Island mit dem Fahrrad: Routen, Tipps und Vorbereitung

Eine Fahrradtour in Island ist eine einzigartige Möglichkeit, um die Natur der Insel zu entdecken. Auf dieser ca. 800 km langen Rundreise kannst du mit deinem eigenen Fahrrad die vielfältigen Landschaften Islands auf eine einzigartige Weise erleben. Erlebe das wahre isländische Wetter hautnah und entdecke das unwegsame Hochland. Wenn wir dich bis jetzt noch nicht verloren haben, dann bist du in diesem Reisebericht wahrscheinlich perfekt aufgehoben.

Warum Island mit dem Fahrrad erkunden?

Warum nicht? Meiner Meinung nach gibt es drei große Gründe, die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden. Auf der anderen Seite stehen natürlich auch die geringen Kosten einer Fahrradtour. Ein Mietwagen kann in Island je nach Hochland-Tauglichkeit und nach zurückgelegten Kilometern schnell zu einem teuren Unterfangen werden. So wie wir es gemacht haben, mussten wir praktisch nur für den Flug mitsamt Rädern, Verpflegung aus hauptsächlich Deutschland und für die Campingplätze zahlen. Als letzten Grund sehe ich das unbeschreibliche Abenteuer, welches ich zusammen mit einem guten Freund erleben durfte. Jeder Tag unterschied sich vom Letzten und wenn wir mal nicht gegen die unwegsame Natur kämpften, kämpften wir gegen unsere eigenen Körper.

Fahrradtaugliche Routen finden

Okay, Island ist als Zielland für das Bikepacking-Adventure gesetzt aber wie finde ich jetzt fahrradtaugliche Routen? Diese Frage haben wir uns natürlich auch am Anfang erstellt. Zuerst einmal solltest du die Entscheidung treffen wie “extrem” du es möchtest. Natürlich bietet das Hochland atemberaubende Landschaften, es ist aber auch generell abgeschnittener von der Zivilisation. Auch die Wege sind größtenteils nicht asphaltiert. Die F-Straßen unterscheiden sich teils drastisch in ihrer Qualität. Manche bestehen aus einer sehr festen Erdschicht, die sich leicht befahren lässt. Andere bestehen teils aus losem Sand, was zusätzlichen Kraftaufwand bedeutet. Wichtig zu beachten ist, dass die F-Straßen den Großteil im Jahr über geschlossen sind. Und wir müssen an dieser Stelle darauf hinweisen, dass geschlossen auch wirklich geschlossen bedeutet! Die Straßen sind in der Off-Season teilweise überflutet und unpassierbar.

Wenn es um die tatsächliche Planung der Route geht empfehlen wir Komoot oder Outdooractive, mit denen man beide seine eigene Route zusammenbauen kann. Den Link dazu also am besten abspeichern. Wenn du die F-Straßen bereisen willst, bleiben dir mit etwas Puffer nur die Monate Juli und August, da diese sonst eventuell geschlossen sind. Wir würden auch alleine von den Temperaturen eine Reise in diesen zwei Monaten empfehlen, da es in den anderen Monaten schnell sehr kalt werden kann. Wir haben unsere Fahrradtour in Island am 15.07.

Das isländische Wetter

Das Wetter ist überaus wechselhaft. Ein beliebtes Sprichwort in Island is: “Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte einfach 5 Minuten” und das können wir bestätigen. In der einen Minute scheint die Sonne und 5 Minuten später schüttet es wie aus Eimern und umgekehrt. Die Durchschnittstemperatur liegt im Juli und August bei ca. Das heißt natürlich, dass du kleidungstechnisch auf jede Wetterlage vorbereitet sein solltest.

Die richtige Ausrüstung

Viel interessanter ist es, wie du dein Fahrrad so verpacken kannst, dass es den Flug unbeschadet übersteht. Es gibt in Fahrrad-Stores und Online zahlreiche Fahrradtaschen mit weichem Außenmaterial* und mit Rollen, die super sind, wenn du öfters mit deinem Fahrrad fliegst. Obwohl diese Cases einen guten Schutz bieten, sind sie meist auch teuer. Alternativ kannst du auch mal bei dem freundlichen Fahrrad-Händler aus deiner Nachbarschaft fragen, ob dieser noch Papp-Verpackungen von vergangenen Lieferungen besitzt.

