Mit dem Fahrrad durch Italien: Reiseberichte und Erlebnisse

Schon wieder ist ein Jahr vorüber und das heißt für mich, dass eine weitere Fahrradtour beginnen kann. Es ist meine 10. Der Beginn einer Reise ist auch immer der Beginn einer neuen Geschichte. Es ist alles verpackt, und wie immer hoffe ich, dass ich auch nichts vergessen habe. Also von mir aus kann es losgehen.

Ich starte die Tour mit einer gemütlichen Anreise über zwei Tage und die erste Zugfahrt verläuft von Hannover nach München. Für einen Sonntag nach Christi Himmelfahrt geht es im Zug sehr entspannt zu. Das richtige Urlaubsfeeling kommt gleich am Hauptbahnhof in Hannover auf.

Der ICE hat Sitzplätze für über 400 Personen und es gibt nur 8 Fahrradstellplätze. Ich dachte, dass ich alle Fahrradabstellmöglichkeiten im Zug kenne und habe mein Fahrrad ordnungsgemäß an dem Einzelplatz mit meiner Reservierungsnummer aufgehängt. Jetzt gibt es die Nummer aber mehrfach und auf die Wagennummer habe ich nicht geachtet.

Auf dem Weg nach Bologna

6 Stunden und 50 Minuten dauert die Zugfahrt von München nach Bologna, da kann man viel aus dem Fenster schauen. Eine Zugfahrt über 7 Stunden zieht sich schon etwas hin. Das Panorama aus dem Fenster ist dafür hervorragend. Nach dem Brennerpass kommt man unter anderem noch durch die Städte Brixen, Bozen und Verona. Es kann losgehen. Zack, das war auch schon Bologna.

Der Weg, aus der Stadt heraus, verläuft für die Radfahrer genau zwischen den Fahrbahnen entlang. Hier muss es vor kurzem sehr stark geregnet haben. Die Wege am Fluss Reno sind gerade eine Zumutung. Eigentlich geht die geplante Strecke über diese Brücke, das hat sich nun erledigt. Egal, dann geht es eben an der normalen Nebenstraße weiter. Von Bologna bis zum Zielort Porretta, fahre ich meistens am ursprünglichen Fluss Reno entlang. Was für eine schöne Landschaft. Der Tag steht ganz unter dem Motto "Steigungen". Hier verläuft auch die Wanderstrecke "Via Romea Nonantolana". Der Weg stammt aus dem VII. Jhd. n. Chr.

Es geht viele Kilometer an der eintönigen Autostrada SS9 entlang. Nach gut 40 Kilometer bin ich in Imola. Natürlich muss ich mir die Rennstrecke einmal anschauen, aber aufgrund von Aufbauarbeiten für ein Event ab dem 16.5. Der Künstler hat sich hier ein Stromhaus vorgenommen. Ich habe es schon gesehen, aber bisher ignoriert. Nun ist es amtlich. Eine Dichtung an der Schaltung ist defekt und es tropft Öl heraus. Die gekapselte Schaltung kann ich nicht reparieren und einen Spezialschlüssel zum Anziehen der Schrauben habe ich auch nicht. Also mache ich erstmal nichts und warte ab.

Entlang der Küste

Das ist eine vorbildliche Trennung von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern. Heute ist meine erste Zeltübernachtung. Die Sonne scheint, es gibt wenig Wolken und trotzdem ist alles staubig und milchig. Die Skulptur, auf einem Kreisel nördlich von Rimini, habe ich auf meiner Tour 2017 schon einmal im Reisebericht verewigt. Rimini will sich wohl neben dem Badetourismus eine zweite Einnahmequelle erschließen, "Radtouren".

Mein erster angepeilter Campingplatz hat noch nicht geöffnet, der nächste Platz ist 12 Kilometer entfernt und liegt im "Parco san Bartolo". Der Naturpark ist, man glaubt es kaum, bergig, also nochmal Luft holen und los. Ein Tisch, der von einem Fahrrad gehalten wird, eine leckere Pizza für 5 € und ein netter Pizzabäcker. Das habe ich in den letzten zwei Tagen ein wenig vermisst. Ich muss den Fahrradtunnel unter der Bahn nehmen. Am Ende, wenn man nicht vorher links die Rampe hochfährt, ist man an einem wunderbaren, einsamen Strand.

