Ist eine 125er ein Motorrad? Eine umfassende Betrachtung

Die Frage, ob eine 125er ein Motorrad ist, beschäftigt viele, besonders junge Fahrer. Klar, es hat weniger Leistung, aber die Fahrweise ist doch komplett gleich. Schaltet wie ein Motorrad, sieht aus wie ein Motorrad, ist aufgebaut wie ein Motorrad. Doch was sagt das Gesetz?

Gesetzliche Definition und Führerscheinbestimmungen

Die Unterscheidung nach Leichtkraftrad und Motorrad kommt durch die Einteilung nach Hubraumklassen und den dafür benötigten Führerscheinen. Die Bauform spielt keine Rolle. Ein Leichtkraftrad oder Leichtmotorrad kann und konnte - nicht nur in Deutschland - mit einem Führerschein gefahren werden, der nicht zum Fahren eines vollwertigen Motorrads berechtigt. Heute ist das EU weit A1. Zudem war und ist die Klasse schon vor dem 18. Lebensjahr erwerbbar.

Die EG-Fahrzeugklassen benennen heute eine 125er als Kraftrad der Klasse L3e. Bei uns in der Schweiz ist es klar. 125er sind gemäss gesetzlicher Definition Motorräder. Als Kleinmotorräder zählen bei uns Maschinen bis 50ccm Hubraum.

Fun fact: Erst seit dem 14. Februar 1996 gilt eine 125er in Deutschland als Leichtkraftrad. Davor endete die bei uns 1980 eingeführte Fahrzeugklasse bei 80 ccm. Die Vespa PX 125, die ich im 1984 erwarb, war also noch ein vollwertieger Kraftroller und kein Leichtkraftradroller.

Motorradführerschein und B196-Regelung

Schon ab 16 Jahren dürfen junge Biker sich auf ein 125ccm-Motorrad schwingen - insofern sie die richtige Fahrerlaubnis vorweisen können. In Deutschland darf ein Motorrad mit 125ccm bereits ab 16 Jahren gefahren werden, wenn die richtige Fahrerlaubnis vorhanden ist. Der 125-Kubik-Führerschein ist also schon für Jugendliche zulässig.

Es muss mindestens der Führerschein der Klasse A1 vorhanden sein. Darüber hinaus berechtigen auch die Klassen A und A2 zum Fahren. Seit 1.1.2020 berechtigt auch der Führerschein Klasse B mit der Schlüsselzahl 196 zum Fahren eines 125ccm-Motorrads.

Um sogenannte Leichtkrafträder mit 125 cm³ fahren zu dürfen, war in Deutschland eine Fahrberechtigung der Klasse A1 bzw. die alte Klasse 1b Voraussetzung. Wichtig: An dieser Regelung ändert sich durch die Neuregelung nichts.

Seit Anfang 2020 können Inhaber der Fahrerlaubnisklasse B nach dem Absolvieren einer theoretischen und praktischen Fahrerschulung auch Krafträder der Klasse A1 in Deutschland fahren. Und das ohne die vollständige Ausbildung absolvieren zu müssen. Auch auf die theoretische und praktische Prüfung wird verzichtet.

Über 130.000 Autofahrer nutzen bereits die Möglichkeit des B196 seit der Einführung Anfang 2020. Mit dem Autoführerschein können so einfach und kostengünstig auch Motorräder der Klasse A1 gefahren werden.

Voraussetzungen für B196

  • Fahrerschulung mit mindestens vier theoretischen und fünf praktischen Unterrichtseinheiten zu jeweils 90 Minuten
  • Vorbesitz der Pkw-Klasse B für mindestens 5 Jahre
  • Mindestalter 25 Jahre

Nein, es ist weder eine theoretische noch eine praktische Führerscheinprüfung erforderlich. Erforderlich ist nur eine Fahrerschulung mit mindestens neun Unterrichtseinheiten à 90 Minuten.

Nein, denn bei B196 handelt es sich nicht um eine Motorradfahrerlaubnisklasse. Eine Erweiterung auf die Klassen A2 oder A ist nicht möglich.

Da es sich bei B196 um eine Erweiterung der Klasse B mit der nationalen Schlüsselziffer 196 handelt, wird die Klasse nur in Deutschland anerkannt. Im Ausland wird diese nicht akzeptiert.

Regelungen im Ausland

Auch andere Länder haben vergleichbare Regelungen, die es gestatten, dass Inhaber einer Pkw-Fahrerlaubnis auch 125er fahren. Das gilt jedoch nur für Inhaber von Führerscheinen des jeweiligen Landes und ist teilweise auf das Hoheitsgebiet des jeweiligen Landes beschränkt. Inhaber einer deutschen Fahrerlaubnis können sich auf diese Regelungen nicht berufen.

