Motorradtouren in den Kasseler Bergen und im Waldecker Land

Die Saison klingt langsam aus und daher wollen wir noch mal das volle Programm: Schräglagen, Landschaft aufsaugen und Straßen ehren im Waldecker Land. Die Hügel zwischen Edersee, Diemelsee und Kassel sind ein wahres Motorradparadies.

Waldecker-Land-Tour Nord

  • Strecke: circa 220 km
  • Fahrtdauer: bei flotter Fahrt ohne Pause circa 4,5 Std.

Korbach: Zwischen westfälischem Sauerland und hessischem Bergland liegt die Kreisstadt Korbach, Ausgangspunkt für unsere Waldecker-Land-Touren. Übernachtungsbasis: das historische Hotel "Goldflair" mit Restaurant und Biergarten. Es liegt in der Altstadt (Stechbahn 8, Telefon 0 56 31/5 00 90, www.goldflair.de, "Themen-Zimmer", DZ 101,40 Euro) neben "Kings Rock-Café" und Rathaus. Das Städtchen atmet Geschichte und der Eisenberg, Deutschlands reichste Goldlagerstätte, liegt in der Nähe.

Bad Arolsen: Von Korbach in nördlicher Richtung nach Marsberg. 20 Kilometer später erreicht man Bad Arolsen, ehemalige Residenzstadt der Grafen und Fürsten von Waldeck-Pyrmont (Schlossbesichtigung und Kultur- Veranstaltungen: www.bad-arolsen.de/de/tourismus).

Dörnberg: Von Arolsen über Braunsen, Külte, Volkmarsen, Breuna, Escheberg, Zierenberg zum Dörnberg (579 m) im Naturpark Habichtswald. Wanderparadies, Segelflugplatz, richtiger Ort für aktive Entdeckernaturen.

Wolfhagen: Vom Dörnberg über Ehlen, Merxhausen, Elbenberg, Naumburg, Istha, Altenhasungen nach Wolfhagen. Fachwerk-Sensation. Dann wie auf der Karte ersichtlich zurück Richtung Korbach. Varianten erwünscht.

Waldecker-Land-Tour Süd

  • Strecke: circa 230 km
  • Fahrtdauer: ohne Pause circa 5 Std.

Korbach: Kleine 72-Kilometer-Aufwärmrunde: Korbach in nördlicher Richtung verlassen und auf nach Flechtdorf. Dann: Adorf und Heringhausen. Hier lockt der Diemelsee mit Strandbad für kurze Abkühlung. Stormbruch, Willingen, Oberschledorn, Lengefeld und zurück nach Korbach.

Korbach: Jetzt kommt die Hauptrunde: Die Stadt südlich in Richtung Dorfitter verlassen. Nach 23 Kilometern lohnt ein Abstecher in Dalwigksthal links von der L3076 zur Burg Lichtenfels. Weiter über Sachsenberg, Herzhausen bis Waldeck, wo sich in luftiger Höhe über dem Edersee ein Stopp im Café und Restaurant Altane im Hotel "Schloss Waldeck" anbietet (Übernachtungsmöglichkeiten: www.schloss-hotel-waldeck.de/das-hotel).

Waldeck: Den Ort über die L3256 verlassen und entlang der Ederseerandstraße (L3086) cruisen. Ausblicke genießen und kleinen Abstecher nach Bringhausen machen.

Bringhausen: Zurück auf die L3086 nach Affoldern. Über Giflitz, Frebershausen, Frankenau entlang des Nationalparks Kellerwald-Edersee surfen. In Frankenau in nördlicher Richtung über L3085 bis zur B252 nach Herzhausen abbiegen.

Herzhausen: Wer möchte, kann von hier direkt nach Korbach zurückfahren. Allen anderen sei die kleine Schleife von 32 Kilometern über Vöhl, Sachsenhausen, Höringhausen, Ober-Waroldern bis Korbach empfohlen.

Korbach-Kassel

  • Strecke: 115 km
  • Fahrzeit ohne Pause: 2,5 Std.

