Karten für Radfahrer: Arten und Unterschiede

Wenn man Rad fährt, bewegt man sich auf einer Vielzahl unterschiedlicher Arten von Wegen, auf denen jeweils eigene Regeln gelten. Generell gilt: Fahrräder gehören auf die Fahrbahn - genau wie andere Fahrzeuge. Lediglich Kinder unter acht Jahren müssen auf dem Gehweg fahren.

Es gibt jedoch einige Ausnahmen und Sonderregelungen für Fahrräder. Diese 9 Radwege-Arten sollte man kennen:

1. Radfahrstreifen

Radfahrstreifen sind Radwege, die auf der Fahrbahn angelegt sind. Sie sind mit einem durchgezogenen weißen Strich gekennzeichnet. Diese Streifen sind benutzungspflichtig für Radfahrerinnen und Radfahrer, dürfen nur in Fahrtrichtung befahren werden und sind durch ein Radweg-Verkehrszeichen gekennzeichnet.

Mit dem Auto darf die weiße Linie nicht überfahren werden und auch das Parken und Halten auf den Radfahrstreifen ist nicht zulässig. Da die Radfahrstreifen nicht als Teil der Fahrbahn gelten, müssen Autofahrer beim Überholen auch keine 1,5 bzw. zwei Meter Mindestabstand halten.

Deshalb gibt es zusätzlich die Sonderform des „Geschützten Radfahrstreifens“. Diese Idee stammt aus den USA. Dabei wird ein farblich markierter Radfahrstreifen durch Anpflanzungen, Poller oder Leitplanken von der Fahrbahn nochmals getrennt, was das subjektive Sicherheitsgefühl auf dem Rad verbessert.

2. Radweg - baulich getrennt

Ein baulich getrennter Radweg ist meist durch den Bordstein oder einen Grün- bzw. Parkstreifen von der Fahrbahn und vom Gehweg abgehoben. Zur besseren Visualisierung kommt beispielsweise ein anderer Untergrundbelag zum Einsatz. Der Radweg ist einseitig in Fahrtrichtung zu befahren, außer wenn durch ein Schild das Fahren entgegen der Fahrtrichtung freigegeben ist.

Aber: Ein baulich getrennter Radweg muss nicht zwangsläufig befahren werden. Erst ein Schild (Radweg Z 237, getrennter Rad- und Fußweg Z 241, gemeinsamer Rad- und Fußweg Z 240) macht den Radweg auch benutzungspflichtig.

Ist kein Schild angebracht, darf man selbst entscheiden, ob man mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn oder dem Radweg fahren möchte. Auch wenn der benutzungspflichtige Radweg durch einen Gegenstand, zum Beispiel ein parkendes Auto, versperrt oder im Winter nicht geräumt ist, darf man auf die Fahrbahn - und nicht auf den Gehweg - ausweichen.

3. Schutzstreifen

Schutzstreifen, auch als Angebotsstreifen oder Suggestivstreifen bezeichnet, sind ebenfalls auf der Fahrbahn aufgemalt, jedoch nicht mit durchgezogenen, sondern mit gestrichelten Linien gekennzeichnet. Autos dürfen deshalb bei Bedarf, zum Beispiel um dem Gegenverkehr auszuweichen, die Linie überfahren. Allerdings mit der Einschränkung, dass der Radverkehr nicht beeinträchtigt wird.

Beim Überholen von Fahrrädern muss der Mindestabstand eingehalten werden. Auf dem Schutzstreifen darf zudem nicht mit einem Kfz oder Lkw gehalten oder geparkt werden - auch nicht zum Be- und Entladen. Eine Benutzungspflicht des Schutzstreifens gibt es zwar nicht, allerdings kann eine Strafe wegen Missachtung des Rechtsfahrgebots drohen, wenn man den Streifen nicht benutzt.

4. Pop-up-Radweg (Pop-up-Bike-Lane)

Bei einem Pop-up-Radweg handelt es sich eigentlich um eine temporäre Fahrradinfrastruktur. Für eine kurze Zeit werden in einer Stadt abgetrennte Fahrradstreifen auf der Fahrbahn angelegt, die zeigen sollen, wie sich die Infrastruktur zum Positiven verändert, wenn der Radverkehr mehr Platz bekommt.

Die Idee stammt ebenfalls aus den USA, wo es weniger rechtliche Hürden bei der Errichtung von Fahrradinfrastruktur gibt. In Deutschland bekamen die Pop-up-Radwege 2020 erstmals erhöhte Aufmerksamkeit, als in Berlin erste temporäre Fahrradstreifen eingerichtet wurden.