  • Italien: Italienische Pkw-Führerscheine umfassen auch die Klasse A1
  • Belgien: Belgische Pkw-Führerscheine, ausgestellt zwischen 1.1.1967 und 31.12.1988, umfassen die Klasse A
  • Luxemburg: Luxemburgische Pkw-Führerscheine, ausgestellt vor dem 1.7.1977, umfassen ebenfalls die Klasse A
  • Norwegen: Norwegische Führerscheine der Klassen 1 und 2, die vor dem 1.4.1979 ausgestellt wurden und später in das Modell N2/N3 der Klasse BE umgetauscht wurden, beinhalten die Klasse A1
  • Frankreich: Französische Pkw-Führerscheine berechtigen zum Führen von A1-Krafträdern, wenn sie zwischen 1. Januar 1955 und 18. Januar 2013 ausgestellt wurden, eine konkrete 5-jährige Fahrpraxis nachgewiesen wird oder, wenn dieser Nachweis nicht geführt werden kann, die Bescheinigung, an einer 3- bis 7-stündigen Schulung bei einer Fahrschule teilgenommen zu haben, vorgelegt wurde
  • Österreich: Österreichische Pkw-Führerscheine der Klasse B umfassen die Klasse A1, wenn mindestens 5 Jahre ununterbrochener Besitz der Klasse B besteht und der Nachweis des praktischen Fahrunterrichts von insgesamt mindestens 6 Stunden in Fahrschulen oder bei einem Automobilclub nachgewiesen wurde (Code 111)
  • Polen: Polnische Führerscheine der Klasse B berechtigen den Inhaber auch zum Führen eines Kraftrades mit einem Hubraum von höchstens 125 cm³, einer Leistung von höchstens 11 kW und einem Leistungs-/Gewichtsverhältnis von höchstens 0,1 kW/kg

Unterhaltskosten einer 125er

125er-Motorräder bieten Zweirad-Fahrspaß, sind aber viel günstiger zu versichern als schwere Maschinen. Auch kommen Autofahrer leicht an den kleinen Motorradführerschein. Seit der Einführung dieser Regel ist das Interesse an den kleinen Einstiegszweirädern gewachsen.

Denn nicht nur die Anschaffung einer 125er ist günstig, auch die Unterhaltskosten fallen geringer aus als bei einer schweren Maschine. Die Kosten für Versicherung, Steuer und Kraftstoff eines Leichtkraftrads im Überblick, und dazu: Tipps zur richtigen Motorradkleidung und zum Führerschein!

Versicherungskosten

Für 125er-Maschinen sind wie bei anderen Kraftfahrzeugen eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben, Teilkasko und Vollkasko können dazugebucht werden. Wie immer gilt: Je günstiger die Versicherung, desto weniger Schäden sind abgedeckt.

Eine Teilkaskoversicherung kann interessant sein, wenn die 125er regelmäßig an der Straße steht oder mit Zubehör ausgestattet werden soll. Viele Anbieter kommen im Rahmen der Teilkasko für Diebstahl oder verloren gegangenes Zubehör auf. Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich, wenn das Bike beim Kauf fabrikneu war oder wirklich jeden Tag unterwegs ist.

Die meisten Versicherer bieten auch Tarife für 125er-Motorräder oder -Roller an: Entweder als eigenen Tarif für Leichtkrafträder , andere Versicherer haben einfach einen Leichtkraftrad-Tarif in ihre Motorradversicherung integriert.

Hilfreich ist der Tarifvergleich verschiedener Anbieter vor dem Abschluss eines Vertrags. Was die Versicherung kostet, hängt wie beim Auto, stark von den persönlichen Umständen wie dem Wohnort oder dem Parkplatz des Zweirads ab. Generell gilt, dass man mit Kosten zwischen 50 und 70 Euro pro Jahr rechnen sollte.

Die Deckungssumme liegt am besten bei 100 Millionen Euro, ein Selbstbehalt von 300 Euro für die Vollkasko- und 150 Euro für die Teilkaskoversicherung werden empfohlen.

Steuern

Motorräder und Roller mit bis zu 125 Kubikzentimetern Hubraum und einer Leistung bis elf kW/15 PS sind - ebenso wie 50er - laut Paragraf drei des Kraftfahrzeugsteuergesetzes zulassungsfrei. Das bedeutet, dass für sie keinerlei Steuern bezahlt werden müssen. Von dieser Regel gibt es eine Ausnahme: Wenn die 125er mehr als 15 PS hat, kostet sie 9,20 Euro Steuern pro Jahr.

