Kinder sind ständig in Bewegung und lieben es, aktiv ihre Umgebung zu erkunden. Bereits die Kleinsten robben und krabbeln durch die Wohnung, irgendwann beginnen sie sich hochzuziehen, können stehen und lernen das Laufen. Mit der Anschaffung eines Kinderlaufrads können Eltern einen wichtigen Beitrag leisten, um ihre Sprösslinge auf diesem Weg zu unterstützen.
Was ist ein Laufrad?
Laufräder sind eine Mischung aus Roller und Fahrrad. Auf Laufrädern trainieren Kinder sowohl ihre Balance als auch ihre motorischen Fähigkeiten. "Es ist geeignet für Kinder ab etwa zwei Jahren, die damit Motorik und Gleichgewicht üben", heißt es von der Deutschen Verkehrswacht. Um Laufrad zu fahren, müssen Kinder mehrere Dinge gleichzeitig bewältigen.
Laufrad Test: Ergebnisse und Empfehlungen
Fitshop prüft jedes Fitnessgerät auf Herz und Nieren. Eine gute Verarbeitung des Laufrads ist Grundvoraussetzung. Unser Test zeigt, dass die meisten Exemplare sicher sind. Stiftung Warentest überprüfte in der Dezemberausgabe 2018 insgesamt 15 Kinderlaufräder, darunter auch drei aus Holz, auf ihre Sicherheit und auf Schadstoffbelastungen.
Das Ergebnis ist wenig zufriedenstellend. Nur zwei Laufräder können wir mit "gut" empfehlen. Positiv sind die Ergebnisse der Praxisprüfung. Hier schneiden vier Räder mit "sehr gut" ab, eines erreicht die Note "gut". Keines ist schlechter als "ausreichend". Abstriche müssen wir bei der Ausstattung machen.
So können nach diesem Laufrad Test eigentlich nur zwei Modelle empfohlen werden: Das Puky LR Light und das Early Rider Superply Bonsai. Puky und Early Rider sind mit circa 170 Euro recht teuer. Beide Räder haben ein „gutes“ Ergebnis nur durch die Schadstoffe im Sattel bzw. Reifen verpasst. Alternativ kann man natürlich auch die empfehlenswerten Modelle früherer Laufrad Tests kaufen.
Holz oder Metall? Eine Frage der Präferenz
Eltern stehen beim Kauf zunächst vor der Frage: Holz oder Metall? Laufräder aus Stahl oder Aluminium können im Regen stehen, ohne dass viel passiert. Die Modelle aus Holz seien außerdem in der Regel etwas teurer, sagt Martin Hofmann von der Stiftung Warentest in Berlin, die Laufräder getestet hat. Bei der Stabilität gebe es dagegen keine großen Unterschiede. "Die Wahl ist Geschmacksache." Metallräder gibt es in Rosa und Hellblau, mit Motiven von Ernie und Bert oder den Wilden Kerlen. Klassische Holzräder kommen meist im schlichteren Design daher.
Vor- und Nachteile von Holzlaufrädern
- Vorteile: Klassischer Retro-Look, umweltfreundlich, nachhaltig, biologisch abbaubar.
- Nachteile: In der Regel teurer, empfindlicher gegenüber Witterungseinflüssen, schwerer als Metallräder, begrenzte Verstellbarkeit der Sitzhöhe.
Sicherheitshinweise
Unabdingbare Voraussetzung für ein sicheres Fahren ist, dass das Laufrad gut verarbeitet ist. Das Trittbrett von zwei Laufrädern im Test hängt mit der Unterkante gerade einmal 4,4 beziehungsweise sechs Zentimeter über dem Boden. An einem weiteren getesteten Laufrad beträgt der Abstand des vorinstallierten Seitenständers zum Boden bloß 7,7 Zentimeter. Stürzt das Kind und verdreht sich der Lenker, kann das Kind leicht darauffallen. Das ist besonders schmerzhaft, wenn die Lenker griffe keine verdickten Enden als Prallschutz besitzen. Die europäische Norm für Kinderfahrräder EN 14765 empfiehlt einen Durchmesser von vier Zentimetern.
Schadstoffe in Laufrädern
In sieben Produkten analysierte das von uns beauftragte Labor polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in den Griffen und Sätteln. Fünfmal ist der Gehalt stark erhöht. Schon seit Jahren weist ÖKO-TEST die Verbindungen, die aus Weichmacherölen stammen können, in Griffen aus Gummi oder Weichplastik nach - beispielsweise von Fahrrädern, Rollern, Werkzeugen und Elektrogeräten.
