Kalorienverbrauch beim schnellen Radfahren berechnen

Um möglichst viele Kalorien zu verbrennen, stellt sich die Frage: Laufen, Radfahren oder Schwimmen? Welche der drei Sportarten diesbezüglich die Nase vorn hat, hängt von der Intensität, der Dauer und dem Körpergewicht ab.

Kalorienverbrauch beim Laufen, Radfahren und Schwimmen

Ob Laufen mehr Kalorien verbrennt als Radfahren oder Schwimmen, hängt von einigen Faktoren ab. Laufen beansprucht möglicherweise besonders viele Muskeln - neben denen der Beine und des Gesäßes auch den Bauch, unteren Rücken und natürlich die Körpermitte (Core), ohne die beim Laufen keine Stabilität möglich ist. Beim Radfahren ist es ähnlich - mit dem Unterschied, dass das eigene Körpergewicht nicht getragen werden muss. Beim Kraulschwimmen sind Bauch und Beine ebenso gefordert, nicht nur die Oberkörpermuskulatur.

Neben der Anzahl beanspruchter Muskeln ist aber auch die Intensität, Dauer und das Körpergewicht entscheidend, will man die Frage nach der Sportart mit dem höchsten Kalorienverbrauch beantworten.

Weil bei der Frage, ob Laufen, Radfahren oder Schwimmen am meisten Kalorien verbrennt, vermutlich die meisten auf das Laufen tippen würden, haben wir unsere Berechnungen beim Laufen mit drei verschiedenen Geschwindigkeiten gemacht: 8, 10 und 12,5 km/h. Für einen Kilometer benötigt jemand, der 8 km/h läuft, über sieben Minuten - wir haben es mit einem gemütlichen Tempo zu tun. 10 km/h sind für viele Hobbyläufer eine erste große Schallmauer. 12,5 km/h kann als schnelles Laufen bezeichnet werden. Für diese Geschwindigkeit sind Training und viel Ausdauer erforderlich. Wer in dieser Geschwindigkeitsklasse läuft, hat eine Kilometerzeit von unter 5 Minunten, genauer gesagt 4:48 Minuten.

Beim Schwimmen lassen wir die Geschwindigkeit außen vor und knöpfen uns den Freistil (das Kraulen) vor. Der Kalorienrechner von FITBOOK stützt sich zur Ermittlung des Kalorienverbrauchs der einzelnen Sportarten auf den Datensatz des renommierten und von Sportwissenschaftlern empfohlenen, sogenannten „Compendium of Physical Activities“. Dieses enthält u. a. Daten über die beanspruchte Muskulatur.

Für unsere Rechenbeispiele legen wir zur Vergleichbarkeit eine Aktivitätsdauer von 60 Minuten zugrunde, was in allen drei Sportarten für eine große Anzahl an Hobbysportlern machbar sein dürfte.

Geht man davon aus, dass der Läufer oder die Läuferin in der Lage ist, eine Geschwindigkeit von 12,5 km/h zu halten, lautet die Antwort für alle vier Beispiel-Protagonisten: Ja. Schnelles Laufen hat die Nase eindeutig vorn beim Kalorienverbrauch, bei 60 Minuten Aktivität beträgt der Abstand zum sehr zügigen Radfahren über 100 Kalorien - für Frauen und Männer unterschiedlichen Alters. Man müsste also deutlich kräftiger in die Pedale steigen, um einen ähnlichen Kalorienverbrauch zu erzielen.

Aber: Unser Radfahrer nimmt es mit Läufern, die mit 8 bis 10 km/h unterwegs sind, locker auf. Beim Kalorienverbrauch läuft der schnelle Läufer auch dem Schwimmer davon: Ein Läufer, der 60 Minuten lang zügig unterwegs ist, verbrennt etwa 200 Kalorien mehr als der Schwimmer in dieser Zeit. Der Freistilschwimmer zieht aber nicht den Kürzeren, wenn man ihn mit einem gemütlichen Lauf bei 8 km/h vergleicht.

Vergleicht man Radfahren bei 26 km/h und Kraulen, liegt der Kalorienverbrauch beim Radfahren mit etwa 100 Kalorien bei 60 Minuten Aktivität etwas höher. Mitbedacht muss aber in beiden Fällen, dass die Intensität gesteigert werden kann - was auch den Kalorienbedarf erhöht. Also, ein guter Schwimmer zieht diesen Radfahrer locker ab, was die verbrannten Kalorien betrifft.

Wenn Sie jetzt noch wissen möchten, wie sich der Leistungsumsatz aus den genannten Aktivitäten auf Ihren individuellen Gesamtumsatz auswirkt, müssen Sie die Aktivitätskalorien mit dem Grundumsatz addieren (also die Menge an Energie, die der Körper unbedingt braucht, um auch im völligen Ruhezustand noch die lebenswichtigen Körperfunktionen wie Atmung und Stoffwechsel am Laufen zu halten). Der Grundumsatz orientiert sich an Gewicht, Größe, Alter und Geschlecht.