Ein kleiner finanzieller Posten kommt trotzdem auf jeden 125er-Eigner zu. Es gilt die Kennzeichenpflicht! Das soll heißen, dass die 125er wie ein Motorrad mit mehr Hubraum und Leistung oder wie ein Auto bei der Zulassungsbehörde angemeldet werden muss und ein Nummernschild braucht. Bei diesem Termin verlangt die Behörde zudem einen Nachweis der Versicherung.

Verbrauch und Wartung

Die überwiegende Mehrheit an 125ern hat Einzylindermotoren und bringt nicht allzu viel an Gewicht auf die Waage. Daher hält sich der Kraftstoffverbrauch grundsätzlich in Grenzen. Weil der Durst jedes Verbrenners stark vom Streckenprofil und vom Verhalten des Fahrers abhängt und der Markt ganz verschiedene 125er zu bieten hat, lässt sich der Verbrauch in Litern an dieser Stelle nur schwer angeben.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Faustformel Herstellerangabe plus Pi mal Daumen ein Liter nicht allzu weit von der Praxis entfernt ist. Wenn der Hersteller 2,3 Liter angibt, braucht die Maschine also vermutlich drei bis 3,5 Liter auf hundert Kilometer. Bei zehn Litern Tankinhalt errechnet sich daraus die sehr ordentliche Reichweite von rund 300 Kilometern.

Auch die Werkstattkosten bleiben überschaubar. Mit allgemeingültigen Zahlen ist es hier ähnlich schwer wie beim Verbrauch, weil unterschiedlich komplexe Arbeiten verschieden berechnet werden und es deutliche regionale Unterschiede gibt.

Die Ninja 125 im Detail

Das Design der Ninja 125 mit ihrer Vollverkleidung ist aufsehenerregend. Dank der schlanken Taille, von muskulöseren Formen vorne und hinten kontrastiert, ergibt sich eine optische Dynamik, die den sportlichen Charakter unterstreicht.

Sanfte Leistungsentfaltung des 125 cm³-Motors der Ninja 125: Wie ein typischer Kawasaki-Motor liefert der Motor bei hohen Drehzahlen einen guten „Punch“ und zieht bis zum Drehzahlbegrenzer weiter.

Das serienmäßige ABS trägt zur Sicherheit des Fahrers bei. Das High-Spec-System wurde speziell für Motorräder entwickelt und verfügt über eine sehr kompakte ABS-Einheit.

Die Uni-Trak-Hinterradfederung bietet eine hervorragende Straßenlage und Stoßdämpfung und trägt zum sportlichen Handling des Motorrads bei. Die Stoßdämpferverbindung verringert die Hebelwirkung auf den Stoßdämpfer, wenn die Federung komprimiert wird: Kleine Stöße werden sehr leicht gedämpft, während große Stöße stark gedämpft werden. Der Stoßdämpfer hat einen 5-fachen Hub von 60 mm, was dazu beiträgt, die Balance zwischen leichtem Handling und einem gelassenen Charakter sicherzustellen.

Scheibenbremsen vorne und hinten bieten eine beeindruckende Bremsleistung. Doppelkolben-Bremssättel greifen vorne an eine 290-mm-Scheibe und hinten an eine 220-mm-Scheibe.

Die Ergonomie der Ninja 125 wurde für sportliches Fahren auf der Straße entwickelt. Durch die optionalen ERGO-FIT-Sitze können Fahrer ihre Haltung auf dem Bike optimieren.

Das sanft schaltende Sechsganggetriebe ergänzt die sportliche Straßenleistung und bietet für jede Situation einen Gang.

Die Ø 37 mm Teleskopgabel sorgt für leichtes, wendiges Handling und ein insgesamt ruhiges Fahrverhalten.

Moped oder Motorrad?

Viele die ein 125er Motorrad (also ein Leichtkraftrad) fahren nennen es trotzdem Moped weil sich das so eingebürgert hat, obwohl es nicht richtig ist.

"Das Silbenwort Mofa ist abgeleitet von Motor-Fahrrad bzw. Motorisiertes Fahrrad. Also stellen wir fest: Ein Mofa ist ein motorisiertes Fahrrad und ein Moped ist ein Fahrzeug mit Motor und Pedalen. klassisch gesehen waren die zweiräder, welche damals mit kleinem versicherungsschild auskamen, man mit 16 fahren und max. 40 km/h fahren durften, mopeds.

