Leidenschaftliche Biker teilen ihre Begeisterung gerne mit dem Nachwuchs. Doch wie steht es um die Sicherheit, wenn Kinder auf dem Motorrad oder im Beiwagen mitfahren? Hier ist der passende Kinder-Motorradhelm gefragt!
Welche Motorradhelme gibt es für Kinder?
Ein Kinder-Motorradhelm ist speziell auf die Kopfgrößen von Kindern zugeschnitten, sodass sie sicher auf Motorrädern, Rollern oder anderen motorisierten Zweirädern mitfahren können. Essentiell ist ein niedriges Gewicht, wobei gleichzeitig gängige Sicherheitsstandards geprüft werden sollten. Kinder-Motorradhelme gibt es in verschiedenen Materialien, Ausführungen und Formen, ähnlich wie bei Erwachsenen.
Grundlegend lassen sich Kinderhelme unterscheiden in:
- Ein klassischer Integralhelm mit festem Kinnbügel und eingebautem Visier. Ein Beispiel hierfür ist der HJC C10.
- Alternativ gibt es auch Jethelme mit Visier für die Mitfahrt auf dem Roller.
- Motocrosshelme sehen nicht nur cool aus, sondern eignen sich in Verbindung mit einer entsprechenden Brille auch besser für den Einsatz abseits befestigter Straßen.
- Weniger verbreitet als bei den Erwachsenen sind Klapphelme für Kinder, da die speziellen Anforderungen an die genaue Sitzform beim schnell wachsenden Kinderkopf schwer zu treffen sind.
Die richtige Größe finden
Welche Größe muss ein Kinder-Motorradhelm haben?
Das hängt vom Kopfumfang des Kindes ab. Um die geeignete Größe herauszufinden, misst man mit einem Maßband etwa einen Zentimeter oberhalb der Augenbrauen und Ohren die Kopfgröße des Kindes. Jeder Hersteller von Kinder-Motorradhelmen verfügt über eine Größentabelle, die vor dem Kauf mit dem Ergebnis abgeglichen werden sollte.
Wie schwer darf ein Motorradhelm für Kinder sein?
Dafür gibt es keine explizite Begrenzung. Je nach Art des Helms kann das Gewicht sehr unterschiedlich sein, beispielsweise bei einem Jet-Motorradhelm im Vergleich zu einem Integralhelm. Generell sollte man aber darauf achten, dass das Gewicht nicht über 1,5 kg liegt, da das Kind sonst schnell ermüden oder Nackenprobleme bekommen kann.
Was kostet ein guter Kinder-Motorradhelm?
Die Preisspanne für Kinderhelme liegt in den meisten Fällen zwischen 50 und 200 Euro. Unterschiede im Preis ergeben sich durch die Wahl des Materials, die Ausstattung der Polsterung und die Technik des Belüftungssystems. Rezensionen von anderen Kund:innen und Tests können einen guten Richtwert geben, was ein vernünftiger Preis für die persönlichen Anforderungen ist.
Ein Favorit der Online-Rezensionen ist der Protectwear SA03-BL-XS Kinderhelm aus Polycarbonat. Ihn gibt es in drei verschiedenen Farben, das Innenfutter ist herausnehmbar und waschbar, und er ist besonders leicht. Die möglichen Kopfumfang-Größen sind S bis XXXS.
Sicherheitsbestimmungen und Ausrüstung
Müssen Kinder in einen Motorrad-Kindersitz?
In Deutschland müssen Kinder unter sieben Jahren in einer geeigneten Sitzvorrichtung oder Rückenstütze platziert werden und einen für die Geschwindigkeit passenden Kinder-Motorradhelm tragen. Eine Ausnahme bieten spezielle Motocross-Strecken und Motorräder für Kinder, wo sie unter Aufsicht selbst fahren dürfen. Eine gewisse Altersgrenze, ab welcher Kinder mitfahren dürfen, gibt es nicht. Man spricht vielmehr von einer bestimmten körperlichen Reife, die ein Kinder erlangt haben muss. Dazu gehört z.B. dass das Kind mit den Füßen die Fußrasten gut erreichen kann und dadurch einen stabilen Sitz auf dem Motorrad hat. Des Weiteren muss das Kind in der Lage sein, sich selbstständig am Motorradfahrer festzuhalten und die typischen Neigungen in Kurven mitzugehen.