Für all jene, die noch immer nicht genug haben, sei an Tag drei eine kleine Route nach Kassel empfohlen. Die direkte Strecke von Korbach nach Giflitz über die B251 und B485 beträgt 30 Kilometer. In Giflitz die L3383/L3218 Richtung Züschen nehmen. Für einen Abstecher bietet sich die schöne Stadt Fritzlar an. Über die L3220 geht es weiter nach Felsberg und in die mittelalterliche Kleinstadt Melsungen.

Kurvenspaß im Märchenland rund um Kassel

Der Hohe Meißner, eingebettet in die malerischen Landschaften des Werra-Meißner-Kreises, bietet Motorradfahrern ein echtes Kurvenparadies abseits der ausgetretenen Pfade. Mit seinen anspruchsvollen Strecken und einem atemberaubenden Panorama, das sich bei jeder Kurve offenbart, ist diese Region ein Geheimtipp für alle, die das Besondere suchen. Hier lässt sich die Freiheit auf zwei Rädern inmitten einer nahezu unberührten Natur erleben, während man die Seele auf den schmalen, kurvigen Straßen baumeln lässt.

Mitten in einer märchenhaften Stunde tauchen wir in das Leben der Knallhütte ein. Wir meinen, das Schnauben der Pferde und das Peitschenknallen der Fuhrleute zu hören, denn alle werden sofort in den Bann der Märchenfrau Dorothea Viehmann gezogen. Jeden Samstag gibt es für Jung und Alt die Märchenstunde. Denn hier beginnt die Geburtsstunde der Grimmschen Märchen, die von den Fuhrleuten mündlich überliefert wurden. Von derart viel berühmter Literatur angetrieben rollen die Motorräder in ständig wechselnden Schräglagen durch den Söhrewald, um in das historische Fachwerkdorf Helsa einzutauchen. Dieses liegt malerisch in einem Tal östlich von Kassel zwischen dem Kaufunger und Söhrewald. Eine kleine unscheinbare Figur am Brunnen lässt die Bremsen heiß laufen. Rumpelstilzchen heißt uns willkommen. Unweit vom Brunnen dreht sich unermüdlich das historische Mühlrad. Es wird zur Stromerzeugung genutzt und ein kleines Museum lädt zum Erkunden ein.

Wir verlassen die schöne Fachwerkgemeinde über den 640 Meter hohen Pfaffenberg und fliegen mit tiefer Schräglage in Großalmerode ein. Nun besuchen wir die evangelische Kirche, deren bauliche Anfänge im 16. Jahrhundert liegen. Die Kirche selbst soll jedoch nicht das Objekt der Begierde sein. Aber ein kleiner, unscheinbarer Gedenkstein steht an ihrer Seite. Hier wurde nämlich Wilhelm Grimm am 13.04.1800 konfirmiert. Ein kleiner Blick auf die Inschrift soll unsere Segnung für diese märchenhafte Tour sein.

Umgehend werden die Seitenständer eingeklappt und man erreicht über kleine verwinkelte Wege das Tor zum Frau-Holle-Land. Hessisch Lichtenau lädt mit einem großen Hinweisschild einer Kissen schüttelnden Frau und einer Hängematte ein. Unbekümmert stürzt sich Laura hinein. Bevor sie aber den märchenhaften Träumen verfällt, bringt sie der im Leerlauf brabbelnde Einzylinder der KTM 125 wieder in Fahrt. Das Ziel ist der Hohe Meißner mit seinem Frau-Holle-Teich. Er liegt bei unserer Ankunft, vom Nebel eingehüllt, sehr idyllisch da. Aus einer Sage um diesen Teich entstand ursprünglich das Märchen von Frau Holle. Am Rand des blaugrünen Sees steht eine drei Meter hohe Holzskulptur der tatkräftigen Frau. An diesem Ort soll sich auch der Eingang in das unterirdische Reich der Frau Holle befinden.

Nach ergebnisloser Suche wollen wir nicht auf den Segen der ausgeschüttelten Betten warten und drücken den Starter. In ständig wechselnder Kurvenlage fliegt das Fleckchen Schwalbental vorbei und mit märchenhaften Schwüngen verlassen wir den Hohen Meißner. In Vockerode angekommen, sticht sofort die Goldmarie ins Auge. Wir treiben die Motorräder weiter durch die Kurstadt Bad Sooden-Allendorf mit seinem bekannten Gradierwerk. Erwähnenswert ist der alte Zimmersbrunnen mit dem Lindenbaum. Er steht vor den Toren der Altstadt und ist Ursprung des Volksliedes „Am Brunnen vor dem Tore“.