Ich dachte, dass hier, aufgrund der niedrigen Höhe, kein Wagen durchfährt, falsch gedacht. Bei der Strandbar muss der vordere Bereich schon abgestützt werden. Nachdem ich an 6 geschlossenen Campingplätzen vorbeigekommen bin, habe ich mir ein Hotelzimmer in Falconara Marittima gebucht. Im Check-in Bereich mussten sich nun alle Passagiere nach einer Alternative umschauen. Da ich mit dem Fahrrad unterwegs bin und Fahrräder immer kostenlos mitgenommen werden, habe ich die nächste, mögliche Fähre morgen um 17:30 Uhr gewählt. Es waren nur noch Deckplätze frei. Alle Leute mit Auto oder Wohnmobil hatten es schwieriger.

Florenz und die Toskana

Meine erste Nacht im Zelt. Der tolle Campingplatz "hu Firenze Camping in Town" ist für alle Florenzbesucher mit Zelt ein guter Ausgangspunkt. Der Campingplatz liegt ca. Ein Höhepunkt in Florenz ist natürlich die Segmentbogenbrücke Ponto Vecchio über den Fluss Arno. Wenn man über die Brücke geht merkt man überhaupt nicht das man über einen Fluss spaziert. Was für ein bemerkenswertes Bauwerk. Die Höhe der Kuppel beträgt vom Boden bis zur Laterne 90 m. Es gibt hier an jeder Ecke bemerkenswerte Bauwerke. Ein paar Meter weiter steht beispielsweise die Franziskanerkirche Santa Croce, ebenfalls ein tolles Bauwerk.

Reiseübersicht Florenz, Perugia, Assisi: Kunst und Stadtarchitektur erleben, italienische Küche genießen und traumhafte Landschaften durchfahren. Vatikan-Besuch und Gespräch mit Andreas Englisch. Viele Wege führen nach Rom. Der Route dieser E-Bike-Reise folgt immer wieder alten Pilgerpfaden. Auf wundervollen Strecken radeln Sie von Florenz durch die Toskana und Umbrien nach Rom. Traditionsreiche Städte wie Cortona, Perugia, Assisi und Spoleto liegen auf Ihrem Weg.

Die Täler von Arno, Chiana und Tiber, der weite Lago Trasimeno und der Höhenzug des Apennin bilden fantastische Naturkulissen für Ihre Fahrt. Die Region lebt von kraftvollen Gegensätzen, die Sie jeden Tag erleben und spüren. Hier erdverbundene Lebensfreude, fantastische Küche und gute Weine, dort die tief verwurzelte, jahrtausendealte Mystik der Heiligen und Eremiten. Glänzende Kunstwerke der Renaissance, etruskische Nekropolen, die herausragende Architektur der Romanik und Gotik hier und tiefe Wälder, ungezähmte Flüsse und Orchideen am Wegesrand dort. In Rom erwartet Sie schließlich Andreas Englisch, Journalist, erfolgreicher Autor und intimer Kenner des Vatikans. Er führt Sie mit einem Vortrag in die Geschichte des Vatikans ein, zeigt Ihnen exklusiv sein Rom und begleitet Sie in den Petersdom.