Kinder als Beifahrer auf dem Motorrad sind prinzipiell nicht verboten. Will man einigermaßen sicher unterwegs sein, gibt es aber vieles bei der Ausstattung und Ausrüstung zu beachten. Und: Ein Kind muss grundsätzlich hinter dem Fahrer bzw. der Fahrerin sitzen.
Motorrad-Kindersitz: Wann er Pflicht ist
Der Gesetzgeber regelt die Mitnahme von Kindern auf dem Motorrad in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung: Krafträder, auf denen eine zweite Person befördert wird, müssen mit einem Sitz für Beifahrer ausgerüstet sein. Hierfür sind Fußstützen und eine Festhaltemöglichkeit vorgeschrieben. Das Kind muss aber in jedem Fall körperlich und geistig reif genug dazu sein. Die Körpergröße ist dabei von besonderer Bedeutung: Bei einer Sitzprobe auf dem Motorrad zeigt sich, ob der Sprössling mit den Füßen die Fußrasten erreicht.
Kraft und Ausdauer sind ebenfalls wichtig, denn der Beifahrer bzw. die Beifahrerin muss sich über längere Zeit gut festhalten können.
Helmpflicht auch für Kinder
Selbst wenn nur wenige Runden um einen Häuserblock geplant sind, ist das Tragen eines Motorradhelmes auch für das mitgenommene Kind unverzichtbar. Ein Fahrradhelm reicht übrigens nicht aus, weil er im Ernstfall keinen ausreichenden Schutz bietet. Im Fachhandel werden geeignete Kinderhelme angeboten.
Kinderhelme sind leichter als die für Erwachsene, um eine unnötige Belastung im Nacken- und Schulterbereich des Kindes zu vermeiden. Die Schale von Kinderhelmen ist allerdings auch deutlich kleiner als bei normalen Helmen, was weniger Schutz bedeutet. Dafür passt er aber besser.
Wer auf dem Motorrad ein Kind ohne Helm mitfahren lässt, riskiert 60 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Trägt der oder die Erwachsene selbst keinen Schutzhelm, sind 15 Euro Verwarnungsgeld fällig.
Motorradbekleidung für kleine Beifahrer
Wie Erwachsene brauchen auch Kinder unbedingt eine spezielle Schutzausrüstung. Dazu gehören eine extra verstärkte Motorradhose und -jacke sowie robuste, mindestens halbhohe Stiefel und atmungsaktive Motorradhandschuhe. Kinderhandschuhe mit entsprechendem Schutz werden in vielen Variationen angeboten und sind unbedingt zu empfehlen. Winterhandschuhe als Ersatz sind nicht ratsam, da sie keinen sicheren Halt bieten und im Falle eines Ausrutschers nicht optimal schützen.
Eltern sollten unbedingt darauf achten, dass die Motorradbekleidung optimal passt. Ist sie zu klein oder zu groß, ist das Kind nicht ausreichend geschützt. Vorsicht ist bei Funktionskleidung aus Polyamid oder Polyester geboten, da diese im Fall eines Sturzes rutscht, schnell erhitzt und sich auf der Haut einbrennen kann. Den besten Schutz und eine größere Flexibilität als Lederbekleidung bietet Textilbekleidung mit abriebfesten Fasern wie Cordura. Diese Kleidung ist allwettertauglich, bietet ein herausnehmbares Innenfutter und auch Weitenregulierung.
Richtiges Verhalten üben
Vor der ersten Ausfahrt sollten Eltern und Kind gemeinsam das richtige Verhalten besprechen und einüben. Dabei ist es wichtig, dem kleinen Mitfahrer bzw. der kleinen Mitfahrerin zu erklären, mit welchen Fahrmanövern sie rechnen müssen und wie sie sich beispielsweise in Kurven richtig verhalten. Sinnvoll ist es auch, vor der Fahrt Klopfzeichen zu vereinbaren, damit das Kind signalisieren kann, wenn es anhalten möchte. Absolut empfehlenswert ist eine Gegensprechanlage, damit der Fahrer bzw. die Fahrerin mit dem Nachwuchs während des Trips stets in Kontakt bleiben kann.