Um abzunehmen, müssten Sie ein Defizit zwischen Leistungs- und Grundumsatz erreichen. Das Zauberwort lautet: moderates Defizit. Dafür aber dranbleiben.

Fahrradfahren und Abnehmen

Wenn die Lieblingshose kneift oder der Zeiger auf der Waage immer weiter nach oben geht, entschließen sich viele zu einer Diät oder melden sich in teuren Fitnessstudios an. Dabei ließen sich die überschüssigen Kilos auch ganz einfach beim regelmäßigen Radfahren an der frischen Luft verbrennen. Es stärkt das Immunsystem, schont die Gelenke und verbraucht viele Kalorien. Schon 150 Minuten Bewegung pro Woche haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und beugen Krankheiten vor. Statt mit dem Auto oder dem Bus zur Arbeit zu fahren, lässt sich diese tägliche Strecke auch mit dem Rad zurücklegen. Dabei werden die Muskeln trainiert und Kalorien verbrannt. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung die ideale Abnehmstrategie.

Ausdauertraining fördert die Fettverbrennung. Mit dem Fahrrad lässt sich das Training individuell gestalten und ganz leicht an die eigenen körperlichen Voraussetzungen anpassen. Anfänger starten mit mäßigem Tempo auf längeren, einfachen Strecken ohne viele Steigungen. Fahrradfahrer, die schon etwas fitter sind, können mit dem Rad ein anspruchsvolles Intervalltraining auf abwechslungsreichen Strecken absolvieren. Dabei lassen sich beispielsweise schnelle Sprints oder Streckenabschnitte mit einer höheren Steigung mit entspannteren Passagen kombinieren.

Wichtig für eine optimale Fettverbrennung ist die Herzfrequenz. Mit ihr lässt sich der individuelle Fettverbrennungsbereich ermitteln. Der liegt zwischen 60 und 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz. Frauen rechnen dafür einfach 226 minus ihr jeweiliges Alter, Männer subtrahieren ihr Alter von 220. Mit einer entsprechenden smarten Trainingsuhr lässt sich der Puls ganz einfach überprüfen.

Berechnung Kalorienverbrauch beim Radfahren

Wie viele Kalorien beim Fahrradfahren tatsächlich verbrannt werden, lässt sich pauschal nicht sagen. Denn der Verbrauch richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren: dem eigenen Gewicht und Alter, der Herzfrequenz, dem Tempo und der Zeit, die gefahren wird. Dazu kommen noch weitere Faktoren wie die Wetterverhältnisse und die Schwierigkeit der Strecke. Bei Gegenwind und Steigung wird mehr Kraft aufgewendet und der Kalorienverbrauch steigt.

Im Vergleich zum typischen Bauch-Beine-Po-Training schneidet das Fahrradfahren gut ab: Eine durchschnittliche Frau mit einer Größe von 1,63 Metern und einem Gewicht von 70 Kilogramm verbraucht beim BBP-Work-out durchschnittlich 469 Kalorien. Ein durchschnittlicher Mann mit einer Körpergröße von 1,77 Metern und einem Gewicht von 85 Kilo etwa 548 Kalorien.

Draußen Fahrradfahren oder Ergometer?

Die Bewegungsabläufe sind beim Fahrradfahren an der frischen Luft und beim Indoor-Ergometer zwar gleich, aber haben sie auch denselben Effekt? Der Vorteil des Ergometers ist natürlich, dass Intensität und Kalorienverbrauch selbst beeinflusst werden können. Da das Ergometer exakt auf die individuellen Bedürfnisse und den eigenen Fitnessgrad eingestellt werden kann, ist das Training besonders schonend.

Allerdings gilt das auch, wenn Radfahrer die Outdoor-Strecken ihrem jeweiligen Level anpassen. So werden die Gelenke geschont und gleichzeitig Muskeln und Kondition aufgebaut sowie das Herz-Kreislauf-System trainiert.

Wer draußen Fahrrad fährt, sorgt außerdem für eine bessere Sauerstoffversorgung. Dies hilft bei der Fettverbrennung. Das Radfahren bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen stärkt zudem das Immunsystem. Ein weiterer Grund, nicht nur im Sommer das Fahrrad zu nutzen, ist die regelmäßige Aufnahme von Vitamin D.

Gerade im Herbst und Winter ist es wichtig, die Vitamin-D-Speicher regelmäßig aufzufüllen, da es das Immunsystem, den Knochen- und Muskelaufbau stärkt und präventiv gegen Demenzerkrankungen, Schlaganfälle sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen wirken kann.

Kalorienverbrauch beim E-Bike-Fahren

Fahrradfahren generell und E-Bike-Fahren im Speziellen tut unserer Gesundheit gut. In die Liste dieser Vorteile reiht sich ebenso der gesamte Komplex rund um den Gewichtsverlust, eine verbesserte allgemeine Fitness und gezieltes sportliches Training ein. Das Pedalieren auf dem E-Bike erfordert reichlich Energie. Diese stellt unser Körper bereits ab der ersten Pedalumdrehung bereit.

