Mit einem E-Bike seid ihr flott unterwegs - so lange der Akku mitmacht. Doch was ist, wenn der Akku leer ist?
Grundsätzliches zum Fahren ohne Akku
Euer E-Bike unterstützt euch beim Radeln, aber ihr müsst diese Hilfe nicht annehmen. Ihr entscheidet selbst, ob und wie stark euch der Motor unterstützen soll. Deshalb fährt das E-Bike auch ganz ohne oder mit einem leeren Akku.
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, mit einem entladenen Akku weiterzufahren oder mit ausgebautem Akku das E-Bike zu nutzen. Ist der Akku leer, kann man auch ohne Unterstützung weiterfahren. Das Rad lässt sich weiterhin treten und nur ein bestimmter Prozentsatz gehen beim Treten in das Getriebe des Motors verloren.
Schaltet ihr den Motor hingegen ab, wird auch das Treten einfacher. Wer gerne weite Strecken fährt, sollte weitere Strecken gut geplant werden, um einen leeren Akku zu vermeiden.
Worauf solltet ihr achten, wenn ihr ohne Akku unterwegs seid?
Ein E-Bike bringt deutlich mehr Gewicht auf die Waage als ein normales Rad. Das bedeutet, dass ihr ein schwereres Fahrrad durch die Gegend bewegen müsst und entsprechend mehr Kraft braucht. Gerade bei stärkeren Steigungen macht sich das bemerkbar. Ein E-Mountainbike wiegt ca. 24 kg inkl. Akku.
Wenn ihr vorhabt, euren Akku nicht zu benutzen, lasst ihn besser zu Hause. So spart ihr bis zu vier Kilogramm Gewicht ein. Der Akku selbst wiegt um die 3 kg. Wenn ihr öfter ohne Akku fahren wollt, ist es von Vorteil, sich ein Bike zu kaufen, das einen möglichst leichten Rahmen hat.
Allerdings musst du extra viel Kraft aufbringen, ein E-Bike mit ausgeschaltetem Motor zu fahren, denn sie wiegen in der Regel mehr als 20 kg. Diese ohne motorisierte Unterstützung zu bewegen, ist daher viel anstrengender als bei einem gewöhnlichen Fahrrad. Daher empfehlen wir bei Radtouren ein E-Bike mit Akku zu fahren.
Wenn du dich jedoch doch mal dazu entscheiden solltest (oder der Akku unerwartet früh seinen Geist aufgibt) ohne Motorunterstützung zu fahren, nimm den Akku vor der Fahrt raus. Dadurch gibt es keine Rückgewinnung und die Fahrt ist weniger anstrengend. Sorge trotzdem lieber dafür, dass dein Akku immer gut aufgeladen ist und entscheide dich bei der Anschaffung eines E-Bikes oder Hybrid E-Bikes für ein Modell mit einer hohen Reichweite.
Weitere Aspekte beim Fahren ohne Akku:
- Schwerer Pedalaufwand: Ein E-Bike ohne Akku ist viel schwerer als ein normales Fahrrad, da der Akku und der Motor ein erhebliches Gewicht ausmachen.
- Keine Motorunterstützung: Ohne Akku funktioniert der Motor nicht, und es gibt keine Unterstützung beim Treten des Fahrrads.
- Bremsen: Das Fahren ohne Motorunterstützung kann auch Auswirkungen auf die Bremsen haben, insbesondere wenn Sie zuvor an das Bremsen mit der Motorunterstützung gewöhnt waren.
- Geschwindigkeit: Das Fahren ohne Motorunterstützung bedeutet, dass Sie langsamer fahren werden als mit Unterstützung.
Was ist beim erneuten Einsetzen des Akkus zu beachten?
Habt ihr den Akku ausgebaut und seid im Regen ohne Akku unterwegs gewesen, achtet beim nächsten Einsetzen unbedingt darauf, dass die Kontakte trocken und sauber sind. Sind sie nass geworden, funktioniert euer E-Bike vielleicht nicht richtig. Das gilt auch, wenn ihr euer E-Bike gewaschen habt.
Nimmt der Akku Schaden, wenn er leergefahren wird?
Achtet darauf, dass der Akku nicht tiefenentladen wird. Es sollten wenigstens zwei Prozent Restenergie vorhanden sein. Eine Tiefenentladung kann dem Lithium-Ionen-Akku schaden. Im schlimmsten Fall beginnt der Akku beim nächsten Aufladen zu brennen.
Bei den meisten modernen E-Bikes ist das kein Problem, denn das System ist so ausgelegt, dass es sich bei einem extrem niedrigen Ladestand abschaltet, um die Elektronik vor Schäden zu schützen.
Lässt sich die Reichweite des Akkus erhöhen?
Je mehr Kraft ihr selbst aufwendet, desto weniger Energie verbraucht der Akku. Außerdem arbeiten manche E-Bike-Motoren mit Rekuperation. Dabei erzeugt ihr durch das Treten in die Pedale Energie, die in den Motor fließt und das E-Bike beim Fahren auflädt.
Durchschnittlich kann man mit einem E-Bike-Akku ca. 60 - 80 km Reichweite erreichen, je nach Modell. Tipp: Schon eine geringe Motorunterstützung hat eine große Wirkung. Am besten nehmt ihr den Akku mit und stellt auf die niedrigste Stufe eine. In den meisten Fällen ist das der Eco-Modus. So wird die Batterieleistung extrem eingespart und die Fahrt macht wieder Spaß.
