Fahrradhelme für Frauen im Test: Sicherheit und Komfort im Fokus

Die Fahrradbranche erlebt einen Boom, insbesondere E-Bikes tragen zur enormen Popularität der Zweiräder bei. Durch das höhere Tempo der elektrifizierten Räder steigt allerdings auch die Unfallgefahr. Bei knapp 27.400 Radunfällen ohne weitere Beteiligte verletzten sich im Jahr 2023 rund 6.400 Menschen schwer und 147 tödlich. Rad-Alleinunfälle hätten sich in den vergangenen 15 Jahren mehr als verdoppelt, dabei sei die Dunkelziffer hoch, heißt es. Dabei sind nicht nur Gehirnerschütterungen, sondern schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge.

Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden. Fahrradhelme können schwere Kopfverletzungen verhindern und Leben retten. Das haben bereits verschiedene Studien und Untersuchungen belegt. Laut Bundesverkehrsministerium ist ein guter Fahrradhelm dazu in der Lage, bis zu zwei Drittel der Energie zu absorbieren, die bei einem Sturz ohne Helm auf den Kopf einwirken würde.

Ein Fahrradhelm kann ebenfalls dazu beitragen, dass ein Radler im Straßenverkehr besser gesehen wird. Zudem bieten viele Fahrradhelme zusätzlichen Komfort. Mit einem Sonnenschutz versehen, reduzieren sie einfallendes Licht. Ein wasserdichter Überzug bietet Schutz bei Regen.

Die richtige Passform und Größe

Idealerweise sollten Sie einen Fahrradhelm vor dem Kauf immer anprobieren. Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken. Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Fahrradhelm fest genug. Ist der Kinnriemen geschlossen, darf sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lassen.

Grundsätzlich ermöglicht es so gut wie jeder Fahrradhelm, die Größe über ein Drehrädchen anzupassen. Dennoch ist es wichtig, einen Fahrradhelm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt. Der Kopf lässt sich in folgende vier Altersgruppen unterteilen: Kleinkinder bis zu drei Jahren haben meist einen Kopfumfang von 44 bis 52 Zentimetern, Zwei- bis Siebenjährige einen von 46 bis 57 Zentimetern und Fünf- bis Zwölfjährige messen für gewöhnlich 52 bis 60 Zentimeter. Allen Radfahrern über zwölf Jahren wird ein Helm für einen Kopfumfang von 52 bis 65 Zentimetern empfohlen. Die Angaben dienen jedoch nur der groben Orientierung.

Einige Fahrradhelme lassen sich zusätzlich durch versetzbare Kletteinsätze an die Kopfform anpassen. Achten Sie beim Kauf auf zusätzliche Reflektoren oder eine für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbare Farbe. Dunkle Fahrradhelme erwärmen sich bei Sonne stärker als helle. Auf der Verpackung und dem Helm sollte das Produktionsdatum abgedruckt sein. Fahrradhelme, die in der EU verkauft werden, müssen den Anforderungen der DIN EN Norm 1078 entsprechen. Alle Helme in unserem Test erfüllen diese Norm. Wer noch mehr Wert auf Sicherheit legt, kann beim Kauf nach der Norm NTA 8776 Ausschau halten. Nach einem Sturz sollten Sie Ihren Fahrradhelm durch ein neues Modell ersetzen.

Empfehlenswerte Modelle im Test

Wir hatten insgesamt 59 Fahrradhelme im Test, 49 davon sind aktuell noch erhältlich.

Uvex Urban Planet LED

Der Uvex Urban Planet LED ist der ideale Helm für alle, die auf einem Fahrrad im Straßenverkehr optimal geschützt sein wollen. Aber auch auf Inlineskates, dem E-Scooter oder im Gelände auf dem Mountainbike bietet der extrem robuste Helm sehr guten Schutz. Zu haben ist der Uvex in den Größen 54-58 und 58-61 Zentimeter in den Farben Black Matt und Cloud Matt. Wer zusätzlich zwischen einem Gelb- und einem dunklen Blauton auswählen möchte, greift zum günstigeren Uvex Urban Planet. Der von uns getestete Planet LED in 54-58 bringt knapp 390 Gramm auf die Waage. Das hört sich zunächst viel an, leichtere Helme wiegen locker eine Tafel Schokolade weniger. Allerdings ist der Tragekomfort so hoch, dass das Mehrgewicht kaum auffällt. Außerdem ist uns das Plus an Sicherheit, auf das wir gleich noch näher eingehen, das etwas höhere Gewicht wert.