Leichtkrafträder waren die zweiräder, die man ebenfalls ab 16 jahren mit klasse 4 führerschein fahren konnte. Richtig ist das das Wort aus 2 Wörtern besteht. Mo für Motor und Ped für Pedale. Der Begriff kam auf, als 50er Zweiräder echt noch Pedale hatten. Hier ein Beispiel!

Aber umgangssprachlich werden kleinmotorige Zweiräder nach wie vor als Moped bezeichnet.

Neue 125er Modelle im Jahr 2025

Hier die Neuheiten, die die Hersteller im Jahr 2025 mit 125 cm³ Hubraum auf den Markt bringen: Es sind fünf Modelle, von der Aprilia 125 SX/RX bis zur KTM 125 Enduro R.

Der weiterhin 11 kW/15 PS starke Einzylindermotor wurde für die Abgasnorm Euro 5+ fit gemacht. Im Zuge der technischen Anpassungen wurde das Drehmoment von 11 auf 11,5 Newtonmeter erhöht. Statt wie bisher Edelstahl-Optik, trägt der Auspuffendtopf nun ein mattschwarzes Finish.

Zu den weiteren Neuerungen gehört eine Umstellung auf LED-Leuchten, die zusammen mit neuen Verkleidungsteilen und einem neuen Farbschema für optische Frische sorgen. Das Cockpit bietet künftig ein rechteckiges Farbdisplay.

Das ABS wurde um eine Anti-Überschlag-Funktion erweitert. Für den Sozius gibt es Haltegriffe. Optional ist ein USB-Anschluss bestellbar.

SX und RX unterscheiden sich vor allem hinsichtlich Radgrößen, Bereifung und Bremsen. Die Supermoto-Variante SX bietet Straßenbereifung, kleinere Räder und klassische Scheibenbremsen. Bei der Enduro-Version RX setzt Aprilia auf ein großes 21-Zoll-Vorderrad und ein 18-Zoll-Hinterrad, Stollenbereifung und Scheibenbremsen im Wave-Stil.

Benelli erweitert seine Modellpalette für die Saison 2025 um die beiden Leichtkrafträder BKX 125 und BKX 125 S. Während erstere als Leicht-Enduro mit Speichenrädern, grobstolligen Reifen und 18 Zentimetern Federweg an den Start geht, ist die 125 S das Supermoto-Pendant mit sportlichen Onroad-Reifen, Gussfelgen, 15 Zentimetern Federweg und weniger Verkleidungsteilen.

In beiden Fällen schickt ein Einzylindermotor 11 kW/15 PS über ein Sechsgang-Schaltgetriebe und Kettenantrieb ans Hinterrad. Damit dürften die Fahrer der beiden Hochbeiner in dreistellige Geschwindigkeitsregionen vorstoßen können. Der wassergekühlte Single mit Einspritzung soll 2,4 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Der 12-Liter-Tank ermöglicht so eine theoretische Reichweite von 500 Kilometern.

Zu den Neuteilen der Saison 2025 gehören der Tank, die Seitenverkleidungen und der Motorspoiler. Erstmals zu haben sind eigens für die Grom konzipierte Zubehörteile. Optional oder im Paket sind Handprotektoren, Windschild, Satteltaschen, eine Gepäckbrücke sowie eine Rücksitztasche erhältlich.

Außerdem lassen sich bei der 2025er Grom einzelne Karosserieteile leicht abnehmen, wodurch sich die Fläche für individuelle Aufkleber, Grafiken und Folierungen vergrößert. An der Technik ändert sich nichts, der Verbrauch liegt nach wie vor bei moderaten 1,5 Litern pro 100 Kilometer.

Trotz des kleinen Hubraums sind hochwertige Komponenten wie WP-Federung, Aluminiumgussräder, ABS und Traktionskontrolle an Bord. Das gleichzeitig moderne und minimalistische Design macht die beiden 125er zu einem stylishen Duo im Segment der Leichtkrafträder.

Die Rahmen der Bikes sind aus Stahl-Gitterrohr gefertigt und ermöglichen eine seitliche Positionierung des hinteren Federbeins, was die Absenkung der Sitzbank erlaubt.

Alle Modelle erhielten Kurven-ABS, wurden leichter und sollen dank neuer Federelemente und neuer Aluschwinge sowie neuem Lenker besser fahrbar sein. Neu sind auch die Motoren, die jedoch bei einer Leistung von 11 kW/15 PS bleiben. Eine Easy-Shift-Funktion erlaubt kupplungslose Gangwechsel.