5. Fahrradstraße

Bei einer Fahrradstraße handelt es sich um einen Bereich, in dem der Radverkehr Vorrang genießt. Im Gegensatz zum Radweg ist dabei die komplette Fahrbahn für den Radverkehr vorgesehen. Weitere Verkehrsteilnehmerinnen und -Teilnehmer sind offiziell nicht zugelassen, es sei denn, ein Verkehrszeichen gibt die Straße für zum Beispiel für Kfz frei. Dem Radverkehr ist dann weiterhin Vorrang zu gewähren und sich an die gängigen Regelungen zu halten.

Dazu zählen u. a. eine Regelgeschwindigkeit von maximal 30 km/h sowie, dass Fahrräder nebeneinander fahren dürfen. Allerdings: Kinder unter acht Jahren müssen auch in einer Fahrradstraße auf dem Gehweg fahren.

6. Fahrradzone

Fahrradzonen stellen eine flächenmäßige Erweiterung der nur streckenmäßig anzuordnenden Fahrradstraßen dar. Sie können von Kommunen ähnlich wie Tempo-30-Zonen eingerichtet werden, dürfen sich jedoch nicht mit Tempo-30-Zonen überschneiden. Sie werden meist für Nebenstraßen eingerichtet und dienen dazu, die Sicherheit für Fahrräder in einem größeren Bereich zu erhöhen.

7. Radschnellweg

Die Wege dienen dazu, Radverkehr möglichst kreuzungs- und ampelfrei über längere Distanzen auf direkten Strecken zu ermöglichen. Sie werden deshalb gerne auch als „Radautobahnen“ betitelt, weil sie zudem möglichst breit angelegt sein sollen, damit man mit dem Fahrrad auch problemlos überholen kann. Radschnellwege sind separiert von Kfz- und Fußverkehr angelegt und alleinig Fahrrädern vorbehalten.

8. Freigegebener Gehweg

Wenn es durch ein spezielles Zusatzschild „Radfahrer frei“ gekennzeichnet ist, darf man hier mit dem Rad auch auf dem Gehweg fahren. Das ist jedoch mit Verhaltensregeln verbunden: So muss möglichst Schrittgeschwindigkeit gefahren und Fußgängern Vorrang gewährt werden. Es besteht keine Benutzungspflicht, weshalb man selbst entscheiden kann, ob man den Gehweg oder die Fahrbahn nutzen will.

Deshalb ist die Regelung in erster Linie dazu gedacht, an stark frequentierten Straßen eine Alternative zur Fahrbahn für zu bieten, falls man sich mit dem Rad zwischen den motorisierten Fahrzeugen unsicher fühlt.

9. Freigegebene Einbahnstraße

Immer häufiger werden Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung für Fahrräder freigegeben und somit eine bessere Verkehrsführung für den Radverkehr erreicht. Gegenseitige Rücksichtnahme ist hier erforderlich. Außerdem ist eine Geschwindigkeit von max. 30 km/h zu empfehlen.

Zusätzlich ist eine Freigabe für den Radverkehr auch bei sogenannten „unechten Einbahnstraßen“ möglich.

Die besten Fahrrad-Apps: Navigation, Tracking und Training für Radfahrer

Fahrrad- und E-Bike-Apps haben das Radfahren in den letzten Jahren grundlegend verändert. Ob zur Navigation, zur Aufzeichnung von Fahrten oder zur Leistungsanalyse, für nahezu jeden Zweck gibt es heute eine passende Anwendung. Die Anforderungen an Fahrrad-Apps sind so vielfältig wie ihre Nutzer: Pendler brauchen einfache, zuverlässige Navigation, idealerweise mit Integration in bekannte Kartendienste wie Google Maps.

Sportlich orientierte Fahrer legen Wert auf präzises Tracking von Geschwindigkeit, Höhenmetern und Leistungsdaten. Ein gezielter Vergleich hilft, die App zu finden, die den eigenen Bedürfnissen am besten entspricht. Fahrrad-Apps erleichtern die Navigation, bieten Routenempfehlungen, ermöglichen detailliertes GPS-Tracking und helfen bei der Trainingsplanung.

Viele Anwendungen funktionieren auch offline, was ein großer Vorteil bei Touren in Gebieten mit schwachem Netz.

Arten von Fahrrad-Apps:

  • Navigations-Apps: Diese unterstützen bei der Routenplanung und bieten oft sprachgeführte Navigation.
  • Tracking-Apps: Diese zeichnen Fahrtdaten wie Geschwindigkeit, Distanz und Höhenmeter auf.
  • Trainings-Apps: Diese bieten strukturierte Trainingspläne und helfen bei der Leistungsanalyse.