Wenn du unserer Route folgst wirst du den Großteil der Strecke auf Straßen mit losem Untergrund mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für Schlaglöcher fahren. Aus diesem Grund empfehlen wir ausdrücklich, nicht mit einem reinen Rennrad deine Reise zu beginnen. Anstatt dessen bevorzuge lieber ein Rad mit breiteren Reifen und eventuell sogar einer Federung. Da du wahrscheinlich einiges an Gepäck dabei haben wirst, achte darauf, dass du einen Gepäckträger bei deinem Mountainbike befestigen kannst. Falls du keine dafür ausgelegten Bohrungen in deinem Rahmen findest (wie bei mir der Fall), empfehle ich diesen Klemm-Gepäckträger*.

Camping in Island

Klare Antwort: Camping, da sonst sehr teuer und auch umständlich. Es gibt zwar immer wieder buchbare Hütten entlang des Weges aber diese sind oft nicht gut zugänglich und erfordern einen Umweg, der mit dem Fahrrad deutlich mehr schmerzt als mit dem Auto. Außerdem muss dir dann bereits von Anfang an klar sein, welche Strecke du an jedem einzelnen Tag unabhängig von Schlechtwetter zurücklegen willst.

Verpflegung auf der Tour

Du wirst auf unserer Route oft tagelang keinen Supermarkt oder überhaupt Zivilisation finden. Das ist zum Einen die Schwierigkeit aber auch die Schönheit am Bikepacking in Island. Es gibt natürlich mehrere Herangehensweisen an die optimale Kalorienaufnahme auch abhängig von den eigenen Vorlieben und möglichen Einschränkungen. Da Milch zu transportieren natürlich nicht die beste Idee ist, könnt ihr euch Milchpulver in irgendeinem Supermarkt eurer Wahl kaufen. Es geht wahrscheinlich auch das Milchpulver in deiner Heimat zu kaufen und mitzunehmen aber wir hatten ein Bisschen Sorge weißes Pulver im Flieger zu transportieren ^^.

Beim Mittagessen haben wir es einfach gehalten, da wir wegen des schwankenden Wetters so wenig Zeit wie möglich dafür verwenden wollten. Wir haben uns also so viele Energieriegel der Marke Sven Jack* geholt, sodass jeder mindestens einen Riegel pro Tag zur Verfügung hatte. Der Vorteil bei diesen Riegeln ist der hohe Kaloriengehalt. Bleibt noch das Abendessen. Hier vertrauen wir schon seit Jahren für Bikepacking auf die Trockennahrung von Trek’N Eat*. Der Vorteil an den Packungen ist, dass man nur heißes Wasser in die Tüten füllen muss und dann nach einer kurzen Wartezeit eine echt ganz leckere Mahlzeit erhält.

Wasser wird auf der gesamten Route übrigens kein Problem sein. Die Auswahl der Taschen hängt stark von der Auswahl deines Fahrrads ab. Hast du beispielsweise ein Tourenrad oder umfunktioniertes Mountainbike mit Gepäckträger* kannst du es so machen wie wir auf unserer Fahrradtour.

Packen und Loslegen

So, bevor es jetzt richtig losgeht, mach frühzeitig ein Probe-Packen zuhause und schau ob du auch all die besprochene Ausrüstung in die Taschen bekommst. Wenn alles bereit ist, kann es losgehen! Da wir einen günstigen Flug von Amsterdam nach Keflavik ergattern konnten, hieß es erstmal 2,5 Stunden Auto fahren. Vor Ort angekommen musste das doch etwas sperrige Gepäck erstmal quer durch den Flughafen transportieren. Die Gepäckaufgabe lief problemlos ab. Auch die Aufgabe der beiden Fahrräder als Sperrgepäck, verpackt in handelsüblichen Fahrradkartons, stellte keine Probleme dar.Und so landeten wir knappe drei Stunden später in Keflavik am Flughafen. Ortszeit 20 Uhr. Leicht verwirrt durch den späten Sonnenuntergang gab es gegen Mitternacht für jeden ein Tütengericht.

Erfahrungsbericht einer Island-Fahrradtour

Als wir morgens aus unserem Hotelfenster schauten, wussten wir bereits, dass dieser Tag alles andere als ein gemütlicher Einstieg werden würde. Und tatsächlich, es regnete den halben Tag in Strömen und der Wind blies mit unaufhörlicher Kraft von Osten und uns in Richtung Highway. Florians Regenjacke begann Wasser durchzulassen und der Wind kühlte ihn immer weiter aus. Der Tag jedoch überraschte uns nach einigen Stunden mit einer erfreulichen Wendung: Der Regen verebbte und der Wind wurde schwächer, von der Sonne jedoch keine Spur; Ein Normalzustand, wie wir später erkannten.