Wir möchten jedoch nicht alte Lieder singen und lassen auch das Schloss Rothestein liegen. Über gut ausgebaute Straßen wird die Kirschen- und Universitätsstadt Witzenhausen erreicht. Die Gastfreundschaft der Witzenhäuser wussten auch die Gebrüder Grimm im Jahre 1837 zu schätzen und kehrten im heutigen Gasthaus „Zur Krone“ ein. Alte Fachwerkhäuser säumen die Innenstadt und zeugen von hoher mittelalterlicher Baukunst. Am Ende der Altstadt öffnet sich der Blick auf die Werra. Hier entdecken wir auch das rote Steinobst als ein übergroßes Symbol der Stadt verewigt. In der Kirschenstadt ist die Frucht zu allen Jahreszeiten sehr beliebt. Mit frischem Steinobst im Gepäck betätigen wir wenig später den Anlasser.

Die Räder kurven ins Eichsfeld, um Max und Moritz einen Besuch abzustatten. In Ebergötzen werden wir in der Wilhelm-Busch-Mühle fündig. Das Mühlenmuseum zeigt ein funktionsfähiges, uraltes Mahlsystem. Das Rumpeln des Mühlrades lässt das alte Haus vibrieren und aufleben. Auch wird das Leben und Wirken von Wilhelm Busch dargestellt. So tauchen die beiden Strolche vor dem geistigen Auge wieder auf, wir können uns dem nicht erwehren. Wilhelm Busch hat sich mit einigen seiner Erzählungen offensichtlich selbst porträtiert und seine Erlebnisse in den berühmten Buch festgehalten.

Dem Gaumen wird im nahen Brotmuseum geschmeichelt, hier erfährt man viel Wissenswertes über Getreidesorten, Backöfen und Mühlen und die Kunst des Brot backens. Ein Brotwagen erweckt mein Interesse. Im Motorraum befinden sich elektrische Schaltwalzen - kein Motor! Wir haben den einzigen funktionsfähigen Elekro-Wagen dieser Art vor uns. Er stammt aus dem Jahre 1939, war bis 1970 im Einsatz und weist eine Laufleistung von 263.000 Kilometern auf. Wir robben uns durch den gesamten Lkw und entdecken den Ort der Energiegewinnung. Die beiden Akkus befinden sich jeweils rechts und links unter den Brotregalen.

Da nun Leib und Seele gestärkt sind, stürzen wir uns in kühnen Schwüngen in das nächste Märchenabenteuer, passieren Bovenden und kurven hinauf zur sagenhaften Burg Plesse. In deren Rittersaal wird jedoch nicht eingekehrt. Wir sind auf den Spuren anderer Persönlichkeiten unterwegs und lassen die Reifen ihr eigenes Lied singen. So wird die wundervolle Deutsche Märchenstraße verlassen, um das Fahrvergnügen weiter zu steigern. Die schönen Schwünge der Bundesstraße 241 bis Uslar müssen halt einfach eingesammelt werden. Dort machen wir Rast im Goldwinghaus Fuchs und bringen das Kurvenbarometer nach einem Riesenburger wieder in Fahrt. Die führt uns in das kleine Örtchen Oedelsheim.

Die Einzylindermotoren fauchen und stürmen dem berühmt-berüchtigten Gestiefelten Kater entgegen. Dieser ist die weithin bekannte Märchenfigur des Ortes. Im Zentrum des Dorfes erblicken wir ihn in Form einer überlebensgroßen Holzfigur. Ein kurzer Stopp muss genügen, da im Nachbardorf die Wahlsburger Märchenfähre auf uns wartet. Es ist eine uralte Gierseilfähre. Sie gelangt - ohne Motor - nur durch die Strömung der Weser an das jeweils andere Ufer. Hier findet der altbekannte Spruch „Fährmann hol über“ noch die passende Anwendung.