Drei der besten Fahrrad-Apps im Vergleich:

  1. Komoot: Eine der beliebtesten Fahrrad-Apps für Tourenfahrer, Trekkingradler und Mountainbiker.
  2. Strava: Eine Tracking-App mit Fokus auf Leistung, Wettbewerbe und Community-Vergleiche.
  3. Bikemap: Punktet mit weltweiter Abdeckung und über 11 Millionen Fahrradstrecken.

Viele moderne Fahrrad-Apps sind mit GPS-Fahrradcomputern kompatibel. Besonders Komoot und Strava bieten Schnittstellen zu Geräten von Garmin, Wahoo, Bryton und anderen Herstellern. Nicht alle Apps unterstützen diese Funktion - vor allem reine Smartphone-Apps verzichten oft auf Geräteschnittstellen.

Die richtige App hängt stark vom Einsatzzweck ab. Zuverlässige Navigation (inkl. Ob Training, Navigation oder Entdeckungstour, für jeden Radfahrer gibt es die passende App. Während Strava die richtige Wahl für Leistungsorientierte ist, überzeugt Komoot mit detaillierter Routenplanung. Wer regelmäßig unterwegs ist, profitiert besonders von Premium-Funktionen und Geräteschnittstellen.

Top-Apps im Überblick:

  1. Komoot

    Komoot vereint ein Navigationssystem für Radfahrer mit einem Tourenplaner. Anhand von Parametern wie Ihrer Kondition, der gewünschten Dauer und der Distanz stellen Sie zeitnah und problemlos Ihre Wunsch-Fahrradroute zusammen.

    Die App bietet Ihnen die Möglichkeit, die Wunschregion selbst auszuwählen. Die erste ausgewählte Region erhalten Sie kostenlos. Durch das Hinzufügen weiterer Regionen entstehen Ihnen Kosten von jeweils 3,99 Euro.

    Sehr interessant ist die Community-Funktion. Diese wird derzeit von rund 17 Millionen Nutzern weltweit verwendet.

  2. Naviki

    Ähnlich wie Komoot ist Naviki zur Routenplanung geeignet. Dabei punktet die Anwendung sowohl mit Strecken für Alltagsfahrten als auch mit spektakulären Freizeit- und Sporttouren und weist Ihnen per Sprachnavigation den gewünschten Weg.

    Die einzelnen Karten lassen sich kostenpflichtig offline abspeichern, sodass Sie unterwegs keine Internetverbindung benötigen.

    Die App bietet individuelle Routen unter Berücksichtigung von Fahrradwegen, Straßenbelägen sowie ein Höhenprofil. Außerdem gibt es eine Funktion zur Aufzeichnung von Fahrten und Synchronisierung mit der Naviki-Cloud.

    Die Naviki App ist unter Einsatz von Werbung und reduziertem Funktionsumfang kostenfrei nutzbar. Für den vollständigen Zugriff auf alle Funktionen gibt es kostenpflichtige Optionen. Das monatliche Abonnement kostet 3,50 Euro oder 28 Euro im Jahr.

  3. Google Maps

    Google Maps ist als Routenplaner für Ihre Fahrradtour ideal. Wählen Sie einfach das Fahrradsymbol in der Auswahl Ihrer Route aus und geben Start- und Zielpunkt ein. Google liefert Ihnen innerhalb weniger Sekunden verschiedene Routen, die für Sie in Betracht kommen können.

    Maps zeigt Ihnen vorab die Navigationsanweisungen in Textform an und informiert Sie darüber, wie eben die Strecke ist. Die Nutzung von Google Maps ist kostenlos.

Tourenplanung Digital

Sicher, Routenplaner per se sind keine brandneue Erfindung. Wir nutzen sie unter dem Kürzel Navi im Auto seit Jahrzehnten. Daher scheint es, als sei die Erschaffung eines speziellen Routenplaners für Radfahrer keine große Sache. Aber leider funktioniert es nicht, das Autokonzept eins zu eins zu adaptieren. Oder besser gesagt, es ergibt keinen Sinn. Denn als Rennradfahrer will man im seltensten Fall auf dem schnellsten Weg von A nach B gelangen, sondern eher auf dem ruhigsten, flachsten, steilsten oder schönsten - je nach Geschmack und Anspruch.