Für die Anpassung des Helms an die Kopfform und an die Kopfgröße setzt Uvex auf eine klassische Verstellschraube an der Rückseite des Helms. Die individuelle Größenanpassung ist sowohl in der Höhe als auch in der Weite möglich. Dazu lassen sich die verstellbaren Kunststoffbänder links und rechts mit etwas Kraftaufwand herausziehen bzw. hineinschieben. Im Inneren des Helms ist eine Art dünnes Netz angebracht. Dies fungiert beim Tragen als Insektenschutzgitter. Außerdem schmiegt es sich an die Schädeldecke und vermittelt ein sehr angenehmes Gefühl. Der Uvex Urban Planet umhüllt den Kopf perfekt.

Was uns gut gefällt: Im Gegensatz zu vielen anderen Helmen sitzt der Uvex nicht nur auf dem Kopf, er umschließt diesen auch, nämlich im Bereich des Hinterkopfs und an den Schläfen. Das steigert das subjektive Sicherheitsempfinden signifikant. Außerdem wirkt der Urban Planet extrem robust. Die Außenschale besteht aus Polycarbonat, innen kommt ein sehr fester Schaum zum Einsatz. Nettes Extra: Uvex setzt bei seinem in Deutschland produzierten Helm auf recycelte und biobasierte Materialien. So ist am Ende des Produktlebenszyklus ein sortenreines Recycling der Helmbauteile durch lösbare Fügetechniken vorgesehen. Die Gurtbänder reflektieren, um nachts die Sichtbarkeit zu verbessern. Genau wie das Kinnpolster sind diese ebenfalls aus Recyclingmaterial gefertigt.

Die Längenanpassung der Gurtbänder gelingt blitzschnell über zwei Kunststoffverschlüsse, die nach oben geklappt bzw. nach unten heruntergedrückt werden. Zum Verschließen des Kinnriemens nimmt man am besten zwei Hände. Eine Art Ratsche wird in das passende Gegenstück eingesetzt, fertig! Das Öffnen gelingt mühelos auch mit einer Hand und mit Handschuhen. Mit der Luftzirkulation sind wir zufrieden. Ja, es gibt noch luftigere Helme. Aber die insgesamt 14 Öffnungen sorgen dafür, dass der Kopf speziell von vorne, oben und hinten mit frischer Luft versorgt wird.

Zum Lieferumfang des Urban Planet LED gehört ein Plug-In-LED-Licht. Durch einen Druck auf das Licht schaltet man dieses ein und wechselt von Dauer- zu Blink- und pulsierendem Licht. Ein langer Druck, und schon ist es ausgeschaltet. Über einen USB-Port lässt sich das LED-Licht beispielsweise an einem PC wieder aufladen. Für rund 15 Euro ist das 24 Gramm leichte Licht separat zu erwerben. Der Uvex Urban Planet LED schnürt für rund 100 Euro ein attraktives Gesamtpaket. Der Helm ist sehr robust und sowohl hinten als auch im Bereich der Schläfen weit nach unten gezogen. Das sollte im Falle eines Sturzes die Sicherheit erhöhen. Der Tragekomfort ist klasse, der Kopfschutz lässt sich schnell und individuell anpassen. Ein abnehmbares LED-Licht und reflektierende Gurtstreifen erhöhen die Sicherheit.

