Kalkhoff E-Bike Rücktrittbremse im Test: Ein umfassender Überblick

Kalkhoff hat sich in seiner über 100-jährigen Geschichte zu einer der führenden Radmarken Europas entwickelt. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1919. Als kleines Familienunternehmen gestartet, stieg Kalkhoff in seiner über 100-jährigen Geschichte zu einer der führenden Radmarken Europas auf. Heute wissen die Cloppenburger im Trekking- und Citybereich zu überzeugen - und vereinen beide Kategorien im Image 3 Advance sehr gekonnt.

Kalkhoff Impulse: Tretlagermotor und Rücktrittbremse

Das Kalkhoff Impulse verbindet als erstes Pedelec/E-Bike überhaupt einen Tretlagermotor mit einer Rücktrittbremse.

Kalkhoff Image 3 Advance: Ein stimmiges Gesamtpaket

Das Kalkhoff Image 3 Advance ist ein stimmiges Gesamtpaket aus Ausstattung, Komfort und Fahrperformance.

Sowohl der Bosch-Motor als auch der reichweitenstarke, im Unterrohr unter einer nach oben zu öffnenden Klappe sitzende, 625-Wh-Akku runden mit passgenauer Integration das sehr edle Gesamtbild ab. Zu den Komfortelementen zählen neben einer Federgabel sowie Federsattelstütze auch die 50 mm breiten Trekking-Pneus mit griffiger Profilierung. Der Aufstieg gelingt dank breitem Durchstieg einfach. Die Sitzposition: sehr aufrecht - und auch das Anfahren gestaltet sich mit dem sanft anschiebenden Performance Line sehr angenehm. Per Drehgriff wird Shimanos Nexus 5-G Nabenschaltung angesteuert, die für ihre problemlose Nutzung bei hohen Drehmomenten bekannt ist. Klar in der Ebene beheimatet, punktet das Image dort mit Laufruhe sowie hoher Spurtreue. Die vier Unterstützungsstufen werden per Remote-Bedieneinheit ausgewählt. Dabei kann es bei der vierten mit 340 Prozent durchaus sportlich zugehen, obgleich die Geräuschkulisse auf ein Minimum reduziert bleibt. Gute Verzögerung bietet Maguras hydraulische MT A2-Bremsanlage.

E-Bike-Test 2025: Innovationen und Trends

Der Jahrgang 2025 bringt einige technische Neuerungen zur Serienreife. Ganz oben auf der Innovationsliste: die Automatik-Schaltung. Gleich eine ganze Reihe an Testrädern im Großen ElektroRad-Test (GERT) 2025 sind mit den intelligenten Getrieben ausgestattet.

Viele Fahrradbauer nehmen vermehrt den Budget- und mittelpreisigen Sektor in den Fokus. Die größte Zahl an Testrädern sind und bleiben allerdings die Mittelklasseräder im Preissegment zwischen 3000 und 5000 Euro. Das ist viel Geld. Doch genau hier bekommen Sie die attraktivste Mischung aus hochwertigen und innovativen Komponenten an clever zusammengestellten und für den jeweiligen Einsatzzweck optimierten Bikes. In dieser Preisklasse fangen in der Regel auch für Vielfahrer wichtige Details an: Ein Rahmen in möglichst vielen Größen und Varianten etwa. Günstigere Modelle haben manchmal nur eine Einheitsgröße.

Tiefeinsteiger E-Bikes: Komfort und Sicherheit

Unter den verschiedenen Typen von e-Bikes stechen Tiefeinsteiger e-Bikes als besonders komfortable Begleiter im Alltag heraus: Sie bieten eine Vielzahl von Vorteilen und sind gerade für unsichere oder auch ältere Fahrer:innen eine willkommene Alternative im Straßenverkehr. Tiefeinsteiger e-Bikes zeichnen sich, wie der Name bereits vermuten lässt, durch ihre niedrige Rahmengestaltung mit einem tiefen Einstieg aus, die das Auf- und Absteigen erleichtert.