Mit dem Kind als Sozius ins Ausland
Wer im Auslandsurlaub sein Kind auf dem Bike mitfahren lassen will, sollte bedenken, dass dort zum Teil andere Regelungen und Bestimmungen im Straßenverkehr gelten, die teilweise auch den Beifahrer bzw. die Beifahrerin betreffen. In manchen Ländern ist die Mitnahme von ganz jungen Kindern ausdrücklich verboten.
Tipps für den Helmkauf
Um uns nicht in die riesige Auswahl zu verstricken, teilen wir Ihnen gerne die folgenden vier Tipps mit:
- Welches Modell ist für Ihr Kind geeignet? Die Art des Modells, dass zu Ihrem Kind passt, hängt vom Endziel des Kinderhelms ab. Wird der Helm Kinder auf der Rückseite des Rollers getragen, während Sie durch die Stadt oder das Dorf fahren? Dann braucht Ihr Kind einen Rollerhelm. Oder wird der Kinderhelm zum Motorradfahren verwendet? Dann braucht Ihr Kind einen Motorradhelm.
- Welche Helmgröße passt zu Ihrem Kind? Es ist wichtig, dass ein Helm für Kinder die richtige Größe hat. Ein zu großer Helm für Kinder kann dazu führen, dass der Kopf einen zusätzlichen Schlag gegen die Innenseite des Helms macht. Ein zu enger Helm Kinder kann zu Kopfschmerzen führen, allerdings muss eine kleine Randnotiz hinzugefügt werden. Ein Helm Kind sollte am Anfang zu eng sein, denn der Helm Kinder sollte sich an den Kopf Ihres Kindes anschmiegen.
- Welcher Preis passt zu Ihrem Budget? Helme Kinder sind in verschiedenen Preisklassen erhältlich.
- Was ist eine schöne Farbe? Farbe ist sehr wichtig bei Kindern. Es ist eine wichtige Wahl, wenn es darum geht, einen Kinderhelm zu kaufen.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Es gibt einige zentrale Aspekte, die bei der Auswahl des richtigen Motorradhelms für Kinder Berücksichtigung finden sollten. Wichtig ist die Größe des Helms - dieser sollte weder zu eng noch zu locker sitzen. Die Innenpolsterung sollte ausreichend Komfort bieten und das Material des Helms muss robust und stoßabsorbierend sein. Zudem sollte der Helm über ein gutes Belüftungssystem verfügen, um Überhitzung zu vermeiden.
Auf dem Motorrad sollte sich das Kind immer sicher und wohl fühlen. Es ist wichtig, dass es gut sitzt und sich festhalten kann. Kinder sollten stets die Anweisungen des Fahrers befolgen und nicht während der Fahrt herumzappeln oder sich ablenken lassen.
Helmtypen im Überblick
- Integralhelm: Bietet umfassenden Schutz für den gesamten Kopf, einschließlich Gesicht und Kinn. Er hat ein festes Visier, das vor Wind, Regen, Staub und Insekten schützt. Außerdem hat er gute aerodynamische Eigenschaften, die den Geräuschpegel und den Luftwiderstand verringern.
- Jethelm: Schützt den oberen Teil des Kopfes und die Seiten, lässt aber das Gesicht frei. Es gibt ihn mit oder ohne Visier. Er ist leichter und bei warmem Wetter oft angenehmer zu tragen. Darüber hinaus bietet er ein freies Sichtfeld und eine bessere Belüftung.
- Motocross-Helm: Ist speziell für den Offroad-Einsatz konzipiert. Er hat einen verlängerten Kinnbereich und einen großen Helmschirm zum Schutz vor Schmutz und Ästen.