Faktoren, die den Kalorienverbrauch beim E-Biken beeinflussen

  • Motorunterstützung
  • Drehmoment
  • Fahrmodus
  • Gewicht des E-Bikes

Durch seine Unterstützung sorgt der Motor dafür, dass uns das Radfahren auf einem E-Bike weniger Energie kostet als auf einem herkömmlichen Fahrrad. Den größten Einfluss auf den Kalorienverbrauch beim Fahren mit dem E-Bike hat sicher der jeweilige Fahrmodus. Je niedriger die Stufe, desto mehr Kalorien verbraucht ihr. Während der Motor den Energieverbrauch beim E-Biken senkt, lässt ihn das höhere Gewicht des E-Bikes im Vergleich zu einem Fahrrad ohne E-Antrieb wiederum ansteigen. Die größere Masse erfordert eine höhere Leistung, um sie initial in Bewegung zu setzen und anschließend dort zu halten.

Wie man den Kalorienverbrauch beim E-Biken ermittelt

Sowohl beim Fahren mit einem herkömmlichen Fahrrad als auch mit einem E-Bike beeinflussen eine Vielzahl an Faktoren den Kalorienverbrauch. Daher fällt das Ermitteln eines exakten Wertes ausgesprochen schwer. Viele Quellen sprechen übereinstimmend von einer Marke von ungefähr 300 Kilokalorien, die im Laufe einer Stunde zusammenkommen. Erneut bezieht sich der Wert auf eine erwachsene Person. Canyon bemerkt, dass dabei stets auch das Körpergewicht der Fahrenden betrachtet werden müsse. So erreiche ein Mensch mit einem Körpergewicht von 90 Kilogramm diesen Wert deutlich leichter als eine leichtere Person.

Die Sportwissenschaft liefert auch etwas komplexere Formeln, die sich mit ein paar Erklärungen dennoch gut erschließen lassen. Gehen wir die einzelnen Faktoren kurz durch. Dauer in Minuten bezieht sich auf die ausgeübte körperliche Tätigkeit - in unserem Falle auf das E-Biken. Hinter dem MET-Wert verbirgt sich das Metabolische Äquivalent, auf Englisch Metabolic Equivalent of Task. Der MET-Wert drückt aus, wie viel Energie der Körper eines 40-jähriges Mannes mit einem Körpergewicht von 70 Kilogramm bei einer bestimmten körperlichen Tätigkeit aufwenden muss. Werte für ein Fahren mit dem E-Bike bei moderater Intensität liegen zwischen 3,7 und 8,5.

Der E-Bike-Hersteller Tenways hat für verschiedene Konstellationen drei Tabellen mit Beispielwerten berechnet.

Wer wissen möchte, wie stark der eigene Kalorienverbrauch genau in verschiedenen Szenarien schwankt, kann gern einen Selbstversuch starten. Dazu braucht ihr lediglich eine selbst gewählte Strecke, ein E-Bike und eine Möglichkeit, euren Kalorienverbrauch beim Fahren zu ermitteln. Sie gibt euch einen guten Anhaltspunkt für spätere Fahrten.

Energiequellen beim E-Biken

Die Energie, die das Fahren mit dem E-Bike erfordert, bezieht er primär aus zwei Quellen: aus Kohlenhydraten und aus Fetten. Den Energiewert beider geben wir in Kilokalorien (kcal) an. Beim aeroben Stoffwechsel wandelt unser Körper Stoffe in Energie um, während genügend Luft dafür bereitsteht. Fahrt ihr auf dem E-Bike und könnt euch entspannt dabei mit jemandem unterhalten, arbeitet euer Körper gerade aerob. Die Energie stammt dabei zu maximal 50 Prozent aus körpereigenen Fetten. Geht uns beim E-Bike-Fahren die Puste aus, sprich wird die Luft knapp, wechselt unser Körper vom vorwiegend aeroben auf den vorwiegend anaeroben Stoffwechsel. Unter dem Mangel an Sauerstoff bauen wir vorrangig Kohlenhydrate ab.

In der aeroben Zone können wir die damit verbundene körperliche Bewegung ausdauernd ausführen. Dafür braucht es keine riesigen Energiemengen. In der anaeroben Zone können wir uns dagegen nur deutlich kürzer aufhalten. Mit ein wenig Erfahrung kann man sich mit einem E-Bike ganz gezielt in beiden Zonen bewegen. An der Stelle hilft der Motor, um die Belastung wunderbar zu dosieren. Manchmal, indem ihr ihn zum Beispiel komplett ausschaltet.

Bereits die verschiedenen MET-Werte deuten an, dass der Kalorienverbrauch beim Fahren mit einem E-Bike keine feste Größe ist. Zu den effektivsten Drehschrauben in diesem Zusammenhang zählt die Veränderung der Geschwindigkeit.

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