Worauf freut man sich am meisten, wenn man morgens aus dem Zelt schaut? Auf Regen natürlich! Zum Glück stellt der Campingplatz seinen Gästen einen warmen Aufenthaltsraum zur Verfügung, wo wir uns sortieren konnten. Nach dem Frühstück sattelten wir unsere Fahrräder und fuhren los in Richtung Reykjavik, um einen der berühmten Hot Dogs zu bekommen und tatsächlich wird einem nicht zu viel versprochen, denn er ist wirklich lecker. Als wir weiterfuhren, fanden wir uns bereits nach fünf Kilometern in einer anderen Welt wieder. Keine Menschen, Berge und ein lilafarbenes Meer aus Lupinen. 30km fuhren wir an diesem Tag noch weiter während der Regen weiter auffrischte. Unseres erstes Mal Wildcampen war nicht so erfolgreich, wie wir es uns erhofft hatten.

Nachdem wir dann alles sauber gemacht hatten, ging es für uns los in Richtung Þingvellir, ein geschichtsträchtiger Ort für die Isländer, denn hier wurde unter anderem 1944 die Republik Island ausgerufen. Mit dieser Info im Hinterkopf und der Tatsache, dass es dort eine Toilette gibt, ist dieser Ort definitiv einen Besuch wert, wenn ihr allerdings nicht sonderlich geschichtsinteressiert seid, dann solltet ihr euch einen Besuch zweimal überlegen, denn wenn ihr an der Westküste bleiben wollt, müsst ihr ca. Der Weg an Þingvellir vorbei machte uns allerdings klar, dass in Island eindeutig der Weg das Ziel ist, denn bereits nach einem kurzen aber knackigem Anstieg offenbarte sich uns eine atemberaubende Landschaft, die mit jedem Kilometer schöner wurde.

Am Morgen wurden wir mit den ersten Sonnenstrahlen überhaupt geweckt. Die Freude über die Wärme hielt allerdings nicht lange an, denn fünf Minuten später goss es bereits wie aus Eimern und das Wetter besserte sich erst im späten Nachmittag. Nach ca. 10km erreichten wir den Fjord Hvalfjordur, welcher zwar mit einer wunderschönen Landschaft aufwartete aber uns auch fühlen ließ, wir wären in einem Windkanal der auf Turbo geschaltet hat. Mit also durchschnittlich 5km/h schlurften wir uns den Weg um den Fjord und als wir endlich dachten, dass wir mit einer Richtungsänderung Rückenwind erhalten würde, lachte Island laut und drehte den Wind wie auf Kommando um 180 Grad. Spaßig. Nach vielen strapaziösen Kilometern erreichten wir eine Tankstelle, wo wir uns von Wind und Wetter ausruhen konnten bevor es dann zum nächsten Campingplatz ging.

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieser Tag ein Erholungstag war. Nach nur drei Stunden halbwegs trockener Fahrt (Ein Erfolg!) erreichten wir Borgarnes, wo uns der pure Luxus erwartete. Zum einen konnten wir dort im Bonus unsere Fressalien wieder auffüllen, zum anderen gönnten wir uns einen sehr zu empfehlenden Burger im „Olís Borgarnes“ am Stadteingang rechts der Brücke. Außerdem besuchten wir das stadteigene Schwimmbad, welches uns mit einer Sauna, verschieden temperierten Hot Tubs und einem Eisbecken in seinen Bann zog. Wer die Chance bekommt, ein solches Schwimmbad besuchen zu können, der wird nie mehr Freude an unseren banalen Bädern in Deutschland haben.

Heute ging es auf unser Fahrradtour in Island schnurstracks in Richtung unserer ersten Hochlandetappe. Gegen Wind und Regen ankämpfend erklommen wir innerhalb von 60km die meisten Höhenmeter unseres ersten „Peaks“. Wir hatten zu Beginn unserer Reise ein Paket voller Fertigessen und Energieriegeln nach Absprache mit dem Besitzer voraus zu einem Campingplatz in Flúðir geschickt und wussten nicht, ob dieses Paket ankommen würde, da das Paket angeblich verloren gegangen sei. Aber es gab auch Gutes, denn wir fanden eine natürliche heiße Quelle von mindestens 42°C direkt neben unserer Route.