Einer freundlichen Einladung des Fährmannes folgen wir jedoch nicht, da wir uns lieber noch ein wenig mehr der überaus flotten Kurvennascherei - nun wieder auf der Märchenstraße - in Richtung Norden widmen möchten. Ein nächstes Märchen soll sich erfüllen: „Tischlein Deck Dich“. Welcher Ort würde dazu passen? Es ist Fürstenberg mit seinem Schloss und der Porzellanmanufaktur. Diese befindet sich 90 Meter hoch über der Weser und bietet ein atemberaubendes Panorama über das Wesertal. Nach kurzer Rast verlassen wir den Ort des weißen Goldes und eilen nach Gieselwerder, um nach Schneewittchen und den sieben Zwergen zu suchen.

Das Märchen wird wahr: Wir treffen Frau Mirela Sevenich-Walter. Sie verkörpert die bekannte Märchenfigur. Die sieben Zwerge haben jedoch Urlaub und müssen sich von den Anstrengungen ihrer Arbeit erholen. Daher lassen wir uns vom märchenhaften Schneewittchen verzaubern. So weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz steht sie vor uns, in den Händen einen köstlichen roten Apfel. Laura erhält diesen zur Stärkung, um die nächsten schwungvollen Kurven meistern zu können. Noch bevor sie sich verschlucken kann oder ein rettender Prinz auftaucht, brausen wir von dannen. Einen Gasstoß noch und die Motorräder rollen in Trendelburg an der Diemel ein.

Die mittelalterliche Burg „Trendula“ oben auf dem Berg ist schon von Weitem zu erkennen. Der sogenannte Rapunzel-Turm diente in dem 1958 entstandenen Heinz-Erhardt-Film „Vater, Mutter und neun Kinder” als Kulisse und hat selbst bis heute noch nichts von seiner magischen Anziehungskraft verloren. Rapunzel lässt ihren langen Zopf sichtbar herab und macht Lauras Haarschopf mächtig Konkurrenz. Dann geht’s zackig weiter: Durch enge Straßen folgen wir dem Ruf des urwüchsigen Reinhardswaldes und werden mit einem Wechselbad aus Licht und Schatten belohnt.

Am sehenswerten Schloss Sababurg werden die Motorräder in einen verdienten Schlaf geschickt. Wir begeben uns auf Spurensuche. Für eine Märchenaudienz mit Dornröschen und dem Prinzen sind wir zu früh dran, daher statten wir dem Tierpark Sababurg einen Besuch ab. Den Bösen Wolf können wir finden und auch die Eule Hedwig fliegt an uns vorbei. Aber war dies nicht eine andere Geschichte? So sausen wir am kleinen Ort Immenhausen vorbei und lassen uns von Hans im Glück verzaubern, besuchen die schönste Fachwerkstadt des Weserberglandes, nämlich Hannoversch Münden. Wir lassen Kassel, die Hauptstadt der Märchenstraße, rechts liegen. Hier begannen die Brüder Grimm mit dem Sammeln ihrer berühmten Märchen.

Motorradtour Märchenhafte Tour - Kasseler Berge & Co.

Eine märchenhafte Tour bei Kassel erwartet uns dieses Mal. Außer den wirklich sagenhaften Kehren erlebt man hier noch viel mehr: Leibhaftige Märchenfiguren kreuzen unseren Weg, wie Schneewittchen beispielsweise, bei der Burg Trendula finden wir den Zopf der Rapunzel. Das weit bekannte Brüder Grimm Museum und die vielen alten Burgen, die sich hier erfahren lassen, setzen dem Kurvenspaß so noch die Krone auf!

Diese Tour besteht zum Teil aus der Schleife der Deutschen Märchenstraße nördlich von Kassel. Den Startpunkt stellt die Knallhütte Baunatal dar. Jeden 1. und 3. Samstag im Monat ab 17.30 Uhr gibt es eine Märchenstunde mit der „Viehmännin”. Ohne Weiteres kann diese Tour an einem Tag gefahren werden.

Ein absolutes Highlight dieser Tour sind natürlich die selten anzutreffenden aber immerhin leibhaftigen Märchenfiguren. Mit ein wenig Recherche und der passenden Terminierung kann man diese allerdings problemlos treffen. Besonders gefallen hat uns hierbei - geeignet für Klein und Groß - das Schneewittchen und der lange Zopf der Rapunzel, der sich bei der Burg Trendula findet. In Kassel gehört für jeden Interessierten außerdem der Besuch des Brüder Grimm Museums dazu.

