Kette springt beim Rücktritt Shimano: Ursachen und Lösungen

Wenn die Kette beim Rücktritt Ihres Shimano-Fahrrads springt, kann dies verschiedene Ursachen haben. Dieses Problem tritt häufiger auf, als man denkt, und es ist wichtig, die Gründe dafür zu verstehen, um es effektiv beheben zu können. Eigentlich tritt man ja nur immer nach vorne. Der Mangel ist mir auch erst beim letzten Kettenservice aufgefallen. Stört beim Fahren nicht weiter, sollte trotzdem in Ordnung sein.

Mögliche Ursachen für das Springen der Kette

  • Verschmutzter Freilauf: Im ausgebauten Zustand lässt sich der Hinterrad Freilauf am besten beurteilen. Möglicherweise ist der Freilauf einfach nur verschmutzt habe ich mir gedacht.
  • Falsche Kettenspannung: Ist die Kette zu locker, treffen die Kettenglieder nicht richtig auf die Zähne der Ritzel. Die Kette, Ritzel und Kettenblätter nutzen sich stärker ab.
  • Schräglauf der Kette: Bei einem Schräglauf der Kette, wie ihn scott beschrieben hat, (also vorne großen und hinten auch einen der größten Zahnkränze) befindest Du Dich jedoch außerhalb des Normbereichs der Schaltung. Also in einem mehr oder weniger "verbotenen" Bereich, den Du auch aus Verschleißgründen meiden solltest!
  • Verschleiß der Kette: Mit der Lehre habe ich den Kettenverschleiß gemessen. Der Verschleiß war trotz recht hoher Laufleistung von den gemessenen Werten her überraschend gering. Mir hat aber nicht gefallen, wie sich die Kette bewegt und angehört, wenn sie von der Kassette zum Schaltwerk umgelenkt wurde.
  • Falsche Einstellung des Schaltwerks: Was mir gar nicht so gut gefällt ist der geringe Abstand von Kassette zur oberen Führungsrolle der Schaltung. Selbst bei vollständig hineingedrehter Schraube zum Erhöhen des Abstands ist mir der Abstand nicht groß genug. Bei leichtem Druck, Kräfte wie sie auch durch Erschütterungen auf der Straße entstehen. gibt es kaum noch Spiel. Das gesamte Schaltwerk scheint gerade und stabil zu sein. Die Schaltung funktionierte immer präzise, und das und unter allen Bedingen.

Wichtigkeit der Kettenspannung

Die richtige Kettenspannung ist wichtig für ein sicheres Fahren und ein rechtzeitiges Anhalten mit der Rücktrittbremse. Ist die Fahrradkette nicht ausreichend gespannt, verzögert sich der Vortrieb und die Bremsleistung. Dies kann deine Fahrsicherheit beeinträchtigen.

Das Problem: Auch wenn das Fahrrad mit einer schlaffen Kette auf den ersten Blick einwandfrei fährt, läuft der untere Teil der Kette nicht gleichmäßig in die Zähne des hinteren Zahnrades, was zu erhöhtem Verschleiß führt. Beim Beschleunigen oder Bremsen mit der Rücktrittbremse wird durch das Treten ins Leere mehr Schwung erzeugt, bevor die Kette plötzlich gespannt bzw. belastet wird. Dies führt zu einer kurzen, aber deutlich höheren Belastung der Kette, die dadurch im mit der Zeit verschleißt. Auch die Bremsleistung der Rücktrittbremse nimmt ab und der Bremsweg verlängert sich.

Wann und warum sollte man die Fahrradkette spannen?

Wenn du beim Anfahren oder bei höherer Belastung ein Knacken hörst, ist es Zeit, die Fahrradkette zu spannen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Kette während der Fahrt abspringt und das Hinterrad blockiert, sich die Kette verbiegt oder im schlimmsten Fall reißt. Spätestens wenn die Kette durchhängt oder bereits abgesprungen ist, sollte sie nachgespannt werden.