Endlich Hochland! Nach einem sonnigen Morgen, der einem die Kälte kurz vergessen lässt, hatten wir noch ca. 150 Höhenmeter an der Backe. Diese Stracke war aber das Schönste und Eindrucksvollste, was wir bisher zu Gesicht bekommen hatten. Ich selbst musste mich immer wieder daran erinnern, meinen, vor Staunen weit offenen, Mund wieder zu schließen. Inzwischen hatten wir die Schneegrenze erreicht und rings um uns herum türmten sich gewaltige, schneebedeckte Berge auf, die uns klein und unbedeutend wirken ließen. Unsere Essensrationierung machte sich inzwischen bemerkbar. Mit knapp über 1000 kcal pro Tag benötigte es einiger Eigenmotivation, um weiter fahren zu können. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen waren wir stolz und überglücklich, als wir das Ende unserer ersten Hochland-Etappe erreichten und uns durch eine wunderschöne Blumen-und Waldlandschaft zum Geysir Strokkur machten, den wir ca.

Heute ging es für unsere Räder und uns im strahlenden Sonnenschein und warmen Temperaturen nach Flúðir, dem größten Campingplatz Islands (für deutsche Verhältnisse eher moderat groß). Es war der erste Tag, an dem wir lediglich mit einem T-Shirt fahren konnten, eine wahre Wohltat nach dem kalten und verregneten Hochlandtag. Zuerst allerdings hieß das Zwischenziel Gullfoss, der wohl schönste Wasserfall Islands, da sind wir jedoch etwas voreingenommen😉. Diesen Tag würden wir am liebsten einfach vergessen, denn über die gesamte Fahrstrecke prasselte ein ordentlicher Dauerregen auf uns ein und ein kalter Gegenwind blies uns unaufhörlich entgegen. Diese Kombination zehrte nicht nur an unserer Kraft, sondern auch an der Motivation. Durchgeweicht, wie wir waren, erkannten wir bei dem Nebel, der uns den ganzen Tag begleitete, so gut wie gar nichts von einer sonst vermutlich schönen Landschaft.

Packliste für deine Island Radtour

  • Fahrradtaschen (knallige Farben)
  • Getränkehalterung
  • Handyhalterung
  • Werkzeug (Multitool, Speichenspanner, Maulschlüssel, Luftpumpe, Flickzeug, Zange)
  • Fahrradhelm
  • Regenjacke
  • Socken aus Merinowolle
  • Radlerhose
  • Multifunktionstuch
  • Zelt (wasserdicht, doppelwandig)
  • Heringe
  • Plane für unter das Zelt
  • Isomatte (aufblasbar empfohlen)
  • Schlafsack (warm)
  • Campingkocher und Kochtopf
  • Göffel
  • Powerbanks
  • Ladekabel
  • Kamera-Regenschutz
  • Drohne (optional)
  • Tracking-Uhr / Tracking App
  • Kleine LED-Campinglampe
  • Festes Shampoo und Seife
  • Rasierhobel
  • Deo
  • Babypuder
  • Kopfhörer
  • Panzertape und Kabelbinder
  • Trinkflaschen (1L und 0,5L, isoliert empfohlen)

Digitale Helfer für die Routenplanung

Neben faszinierenden Routen und atemberaubenden Naturschauplätzen erfordert die Reise sorgfältige Vorbereitung, denn wechselnde Wetterbedingungen und herausfordernde Straßenverhältnisse sind in Island der Normalfall. Damit du die magische Landschaft Islands sicher und mit maximalem Genuss erleben kannst, lohnt sich ein Blick auf hilfreiche digitale Tools, die dir nicht nur bei der Routenplanung, sondern auch unterwegs mit aktuellen Infos zur Seite stehen. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du deine Fahrradreise optimal planst und welche Hilfsmittel dir dabei helfen, auf alles vorbereitet zu sein - für eine Tour voller Erlebnisse, aber ohne böse Überraschungen.

Komoot

Eine der besten Möglichkeiten, deine Route auf Island zu planen, ist die Nutzung eines Routenplanungsprogramms, das dir detaillierte Karten und Informationen zur Verfügung stellt. ist eines der beliebtesten Tools, das viele Radfahrer weltweit nutzen - und auch wir benutzten es für unsere eigenen Reisen. Komoot ist besonders benutzerfreundlich und ermöglicht es dir, deine Touren detailliert zu planen, indem du nicht nur die schönsten, sondern auch die sichersten und geeignetsten Routen für dich finden kannst. Du kannst Höhenprofile einsehen, geplante Etappen messen und Touren auf deine persönlichen Bedürfnisse anpassen.Wenn du dich für eine mehrtägige Tour entscheidest, kannst du mit Komoot auch die passenden Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke planen. Zudem hilft dir das Tool, die Route flexibel anzupassen, falls du deine Pläne unterwegs ändern möchtest.