Die Stiftung Warentest und der ADAC haben im März 2024 gemeinsam einige Fahrradhelme getestet. Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab. In den Bereichen »Unfallschutz« und »Handhabung und Komfort« vergeben Stiftung Warentest und ADAC jeweils ein »gut« (2,3 bzw. 1,8). »Der etwas schwere, aber gut verarbeitete Helm von Uvex geht als Testsieger hervor. Das Innenfutter dient gleichzeitig als Insektenschutz und vermittelt angenehmen Tragekomfort. Das Kopfband ist 6-fach höhenverstellbar und mittels Drehrad im Umfang verstellbar. Er besitzt Reflektorstreifen in den Trageriemen und ist mit einem aktiven Licht an der Rückseite (3 Modi) ausgestattet.

Uvex Finale Visor

Wenn die Insekten fliegen, die Sonne knallt, der Regen peitscht oder der Wind pfeift, ist der Uvex Finale Visor das optimale Modell. Denn er verfügt über ein klappbares Visier. Zudem ist der Fahrradhelm mit Beleuchtung und Insektenschutz ausgestattet. Regen, Sonne, Wind - wer das ganze Jahr mit seinem Fahrrad unterwegs ist, freut sich möglicherweise über einen Helm mit Visier. Den bietet der Uvex Finale Visor, außerdem eine Beleuchtung und einen Insektenschutz. Uvex verkauft den Finale Visor in den Größen 52 bis 57 und 56 bis 61. Als Farben stehen Schwarz, Grau/Weiß, Grün/Schwarz und Gelb/Weiß zur Auswahl. Unser Testmuster in 56 bis 61 wiegt 370 Gramm. Für einen Helm mit Visier und Beleuchtung ist das ein guter Wert. Zum Vergleich: Der Btwin City CBH 900 bringt satte 630 Gramm auf die Waage.

Vorn, an den Seiten und in der Mitte ist der Finale Visor weich gepolstert. Tragekomfort und Passform des Uvex-Helms sind vorzüglich. Dieser umschließt exakt den Kopf, drückt nicht und reibt nicht. An den Seiten ist der Helm weit heruntergezogen, was das subjektive Sicherheitsempfinden erhöht. Über das rückseitige Rädchen lässt sich die Passform maßgeschneidert anpassen. Der untere Helmbereich wird durch eine zweite Polycarbonat-Schale zusätzlich geschützt. Die gesamte Verarbeitung des in Deutschland hergestellten Helms ist exzellent. Außenhaut und Innenschutz gehen nahtlos ineinander über. Es gibt keine störenden Nähte oder hässliche Klebereste.

Das Visier lässt sich ohne Kraftaufwand mit einer Hand sauber herunterklappen oder wieder nach oben schieben. Wichtig für Brillenträger: In den meisten Fällen darf die Sehhilfe auf der Nase bleiben. Bei uns klappt dies zumindest ohne Probleme, zwischen Helm und Visier ist ausreichend Platz. Trotzdem liegt die gummierte Unterkante des Visiers angenehm auf der Nase auf, was den Tragekomfort verbessert. Uvex hat das Visier ganz dezent getönt. Die Sonneneinstrahlung wird durch die Filterkategorie 1 leicht reduziert, die Lichtdurchlässigkeit beträgt dem Hersteller zufolge 44 bis 80 Prozent. Bei Bedarf kann man einen höheren Sonnenschutz aufrüsten. Das Visier kann abgenommen werden. Ersatzvisiere sind separat erhältlich.

Bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Helligkeiten sind wir mit der Tönung des Visiers sehr zufrieden. Beim Verschluss des Kinnriemens setzt Uvex auf eine klassische Ratsche. Diese rastet sauber ein. Drückt man auf den roten Knopf, lässt sich der Verschluss super einfach öffnen. Im Bereich des Kinns ist das Band weich gepolstert. Auf der Rückseite des Helms ist ein LED-Licht integriert. Durch einen leichten Druck wird dieses eingeschaltet, zur Auswahl stehen Dauerlicht und Blinklicht. Die Leuchteinheit kann aus dem Helm genommen werden, die Stromversorgung erfolgt mittels Knopfzelle. Das hat den Vorteil, dass man das Licht nicht aufladen muss. Unterwegs kann es aber auch mal unerwartet passieren, dass die Batterie leer ist. Um die Luftzirkulation im Finale Visor ist es dank 20 Öffnungen sehr gut bestellt. Innen hat Uvex Ventilationskanäle integriert. Mit dem Uvex Finale Visor ist man das ganze Jahr über und bei jedem Wetter sicher unterwegs.