Um Verschleiß zu vermeiden und die Fahrsicherheit zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Kettenspannung regelmäßig zu überprüfen. Der beste Zeitpunkt für eine Kettenkontrolle ist zwischen den Jahreszeiten, da sich das Material durch den Temperaturwechsel von der Ausdehnung ändert. Wird die Kette zum Beispiel warm dehnt diese sich aus und wird länger. Sofern die Kette bereits locker ist, kann es passieren das durch die Ausdehnung dann rausspringt. Bei Fahrrädern mit Nabenschaltung sollte die Kettenspannung so eingestellt sein, dass sich die Kette bei mittlerem Fingerdruck um 1,5 bis 2 cm bewegt.

Anleitung zur Kettenspannung bei Nabenschaltungen und Rücktrittbremse

Bei Fahrrädern mit Nabenschaltung oder mit einem Ritzel ohne Schaltwerk an der Hinterachse muss die Kette von Zeit zu Zeit nachgespannt werden. Du kannst in diesen Fällen die Kette spannen, indem du das Hinterrad löst und gleichmäßig nach hinten ziehst.

Benötigte Werkzeuge

  • Maulschlüssel in der Größe 15 mm oder größer
  • Schraubenzieher und kleiner Maulschlüssel in Größe 10 mm
  • Inbus- oder Sechskant-Schlüssel bei Fahrrädern mit Scheibenbremse
  • Montageständer (optional)

Die Montage ist leichter, wenn du das Rad in einen Montageständer einspannst. Das Hinterrad ist somit frei beweglich und die Anschraubpunkte befinden sich in einer angenehmen Montagehöhe. Solltest du keinen Montageständer haben, kannst du das Fahrrad auf den Kopf stellen. Wichtig: Bei hydraulischen Bremsen müssen die Bremsen mit einem Gummiband am Bremshebel angezogen werden, um zu verhindern, dass sich Luft im Bremsschlauch ansammelt und die Bremswirkung beeinträchtigt. Nach dem Aufrichten des Rades müssen die Bremsen und die Bremswirkung unbedingt überprüft werden. Durch mehrmaliges Betätigen der Bremse wird sichergestellt, dass die Bremse funktioniert und gegebenenfalls die Luftblasen nach wieder nach oben steigen und Öl in die Leitung gepumpt wird. Lässt sich die Bremse zu leicht betätigen, muss diese entlüftet und neues Öl eingefüllt werden.

Schritte zur Kettenspannung

  1. Schalte in den ersten Gang, damit möglichst wenig Zug auf der Gangschaltung ist.
  2. Nachdem du das Fahrrad in den Montageständer eingespannt hast, kannst du das Hinterrad lösen und die Kette straffen. Ist allerdings eine Rücktrittbremse verbaut, löse den Bremshebel, damit dieser frei beweglich ist. Bei bestimmten Nabenschaltungen liegt die Gangschaltung genau auf der Mutter der Hinterachse. In diesen Fällen musst du diese Mutter erst freilegen, bevor du sie lösen kannst.
  3. Schritt 1: Abdeckung der Gangschaltung lösen. Ist eine Abdeckung über der Gangschaltung vorhanden, so solltest du und den Gangschaltzug entfernen. Sofern die Achsmuttern frei sind und die Gangschaltung sich nicht durch Verschieben der Hinterachse verstellt, muss du die Gangschaltung oder den Zug nicht lösen, da dieser direkt mit dem Rad verbunden ist und sich das Verhältnis der Gänge nicht verändert.
  4. Schritt 2: Rücktrittbremse lösen. Ist das Fahrrad mit einer Rücktrittbremse ausgestattet, muss du auch die Verbindung zum Rahmen lockern, damit die Rücktrittbremse frei beweglich ist. Es genügt, die Schraube leicht aufzudrehen, ohne dass die Klemme sich ganz vom Rahmen löst.
  5. Schritt 3: Schrauben an Hinterachse lockern und Kettenspannung einstellen. Wenn alle mit der Achse verbundenen Teile gelöst sind, kannst du die Muttern auf beiden Seiten gleichmäßig lockern, bis sich das Laufrad an den Ausfallenden bewegen lässt. Am besten stehst du dabei hinter dem Rad und zieht so, dass die Kette sich straft und nicht mehr durchhängt.
  6. Schritt 4: Hinterrad-Schrauben festziehen. Während du die Kette gespannt hältst, ziehe die Muttern wieder leicht mit der Hand an und richte dabei das Laufrad grade aus. Nimm hierbei den Abstand des Reifen zu den Kettenstreben als Referenz. Ist das Rad richtig ausgerichtet kannst du es probeweise drehen und dich vergewissern, dass es grade läuft. Ziehe anschließend Alles wieder mit dem Maulschlüssel fest. Wichtig ist, dass du die Schelle des Bremshebels nicht vergisst und diese ebenfalls gut anziehst. Hast du Hülle und Zug der Gangschaltung vorher entfernt, musst du diese anschließend wieder anbringen und fixieren. Schalte beim Treten durch alle Gänge und betätige anschließend den Rücktritt, um sicherzugehen, dass das Rad zum Stillstand kommt.