Einige Etappen der Reise

  1. Tag 1: Ankunft in Florenz Gäste mit gebuchtem Anreisepaket fliegen am frühen Morgen mit Lufthansa von Frankfurt nach Rom. Von dort erfolgt eine begleitete Bahnfahrt nach Florenz. Sie beziehen Ihr komfortables Hotel am Rande der Altstadt und bekommen auf einem geführten Rundgang einen ersten Eindruck von der Stadt der Medici, Wiege der Renaissance.
  2. Tag 2: Auf Pilgerpfaden durchs Arnotal Eingerahmt von den Monti del Chianti und dem Pratomagno, schlängelt sich der Arno durch ein fruchtbares Tal. Ein Transfer bringt Sie zur Pieve di Gropina, die zu den schönsten Landkirchen der Toskana zählt und auf einem Vorsprung des Pratomagno gelegen ist. Die romanische Kirche gehört zum alten Pilgerweg nach Rom und begeistert durch klare Formen und einzigartige Steinmetzarbeiten. Hinab geht es nach Loro Ciuffenna, und Sie genießen einen Rundgang durch die verwinkelten Gassen des Bergdorfs. Dann radeln Sie mit weiten Blicken über das Arnotal nach Arezzo.
  3. Tag 3: Chianatal und Cortona Am Morgen sehen Sie in der Basilica di San Francesco den eindrucksvollen Freskenzyklus mit der Legende vom Wahren Kreuz, ein Meisterwerk von Piero della Francesca. Dann radeln Sie durch das flache Chianatal in einer üppig grünen Landschaft. Idyllische Gehöfte liegen am Weg. Nach dem Picknick in ländlicher Abgeschiedenheit erreichen Sie am frühen Nachmittag Cortona. Ein Ort, der wie ein Balkon über dem Chianatal thront. Der Blick reicht bis zum Trasimenischen See im Süden.
  4. Tag 4: Lago di Trasimeno Hinab geht die erfrischende Fahrt zum Lago di Trasimeno. Schon bald genießen Sie einen überwältigenden Blick auf den See. Das Städtchen Tuoro, wo moderne Kunstwerke am Ufer an die berühmte Schlacht Hannibals gegen die Römer erinnern, lädt zu einer Pause ein. Am Ufer des Sees entlang radeln Sie bis Torricella. Nach dem Picknick am Strand bringt Sie ein Transfer ins historische Zentrum von Perugia. Ihr schönes Hotel Sangallo Palace liegt in der alten Stadtmitte, nur 50 Meter von der faszinierenden Festung Rocca Paolina aus dem 16. Jahrhundert.
  5. Tag 5: Der kleine Gaukler Gottes - nach Assisi Das Grab der Volumnier ist Ihr erster Stopp auf dem Weg ins Tibertal. Mittags genießen Sie im Weingut Lungarotti eine Weinprobe. Dann radeln Sie auf Assisi zu. Schon von Weitem sehen Sie die Stadt an den Hängen des gewaltigen Monte Subasio thronen.
  6. Tag 6: Pinturicchios Meisterwerk An den Hängen des Monte Subasio entlang radeln Sie abwärts nach Spello, zauberhaft ganz aus rosa Travertin gebaut. Ein Spaziergang durch Spello führt auch zur Kapelle Baglioni, wo Sie den berühmten Freskenzyklus von Pinturicchio aus dem Jahr 1500 sehen können. Es bleibt noch Zeit zum Bummeln, bevor Sie sich in den Zug nach Rom setzen. Nachdem Sie dort Ihr Hotel bezogen haben, erwartet Andreas Englisch die Gruppe zum gemeinsamen Abendessen ist einer römischen Trattoria. Andreas Englisch lebt seit drei Jahrzehnten in Rom und gilt als einer der bestinformierten Journalisten im Vatikan. Seine Bücher sind Bestseller - er ist ein ausgewiesener Vatikankenner.
  7. Tag 7: Der Vatikan exklusiv Heute stehen weitere Höhepunkte auf Ihrem Programm mit Andreas Englisch. Vormittags besuchen Sie den Petersdom, Papstbasilika und eine der größten Kirchenbauten der Welt. In einer Seitenkapelle befindet sich Michelangelos Römische Pietà aus den Jahren 1498 bis 1500. Ebenfalls weltbekannt ist die von Arnolfo di Cambio um 1300 geschaffene Bronzestatue des Heiligen Petrus. Nach dem Mittagessen bestaunen Sie den Palazzo Colonna. Der Adelspalast befindet sich seit 23 Generationen im Besitz der Familie Colonna und ist nur teilweise der Öffentlichkeit zugänglich.

Umbrien und der Lago Trasimeno

Kleine Bäche ohne Brücken kenne ich schon von den Spanientouren. Etwas länger, rutschiger und nicht fahrbar ist diese Flussüberquerung. Ich fahre gut 10 Kilometer den "Sentiero della Bonifica" entlang, das ist ein ca. Im "Borgo Tre Rose" kann man es sich bestimmt gut gehen lassen. Ganz ohne Gepäck fahre ich heute einmal um den Lago Trasimeno oder besser gesagt, ich "fliege" fast. Der See liegt in der Region Umbrien und ist fast doppelt so groß wie das Steinhuder Meer in Niedersachsen. Die flauschigen Pappelsamen bedecken gerade ganze Bereiche, auch auf dem Campingplatz.

Abruzzen mit dem Fahrrad

Nachdem wir in den letzten Jahren den Norden Italiens mit dem Rad erkundet hatten, stand fest, dass wir uns nun endlich mal dem Süden nähern wollten. Als Startpunkt hatten wir uns Rom ausgesucht, da es bis hierhin einen Nachtzug gab. Und dann ging das Träumen los. Die Abruzzen, da wollte ich schon immer mal hin, na ja und dann ist der Gargano ja auch nicht mehr weit, und wenn man schon mal da unten ist, dann könnte man ja eigentlich auch die Amalfi Küste noch mitnehmen.

Realistisch betrachtet war dies in drei Wochen mit dem Rad natürlich nicht machbar aber irgendwie hatten sich diese drei Stationen in unseren Köpfen festgesetzt und so musste eine Lösung her. Die war dann auch schnell gefunden und zwar in Form einer Zugfahrt vom Gargano zur Amalfi Küste. Es waren zwar immer noch gute 850 Kilometer und etliche Höhenmeter, aber zumindest Jana war fest davon überzeugt, dass wir das schon schaffen.