Dazu braucht es zahlreiche sportspezifische Präferenzen im Planer und eine ausgefuchste Programmierung. Ihre Algorithmen arbeiten dazu aber nicht nur auf Basis der reinen kartografischen Informationen über die Beschaffenheit der Verkehrswege, sondern orientieren sich zusätzlich an den beliebtesten Strecken ihrer Nutzer, der sogenannten Community. Mit jeder hochgeladenen Tour wird dieser Fundus größer und besser. Auf diese Weise sammeln sich mit der Zeit große Mengen an GPS-Daten an, die klar zeigen, wo orts­kundige Rennradler gerne entlangfahren.

Die weiteren Vorteile der digitalen Tourenplanung liegen auf der Hand. Bei jedem Klick, mit dem der Track weitergeführt wird, aktualisiert das Programm die bis dahin zurückgelegte Streckenlänge auf den Meter genau. Ein Höhenprofil können die Planer ebenfalls sofort erzeugen, auch wenn dieses nicht zu 100 Prozent der Realität entspricht. Alle diese Daten helfen dem User dabei, die Tour zu seiner Leistungsfähigkeit ins Verhältnis zu setzen.

Radkarten - Was Können Sie Leisten?

Für die, die nicht nur aufs Geratewohl losfahren wollen, die sich nicht nur auf die - oft fehlende oder mangelhafte - Beschilderung verlassen wollen, bleibt oft nur der Blick auf eine Karte. Das Angebot an Radwanderkarten wächst ständig. Für Stadt und Land, für Alltag und Freizeit: Für viele Nutzungsbereiche gibt es mittlerweile Karten, die auf den besonderen Bedarf der Radfahrer ausgerichtet sind oder sein wollen.

Unterschiedliche Maßstäbe Bieten Verschiedene Möglichkeiten

Das Bild der Radfahrer ist bunt: Anfänger, Kinder, Ältere, Durchschnittsfahrer, Gruppen, aber auch schnelle Fahrer, Urlauber, Kuriere. Der Bürger, der sein Hollandrad an fünf Sonntagen des Jahres aus dem Keller holt und gemütlich durch die Lande radelt, hat ein ganz anderes Interesse, als die Bikerin, die ihr 5000 €-Rad durch den Dschungel einer unserer Großstädte lenkt.

1. Radfahrerstadtpläne (1:5.000 bis 1:25.000)

Solche großmaßstäbigen Stadtkarten dienen der Orientierung im engsten Einzugsraum. Denn auch der Alltagsradfahrer kann nicht alle Ecken seiner Stadt kennen. Der Radfahrerstadtplan liefert neben einem vollständigen Straßenverzeichnis auch wichtige Informationen zur Routenwahl des Radfahrers: schnelle Velorouten für den einen, ruhige und grüne Routen für den anderen, für KFZ verschlossene Abkürzungen für alle.

2. Radwanderkarten (1:50.000 bis 1:75.000)

Radwanderkarten werden in erster Linie für die Freizeit konzipiert. Sie können eine Fläche von etwa 50 x 60 Kilometer abdecken und sind daher für die meisten Wochenend- und Feierabendtouren ausreichend. Sehenswürdigkeiten, Rastplätze, Topografie sind deutlich aus der Karte zu entnehmen, teilweise aber auch Tourenvorschläge, Verkehrsbelastungen, Fahrbahnqualität etc.

3. Radtourenkarten (1:100.000 bis 1:200.000)

Karten dieses Maßstabs sind touristisch orientiert. Sie sind für Langstreckenradler gemacht, verzeichnen daher z.B.

Bayernnetz Für Radler

Das Bayernnetz für Radler (BfR) ist ein landes­weites Fernrad­routen­netz mit derzeit etwa 125 Themen­routen und einer Gesamt­länge von ca. 9.000 km in ganz Bayern. Für die Strecken, die zum Bayernnetz für Radler gehören, gelten einheitliche Qualitäts­kriterien. Eine durchgehende Wegweisung entlang der Strecken und Informations­tafeln an zentralen Punkten sorgen für eine gute Orientierung.

Radfahrerinnen und Radfahrer können die kostenfreie Fahrradkarte des Bayernnetz für Radler in Papier und online benutzen. Im Internet können alle Routen und viele weitere Informationen wie Höhen­profile, Sehens­würdigkeiten, ÖPNV-Verknüpfungs­punkte etc. abgerufen werden. Ergänzt wird das Angebot durch einen Radrouten­planer sowie der zugehörigen Routing-App.

Die App ermöglicht auch von unterwegs Zugriff auf alle wichtigen Informationen.