Nach der Montage solltest du unbedingt noch eine Probefahrt machen, um sicher zu sein, dass alles auch unter Belastung funktioniert und nichts locker ist. Wichtig: Hat dein Rad eine Felgenbremse, musst du überprüfen, ob die Bremsbelege beim Bremsen immer noch auf der Bremsflanke liegen und nicht am Reifen schleifen.

Kette spannen bei Nabenschaltung und Scheibenbremsen

Wenn dein Fahrrad eine Nabenschaltung und Scheibenbremsen hat, kannst du die Kette auch spannen. Das sieht auf den ersten Blick kompliziert aus, ist aber auch kein Hexenwerk, denn das Prinzip ist das gleiche.

Schritte zur Kettenspannung

  1. Schritt 1: Anschraubpunkte prüfen - feststellen, welche die gesamte Einheit bewegen und lösen.
  2. Schritt 2: Das Laufrad mit der kompletten Bremseinheit vorsichtig nach hinten ziehen und die Kette spannen.
  3. Schritt 3: Laufrad ausrichten und Schrauben leicht anziehen.

Detaillierte Anleitung

  1. Schritt 1: Lösen der Anschraubpunkte der Hinterachsen Einheit mit Bremssattel. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Spannen der Kette von Fahrrädern mit Rücktrittbremse. Der Unterschied besteht darin, dass sich das Verhältnis von Bremssattel (am Rahmen) und Bremsscheibe (am Laufrad) verändert, wenn das Rad nicht gleichmäßig nach hinten bewegt wird. Aus diesem Grund ist der Bremssattel am gleichen Teil wie das Ausfallende oder die Achsaufhängung montiert. Diese befindet sich auf beiden Seiten der Ausfallenden. Löse nur die Schrauben, die die beiden Einheiten mit Bremssattel und Ausfallenden an Rahmen fixieren.
  2. Schritt 2: Spannschrauben der Ausfallenden anziehen. Stelle dich hinter das Fahrrad und drehe beide Spannungschrauben an den Ausfallenden mit dem 4er Inbusschlüssel. Beide Schrauben sollten mit den gleichen Umdrehungen angezogen werden, bis die Kette gespannt ist. Achte darauf, dass das gesamte Laufrad mit dem Rahmen und den Kettenstreben in einer Flucht ist. Mit dem Rein- und Rausdrehen der Spannschraube auf der Seite an der die Kette nicht ist, kann das Laufrad ausgerichtet werden.
  3. Schritt 3: Kette gespannt halten und Schrauben anziehen. Wenn das Laufrad nach bestem Gefühl ausgerichtet und die Kette gespannt ist, ziehe die Schrauben der jeweiligen Aufnahmeeinheiten an den Ausfallenden abwechselnd an, bis diese wieder fest sind. Vor dem vollständigen Anziehen der Schrauben sollte das Laufrad vorsichtig gedreht werden, um sicherzustellen, dass es nicht unrund läuft oder die Bremsscheibe an den Bremsklötzen oder am Bremssattel schleift. Bei starkem Schleifen musst du das Rad vor dem Festziehen der Schrauben neu ausrichten. Bei leichtem Schleifen, dass nur an einer bestimmten Stelle auftritt, kannst du den Bremssattel neu ausrichten. Dazu wird der Bremssattel an den beiden Befestigungsschrauben gelöst und nach Augenmaß ausgerichtet. Als zweite Alternative kannst du nach dem Lösen der Bremssattelschrauben die Hinterradbremse anziehen und mit einem Gummiband auf Zug halten, so dass sich der Bremssattel nach der Bremsscheibe ausrichtet. Ziehe die Schrauben des Bremssattels wieder abwechselnd fest und halte mit deiner zweiten Hand den Bremssattel dabei in Position.