Abus Pedelec 2.0

Fahrradhelme gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Viele unterscheiden sich in Nuancen. Deshalb ist der Abus Pedelec 2.0 eine echte Perle, weil er neben seiner ohnehin schon guten Ausstattung ein absolutes Alleinstellungsmerkmal besitzt: Er hat einen Regenschutz integriert. Dieses Feature ist einmalig: Der Abus Pedelec 2.0 hat einen Regenschutz integriert, der hinten in einem Geheimversteck untergebracht ist. Nasse Haare im Regen gehören somit der Vergangenheit an. Für bestmögliche Erkennbarkeit im Dunkeln ist der Helm zudem mit einem LED-Licht ausgestattet.

Verfügbar ist der Helm in den drei Größen S (51 bis 55 Zentimeter), M (52 bis 57) und L (56 bis 62). Die Farbauswahl ist riesig, elf Farben sind erhältlich - von Weiß über Blau, Gelb, Rot und Schwarz bis hin zu Silber, Champagner und Grau. Mit 410 Gramm fällt unser Testexemplar in Größe L nicht sonderlich leicht aus. Sofort sichtbar wird die so genannte In-Mold-Bauweise, bei der die robuste Außenschale mit dem festen Schaumstoff (EPS) untrennbar verschweißt ist. Alle Übergänge sind perfekt verarbeitet. Für eine optimale Belüftung hat Abus den Pedelec 2.0 mit vier Luftein- und neun Luftauslässen versehen. Rückseitig ist ein LED-Licht integriert. Hier kann man per Knopfdruck zwischen rotem Dauer- und rotem Blinklicht wählen. Der interne Akku wird per USB geladen.

Darunter befindet sich der besondere Clou des Helms. Klappt man diese mit etwas Kraft nach unten, so öffnet sich ein Geheimversteck mit einer schwarzen Regenhaube. Diese wird über den Helm gezogen und vorne mit zwei Gummibändern unten eingehakt. Das dauerte im Test nur wenige Sekunden. Die schwarze Außenhaut ist mit kleinen Reflektorstreifen überzogen. Ein nasser Kopf wird durch dieses Regencape zuverlässig verhindert. Den Pedelec 2.0 gibt es zusätzlich in einer teureren MIPS-Variante (Multi-directional Impact Protection System), bei der der Helm bei bestimmten Aufprallgeschehen schädliche Rotationsbewegungen reduzieren soll, die andernfalls auf den Kopf des Trägers übertragen werden könnten.

Wir haben den »normalen« Pedelec 2.0 im Test, bei dem die weichen Polster direkt an die Helminnenseite geklettet bzw. geclipst sind. Der Tragekomfort ist sehr ordentlich. An den Seiten und hinten ist der Helm für besseren Schutz heruntergezogen. Die Größenanpassung lässt sich über das Rädchen fein justieren. Der Riemen im Kinnbereich ist gepolstert und liegt weich auf. Der praktische Verschluss setzt auf Magnetismus - notfalls öffnet und schließt man diesen mit einer Hand, mit zwei Händen gelingt dies super komfortabel. Sehr sensible Köpfe sollten den Abus unbedingt Probe tragen, ob dieser nicht zu schwer ist. Unter dem Strich ist der Pedelec 2.0 ein innovativer Helm mit integriertem Regenschutz. Auch für die Beleuchtung, die Verarbeitung sowie den Tragekomfort vergeben wir Pluspunkte. Abus bietet als Pedelec 2.0 Ace eine zusätzliche Variante mit komplettem Visier an.