Die meisten E-Bikes besitzen viele verschiedene Modi von Turbo bis Eco. Schaltet doch mal einen Gang runter und verlängert die Akkulaufzeit enorm.
Hybrid E-Bike als Alternative?
Ein Hybrid E-Bike, auch Touren- oder Trekking E-Bike genannt, ist genau das, wonach es klingt - eine Kombination aus einem E-Rennrad und einem E-Mountainbike. Hybrid E-Bikes sind eine der neuesten Entwicklungen auf dem Markt der Pedelecs und E-Bikes und bieten alle Vorteile eines Allrounders, der sich perfekt für die unterschiedlichsten Geländeformen eignet.
Was ist der Unterschied zwischen einem Hybrid E-Bike und einem normalen E-Bike?
E-Bikes und Hybrid-Elektrofahrräder sehen ähnlich aus und funktionieren auch ähnlich. Beide Arten von Fahrrädern sind mit Pedalen und Elektromotoren ausgestattet. Allerdings gibt es auch Unterschiede zwischen beiden Arten:
Ein Hybrid E-Bike ist ein flexibles E-Bike, mit dem du sowohl im Gelände als auch auf asphaltierten Straßen fahren kannst. Ein Trekking E-Bike oder Hybrid E-Bike ist ein echter Allrounder. Sie sind schwerer und somit auch stabiler als E-Bikes.
Ihre bequemen, leicht nach vorne geneigten Sitze ermöglichen es dir, mehr Kraft auf dein Fahrrad auszuüben. So macht dir der Gegenwind weniger zu schaffen. Dank der breiteren Reifen kannst du auch Strecken im Gelände problemlos bewältigen.
Herkömmliche E-Bikes sind in der Regel leichter und sportlicher als Hybridmodelle. Sie haben mehr Gänge, um die Geschwindigkeit zu erhöhen und den Tretwiderstand beim Bergauffahren zu verringern. Der leichte Rahmen erleichtert die Lagerung und den Transport in Fahrzeugen. Außerdem kannst du damit schneller fahren und du verbrauchst weniger Energie beim Treten.
Solltest du also lieber Fahrradtouren im Gelände machen wollen, ist ein Trekking bzw. Hybrid E-Bike wohl die bessere Wahl für dich, da es stabiler ist und mit seinen breiteren Reifen mehr Grip im Gelände hat. Für (Arbeits-)wege durch die Stadt ist das leichtere, wendigere E-Bike besser geeignet, da du schneller in Fahrt kommst und das E-Bike durch seinen leichten Rahmen einfacher verstauen kannst.
E-Bike ohne Akku dank Superkondensatoren?
Ein E-Bike ohne Akku, das nie an die Steckdose muss? Genau das verspricht das Pi-Pop. Dank Superkondensatoren speichert es die Energie aus der Tretbewegung und gibt sie bei Bedarf wieder ab.
Das französische Start-up Pi-Pop rund um Adrien Lelièvre verfolgt einen ganz besonderen Ansatz, wenn es um Fahrräder und E-Bike-Technologie geht. Konkret heißt das: Beim Treten auf gerader Strecke, beim Bremsen oder beim Bergabfahren wird überschüssige Energie gespeichert. Sobald der Fahrer Unterstützung benötigt - etwa beim Anfahren oder Bergauffahren - gibt das System die gespeicherte Energie automatisch wieder ab.
Ein großer Vorteil dieser Technologie sei die hohe Lebensdauer, so der Hersteller aus der Region Centre-Val de Loire. Ein weiterer Vorteil des batterielosen Konzepts: Es werden weder Lithium noch Kobalt benötigt, was das Pi-Pop umweltfreundlicher und konfliktarmer macht. Da die Superkondensatoren laut Hersteller nicht entflammbar sind, bestehe auch keine Gefahr von Batteriebränden, die bei Lithium-Ionen-Akkus immer wieder ein Thema sind.
Superkondensatoren speichern zwar Energie, erreichen aber bei weitem nicht die Kapazität von Lithium-Ionen-Akkus. Bei langen Touren oder dauerhaft hohen Geschwindigkeiten könnte das Pi-Pop also schnell an seine Grenzen stoßen.
Im Online-Shop des Herstellers ist das Pi-Pop der dritten Generation mit Aluminiumrahmen ab 2.690 Euro erhältlich. Es wiegt 22,5 kg und ist mit einem Aikema-Motor mit 50 Nm Drehmoment ausgestattet.
E-Bike Testcenter finden
Du bist dir noch nicht ganz sicher, ob ein Hybrid E-Bike oder ein herkömmliches E-Bike besser zu dir passt? Komm einfach in einem unserer vielen E-Bike Testcenter oder Fahrradgeschäfte vorbei und probiere unsere Modelle kostenlos aus. Dann kannst du den Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Hybrid E-Bike selbst feststellen. Außerdem kannst du dich auf eine tolle, individuelle Beratung unserer Experten freuen, sodass du sicher die richtige Wahl für dich und deine Fahr-Bedürfnisse triffst.
Verwandte Beiträge:
- Mopedführerschein: Ab wann und wie? Altersgrenze & Ablauf
- Wie schnell darf ein Moped fahren? Geschwindigkeitsbegrenzungen & Infos
- Motorrad fahren: Mindestalter, Führerschein & Tipps
- MotoGP Live sehen: Alle Streaming- & TV-Anbieter im Vergleich
- Rennrad mit Scheibenbremse: Vorteile, Modelle & Kaufberatung
- Ducati Desert X Kofferträger im Test: Ultimatives Zubehör für grenzenlose Reisetauglichkeit!
Kommentar schreiben