Zur Jahreswende dann die Horrormeldung, dass die DB die Citynightlinezüge einstellt. Jetzt war guter Rat teuer. Ich habe Tage damit verbracht eine einigermaßen brauchbare Verbindung nach Rom zu finden. Aber egal welche Strecke ich auch durchprobiert habe, das Ergebnis blieb immer dasselbe: Mindestens 32 Stunden Fahrt und sau teuer. Irgendwann war ich weich und habe mal bei den Flügen geguckt und trotz meiner Flugangst war ich schnell überzeugt: Zwei Stunden Flug und gleicher Preis, wie bei der Bahn, also habe ich zugeschlagen. Ein paar Tage vor Abflug haben wir uns bei unserem Fahrradhändler Kartons geholt und dann konnte es losgehen.

Einige Etappen in den Abruzzen

  • Ankunft in Rom und Weiterfahrt nach Terni
  • Die Abruzzen mit dem Fahrrad: Von Mamore nach Leonessa
  • Die Abruzzen mit dem Fahrrad: Von Leonessa nach Capitignano
  • Die Abruzzen mit dem Fahrrad: Von Capitignano nach L` Aquilla
  • Die Abruzzen mit dem Fahrrad: L´Aquila nach Serramonacesca
  • Ein Tag im Paradies
  • Die abruzzen mit dem Fahrrad: Von Serramonacesca nach Ortona
  • Die Abruzzen mit dem Fahrrad: Von Ortona nach Marina de Vasto

Weitere Tipps und Informationen

Alte Olivenbäume sind knorrig, jeder für sich einmalig und können mehrere hundert Jahre alt werden. Das Gartencenter "Margheriti Piante" bei Chiusi bietet gewaltige Zypressen zum Verkauf an und alles schon im Topf. Wahrscheinlich ist dieser Teil des Radwegs "Ciclovia del Sole" noch recht neu, da der erste Teil nur von Verona bis nach Bologna verläuft. Mein Zielort ist die interessante Stadt Orvieto. Kurz nach dem Frühstück geht es gleich zur Sache. Die Steigung ist steil und die Straße gerade, somit habe ich schon die erste Flasche Wasser nach einer Stunde leer. Wie bekommt man Aufmerksamkeit? Wege werden zur Wildnis, wenn sie nicht benutzt werden. Die Tourenplanungssoftware weiß nicht wie häufig ein Weg benutzt wurde, deshalb werde ich hier langgeschickt. Der Weg ist nur zu erahnen und am Ende muss ich noch einen Bach überqueren, also wieder Schuhe ausziehen und rüber. Das ist der erste Blick auf das Mittelmeer. Mindestens 20 Briefkästen zähle ich an der Wand. Parallel zur Küste verläuft die Strecke nach Civitavecchia. Mit dieser Fähre fahre ich von Civitavecchia nach Olbia auf Sardinien.

Schon wieder ist ein Jahr vorüber und das heißt für mich, dass eine weitere Fahrradtour beginnen kann. Es ist meine 10. Der Beginn einer Reise ist auch immer der Beginn einer neuen Geschichte. Es ist alles verpackt, und wie immer hoffe ich, dass ich auch nichts vergessen habe. Also von mir aus kann es losgehen.

Italien als Radwanderland

Das Fahrrad (bici, bicicletta) wird in Italien auch außerhalb sportlicher Verwendung immer beliebter. Bei Fahrradwegen herrscht in Italien noch Aufholbedarf. In Großstädten gibt es kaum Radwege. Außerhalb der Städte (z. B. in Norditalien) ist das Rennradfahren auf den Straßen sehr populär. Die Sportler teilen sich die Straße mit dem Autoverkehr. In der Po-Ebene wird das Fahrrad auch als Verkehrsmittel genutzt. Italien als Radwanderland? Es spricht einiges dafür!

Verhaltensregeln für Radfahrer in Italien

  • Seit 2010 müssen Radfahrer, wenn sie nach Einbruch der Dämmerung unterwegs sind, eine reflektierende Warnweste tragen.
  • Kinder bis 14 Jahre müssen Fahrradhelme aufhaben.
  • Fahrradanhänger können mitgeführt werden, wenn Fahrrad und Hänger zusammen nicht länger als drei Meter sind (Gewicht max. 50 kg, max. Breite 75 cm, max. Höhe mit Beladung 1 m).

