Action-Cams sind robust und beliebt. Sie bewähren sich immer, wenn kleine und unkomplizierte Videokameras gefragt sind. Ob atemberaubende Aufnahmen beim Extremsport, spektakuläre Urlaubsvideos oder kreative Clips für Social Media - Kameras von GoPro, Insta 360 und DJI halten selbst die extremsten Bedingungen aus. Dank erstklassiger Bildqualität liefern sie beeindruckende Aufnahmen bei Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Skifahren oder Tauchen. Doch welches Modell ist die beste Wahl? Welche Unterschiede gibt es zwischen den Herstellern? Und worauf sollten Sie beim Kauf einer Action-Cam achten?
Action-Cams im Vergleich
Hier ist ein Überblick über einige der getesteten Action-Cams:
- GoPro Hero13 Black
- DJI Osmo Action 5 Pro Adventure Combo
- Insta360 Ace Pro
- Rollei Action One
- Somikon ZX-5437 (DV-950)
Klein, robust und leicht, aber trotzdem gut bedienbar und vollgestopft mit toller Technik? Alle Action-Cams müssen in der COMPUTER BILD-Redaktion und draußen in freier Wildbahn zeigen, was sie draufhaben.
Wichtige Testpunkte
Das sind wichtige Testpunkte:
- Maße und Gewicht: Je kompakter und leichter, desto besser! Gute Action-Cams sollten so klein sein, dass sie unterwegs auf dem Helm oder am Brustkorb nicht stören und in Filmpausen bequem in die Hosentasche passen. Die leichtesten Modelle wiegen gerade einmal knapp 100 Gramm.
- Wertigkeit und Verarbeitung: Da die Kameras Wasser, Schnee, Sand und Staub, aber auch extreme Temperaturen und Erschütterungen aushalten müssen, sind widerstandsfähige Materialien und gute Verarbeitung Pflicht. GoPro & Co. setzen auf robusten Kunststoff. Viele Action-Cams sind von Haus aus wasserdicht, andere macht erst ein separates Gehäuse fit fürs Tauchen.
- Bildqualität: Action-Cams sollen vor allem gute und wackelfreie Videos machen, aber auch für Fotos in ordentlicher Auflösung und natürlichen Farben sorgen.
- Audioqualität: Viele Videos überzeugen nur, wenn auch der dazugehörige Ton stimmt. COMPUTER BILD hört rein, welche Tonqualität die eingebauten Mikrofone liefern und ob es etwa störende Windgeräusche gibt.
- Bedienung: Viele Mini-Kameras kommen mit einem Touchscreen, über den sich verschiedene Einstellungen vornehmen und Aufnahmen starten lassen. Wichtig sind dann zusätzliche Bedienkniffe, etwa griffige Knöpfe, eine Fernbedienung, die Steuerung per Handy-App oder eine Sprachsteuerung.
- Konnektivität: Die Top-Modelle der Bestenliste verfügen über Wifi, um auch unterwegs Bilder und Videos direkt online hochzuladen. In einem Kartenschacht findet eine SD-Speicherkarte Platz, die den möglichst großen internen Speicher ergänzt. Fürs Aufladen braucht es bestenfalls USB-C-Anschluss oder Ladedock, zur Bildübertragung macht sich eine HDMI-Buchse bezahlt.
- Akkulaufzeit: Damit der Mini-Kamera unterwegs nicht die Puste ausgeht, sollte der Akku mindestens auf 1,5 Stunden Laufzeit kommen. COMPUTER BILD prüft die Angaben der Hersteller und sagt, welche Geräte beim gelegentlichen Fotografieren oder Dauerfilmen in 4K wie lange durchhalten.
Testsieger: GoPro Hero13 Black
Den Spitzenplatz im Test schnappt sich die GoPro Hero13 Black! Sie macht Fotos mit 23 Megapixeln, Videoaufnahmen sind bei 5,3K (5.312x2.988 Pixel) mit bis zu 60 fps (frames per second, Bilder pro Sekunde) und in 4K-Auflösung (3.840x2.160 Pixel) mit bis zu 120 fps möglich. Besonders gelungen ist der Bildstabilisator. Der korrigiert sehr wirksam ungewollte Bewegungen und Erschütterungen in den Aufnahmen. Zur Erstellung abwechslungsreicher Videos verfügt die Hero13 Black über zahlreiche Aufnahmemöglichkeiten. Neben Fotos mit Serienbildfunktion und Intervallaufnahmen bietet die Kamera für Videos Modi wie Zeitraffer, Zeitlupe und Videoschleifen.