Materialien und Sicherheit
Die Sicherheit von Kinder-Motorradhelmen hängt entscheidend von den verwendeten Materialien ab. Diese müssen nicht nur robust und widerstandsfähig, sondern auch komfortabel und leicht sein, um den jungen Helmträgern optimalen Schutz zu bieten.
- ABS: Ein weit verbreitetes thermoplastisches Material, das für seine hohe Schlagfestigkeit und Haltbarkeit bekannt ist. Es bietet eine robuste Schutzschicht, die Stöße effektiv absorbiert und verteilt.
- Polycarbonat: Ein weiterer thermoplastischer Kunststoff, der extrem widerstandsfähig und robust ist. Helme aus diesem Material sind leicht, was den Tragekomfort für Kinder erhöht und gleichzeitig eine hervorragende Stoßfestigkeit bietet.
- Fiberglas: Besteht aus verwobenen Glasfasersträngen, die in eine Harzmatrix eingebettet sind. Diese Motorradhelme sind sehr robust und bieten eine hohe Energieabsorption bei einem Aufprall.
- Carbon: Zeichnet sich durch ein besonders niedriges Gewicht aus, bietet aber gleichzeitig enorme Stabilität und einen hohen Aufprallschutz.
- EPS: Ein weit verbreitetes Material für die Innenschale von Helmen. Es besteht aus expandierten Polystyrolkügelchen, die eine feste, schaumartige Struktur bilden. Dieses Material hat ausgezeichnete stoßdämpfende Eigenschaften.
Weitere wichtige Aspekte
- Belüftung: Eine gute Belüftung ist wichtig, um den Kopf des Kindes kühl und trocken zu halten. Motorradhelme für Kinder sollten über mehrere Belüftungsöffnungen verfügen, die für eine effektive Luftzirkulation sorgen. Einstellbare Belüftungsöffnungen ermöglichen es, die Luftzufuhr je nach Wetterbedingungen und persönlichen Vorlieben zu regulieren.
- Polsterung: Die Polsterung sollte aus weichen, hautfreundlichen und hypoallergenen Materialien bestehen, die keinen Juckreiz oder Hautreizungen verursachen. Eine dicke Polsterung erhöht nicht nur den Komfort, sondern trägt auch zur Stoßdämpfung und damit zur Sicherheit bei.
- Gewicht: Ein leichter Helm, der weniger als 1,5 kg wiegt, entlastet Nacken und Schultern des Kindes. Das ist besonders bei längeren Fahrten wichtig.
- Passform: Ein gut sitzender Helm ist unverzichtbar. Verstellbare Riemen und ein anpassbares Innenfutter sorgen dafür, dass der Helm sicher und fest sitzt, ohne zu drücken.
- Schalldämmung: Eine gute Schalldämmung reduziert Wind- und Motorgeräusche.
Sicherheitsstandards und Zertifizierungen
Kinderhelme müssen die gleichen strengen Sicherheitsanforderungen erfüllen wie Helme für Erwachsene. Einer der wichtigsten Indikatoren für die Sicherheit eines Helms ist die Zertifizierung durch anerkannte Prüfnormen. In Europa ist die ECE-Zertifizierung der gängigste Standard für Motorradhelme, auch für Kinderhelme, in einigen anderen Ländern ist die DOT-Zertifizierung maßgebend.
Helmgrößen für Kinder
Die Helmgröße richtet sich in erster Linie nach dem Kopfumfang des Kindes, der individuell verschieden sein kann. Deshalb ist es wichtig, den Kopf des Kindes vor dem Kauf eines Helms genau zu vermessen. Die folgende Tabelle gibt Dir eine Orientierungshilfe, welche Helmgröße für welchen Kopfumfang und damit meist auch für welches Alter geeignet ist. Da Kinder unterschiedlich schnell wachsen, sind dies nur grobe Richtwerte. Ein Helm sollte immer anprobiert werden, um sicherzustellen, dass er richtig passt.
| Alter | Kopfumfang (cm) | Helmgröße |
|---|---|---|
| Kleinkinder | 49-51 | XXS-XS |
| 6-10 Jahre | 52-55 | S-M |
| Jugendliche | 56-58 | M-L |
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