre Vor-und Nachteile, wichtig ist, dass du dich mit deinen gewählten Mitteln wohl fühlst und gut damit zurecht kommst.
Viel wichtiger ist, dass du die Tagesetappen realistisch wählst, und die sind in Irland meist kürzer als die meisten Fahrer erwarten würden. Und wenn du am frühen Nachmittag schon auf den letzten Metern zur nächsten Übernachtungsstation bist? Dann hängst du einfach noch eine Schleife dran - das geht ja immer!
Bei aller Planung wisse, dein Plan kann sich ändern - und das ist oft gut so! Die will-ich-unbedingt-sehen Sehenswürdigkeit ist gar nicht spannend? Macht nichts, fahr weiter! Am dritten Tag möchtest du ein paar Stunden am Strand liegen, weil die Sonne so schön scheint? Mach das und kürze den Rest des Tages ab!
Verwandte Beiträge:
- Irland Motorradreise: Beste Reisezeit, Routen & Tipps
- Radfahren in Irland: Erfahrungen, Routen & Tipps für Ihren Radurlaub
- Irland mit dem Rad entdecken: Traumhafte Radtouren & Routenplanung
- Motorradfahren in Irland: Routen & Tipps für Ihre Tour
- Führerschein Moped mit 15: Alle Voraussetzungen für deinen Start auf zwei Rädern!
- Beste Rennrad Trägerhosen für Herren: Komfort & Performance im Vergleich
Kommentar schreiben