Im Cockpit warten die Bikes mit einem 5-Zoll-TFT-Display samt neuen Konnektivitätsfunktionen auf. Auch die neue LED-Beleuchtung und ein in Details modifiziertes Design prägen das neue Modelljahr.

Der Einzylinder ist eng mit der 125er-Duke verwandt, setzt allerdings auf eine Enduro-Aufmachung, größere Speichenräder mit Stollenbereifung sowie ein WP-Fahrwerk mit 23 Zentimetern Federweg.

Der flüssigkeitsgekühlte Single der 125er-Enduro leistet 11 kW/15 PS. Fahrwertig ist die Maschine 152 Kilogramm leicht, der Einstiegspreis liegt bei 5500 Euro.

Top 10 der beliebtesten 125er Modelle

  1. KTM Duke 125
  2. Husqvarna Svartpilen 125 und Vitpilen 125
  3. Aprilia RS 125
  4. Yamaha MT-125 und YZF-R 125
  5. Suzuki GSX-R125
  6. Fantic XMF 125 Performance
  7. Honda CB125R
  8. Kawasaki Ninja 125
  9. Brixton Cromwell 125
  10. Honda MSX 125 Grom

Elektro-Alternativen

Reine Puristen und Benzinbrüder werden sie meiden: Die Rede ist von Elektromotorrädern als ernst gemeinte Alternative. Themen wie Reichweite, Betriebskosten, Umweltschutz sind nur einige der zahlreichen Streitthemen im Dunstkreis der E-Mobilität, die auch vor E-Motorrädern nicht halt machen.

Wenn du auf der Suche nach einer umweltfreundlichen Alternative zu Verbrennern bist, aber nicht auf Fahrspaß verzichten willst, könnten diese drei Modelle genau das Richtige für dich: die Super Soco TCmax, die NIU RQi und die Kawasaki Ninja e-1.

Die Super Soco TCmax ist für dich, wenn du auf klassisches Design stehst und gerne im urbanen Raum unterwegs bist. Mit ihrem 3.900-Watt-Motor erreicht sie eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 95 km/h - genug für Stadt und Land. Die Reichweite liegt bei bis zu 110 Kilometern, je nach Fahrweise und Bedingungen. Besonders praktisch: Der herausnehmbare Akku (72V, 45Ah) kann an jeder Steckdose geladen werden und ist nach ca. 3,5 Stunden wieder voll.

Falls du auf smarte Technik und Konnektivität stehst, ist die NIU RQi eine spannende Option. Mit ihrem 7,5-kW-Mittelmotor (entspricht ca. 10 PS) bringt sie es auf 110 km/h und bietet eine starke Reichweite von etwa 120 Kilometern dank zweier herausnehmbarer Akkus mit insgesamt 5,2 kWh.

Was sie besonders macht: Smartphone-Konnektivität, ein adaptiver Scheinwerfer und ein modernes Cockpit-Display. Sicherheitstechnisch punktet sie mit einem CBS-Bremssystem und Traktionskontrolle. Die Ladezeit beträgt ca. 4-5 Stunden an einer haushaltsüblichen Steckdose.

Du willst ein sportliches Design mit Elektroantrieb? Dann solltest du dir die Kawasaki Ninja e-1 ansehen. Sie schöpft ihre Klasse nicht voll aus und bringt 9 kW (12 PS) Leistung bei 2600-4000 U/Min und erreicht ca. 100 km/h. Die Ninja e-1 orientiert sich optisch stark an den klassischen Verbrenner-Ninjas von Kawasaki.

Das Fahrwerk besteht aus einer konventionellen Telegabel vorne und einer Monofederbein-Hinterradaufhängung. Die offiziellen Reichweitenangaben sind übrigens relativ mau, denn diese betragen bei voller Ladung nur moderate 72 Kilometer.

Ja, Elektromotorräder in der 125er-Klasse können alltagstauglich sein - solange du deine Fahrweise und Ladeinfrastruktur ein wenig berücksichtigst. Wenn du täglich nur 50-80 km pendelst, sind diese Modelle ideal. Längere Touren können allerdings herausfordernd werden, besonders wenn du auf eine begrenzte Ladeinfrastruktur triffst.

Ein Pluspunkt: Aufgrund der kleinen Batterie kannst du alle genannten Elektromotorräder problemlos zuhause aufladen, ohne dass du in eine Wandladestation (Wallbox) investieren musst - eine Haushaltssteckdose genügt.

Preislich sind sie meist etwas teurer als klassische 125er-Verbrenner, aber dafür sparst du dir Sprit- und Wartungskosten und (mal mehr, mal weniger) Steuern. Letztlich kommt es darauf an, welche Prioritäten du setzt.

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