Hinzu kommt eine Smartphone-App, mit der sich Aufnahmen schneiden und mit Musik unterlegen lassen. Das ist nicht unbedingt nötig, denn dem Gerät gelingen auch gute Tonaufnahmen. Wer Bilder und Videos umfangreicher bearbeiten will, benötigt ein optionales App-Abo. Die Akkulaufzeit beträgt bei Full-HD-Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde ausdauernde 164 Minuten. Preislich liegt die Kamera bei knapp 300 Euro (Preis zum Testzeitpunkt).
Weitere Top-Modelle
Neben der GoPro Hero13 Black gibt es noch weitere empfehlenswerte Action-Cams:
- DJI Osmo Action 5 Pro: Die Aufnahmequalität ist toll, der Ton überraschend klar und detailreich. Zudem überzeugen Qualitäten wie ein großer, interner Speicher, eine rasante Startzeit, das zweite Touch-Display an der Front oder eine Tauchfähigkeit von bis zu 20 Metern Tiefe ohne Zubehör.
- Insta360 Ace Pro 2: Die Unterschiede zwischen der Insta360 Ace Pro 2 und dem noch immer erhältlichen Vorgänger sind klein. Bei 8K-Auflösung sowie Active HDR und dem Nachtmodus geht die höchstmögliche Bildrate nach oben, bei den Einstellungen legt Insta360 ebenfalls nach. Zudem überzeugen der neue Mikrofonschutz unterhalb des Objektivs sowie die gute Akkulaufzeit im Stromsparmodus, auch wenn die Aufnahmemöglichkeiten dann recht begrenzt sind.
- Rollei Action One: Eine ideale Action-Cam für Hobbyfilmerinnen und -filmer, die sich schöne Bilder wünschen, ohne sich vorher stundenlang durch Menüs zu arbeiten. Rollei setzt auf wenige, aber sinnvolle Funktionen und Modi, abgerundet von einer einfachen App. Auch das 6-Achsen-Gyroskop zur Bildstabilisierung arbeitet zuverlässig.
- Somikon ZX-5437 (DV-950): Die ist weniger komplex und liefert passable Videos und hat deutlich mehr Zubehör im Lieferumfang.
Action-Cams auf dem Fahrradhelm: Was ist wichtig?
Mit einer Helmkamera kann man nicht nur beim Motorrad fahren, Skifahren, Snowboarden oder Skateboarden beeindruckende Bilder und Videos aufnehmen, auch beim Fahrradfahren kann eine Helmkamera imposante Videoaufnahmen einfangen. Die Helmkamera wird, wie der Name schon sagt, auf dem Helm montiert. Bei der Auswahl der richtigen Kamera, sollte man genau auf das Gewicht achten. Trägt man den Fahrradhelm für eine längere Zeit, kann sich eine schwere, an der Seite befestigte Helmkamera durchaus beim Tragen bemerklich machen.
Weitere Tipps für die Verwendung von Action-Cams auf dem Fahrradhelm:
- Akkulaufzeit: Wer umfangreiche Videoaufnahmen machen möchte und die Kamera nicht immer wieder ausschalten will, der sollte auf eine hohe Akkulaufzeit achten.
- Bedienbarkeit: Ist die Kamera am Helm und in der Halterung, sollte diese möglichst einfach und mit wenig Fingereinsatz gut zu bedienen sein.
- Halterung: Die Kameras werden mit spezifischen Halterungen befestigt. Die Halterungen können dabei festgeklemmt oder mit einem Riemen festgeschnallt werden. Die Halterung sollte nun so angebracht werden, dass die Kamera geradeaus zeigt und im richtigen Winkel filmt. Was die Halterung auch sein sollte, sturzfest!
- Speicherplatz: Da man nie weiß wann einem etwas Spektakuläres während der Fahrt passiert, wann man den Trick mit dem BMX oder MTB steht oder der Straßenverkehr eine Überraschung für einen bereithält, filmen viele Helmkamerabesitzer die ganze Zeit. Dies geht jedoch nur, wenn die Kamera ausreichend Speicherplatz hat bzw. die Speicherkarte ausreichen groß ist.
- Bildqualität bei Nacht: Die Mini-Kameras können wirklich atemberaubende Bilder aufnehmen. Oft ist dies aber nur bei ausreichender Belichtung der Fall und in der Nacht kommen viele Kameras an ihre Grenzen.
Alternativen zu GoPro
Mit ihrer Hero-Serie sind die Amerikaner auf dem weltweiten Markt robuster Cams für Outdoor-Action omnipräsent. Die HERO13 Black löst Videos bei 60 fps mit überragenden 5.3K auf. Bei der HERO13 sind das bei einem guten Angebot derzeit rund 300 Euro. Doch was können die günstigen Outdoor-Kameras für Mountainbiker, Skifahrer, Taucher & Co?