IRCA-Karte (Icelandic Road and Coastal Administration)

Neben Komoot gibt es noch eine weitere äußerst nützliche Ressource, die dir sowohl bei der Planung als auch während der Reise auf Island von großem Nutzen sein kann: die interaktive Karte der IRCA (Icelandic Road and Coastal Administration). Die IRCA überwacht die Straßenverhältnisse in Island rund um die Uhr und stellt diese Informationen auf ihrer interaktiven Karte zur Verfügung.Diese Karte ist besonders hilfreich, um aktuelle Informationen über den Zustand der Straßen und Pisten in Island zu erhalten. Du kannst einsehen, welche Straßen befahrbar sind, welche aktuell gesperrt oder aufgrund von Wetterbedingungen unzugänglich sind, und ob die Straßen für alle Fahrzeugtypen oder nur für 4x4-Fahrzeuge zugelassen sind. Auch während deiner Tour kannst du jederzeit auf die Karte zugreifen, um die aktuellen Straßenverhältnisse zu prüfen.

Zusätzlich liefert die IRCA-Karte wertvolle Wetterdaten, einschließlich der aktuellen Temperaturen, Windgeschwindigkeiten und Luftfeuchtigkeit, was gerade in Island, wo das Wetter unberechenbar sein kann, besonders wichtig ist. App, die du auf deinem Smartphone installieren kannst. So kannst du jederzeit und überall auf die aktuellsten Informationen zugreifen - sowohl bei der Planung als auch unterwegs.

Meine Polarlicht-Vorhersage

Die Polarlichter, auch als Aurora Borealis bekannt, sind ein faszinierendes Naturschauspiel, das viele Menschen mindestens einmal in ihrem Leben erleben möchten. Doch wer die Magie der Nordlichter erleben will, muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein - und braucht oft auch eine Portion Geduld. Hier kommt die App "Meine Polarlicht-Vorhersage" ins Spiel. Diese App wurde speziell dafür entwickelt, Menschen dabei zu helfen, die besten Chancen auf die Sichtung von Polarlichtern zu nutzen, indem sie präzise und aktuelle Vorhersagen liefert.

Die Ringstraße (Straße Nr. 1)

Die Straße Nr. 1 wird auch Ringstraße genannt und führt im Großen und Ganzen rund um Island, unter Aussparung der Westfjorde. Wenn man einfach dieser 1399 Kilometer langen Straße folgt, erlebt man den größten Teil dessen, was Island zu bieten hat, von Gletschern über heiße Quellen bis zu menschenleerer Landschaft; die Berge im Nordosten und die Ebenen im Süden; üppigen Pflanzenwuchs und vulkanische Erde. Gar nicht zu reden von den Eisbergen auf der Reise zu größeren Gewässern, die wir auf dem Gletschersee Jökulsarlón beobachteten. Jeden Tag begegnete uns eine Landschaft, die anders war als alles, was wir auf unseren früheren Touren gesehen hatten. Abgesehen davon, dass die Straße Nr. 1 eigentlich Islands einzige größere Straße ist, macht sie die Orientierung leicht - man braucht nur darauf zu achten, dass man Asphalt unter den Reifen hat. Dann weiß man, dass man sich auf der Ringstraße befindet. Mit gewissen Ausnahmen, denn auf einigen Abschnitten liegt Schotter.

Die Wahrheit ist, dass man, trotz der damit verbundenen Plackerei, Island tatsächlich am besten vom Fahrrad aus erlebt. Auf dem Fahrradsattel kommt man nämlich auf ganz andere Weise in Kontakt mit der Umgebung als im Auto oder im Bus. Es gibt keine Windschutzscheibe, die einen vor der Welt abschirmt und schützt - der Regen fühlt sich nass an, die Erde duftet herb, man schwitzt bei den langen Anstiegen und friert, wenn man abwärts rollt. Man ist ganz bei sich und der Natur. Es ist meine feste Überzeugung, dass wir Menschen mit unseren Versuchen, uns das Leben bequemer zu machen, unseren potenziellen Erlebnishorizont oft enorm beschneiden.

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