Klima und Reisezeiten

Frühjahr und Herbst sind die besten Jahreszeiten für eine Radreise in Italien. Im Sommer kann es sehr heiß, in der Poebene schwül werden. Im Süden Italiens bringt der Scirocco, ein trocken-heißer Wind aus Nordafrika hohe Temperaturen bis über 40 °C. Der Sommer ist als Urlaubssaison die Hauptreisezeit. Sehenswürdigkeiten und Küsten sind dann sehr voll.

Straßen und Verkehr

Der Norden Italiens ist stark zersiedelt. Viele Menschen pendeln mit dem Auto zur Arbeit. Staus kommen häufig vor. In der Po-Ebene wird das Fahrrad häufig als Verkehrsmittel genutzt. Die Radwanderroute Ciclopista del Sole vom Brenner bis nach Sizilien über 3.000 km lang. Sie ist die erste von 14 Routen des geplanten nationalen Radwandernetzes Italiens. Die Ciclopista del Sole reicht derzeit bis nach Verona. Südlich davon existiert nur eine lückenhafte Ausschilderung der Route. Mit Landkarten und Reiseführern lässt sich eine Radwanderroute durch Italien auch ohne starken Autoverkehr planen. Eine Übersicht über die bestehenden Radwanderwege Italiens gibt piste-ciclabili.

Radfahrregionen in Italien

  • Die Po-Ebene (z. B. die Route entlang des Po „Destra Po„) eignet sich für alle Radfahrer.
  • Toscana und Umbrien punkten mit herrlichen Altstädten, die sich meist auf Hügeln oder Bergen befinden.
  • Auf Sizilien locken die große Zahl antiker Stätten und der Ätna. Das trockene Inselinnere ist nur dünn besiedelt, daher gibt es wenig Verkehr.
  • Sardinien lohnt sich!
  • Apuliens sanfte Hügel locken. Außerdem hat die Region am Stiefelabsatz keinen Durchgangsverkehr.

Mit dem Fahrrad in öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Zug: Außer in Pendolino und Eurostar gelten verpackte Fahrräder als Reisegepäck. In den bici-Zügen werden Fahrräder im Gepackwagen oder -abteil mitgenommen. Dieses wird auf Anfrage vom Schaffner geöffnet. Generell wird für Fahrräder eine Zusatzfahrkarte (supplemento bici) gelöst (3 bis 5 Euro). In den Zügen des Fernverkehrs werden keine unverpackten Fahrräder transportiert.
  • Bus: Mitnahme von Fahrrädern nach Absprache

Weitere Informationen

Der italienische ADFC (fiab - Federazione Italiana Amici della Bicicletta) bietet Informationen zum Radfahren in der Stadt (ital.) und zum Radwandern. Eine Übersichtskarte (Italienisch) über das nationale Radwanderwegenetz bietet Bicitalia.

Ressourcen für Fahrradtouren in Italien

Von Routenvorschlägen über praktische Tipps zu Packlisten - hier kommen nützliche Lektüretipps, Blogs und Buchempfehlungen* für die nächste Radtour in Italien:

  • Thorsten Brönner, Autor, Reisefotograf und Radenthusiast beschreibt in diesem Radreiseführer die schönsten Radstrecken in Europa: Touren in 16 Ländern - Italien ist natürlich dabei - mit Wissenswertem zur Route, Informationen zu den Highlights am Wegesrand, Karten und vielen Fotos. Die schönsten Radtouren in Europa: Auf zwei Rädern den Kontinent entdecken
  • Auf in den Süden oder „Rauf geht’s!“ ist das Motto dieses Radführers für Mehrtagestouren mit dem Trekkingrad. Alpenüberquerungen, Rund- und Transalptouren auf Radfernwegen und verkehrsarmen Nebenstraßen. Mit Karten, Steckbriefen und Einkehrmöglichkeiten. Radtouren Alpen - Transalp mit dem Trekkingrad: 20 Mehrtagestouren in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Slowenien. Genussvolle Radfernwege über die Alpen
  • Die Mitgliederzeitschrift „Radwelt“ des deutschen Fahrradclubs ADFC bietet häufig Tourenberichte und Informationen zu Italien. Nichtmitglieder können zumindest die Links und Lektüretipps einsehen: Reiseinfos zu Sizilien Radwelt 6/2017 Aktuelle Tipps, Links und Infos zum Alpe-Adria-Radweg in Radwelt 4/2017 Für Mortadellafans: Radreisen in der Emilia-Romagna in Radwelt 2/2018 Für Vulkanfans: Reiseführer Liparische Inseln für Radler in Radwelt 4/2018
  • Miss Move alias Doro Staub ist am liebsten in Italien unterwegs - per Rad! Ihr Blog ist daher eine Fundgrube an Tipps und Informationen zum Thema Rad und Italien. www.missmove.ch

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