Wenn Sie Ihr Kennzeichen am Motorrad anschrauben, müssen Sie die gesetzlichen Vorgaben beachten. Bei falscher Vorgehensweise droht Ihnen ein Bußgeld. Der Gesetzgeber macht in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung klare Vorgaben zur Befestigung von Kennzeichen, die Sie unbedingt beachten müssen.
Gesetzliche Vorgaben zur Kennzeichenbefestigung
Bei zwei- oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen wird nur ein Nummernschild hinten angebracht. Generell müssen Kennzeichen immer gut lesbar und sichtbar am Fahrzeug angebracht sein. Sie dürfen nicht verdeckt, verschmutzt oder beschädigt sein, da dies die Identifizierung des Fahrzeugs erschweren kann. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist wichtig, da Verstöße gegen die Anbringungsvorschriften und die Gestaltung der Kennzeichen mit Bußgeldern und anderen Sanktionen geahndet werden können.
Neben den Anbringungsvorschriften gibt es auch Vorschriften zur Lesbarkeit der Kennzeichen. Jedes Nummernschild muss vollständig dem Normblatt DIN 64069 entsprechen. Darin sind die Größenvorgaben für alle Kennzeichenvarianten genau festgelegt. Zudem muss die Zulassungsbehörde jedes zugeteilte Kennzeichen mit einer Stempelplakette versehen.
Kennzeichen ohne Halterung befestigen: Bohren erlaubt?
Für die Befestigung eines Nummernschilds an deiner Fahrzeugkarosserie gibt es bisher nur zwei Methoden: mit Halterung oder konventionell. Die konventionelle Methode erfordert, dass Löcher ins Nummernschild gebohrt werden und es dann direkt an der Karosserie verschraubt wird. Sie können das Kennzeichen grundsätzlich direkt auf das Fahrzeug aufschrauben. Dafür müssen Sie allerdings Löcher in das Kennzeichen bohren. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Lesbarkeit des Kennzeichens nicht beeinträchtigt oder verfälscht wird. Dies kann nämlich eine Ordnungswidrigkeit darstellen.
Möchten Sie das Nummernschild ohne Halterung anbringen, müssen Sie dafür Löcher in das Schild bohren. Messen Sie die Abstände der Schrauben genau an der Karosserie aus. Ob die Schrauben durch die Prägung gehen oder nicht, war vielen Fahrern schon immer egal. Fakt ist, dass es keine Vorschrift gibt, die vorschreibt, wo es gebohrt werden darf. Das bleibt dem Fahrzeugbesitzer überlassen.
Darf man durch das blaue Euro-Feld bohren? Solange man die Siegel nicht durchbohrt, ist das alles in Ordnung. Viele haben auch jetzt durch das EU-Feld gebohrt, aber keine Buchstaben durchlöchern müssen. Ein Bildbeispiel zeigt, dass man bei bestimmten Kennzeichen keine andere Wahl hat, als die EU zu durchbohren.
Es gibt beim Schildermacher farbige Abdeckkappen zu kaufen in blau, weiß und glaub auch in schwarz, die kannste über den Schraubenkopf stecken dann sieht man den nicht mehr. Welche Schrauben ist egal aber viel Auswahl haste eh nicht denn die Größe und die Schlüsselweite des Kopfes ergeben sich durch den Durchmesser und die Tiefe der Abdeckkappen.
Kennzeichen mit Halterung befestigen
Die Verwendung einer Halterung zur Befestigung deines Nummernschilds ist jedoch vorteilhafter, da dabei keine Löcher ins Schild gebohrt werden müssen. Die Mehrheit befestigt Kennzeichen allerdings mit einem normalen Standard Kennzeichenhalter, wie z.B. den Kennzeichenhalter 520 EVO3 für die normale Kennzeichen-Größe 520x110mm. Dieser wird mit wenigen Schrauben an den vorgesehenen Stellen am Auto befestigt. Das Kennzeichen lässt sich dann ganz einfach über den Rahmen einclipsen.
Allerdings sind Kennzeichen, die über einen normalen Halter befestigt werden, auch leichter zu entfernen, was es Schilder-Dieben leicht macht, ein oder beide Kennzeichen zu entwenden. Hier hat das Aufschrauben einen klaren Vorteil. Es gibt Hersteller die spezielle Kennzeichenhalter mit speziellen Schrauben zur Sicherung des Rahmens anbieten und so mit Diebstahlschutz werben.
Neben dem herkömmlichen Standard-Kennzeichenhalter gibt es auch die Möglichkeit, Universal-Kennzeichenhalterungen zu verwenden. Diese bieten eine fast rahmenlose Halterung und sind ebenfalls erlaubt, um Autoschilder sicher an der Karosserie des Fahrzeugs zu befestigen. Diese Halter eignen sich auch für unterschiedliche Kennzeichengrößen.
Alternative Befestigungsmethoden
Neben der konventionellen Methode, ein Kennzeichen an der Fahrzeugkarosserie zu befestigen, gibt es zahlreiche alternative Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist die Verwendung eines speziellen Klettbandes. Dabei wird das selbstklebende Klettband sowohl auf die Rückseite des Kennzeichens als auch auf die Stoßstange geklebt. Diese Methode erfordert weder Bohren noch Schrauben und bietet eine schnelle und optisch ansprechende Lösung.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer Magnethalterung. Hierbei wird eine Magnethalterung am Fahrzeug befestigt und kleine oder große Magnete werden auf dem Kennzeichen angebracht. Allerdings sollten Sie im Vorfeld bei der Zulassungsstelle erkundigen, ob die Anbringung vorschriftsgemäß ist. So sind zum Beispiel Kennzeichen zum Kleben meist nicht erlaubt.
Bußgelder
Das Fahren mit ungestempelten Kennzeichen bedeutet, dass du ohne gültigen Kfz-Versicherungsschutz unterwegs bist, was strafbar ist.
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