- Akaso Brave 4: Natürlich liefert sie 4K-Bilder und zeigt diese auf einem ordentlichen 2-Zoll-Touchdisplay an. Eine Bildstabilisierung soll vor allem bei sich schnell bewegenden Objekten wackelarme Aufnahmen sicherstellen. Das Gehäuse hält laut Hersteller dem Wasserdruck in bis zu 40 Metern Tiefe stand.
- Rollei 9s Plus: Neben einer kleinen Fernbedienung gehören eine Fahrrad- sowie Helmhalterung, mehrere Adapter, ein Unterwasserschutzgehäuse, ein wechselbarer Akku und ein Klettverschlussriemen zum Gesamtpaket. Die Action-Kamera selbst ist mit einem 2-Zoll-Display ausgestattet, das per Touchscreen bedient werden kann. Das Gerät verfügt über je eine Micro-USB und Micro-HDMI-Schnittstelle. Für Videoexperimente stehen Zeitraffer und Slow-Motion-Modus bereit. Ansonsten filmt die 9s Plus in vier Auflösungen bis 4K. Die maximale Akku-Laufzeit wird mit soliden 85 Minuten angegeben.
- GoXtreme: filmt im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Kameras "nur" mit 30 fps (Frames pro Sekunde) und das nicht einmal in 4K, sondern in HD-Qualität (1280 x 720 Pixel). Interpoliert, also durch mathematisch berechnete Zwischenbilder bei der Nachbearbeitung, erhöht sich die Auflösung laut Hersteller auf Full-HD. Das Display ist 2 Zoll (ca. 5 cm) groß und die Kamera kann per kostenloser App via WiFi mit einem Smartphone ferngesteuert werden. Das Gehäuse soll die Technik bis zu einer Wassertiefe von 30 Metern zuverlässig schützen.
- Lamax X9.2: filmt in 4K (bei 30 fps) und Full-HD Auflösung (bei 60 Bildern pro Sekunde). Der Hersteller hat ein 2 Zoll großes LCD-Display verbaut. Die Funktionen der Kamera können über eine Fernbedienung am Handgelenk angesteuert werden. Die mit H.265 kodierten Bild- und Videodaten können über die hauseigene App per WiFi auf diverse Endgeräte übertragen werden. Auch das Zubehör kann sich sehen lassen.
- WOLFANG GA100 Action Cam: Und die bietet im Großen und Ganzen alles, was die bereits vorgestellten GoPro Alternativen können. Sie filmt in 4K bei 30 Bildern pro Sekunden. Fotos hält sie mit einer maximalen Auflösung von 20 MP fest. Spannend: Der Hersteller packt ein externes Mikrofon dazu, das störende Nebengeräusche unterdrücken und den gewünschten Sound perfekt aufzeichnen soll.
Die besten Actioncams: Testsieger und Preistipp
Die beste Action-Cam am Markt ist derzeit die starke GoPro Hero13 Black. Wer weniger ausgeben will, greift zur günstigen Somikon ZX-5437 oder zur Rollei Action One, die schon für vergleichsweise wenig Geld eine ganze Menge Technik und Zubehör bietet.
Action-Cams: Häufig gestellte Fragen
- Welche Action-Cam macht die besten Fotos und Videos? Die beste Action-Cam kommt von GoPro. Mit der Hero13 Black gelingen knackscharfe und wackelfreie Videos, die die zuverlässige Bildstabilisierung zusätzlich glatt zieht. Ähnlich bildgewaltig ist nur die DJI Osmo Action 3 unterwegs.
- Welche Action-Cam taugt für Anfängerinnen und Anfänger? Alle GoPro und DJI-Modelle sind leicht zu bedienen und damit auch für Neulinge geeignet. Wer ins actiongeladene Filmen erst einmal hineinschnuppern will, greift zu günstigeren Geräten, etwa von Rollei und Easypix/GoXtreme.
- Wie erkenne ich eine gute Action-Cam? Wichtig sind ein robustes Gehäuse, eine ordentliche Akkulaufzeit und je nach geplantem Einsatzgebiet passendes Zubehör. Beim Filmen sollte mindestens HD-, besser 4K-Auflösung zum Einsatz kommen. Bei viel Action sorgt obendrein eine zuverlässige Bildstabilisierung für ruhige und wackelfreie Bilder.
- Was kostet eine gute Action-Cam? Wer in 4K und wackelfrei filmen will, muss mindestens 300 bis 400 Euro hinblättern. Auch günstigere Action-Cams machen Freude, sparen aber in der Regel bei Akkulaufzeit und Bildstabilisierung oder verzichten auf Farbdisplay und Handy-App.
- Welche Action-Cam-Hersteller gibt es? GoPro ist der Marktführer und hat die besten Cams im Sortiment. Auf Augenhöhe: DJI mit seiner Osmo Action 3.
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