Da das Bein beim Aufstieg und Abstieg nicht so weit angehoben werden muss, ermöglicht der Tiefeinsteiger im Gegensatz zu herkömmlichen Bikes ein besonders komfortables Fahrerlebnis. Insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Gleichgewichtssinn ist dies daher als großer Vorteil zu betrachten.

Vorteile von Tiefeinsteiger E-Bikes:

  • Barrierefreiheit: Die niedrige Einstiegshöhe macht das e-Biken für Menschen jeden Alters und mit eingeschränkter körperlicher Verfassung zugänglich.
  • Komfort: Das Ein- und Aussteigen bei Tiefeinsteiger e-Bikes ist viel einfacher und erfordert weniger Anstrengung als bei herkömmlichen Fahrrädern.

Beispiele für Tiefeinsteiger E-Bikes:

  • Riese & Müller Nevo4: Der tiefe Einstieg bietet in Kombination mit dem stabilen Rahmen eine komfortable Fahrposition, die sowohl für kurze Ausflüge in die Stadt als auch für längere Touren optimal ist.
  • Specialized Turbo Como 4.0 IGH: Dieses gemütliche und komfortable Tiefeinsteiger e-Bike stärkt dein Selbstbewusstsein im Straßenverkehr.
  • Gazelle Arroyo C7+ HMB Elite: Weiterhin ist dieses Gazelle e-Bike mit einer Rücktrittbremse ausgestattet.
  • Kalkhoff Image Light: Das neue Kalkhoff Image Light bietet die perfekte Balance aus Alltagsnutzen und minimalem Gewicht.

Tiefeinsteiger e-Bikes sind eine ausgezeichnete Wahl für Fahrer:innen, die nach nach einer Mischung aus Komfort, Sicherheit und Barrierefreiheit suchen. Ihre niedrige Einstiegshöhe und komfortable Sitzposition machen sie besonders attraktiv für eine Vielzahl an Menschen: Seniorinnen und Senioren, Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Pendler:innen in städtischen Gebieten profitieren von diesem e-Bike Typen.

Kalkhoff Image 7+ Excite ABS: Sicherheit und Komfort vereint

Mit dem Image 7+ Excite ABS setzt der deutsche Traditionshersteller Kalkhoff auf reichlich Technik, viel Sicherheit und praktische Talente. Diese Kombination macht sich auch beim Preis bemerkbar.

Bereits 1927 hat Kalkhoff damit begonnen, Zweiräder zu bauen. Gegründet wurde das mittlerweile zur Focus & Kalkhoff Holding gehörende Unternehmen schon 1919. Eine Jahreszahl, auf die auf jedem Rahmen mit deutlich erkennbarem Stolz hingewiesen wird. Technisch und in Sachen Design sind die Produkte des mittlerweile größten Fahrradherstellers in Deutschland aber definitiv nicht von gestern.

Das zeigt auch das Image 7+ Excite ABS, das als klassisches Diamant- (also "Herren-")Rad und mit dem als "Wave"-Rahmen bezeichneten Tiefeinsteiger-Rahmen angeboten wird. Die Stabilität der ganzen Fuhre beeinträchtigt das fehlende Oberrohr kein bisschen. Dafür sorgt auch ein kleiner Bügel zwischen Unter- und Sattelrohr, der im Bedarfsfall auch als Handgriff für kurze Trage-Etappen gute Dienste leistet.

Der erste Eindruck nach der recht flinken Montage des im großen Pappkarton angelieferten Testgeräts: Ein schickes Pedelec, das in Diamondblack matt keinen modischen, sondern einen modernen und durchaus elegant-hochwertigen Eindruck macht. Alternativ wird das Image 7+ auch noch in Sagegreen matt angeboten. Die Federgabel mit 80 Millimeter Federweg stammt von SR Suntour, die 27 Zoll großen und komfortablen 55 Millimeter breiten Reifen liefert Schwalbe (Big Ben Plus), die Bremsscheibe vorne hat 203, die hinten 180 Millimeter Durchmesser. Vorne verhindert zudem ein Fahrrad-ABS von Bosch zuverlässig das Blockieren des Reifens.