Stiftung Warentest ist der Meinung, dass Kinder vor Schadstoffen konsequent geschützt werden müssen. Als Grundlage dienten Grenzwerte, wie sie bei Spielzeug für Kleinkinder (unter 3 Jahren) gelten. Nur so sei ein ausreichender Schutz gegen fortpflanzungsschädigende und krebserzeugende Substanzen gegeben.
Kiddimoto: Laufräder im Motorrad-Design
Da schon kleine Jungs von großen Maschinen träumen - oder Väter das zumindest glauben -, gibt es auch Laufräder im Motorrad-Design: Beim britischen Hersteller Kiddimoto ähnelt das Laufrad einer Rennmaschine - Auspuff inklusive.
Die Firma kiddimoto hat sich mit durch aufregende und innovative Ideen einen Namen machen können. Dabei sind im Sortiment viele Kinderfahrzeuge und Laufräder zu finden, die passend zum Design einen eigenen Helm besitzen. Die Helme erfüllen alle Wünsche von Eltern und Kindern gleichzeitig.
Kiddimoto Helme: Sicherheit und Design
Ein kiddimoto Helm fällt in erster Linie durch den speziellen Retro-Look auf, der aber gerade bei den Kleinsten sehr gut ankommt. Die meisten Modelle sind als klassische Halbschale zu bekommen und rundlich gestaltet. Das heißt: der Hinterkopfbereich ist recht weit nach unten gezogen und gut geschützt. An der Front gibt es zwei große Belüftungsöffnungen, die für einen ausreichenden Luftstrom sorgen.
Die Halbschale selbst besteht aus einem robusten Kunststoff und ist im Inneren mit Schaumstoff-Pads ausgelegt. Sie sorgen für mehr Komfort und die richtigen Passform. Natürlich lassen sich die Fahrradhelme aber auch in der Größe leicht verstellen. Über das Drehrad am Hinterkopf zieht sich ein Ring aus Kunststoff um den Kopf fest. So verrutscht der Helm nicht und bleibt sicher auf seiner Positionen.
Die kiddimoto Helme lassen sich in einem relativ weiten Größenbereich verstellen. Dabei hast du die Wahl zwischen zwei festgelegte Größen in S und M. Miss dabei zunächst den Kopfumfang deines Kindes vom Nackenbereich bis über die Stirn. Das Maßband sollte sich an der breitesten Stelle befinden und oberhalb der Ohren entlang führen.
Worauf es beim Kauf ankommt
Die Frage, wann genau ein Kind „reif“ genug für ein Laufrad ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Altersangaben von etwa zwei bis drei Jahren können lediglich ein Richtwert sein. Viel entscheidender ist die individuelle Entwicklung des Kindes. Wie groß ist es? Und wie sieht es mit seinen motorischen Fähigkeiten aus?
- Größe: Das Kind sollte mit beiden Füßen sicher auf dem Boden stehen - und zwar mit der ganzen Sohle. Die Beine bleiben dabei leicht angewinkelt.
- Material: Eltern haben die Wahl zwischen Metall, Holz oder Kunststoff, wobei Metall und Holz am weitesten verbreitet sind.
- Gewicht: Metallräder zum Beispiel sind oft schwerer als Holzmodelle.
- Reifen: Kunststoff- oder Vollgummireifen sind deutlich robuster.
- Bremse: Davon sollten Eltern aber besser die Finger lassen, rät Reinhard Liebisch von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden. Die kleinen Fahranfänger seien mit der Bremse völlig überfordert.
Top 10 Holzlaufräder im Vergleich
Hier ist eine Auswahl von empfohlenen Holzlaufrädern, die auf dem Markt erhältlich sind:
| Modell | Besonderheiten | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| Early Rider | Kunstledersattel, Luftreifen | € 89,99 |
| Steiff Laufrad Classic | Handgefertigt, Bärenkopf aus Plüsch | € 110,50 |
| Prince Lionheart | Vollgummireifen, günstiger Preis | € 85,06 |
| Kinderfeets Retro | Nachhaltig, pflanzt einen Baum pro verkauftem Fahrrad | € 89,00 |
| KIDDIMOTO Kids Kurve | Birkeholz-Rahmen, verstellbarer Polstersitz | € 88,99 |
| Kinderkraft Runner | Sitz höhenverstellbar, EVA-Schaum Räder | € 59,06 |
| Hape Rutschrad aus Holz | Gummierte Räder, Farben auf Wasserbasis | € 54,98 |
| Wishbone Bike Original 3in1 | Wächst mit dem Kind, 3-in-1 Funktion | € 209,00 |
| BIKESTAR Laufrad | Schadstofffreie Materialien | € 54,99 |
| Janod Roller Laufrad | Retro-Look, höhenverstellbarer Sattel | € 68,99 |
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