POC Omne Beacon Mips

Farblich ist der schicke POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker. Speziell in der Lackierung in leuchtendem Orange und mattem Grün ist der POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker.

Fischer Urban Plus Brooklyn

Ein vernünftiger Helm muss nicht viel kosten: Das beweist der Fischer Urban Plus Brooklyn. Für gerade mal rund 30 Euro bietet er Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz, einen gepolsterten Kinnriemen und in die Helmgurte eingewebte Reflexstreifen. Außerdem zeichnet sich der leichte Fahrradhelm durch einen guten Tragekomfort aus.

KED Fahrradhelme

Das Unternehmen KED hat sich im Bereich Fahrradhelme neben MET, Abus und Uvex eine Schlüsselposition auf dem deutschen Markt erarbeiten können. Denn als nunmehr einziger deutscher Hersteller fertigen die Freiberger komplett in Deutschland - und gehören mit rund 1,3 Millionen Helmen pro Jahr zu den führenden Helmbauern in diesem Segment. An der Beliebtheit der Helme hat vorwiegend der erfreulich niedrige Kaufpreis den größten Anteil.

Die deutsche Konkurrenz der in Fernost produzierten Kopfschützer hat das positive Image von KED offenbar weder beschädigt noch irritiert: KED liefert in puncto Komfort- und Sicherheitswerten teils hervorragend platzierte Produkte für Kinder und Erwachsene. KED steht für hochwertige Qualität und eine große Auswahl an Fahrradhelmen für Erwachsene und Kinder. Durch die enorme Alltagstauglichkeit und den vergleichbar günstigen Preis sind die Modelle bekannt geworden. Sie werden nicht nur auf dem Bike getragen, sondern ebenso beim Rollerbladen und Skateboarden. Selbst im Radsport hat sich KED mittlerweile einen Namen gemacht und blickt auf über 20 Jahre Erfahrung und Entwicklung zurück. Mountainbiker, Rennradfahrer oder Freizeitsportler werden in den KED-Kollektionen fündig.

Doch nicht nur die Passform und die Funktionalität überzeugen. Mit dieser Marke bekommst du eine große Auswahl an modernen, sportlichen und auch kindgerechten Designs. Ob einfarbige Modelle in Green, Blue oder Red, dynamische Muster oder Kinderhelme mit Punkten und Sternchen - die Auswahl ist deutlich größer als bei manch anderen Herstellern.

Maxshell-Oberfläche

KED nennt sein Maxshell-Verfahren in seinem Pressetext als gegenüber dem Inmold-Verbundbauweise gefertigten Helmen in einem Punkt überlegen: Es ist deutlich elastischer bei einem Aufprall als die hochfesten Helmkörper mit Inmold-Technologie. Beim Maxshell-Verfahren wird die Außenschale in einem zweiten Arbeitsgang mit der EPS-Innenschale unlösbar kaltverschweißt, unterstützt durch eine Zweikomponenten-Verbundmatrix als Zwischenlage von Außen- und Innenschale des Helms. Bei der Umsetzung scheint aber noch Luft nach oben zu sein, wie die Fachpresse vereinzelt feststellt.

Die meisten Produkte im KED-Sortiment werden nach den Vorgaben der Maxshell-Technologie produziert. Hierbei handelt es sich um ein markenrechtlich geschütztes Verfahren, das sowohl Sicherheit bietet als auch einem hohen Designanspruch folgt. Es gibt eine äußere Hartschale (Microshell) aus Kunststoff oder Polycarbonat. Beim Herstellungsverfahren wird nahezu die komplette EPS-Innenschale von der äußeren Microshell abgedeckt. Die Schale reicht sogar bis in die Belüftungsöffnungen hinein. Dadurch bekommen die Artikel einen hochwertigen Look und sie zeugen von einer sehr guten Verarbeitung. Die Übergänge zwischen den beiden Materialien sind präzise angelegt. Der Unterboden besitzt zusätzlich einen Kantenschutz, falls du im Alltag schnell mit dem Helm aneckst.