Prüfe anschließend die Bremse, das Laufrad und die Schaltung mit einer kleinen Probefahrt auf volle Funktion.

Fahrradkette spannen mit Kettenspanner - wie funktioniert die Kettenspannung bei Fahrrädern mit Kettenschaltung?

Hier gibt es zwei unterschiedliche Varianten. Bei einer ganz normalen Kettenschaltung ist ein Federmechanismus im Schaltkäfig verbaut, welchen den Schaltarm immer nach hinten zieht. Somit wird die Kette immer auf Spannung gehalten unabhängig davon, wie groß bzw. klein das Ritzel oder Kettenblatt des eingelegten Ganges ist. Sollte deine Kette dennoch zu locker sein, wenn auf dem kleinsten Ritzel und dem kleinsten Kettenblatt liegt, muss die Kette gekürzt werden, sofern die grade neu montiert. Ist die Kette bereits länger drauf, ist die Feder der Gangschaltung nachgespannt werden oder ist ausgeleiert und muss ersetzt werden.

Kann ich einen Kettenspanner bei meinem Fahrrad mit Nabenschaltung nachrüsten?

Du kannst auch einen Kettenspanner nachrüsten. Der Kettenspanner wird am Rahmen am hinteren Bereich des vorderen Kettenblatts montiert und zieht die untenliegende Kette näher an das Kettenblatt heran. Durch den Federmechanismus des Kettenspanners bleibt die Kette weiter gespannt, auch wenn sie im Laufe der Zeit durch Temperatur oder Verschleiß etwas länger wird. Der Vorteil ist, dass die Kette nicht mehr abspringt und durch die konstante Spannung das Ritzel, das Kettenblatt und die Kette weniger verschleißen.

Ursachenforschung bei springender Kette

Wie alle anderen Gebrauchsgegenstände unterliegt auch das Fahrrad gewissen negativen Einflüssen, wie zum Beispiel Verschleiß oder aber auch einfach nur „dem Zahn der Zeit“. Dabei kommt es nicht immer darauf an, ob Sie Viel- oder Gelegenheitsfahrer sind. Die Suche nach der Ursache ist immer der erste Schritt zur Lösung. Im zweiten Schritt empfehlen wir meist den Versuch zu unternehmen, das Problem selbst zu lösen. Je besser Sie Ihr Bike kennen, desto einfacher ist es. Zuviel Respekt vor der Technik hält gerade Hobbybiker oftmals ab, selbst Hand anzulegen. Dabei lohnt sich ein genauer Blick um festzustellen, dass ein Problem mit etwas Einsatz und der nötigen Geduld manchmal gar nicht so unlösbar ist wie es scheint. Mit unseren Ratgebern und Anleitungen versuchen wir, Sie dabei bestmöglich zu unterstützen.

Im Falle einer springenden Fahrradkette ist ebenfalls der erste Schritt, sich auf die Suche nach der Ursache zu begeben. Oftmals ist eine falsch eingestellte Schaltzugspannung schuld an der springenden Kette. In den meisten Fällen springt die Kette am hinteren Schaltwerk, die vorderen Kettenblätter stehen für gewöhnlich zu weit auseinander. Stellen Sie im Anschluss den letzten sauber schaltbaren Gang vor dem Kettensprung ein. Springt die Kette über das erste oder letzte Ritzel muss zunächst der Schaltbereich am Schaltwerk eingestellt werden. Springt die Kette weiterhin muss wahrscheinlich die Zugspannung eingestellt werden. Die Einstellschrauben für diesen Vorgang befinden sich für gewöhnlich am Lenker, direkt am Schalthebel. Durch das Drehen an der Schraube wird die Spannung erhöht bzw. gelöst. An dieser Stelle ist Fingerspitzengefühl und vor allem Geduld gefragt. Um die richtige und saubere Einstellung zu finden, sollten Sie die Schraube jeweils um ¼ Drehung bewegen und anschließend alle Gänge durchtesten.

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