ADFC-Radtourenkarte

Die ADFC-Radtourenkarte ist mit über zwei Millionen Exemplaren die meistverkaufte Fahrradkarte der Welt. Die 38 einzelnen Kartenblätter decken das gesamte Bundesgebiet ab. Jedes Kartenblatt umfasst ein Gebiet von gut 130 mal 160 Kilometern. Die gesamte Kartenfläche ist für die Nutzung von GPS aufbereitet. Das Grundgerüst bilden die beschilderten, überregionalen Radfernwege. Regionale Radwege und zum Radfahren geeignete verkehrsarme Strecken ergänzen das Netz.

Die Karten zeigen, wie die Wege beschaffen sind, die Höhe der Verkehrsbelastung und mit welchem Gelände zu rechnen ist. Die ADFC-Regionalkarten sind die perfekten Radwanderkarten für Tagesausflug und Wochenendtour im Maßstab 1:50.000 oder 1:75.000. Sie sind leicht lesbar und enthalten alle Radfernwege einer Region.

Vom ADFC empfohlene Radrouten sind extra hervorgehoben. Alle ADFC-Karten gibt es auch als App für iPhone, iPad und Android-Smartphones und Tablets in den jeweiligen Stores. Die Karten werden als digitale Rasterkarten angezeigt samt der eigenen GPS-Position.

VeloMap Für Garmin GPS Empfänger

Wenn es um Karten für den Garmin GPS Empfänger geht, landet man ganz schnell beim OpenStreetMap Projekt. Die Daten sind frei (kostenlos) erhältlich und werden in vielen verschiedenen Kartenversionen angeboten. In diesem Artikel stelle ich dir die VeloMap, eine Karte speziell für Radfahrer, genauer vor und zeige dir die besten Einstellungen.

Die gewünschte Region der VeloMap kannst du von der Projekt-Webseite herunterladen. Ich gehe da über Karten Download - Windows/Linux - Velomap Kartendownloads zu den VeloMap-Karten und wähle da das gewünschte Bundesland. Anschließend die EXE-Datei ausführen.

Jetzt liegen die Kartendaten auf deiner Festplatte, meist ist das der Ordner C:\Garmin\velomap. Beim nächsten Start von BaseCamp ist die Karte bereits verfügbar. Im Menü unter Karten die Velomap auswählen.

Das Aussehen der VeloMap kann über verschiedene Layouts an das Gerät und die eigenen Wünsche angepasst werden.

VeloMap Designs:

  • Velo: Die Standardansicht für die meisten GPS Geräte auf Radtouren.
  • Velo_Wide: Identisch mit Velo aber für hochauflösende Bildschirme wie vom Garmin Oregon optimiert.
  • Racing_Bicycle: Die schlanke Version, die sich auf Wege spezialisiert. Keine Gebäudeumrisse u.ä. sorgen für etwas mehr Geschwindigkeit.
  • Mapsource-Qlandkarte_GT: Optimiert für den großen Bildschirm.

Du möchtest das VeloMap Design ändern? Kein Problem. Dazu gibt es das Tool velomap_XXX_change_layout.exe im Installationsordner. Einfach starten, Sicherheitsabfrage bestätigen und ein anderes Design wählen. Beim nächsten Start von BaseCamp siehst du sofort das neue Kartendesign. Ganz wichtig: Egal welches Layout du verwendest, an den berechneten Routen ändert sich nichts.

Auch wenn ich grundsätzlich die Navigation anhand von geplanten Tracks bevorzuge und empfehle, möchte man gelegentlich auch mal vom Garmin einfach nur an ein Ziel geführt werden. Dazu sind eine routingfähige Karte und die passenden Einstellungen notwendig. Die VeloMap ist routingfähig und speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrern abgestimmt.

Eine ganz wichtige Eigenheit der VeloMap ist die Sache mit den Autobahnen. Für ein schnelles Routing auf schönen Radwegen wurden vom Entwickler die großen Radrouten als Autobahnen definiert. Autobahnen und Schnellstraßen auf denen Radfahrer verboten sind wurden erst gar nicht in das routingfähige Wegenetz der VeloMap aufgenommen.

Aktivität: Geländefahrzeug Rechenmethode: Geringe Distanz Auf Str. Bei der Edge Serie stelle ich die Aktivität auf Tourenradfahren um. Auch wechsle ich die Rechenmethode auf Zeit minimieren.

Auch wenn die VeloMap für mich nicht zu den optisch schönsten OSM-Karten zählt, die Routenführung gehört zum besten was ich kenne. Deshalb hat die VeloMap einen festen Platz in meinem Garmin - egal ob Outdoor Serie oder Edge Fahrradcomputer.

Neben der VeloMap gibt es noch das OpenMTB Partnerprojekt für die speziellen Bedürfnisse von Mountainbikern.

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