Die alte Wilhelm Busch Mühle in Ebergötzen weist den Besucher in das alte Müllerhandwerk ein. Vorführungen lassen das ganze Haus beben, wenn der Wasserstrom über das Mühlrad geleitet wird. Das frische, selbstgebackene Endprodukt kann man sich dann im Brotmuseum genüsslich auf der Zunge zergehen lassen. Für Technikfreaks ist der dort ausgestellte Brotwagen eine Empfehlung. Und das Tolle an all dem: Jede Sehenswürdigkeit lebt von seiner eigenen Märchengeschichte.

Kassel liegt im Herzen von Deutschland, beziehungsweise in Nordhessen. So lässt sich das Teilstück der Märchenstraße gut über die A 7, die A 44 und die A 49 erreichen. Am Autobahnkreuz A 44/A 49 startet die Tour direkt an der Brauhaus-Knallhütte Baunatal. Alternativ kann man natürlich auch in Uslar starten. Möchte man diese Region während der Motorradsaison erfahren, so sollte man den Reisezeitraum zwischen März und Oktober wählen. Wenn es das Wetter zulässt, kann man die Runde aber natürlich auch außerhalb der genannten Zeit erkunden.

Weitere Tourenvorschläge

Dem Biker bietet es sich an Kassel als Ausgangspunkt für märchenhafte und anspruchsvolle Touren durch die nordhessischen Mittelgebirgslandschaften bis hinüber ins Sauerland.

  • Richtung Süden geht es durchs Waldecker Land: Dieser kurvenreiche Kurs braucht erfahrene Fahrer. Ca. 4 Stunden sollten Sie für seine 170 km Strecke einplanen. Am Nordufer liegt das Schloss Waldeck, am Südufer der Wildpark Edersee.
  • Richtung Nordwesten führt der Kurs ins Weserbergland, eine gemütliche, aber fahrtechnisch durch Kurven und Gefälle anspruchsvolle Tour auf den Spuren von Schneewittchen, Rapunzel und Dornröschen. Für ihre ca. 210 km sollten Sie 5 - 6 Stunden einplanen. Erstes Ziel ist Hann. Münden mit Schloss, mittelalterlicher Altstadt mit vielen gut erhaltenen oder originalgetreu sanierten Fachwerkbauten und dem Weserstein. Folgen Sie dem Lauf der Weser rechts des Flusses zunächst bis Hemeln.

Das Hessische Bergland ist eine reich bewaldete Landschaft mit unzähligen klaren Gewässern. Nicht nur Angler schwärmen von ihnen, sondern auch wir Motorradfahrer legen auf unseren Motorradtouren durch das Hessische Bergland an ihren Ufern gerne eine Pause ein. Ein Traum für Naturliebhaber sind auch die ausgedehnten Waldgebiete der Region, zum Beispiel der Kellerwald oder der Habichtswald. Durch die tiefen Wälder kurven, den Geruch von Tannen und Kiefern einatmen, frisch geschlagenes Holz riechen - eine Motorradtour im Hessischen Bergland ist Balsam für die Seele.

Im Südosten der Region erstreckt sich das sogenannte Schwalm-Knüll-Gebiet. Dort kann man leicht den Eindruck gewinnen, die Zeit sei stehen geblieben. Denn in der Schwalm und im Knüllgebirge werden die hessischen Traditionen besonders intensiv gepflegt. Wer auf seiner Hessischen Bergland Tour auf der Straße Menschen in Tracht spazieren gehen sieht, darf sich deshalb nicht wunden.

Bekannteste Stadt im Hessischen Bergland ist Kassel. Alle fünf Jahre findet dort die weltweit bedeutendste Kunstausstellungsreihe Documenta statt. Diese dauert 100 Tage und wurde 1955 zum ersten Mal eröffnet, zuletzt im Jahr 2022. Sie eine Dokumentation moderner Kunst, die den Deutschen während der Nazizeit nicht zugänglich war.

Als ebenso faszinierend entpuppt sich Bad Arolsen. Die ehemalige Residenzstadt der Fürsten von Waldeck und Pyrmont kennt man wegen ihrer Heilquellen und wegen ihres wunderschönen Barockschlosses, dem „Versailles Hessens“. Einen Halt sollte man auch in Waldeck einlegen. Von seinem Schloss aus, das heute ein Hotel beherbergt, bietet sich eine bezaubernde Aussicht auf den Edersee. Dieser ist vor allem an schönen Sommerwochenenden fest in der Hand der Einspurigen.

