Komoot Nur Radwege: Die Optimale Routenplanung für Radfahrer

Gute Planung = gute Fahrt! Wenn Sie eine Radreise machen möchten, also URLAUB auf dem Rad, dann investieren Sie bitte vorher Zeit in die Routenplanung. Ich sehe immer wieder Paare oder Grüppchen, die mit Sack und Pack auf der vielbefahrenen Bundesstrasse fahren, obwohl quasi hinter dem nächsten Gebüsch ein sicherer Radweg wäre. In einer Gruppe sollte zumindest eine Person sein, die mit Komoot oder einem anderen guten Planungstool für RADROUTEN vertraut ist.

Warum Komoot?

Komoot ist der Marktführer aus Gründen. Da die Routenführung für mich ganz entscheidend dazu beiträgt, wie schön und entspannt meine Tour wird, ist für mich die kleine Investition in Komoot auf jeden Fall den Preis wert. Auf den Tag runtergerechnet reden wir über ein paar Cent.

Ich bin Fan von Komoot, weil ich damit wirklich gutes Kartenmaterial speziell fürs Radfahren und andere nützliche Features bekomme. Die Benutzerfreundlichkeit ist hier für mich das beste Argument, es ist einfach in der Bedienung, und wer es nicht versteht, findet im Netz bei YouTube zahlreiche toll gemachte Tutorials.

Alternativen zu Google Maps

Bitte planen Sie Ihre Radtouren nicht mit Google Maps, auch nicht mit der Einstellung für Radfahren. Sie werden damit wahrscheinlich nicht glücklich. Ich persönlich halte Google Maps tatsächlich für die schlechteste Option zur Routenplanung für Radtouren. Wer mit Google Maps navigiert, kommt zwar auch irgendwie ans Ziel, aber wird oft keine große Freude an den Touren haben, da die Streckenführung nicht für Radfahrer optimiert ist. Und selbst wenn man dabei "Radfahren" auswählt, ist die Streckenführung oft nicht die beste zum radeln. Viele kleinere Wege werden bei Google gar nicht angezeigt.

Ich wäre im Zweifelsfall aber lieber mit einer klassischen (Papier)Fahrradkarte unterwegs, bevor ich Google Maps zum Radfahren nutzen würde. Andere Radler sind mit Bikemap, Strava, Naviki, Outdoor Active, Mappy.cz oder anderen Apps unterwegs, die zum Teil günstiger oder kostenlos sind. Das ist Geschmackssache. Es muss letztlich jeder selber ausprobieren, womit man am besten klarkommt.

Die Planung mit Komoot

Bei Komoot kann ich viele individuelle Einstellungen vornehmen, zum Beispiel, welche Art Rad ich fahre, meine Kondition, den gewünschten Schwierigkeitsgrad, die Beschaffenheit der Wege, Steigungen, die Länge der Strecke, und einiges mehr. In der Premium Version kann man auch Mehrtages Touren planen, mit gewünschter Dauer und Etappenlänge. Man bekommt dann auch schon Vorschläge, wo man am Etappenziel übernachten könnte. In Kombination mit Booking finde ich das sehr praktisch.

Wichtig: Die Tourpalnung mit Komoot macht ihr am besten am PC. Alles, was ihr dort macht, findet Ihr dann auch in der App auf Eurem Handy. Solange ich Komoot nutze, bekommt Ihr hier alle Tourinfos auf dieser Basis. Ich bin auch noch immer nicht mit allen Finessen vertraut, die Komoot anbietet, aber die Basics sollte man kennen und kann die auch schnell lernen.

Komoot Premium und Fahrradkarten

Bei Komoot Premium wählt man zur Planung die Einstellung Fahrradkarte. Wenn man mit dieser Auswahl in die Karte reinzoomt, sieht man dann Strassen und Wege, die grün oder grün/lila unterlegt sind. Das sind dann die Strecken, die besonders gut zum radeln geeignet sind.

Kommot sucht dabei immer nach Strecken, die abseits von großen Strassen, auf Nebenstrassen, Wald- und Wirtschaftswegen, oder zumindest auf Strassen mit separatem Radweg verlaufen. Ich bin nun schon drei Jahre damit unterwegs, und kann mich nicht erinnern, daß ich mal auf einer verkehrsreichen Hauptstrasse fahren sollte. Zumindest keine, wo es keinen extra Radweg gab. Komoot hat fast immer eine Alternative.

Auf diesem Beispiel Foto seht ihr die blaue Route, die als erstes von Komoot vorgeschlagen wurde. Daneben sind aber andere Strassen in grün oder sogar grün/lila unterlegt. Ich bekomme auf jeden Fall die "schönere" Route, wenn ich die blaue Linie auf eine der beiden anderen rüberziehe, also umplane. Auf diesem Beispiel Bild seht Ihr, daß Strassen in grün unterlegt sind. Das sind die, die man für die Route auswählen sollte.

Nutzung von Vorhandenen Routen

Noch einfacher, als eine individuelle Route zu planen, ist es, auf bereits existierende Routen zurückzugreifen. Da gibt es endlos viele Vorschläge bei Komoot, die von anderen Radlern schon abgefahren wurden. Die kann man dann einfach übermehmen, und/oder auf eigene Bedürfnisse umplanen.

Alle bekannten und allgemein beliebten Radrouten haben inzwischen auch eine eigene Webseite. Immer mehr Tourismusverbände bieten inzwischen auf ihren Webseiten auch bereits fertige Tourenvorschläge für Radfahrer an, oft schon mit GPX Daten zum runterladen. Dort habe ich schon ganz oft schöne Touren entdeckt. Ihr könnt also auch mal eure bevorzugte Reisegegend googeln und schauen, ob der lokale Tourismusverband da nicht schon schöne Vorschläge parat hat. Ein gutes Beispiel ist die sehr gelungene Seite von www.radrevier.ruhrDort hat man bereits zahlreiche Routen ausgearbeitet und mit GPX Daten bereitgestellt.

Die „beliebten“ Routen sind auch gut ausgeschildert, (und die Beschilderung gepflegt) die kann man auch ohne große Routenplanung tatsächlich einfach nachfahren. Für die Nutzung von Komoot gibt es viele hilfreiche YouTube Videos, falls ihr nicht gleich damit zurecht kommt. Wenn man sich da einmal näher mit beschäftigt, wird die Planung mit der Zeit immer einfacher.

Weitere Planungstipps

Bei größeren Touren macht es Sinn, sich vorab mit der Route zu beschäftigen, sie genau anzusehen und an Eure individuellen Bedürfnisse anzupassen, um unschöne Erfahrungen zu vermeiden. Es reicht meist nicht, einfach nur sein Handy Navi mit Google Maps einzuschalten, die Strecke von A nach B einzugeben und sich dann zu ärgern, daß der Weg nicht schön war. Oder ganz ohne Planung / Navi loszuradeln, weil es ja Schilder gibt. Oft gibt es dann doch keine, oder sie sind verdreht, dreckig, oder umgefallen. Der kürzeste Weg ist selten die optimale Streckenwahl für Radler.

Mir persönlich macht das Planen richtig viel Spaß. Dafür nehme ich mir auch sehr viel Zeit, recherchiere und lese viel, bestelle mir auch mal Infomaterial, Bücher, und durchforste das Internet. Es gibt viele Quellen, aus denen man sich Infos holen und dann eine gute Tourplanung machen kann. Eine gute Routenplanung ist für mich neben Rad, Ausrüstung und Wetter der wichtigste Faktor, um dann auch eine schöne Tour zu haben.

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