Quicksafe (Tronic)

Eine weitere bemerkenswerte Technologie von KED ist das Quicksafe oder Quicksafe Tronic getaufte Verstellsystem. Dabei handelt es sich im ersten Fall um eine Kombination aus aktiv leuchtenden LED-Blinklichtern mit einem Anpassungssystem im Heck jedes Helms, im zweiten Fall unterstützt von einer vollautomatischen, per Knopfdruck bedienbaren Größenanpassung an jede Kopfform. Im Automatikmodus fährt der Kopfring, über Batterien gesteuert, bis zu 500 mal im gesamten Verstellbereich auf und zu, wobei die Batterien dank einer integrierten Lademöglichkeit auch ohne Batteriewechsel aufgeladen werden können.

Die Hauptkritik der Fachpresse wegen umständlicher Bedienung des Gurtbandverteilers oder Kinnriemens hat KED mit Detaillösungen wie Quicksafe und Quickstopp beantwortet. Dabei handelt es sich um ein Gurt- und Kopfringverstellsystem ohne unnötige Fummelei dank Einstellrädchen inklusive seitlichen Einstelllaschen, praktischem Gurtstraffer, Rasterschloss und Gurtclip.

Weitere KED-Technologien und Eigenschaften

Zum einen werden KED-Helmen Leichtgewichtigkeit, guter Tragekomfort, einfache Helmbedienung und Feinjustierbarkeit für alle Kopfformen nachgesagt. Zum anderen sollen sie durch ihr gelungenes Belüftungsmanagement trotz dezenter Lüftungsöffnungen punkten.

Die patentierten Systeme Quicksafe und Quickstopp erleichtern dir das Einstellen des Fahrradhelms. So findest du in wenigen Handgriffen die richtige Passform zu deiner individuellen Kopfform. Quicksafe besteht aus einem 360°-Kopfring aus Kunststoff, der komplett einmal um deinen Kopf läuft. Er kann in der Höhe und im Umfang voreingestellt werden. Die Feineinstellung erfolgt dann über das kleine Drehrad am Hinterkopf. Hier ziehst du den KED Helm nur noch fest und er sitzt sicher auf dem Kopf. Eine weitere Besonderheit: die Gurtführung ist in den Helm integriert und sorgt für einen guten Verlauf des Gurtbandes. Manche Modelle sind hier zusätzlich mit dem Quickstopp-System ausgestattet. Es befindet sich in der Helmmitte und unterstützt das schnelle Verstellen der Gurtlänge.

Natürlich braucht ein guter Fahrradhelm eine ausreichende Belüftung. KED setzt auf sehr große Belüftungsöffnungen, ohne dabei die Stabilität des Modells zu beeinflussen. Die vorderen Öffnungen sind mit einem Insektennetz versehen. Es ist fest zwischen der Oberschale und dem EPS-Hartschaum eingearbeitet. Insekten werden auf diese Weise deutlich vor der Kopfhaut abgefangen und haben keine Möglichkeit mehr zu stechen. Im Profisport kommt es natürlich noch mehr auf die gute Belüftung an als im Alltag. Viele sportlichen Modelle sind daher mit Luftkanälen im Inneren ausgestattet. Die Luft dringt nicht nur ein, sondern strömt über der Kopfhaut entlang und am Hinterkopf wieder nach draußen.

Die Helmgröße der Erwachsenen ist einfach unterteilt. KED bietet seine Modelle meist nur in zwei verschiedenen Größen an. Durch das Anpassungssystem sind keine weiteren Abstufungen mehr nötig, da die Modelle trotzdem fest auf dem Kopf sitzen. Größe M. Vom Gewicht her sind sie sehr leicht. Meist liegen sie bei etwa 300 Gramm für Erwachsene und garantieren auch bei längerer Tragezeit einen hohen Komfort. Die Kinderhelme sind deutlicher abgestuft in Sachen Größe, damit sich besser an den kleinen Kopfumfang anschmiegen und keine Druckstellen hinterlassen. Das Gewicht ist mit etwa 220 bis 280 Gramm deutlich geringer als bei den Erwachsenen. Größe S.