Als gelungene mittelalterliche Innenstadtrestaurierung gilt Alsfeld. 1068 erstmalig in einer offiziellen Urkunde erwähnt, wurde es in jüngster Zeit behutsam restauriert. An der hessischen Landesgrenze gelegen, bildet das Waldecker Land quasi den Übergang vom Sauerland ins Hessische Bergland. Eine Runde durch diese Region, im Zuge diverser Motorradtouren im Hessischen Bergland, verspricht zirka 160 perfekt zu fahrende Motorradkilometer, viel Wasser, noch mehr Wald, eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Streckenführung, Fahrspaß und Naturgenuss.

Auf dieser Motorradtour entdecken wir den Edersee, die Fachwerkstädte Korbach und Frankenberg sowie die alte Hansestadt Medebach. Spätestens nach dieser Motorradtour steht fest: Diese Mittelgebirgsregion ist ein Muss für jeden Freund des genüsslichen Motorradfahrens.

Schon bei der Auftaktrunde zeigt das „Land der 1.000 Kurven“, wie das „Land der 1.000 Berge“ bei den Bikern liebevoll genannt wird, was hier motorradtechnisch zu erwarten ist. Von der genialen und windungsreichen Kleinststraße ohne Mittelstreifen bis hin zu langgezogenen Powerkurven ist alles dabei, was Kurvenfreunde glücklich macht.

Dass sich Motorradfans gerne im Sauerländer Hof in Willingen einfinden ist weiterhin einem umfangreichen Serviceangebot, der urigen Motorrad-Atmosphäre und vielfältigen Veranstaltungen.

Tourenübersicht

Tour Strecke (ca.) Highlights
Hessisches Sauerland und Stauseen 276 km Edersee, Diemelsee, Bikertreffs
Nordhessen mit Kulturstopps 261 km Herkules in Kassel, Hann. Münden, Barockhafen Bad Karlshafen
Fachwerk-Hochburgen 214 km Rotenburg an der Fulda, Spangenberg, Melsungen, Homburg/Efze
Rund um Knüllköpfchen und Eisenberg 245 km Alsfeld, Knüllköpfchen, Eisenberg, Bad Wildungen
Westerwald 219 km Lahnquelle, Hachenburg, Krombach-Stausee, Fuchskaute
Wittgensteiner Land, Siegerland, Bergisches Land 276 km Elsoff, Wittgensteiner Land, Siegerland, "Klus" in Waldbröl
Stauseen im "Land der 1.000 Berge" 274 km Möhnesee, Henne- und Sorpetalsperre, Biggesee

Sauerländer Gastlichkeit und ein Motorradangebot das seinesgleichen sucht erwartet den Kurvenfan in Hallenberg-Braunshausen. Die motorradbegeisterten Gastgeber Yvonne und Dirk Knecht punkten neben einem umfangreichen Bikerservice mit einem BMW Motorrad Testride Center, das es zu tollen Konditionen ermöglicht das blau-weiße Wunschbike einen ganzen Tag auf Herz und Nieren zu testen.Aber auch ohne den Testridewunsch ist ein Motor­radurlaub im Haus Wiesengrund immer ein Erlebnis. Eine unglaubliche Tourenauswahl von über 20 top-ausgearbeiteten Routen inkl. GPS-Downloads lassen auch nach vielen Aufenthaltstagen die Kurven niemals ausgehen.Eine hervorragende Küche und anregende Benzinge­spräche sorgen nach der Tour für einen herrlichen Mix aus Genuss und Bikerkommunikation.

Damit die Saison neben euch Bikern auch weiterhin allen anderen Freude bereiten kann und zum Genuss wird, haben wir eine große Bitte an euch: Seid rücksichtsvoll, achtsam und leise unterwegs. Immer mehr Initiativen gegen Motorradlärm stellen Forderungen nach Maßnahmen. Wir möchten euch aber weiterhin gerne in unserer Region willkommen heißen; schließlich sind wir stolz auf unsere Heimat und möchten euch diese auch zeigen.

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