Das ABS-System von Bosch

Der Praxis-Eindruck: Hat man mal die natürliche Scheu vor dem wirklich festen Zug am Bremshebel verloren, ist das ABS ein riesengroßer Fortschritt in Sachen Fahrsicherheit auch auf nassem oder losem Untergrund.

Motor und Leistung

Das heißt, dass der Motor ein maximales Drehmoment von 85 Newtonmetern (Nm) liefert und sich per App in seiner Kraftentfaltung in jeder der vier Unterstützungsstufen (Eco, Tour, Auto, Turbo) von ein wenig zurückhaltend bis leicht ungestüm variieren lässt. Ein angenehmes Detail, mit dem man den Zusatzschub ganz auf die geografischen und persönlichen Bedürfnisse hin abstimmen kann.

Das von Bosch ab dem Sommer 2025 angebotene Software-Update auf bis zu 100 Nm bleibt der Gen 4 allerdings verwehrt. Es ist der zum Testzeitpunkt aktuellen Evolutionsstufe mit der Bezeichnung Gen 5 vorbehalten.

Ein wirkliches Problem ist das definitiv nicht. Denn die gebotene Power reicht auch bei sehr steilen Auffahrten locker aus, der Wunsch nach noch mehr Unterstützung kam während der Testfahrten mit sehr wechselhafter Topografie eigentlich nie auf. Und noch ein Trostpflaster, falls das überhaupt nötig sein sollte: Die Beanspruchung der Hardware und der Stromverbrauch steigen natürlich mit dem höheren Drehmoment.

Akku und Reichweite

Der Akku liefert im Image 7+ Excite 750 Wattstunden (Wh). Er steckt hinter einer Plastikklappe im Unterrohr und ist etwas mühsam nach vorne entnehmbar, lässt sich allerdings auch direkt am Rad aufladen.

Konkrete Werte für die Reichweite anzugeben, wäre unseriös. Aber zumindest eine Hausnummer lässt sich nennen: In der norddeutschen Tiefebene und ohne Gegenwind sind im Modus Eco sicher um die 150 Kilometer drin. Wer in der Eifel oder im südbayerischen Voralpengebiet Höhenmeter sammelt, kann auch schon nach 60 oder 70 Kilometern zum Nachladen gezwungen sein.

Enviolo-Nabe und Riemenantrieb

Besonders interessant am Image+ ist die Kraftübertragung ans Hinterrad. Denn dafür haben die Cloppenburger neben einem leisen, sauberen und weitestgehend wartungsfreien Riemenantrieb eine Enviolo-Nabe gewählt. Die bietet eine stufenlose Übersetzungswahl ganz einfach per Drehgriff rechts.

Wie der Antriebsriemen ist auch die Enviolo-Schaltgruppe sehr wartungsarm, speziell im Vergleich zu herkömmlichen Kettenschaltungen. Allerdings ist sie auch deutlich teurer. Und im direkten Vergleich wirkt sie ein bisschen weniger dynamisch, so, als würde ein kleiner Prozentsatz der Antriebskraft in der Nabe versickern. Zum Sinn und Zweck des Kalkhoff-Alleskönners passt sie aber gut. Denn der ist eindeutig mehr auf ein Touren- als auf ein Sportrad ausgelegt, für mittlere bis lange Strecken im Alltag und in der Freizeit. Und gerne auch mit ordentlich Gepäck.

Gewicht und Zuladung

Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 170 Kilo übertrifft das Excite+ die meisten seiner Artgenossen - und je nach Einsatzzweck macht dieses Plus genau den Unterschied. Allerdings müssen Interessenten einkalkulieren, dass schon das leere Pedelec je nach Rahmengröße bis zu 32 Kilo wiegt. Für Mensch und Gepäck bleiben also noch 138 bis 140 Kilo übrig.

Feature Details
Motor Bosch, 85 Nm Drehmoment (bis zu 100 Nm per Software-Update)
Akku 750 Wh
Schaltung Enviolo-Nabe (stufenlos)
Bremsen Hydraulische Scheibenbremsen mit ABS (vorne)
Zulässiges Gesamtgewicht 170 kg
Gewicht (je nach Rahmengröße) bis zu 32 kg

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