Wichtig: Befindest sich der Kopfumfang genau an der Grenze zur nächsten Größe, solltest du lieber das größere Modell wählen. Die Kinderhelme nehmen einen eigenen Bereich im Sortiment von KED ein und sind bei den Kunden sehr beliebt. Auch sie bestehen aus der Maxshell-Technologie, wobei die Außenschale fest mit dem inneren Hartschaum verschweißt ist und ein hohes Maß an Sicherheit bietet. Große Belüftungsöffnungen an der Front sorgen für eine ausreichende Ventilation. Die Gurtlänge kann nicht nur eingestellt, sondern auch arretiert werden. Hier bildet der Gurt mit nur einem Klick unter dem Ohr ein kleines Dreieck aus und sorgt für besseren Tragekomfort. Am Kinn gibt es ein zusätzliches Polster, sodass sich die Kleinen ihre Haut beim Schließen des Helms nicht einklemmen können.

Anders als bei den Modellen für Erwachsenen ist dieses Visier nicht abnehmbar. Das Design überzeugt die Kids mit vielen bunten Farben und bekannten Figuren wie beispielsweise Hello Kitty, Lilifee und Janosch. Je nach Sportbereich ist ein Visier oder ein Helmschild zwingend erforderlich. KED bietet das Schild meist beweglich an, sodass es frei nach oben geschoben oder sogar abgenommen werden kann.

Statt eines einfachen Klickverschlusses hat sich KED bei nahezu allen Modellen für ein Rastersteckschloss entschieden. Du führst also die beiden Verschlussteile zusammen und lässt die Ratsche mehrfach greifen. Dadurch lockert sich der Verschluss während der Fahrt nicht und bietet noch mehr Sicherheit. An der Rückseite der Helme ist ein LED-Blinklicht angebracht. Es befindet sich direkt am Einstellrad für die Passform. KED hat eine eigene Visiertechnologie für Rennradfahrer entwickelt. Die Polycarbonat-Scheibe ist dabei nicht nur robust, sondern passt sich an die wechselnden Lichtverhältnisse an. Innerhalb weniger Sekunden erhältst du je nach Lichteinfall den optimalen Durchblick.

Die KED Helme sind ein zuverlässiger Schutz beim Radfahren. Das Unternehmen hat sich auf verschiedene Helmsysteme passend zum jeweiligen Sport spezialisiert. So profitierst du von einem einfachen Einstellungssystem, das sowohl horizontal als auch vertikal greift. Die LED-Blinkleuchten bringen mehr Sichtbarkeit im Dunkeln und das Design ist in vielen Farben und Mustern erhältlich.

KED Modelle im Überblick

Im Folgenden eine tabellarische Übersicht ausgewählter KED-Fahrradhelme mit ihren wichtigsten Eigenschaften:

Modell Primärer Einsatzbereich Verfügbare Größen (Kopfumfang) Gewicht mind. Belüftung (Anzahl Öffnungen) Beleuchtung
MITRO UE-1 Citybike 52 - 58 cm, 56 - 61 cm 370 g 14 Löcher LED-Leuchte
Spiri Two Mountainbike 55 - 61 cm 290 g 17 Löcher Reflektor
Companion MTB Mountainbike M (52-58cm), L (55-61cm) 310 g 20 Löcher Reflektor + Blink-LED
Pector ME-1 Mountainbike 52-58 cm, 58-61 cm 370 g keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe
Unisex Jugend POP Fahrradhelm S (48-52 cm), M (52-56 cm) 490 g keine Herstellerangabe Reflektor + Blink-LED
13304109013_SML Fahrradhelm XS (44-49xm), S(46-51cm), M(52-58cm) 280 g keine Herstellerangabe doppeltem LED-Blinklicht
Tronus Rennrad 55 - 63 cm 280 g 16 Löcher Reflektor
Kailu Mountainbike S, M 290 g 23 Löcher keine Reflektoren

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