Natürlich ist bergauf fahren anstrengender als in der Ebene oder bergab. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, darunter das Fahrrad selbst, die Ergonomie und die Qualität des Rades.
Faktoren, die die Anstrengung beeinflussen
Fahrradqualität und Gewicht
Mit einem leichtgewichtigen und leicht laufenden Rad fährt man den Berg ganz anders hoch, als mit einem schweren Billigrad. Ich besitze mehrere Räder, von "billig" bis "teuer" und der Unterschied ist da enorm, was man gar nicht glauben würde. Das billige 400 Euro Rad fährt im Vergleich zum 3.600 Euro Rad wie mit ständig angezogener Handbremse.
Rahmenmaterial
Du musst immer Fahrer und Fahrrad nach oben transportieren. Somit ist es natürlich leichter, mit einem Alu-Rahmen die Steigung zu erklimmen als mit einem schweren Stahlrohr-Rahmen.
Gangwahl
Bei gleichbleibendem Gewicht ist aber die aufzuwendende Kraft immer gleich, egal in welchem Gang Du fährst. Je höher der Gang, desto weniger Pedalumdrehungen benötigst Du zum Fahren. Dafür musst Du aber pro Umdrehung mehr Kraft aufwenden, um die gleiche Geschwindigkeit zu erreichen wie in einem kleinen Gang.
E-Bike zu schwach am Berg - Was tun?
Manchmal kann es vorkommen, dass ein E-Bike am Berg zu schwach ist. Hier sind einige Überlegungen und Tipps, um die Bergsteigfähigkeit zu verbessern:
Motorleistung und Effizienz
Der Motor ist bei seiner Nenndrehzahl am effizientesten. Diese liegt nahe an seiner Höchstgeschwindigkeit. Wenn du statt dieser 50km/h am Berg nur 15km/h fährst ist der Motor sehr ineffizient und überhitzt schnell. Deshalb wickelt man dafür eigentlich den Motor so dass er bei gleicher Spannung eine niedrigere Nenndrehzahl hat. Du kannst jetzt zwar die Spannung begrenzen, müsstest aber um die gleiche Leistung zu kriegen viel mehr Strom spendieren.
Zusammenhang von Watt, Ampere und Volt
Theoretisch betrachtet errechnet sich die Wattleistung in Ampere mal Volt. Zum Beispiel ergeben 7 Ampere X 36 Volt ca. 250 Watt. Und mehr Ampere desto stärker sollte der Motor sein. Die Formel habe ich schon mal gehört. Damals habe ich ich versucht zu errechnen, wie viel Ampere der 500W starke Motor meinen Akkus abverlangt. Da habe ich gerechnet: P / U = I (500 W / 50,4 V = 10 A). Mit 30 C bei 8.000 mAh, sollte es hier keinerlei Problem geben.
Motorwicklung
Deshalb wickelt man dafür eigentlich den Motor so dass er bei gleicher Spannung eine niedrigere Nenndrehzahl hat. Klingt nach einer nachträglich nicht veränderbaren Gegenbenheit die Wicklung des Motors oder? Bezüglich der Strom-Begrenzung habe ich beim Datenblatt des Contollers folgendes gefunden "Dauerleistung: 700W 30A (bei 36V)". Diese 30 A gelten also bei 36 V. Was ist denn mit meinem Spannungsbereich? Wie viel könnte ich dem Controller da abverlangen?
Überhitzung vermeiden
Angenommen ist erhöhe die Stromaufnahme in den Einstellung des Controllers und der Motor nimmt die sich auch. Wie verhindere ich eine Überhitzung des Motors? Ein Stück fahren und die Temperatur via Infrarot messen? Hand auflegen? Sorry wenn meine Frage arg Laienhaft klingen.
Mittelmotor als Alternative
Stimmt genau und wenn man wie er schreibt überwiegend jetzt viele Berge fahren muß ist ein Mittelmotor vorteilhaft.
Weitere Tipps zur Verbesserung der Bergsteigfähigkeit
- Niedrigen Gang verwenden: Um sowohl die Beine beim Pedalieren, als auch das System des E-Bikes am wenigsten zu belasten, sollte man in den niedrigsten Gang schalten und auch dort bleiben.
- Ruhig statt unruhig fahren: Wer unruhig fährt, der verbraucht mehr Kraft. Deshalb ist es zu empfehlen, dass man in einem kleinen Gang ruhig in den Berg hineinfährt und versucht das Tempo zu halten.
- Im Sitzen fahren, statt im Stehen: Auch im Bereich Rennrad gibt es Untersuchungen, dass man im Stehen zu viel Kraft verbraucht.
- Sitzposition richtig einstellen: Der Sattel muss die richtige Höhe haben, damit man bequem den Berg hochfahren kann.
- Regelmäßig trainieren und Hügel fahren: Wer regelmäßig bergauf fährt, stärkt seine Beinmuskulatur und vereinfacht das Treten.
E-Bike Reichweite am Berg
Bei Ausflügen mit dem E-Bike solltest du die Reichweite des Akkus immer gut im Blick haben - das gilt im Besonderen für Touren am Berg! Die Akkureichweite hängt ab von der Unterstützungsstufe, dem Körpergewicht, und vor allem den zurückgelegten Höhenmetern. Aber auch schweres Gepäck wirkt sich deutlich auf die Akkureichweite aus. Bei längeren Touren benötigst du eventuell einen zweiten Akku. Am besten mit kürzeren Fahrten im Gebirge ein Gefühl dafür entwickeln, wie lange eine Akkuladung hält.
Einflussfaktoren auf die E-Bike-Reichweite
- Fahrmodus (Unterstützungsstufe)
- Tretwiderstand
- Fahrten mit Steigungen
- Gegenwind
- Untergrund
- Jahreszeit
- Gesamtgewicht (Gewicht des Fahrers inkl. Fahrrad und Gepäck)
Diese Faktoren kannst du auch abgestimmt auf dein Fahrverhalten nochmals individuell auf unserem Reichweitenrechner für E-Bikes ausrechnen und weisst künftig, wie weit du mit deinem E-Bike kommst.
Tabelle: E-Bike Reichweite in verschiedenen Szenarien
Pro E-Bike-Modell schauen wir uns fünf verschiedene Belastungsszenarien an. Für alle Berechnungen sind wir von einer durchschnittlichen Trittfrequenz von 60 Pedalumdrehungen pro Minute, leichtem Wind und Sommerwetter ausgegangen. Das Gewicht haben wir für jedes Rad individuell berechnet als die Summe aus Fahrrad, einer 80kg schweren Person und 10kg Gepäck. Die Durchschnittsgeschwindigkeit (inkl. allen Ampelstopps) haben wir variabel an unsere Erfahrungswerte für die unterschiedlichen Szenarien angepasst. Wer langsamer unterwegs ist, holt noch einmal mehr Reichweite raus.
| Szenario | Beschreibung | Reichweite |
|---|---|---|
| Gotthardpass | Fahrt über einen Alpenpass | 51 km |
| Berlin | Stadtverkehr mit vielen Stopps | 94 km |
| Münsterland | Fahrt durch grüne Landschaft | 137 km |
Die meisten Deutschen wohnen in einer Region, die wie Berlin oder Chemnitz aussieht. Viele wollen Urlaub machen in einem Umfeld, das dem Bad Tölz ähnelt. Wenn du auf diese Werte schaust: Reichweitenangst ist wirklich kein Grund mehr, kein E-Bike zu fahren.
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