Kompakt-E-Bikes haben sich eine eigene Nische geschaffen, da sie einige Vorteile bieten. Vor allem eignen sie sich gut als Familienrad. Die meisten Kompakten lassen sich sehr gut auf einen breiten Größenbereich einstellen, meist von etwa 1,60 bis knapp 1,90 Meter Körpergröße. Das ist dank Funktionen wie dem "Speedlifter" am Kalkhoff Image Advance+ und am I:sy Century möglich, der die Lenkerhöheneinstellung sehr einfach macht. Oder durch einen Spezial-Lenkerdom wie beim Riese und Müller Tinker.
Aufgrund ihrer kleinen Laufräder sind Kompakt-E-Bikes wendiger als andere Bikes. Dies ist im Stadtverkehr und beim Rangieren am Fahrradständer praktisch und macht Spaß. Trotzdem vermitteln Räder wie das Bergamont oder das Riese und Müller durch einen entspannten Geradeauslauf ein Gefühl der Sicherheit. Neben der ausgewogenen Lenkgeometrie liegt das natürlich auch an der guten Einstellbarkeit.
Ein weiterer Vorteil ist der tiefe Einstieg. Gerade für kleinere oder ältere Menschen ist es einfacher, durch- als drüberzusteigen. Wenn über dem hinteren Träger noch ein Kindersitz montiert ist, wird das bei einem Rad mit normal hohem Oberrohr beschwerlich. Auch wenn nicht alle den gleichen Einstiegskomfort bieten, ist der Aufstiegskomfort gegenüber 28er-Diamant-Rahmen enorm.
Was kann ein Kompakt-E-Bike?
Ein Beispiel: Das I:sy ist etwa knapp 1,60 Meter lang - ein Normalrad misst gut 1,90 Meter. Ebenso die Breite, die man fürs Abstellen berechnen muss: Das I:sy braucht etwa 29 Zentimeter (mit Faltpedalen), beim Normalrad muss man mit 55-70 Zentimetern, sprich: Lenkerbreite, rechnen, wenn man nicht mit Werkzeug anrücken will. Diese schnelle Verschlankung nützt nicht nur auf dem Autoträger, sondern auch in der City-Wohnung oder dem kleinen Kellerraum. So ist es kein Wunder, dass Falt- und Kompakträder vor allem in Großstädten mit vielen sehr kleinen Wohnungseinheiten der Renner sind.
Kompakt-Pedelecs: Stabile Rahmen
Meist bilden Kreuzrahmen-ähnliche, stabile Frames die Basis für Kompakträder. Bis auf den Rahmen des lifestyligen Cooper UTY sind das sehr robuste Alurahmen mit großen Rohrquerschnitten, durchwegs sauber verarbeitet und mit gelungener Aufnahme des Mittelmotors, auf den alle Testprobanden setzen. Bei manchen Bikes gibt es eine teilbare Hinterbaustrebe, die das Einfädeln eines Antriebsriemens erlaubt. Das Tinker erledigt das noch eleganter durch einen speziellen Hinterbau. Die Kettenstrebe verläuft hier nicht innerhalb, sondern oberhalb des Riemens.
Das ist wichtig, denn für ein Alltags-Cityrad ist der Riemenantrieb, mit einer Schaltnabe kombiniert, die perfekte Antriebsoption. Besonders gefallen haben uns die schön gearbeiteten Rahmen von Tinker, Kalkhoff, Winora, doch eigentlich wirken alle Rahmen sehr gut gearbeitet. Kompakt heißt auch robust und tragfähig: Kurze, dicke Rohre können mehr Last verkraften als lange - auch daher sind diese Räder oft bessere Lastenträger als die Normalos. So liegen die Systemgewichte der Räder zwischen 130 und satten 170 Kilogramm (Kalkhoff) - leicht ausreichend für den Wocheneinkauf, aber noch keine Maurerfuhre.
Eine Ausnahme in Sachen Rahmen: Der schöne Stahl-Kreuzframe des Cooper UTY. Das ist aber nicht das einzige Merkmal, welches das Rad zum Paradiesvogel unter den Kandidaten macht: Das Rad ist weniger Familien- oder Nutzrad - auch wenn der Name das vermuten lässt - sondern klar ein lifestyliges Spaßgerät im Gewand des Kompaktrads, das damit seine eigene Nische hat. Leichtgewicht, angenehmer Lauf, geringe Abmessungen stehen auch einem Lifestyle-Boliden gut.
Sind Kompakt-E-Bikes komfortabel?
Die richtige Zusammenstellung macht’s. Wer mehr Komfort will, als ihn die breiten Reifen bieten können - was schon einiges ist -, sollte auf eine Federstütze wie am Kalkhoff setzen. Sie spricht gut an und ist per Lenkerhebel absenkbar. An der Ampel anhalten und beide Beine sicher auf den Boden stellen, Hebel drücken, fertig. Beim Losfahren den Sattel wieder kurz entlasten, und die Stütze rastet in der richtigen Höhe ein. Noch mehr Federung? Das Test-Tinker kann mit einer fein arbeitenden Federgabel und einer ebensolchen Parallelogramm-Federstütze fast schon Fully-Gefühle bieten.
Klar ist auch: Hochwertige Feder-Komponenten wie die Spinner-Federgabel machen Räder teurer. Doch wer Wert darauf legt, bekommt damit auch viel geboten. Was die kleinen, fetten Reifen grundsätzlich besser können als die meisten anderen, ist Kopfsteinpflaster. Hier scheitern sogar hochwertige Federgabeln. Mit dem richtigen (geringen) Luftdruck befüllte Breitreifen bollern die nervigen Steine nahezu weg. Wichtig: Bei zu wenig Luftdruck (je nach Beladung unter 2 Bar) steigt allerdings die Durchschlaggefahr. Zusätzlich wird das Kurvenhandling weniger exakt.
Fehleinschätzungen über Kompakt-E-Bikes
Fehleinschätzung 1: So kleine Reifen und Felgen sind nicht stabil genug.
Doch, kleine Räder sind sogar stabiler als die großen. Je kleiner ein Laufrad, desto stabiler ist es bei gleichem Aufbau. Eine Acht in so ein Laufrad hineinzubekommen ist fast schon eine Herausforderung. Verständlich: Je länger etwas ist, desto leichter lässt es sich verbiegen - und das trifft auf Felgen auch zu.
Fehleinschätzung 2: Da muss man so viel treten.
Das war schon ein beliebtes Argument gegen die Eingang-Klappräder der 70er-Jahre. Und: Es traf dort zu. Durch die kleinen Räder kam man flugs vom Fleck, aber in Sachen Geschwindigkeit waren diese Räder ein Malheur. Für über 20 Stundenkilometer musste man ein Meister der hohen Trittfrequenz sein. Doch das wäre auch damals schon anders möglich gewesen: mit Gangschaltungen wie bei unseren Testboliden. Und dadurch haben, unabhängig von der Motorunterstützung, unsere Kompakt-E-Bikes durchgängig eine Übersetzung, die eine Trittfrequenz wie etwa bei großen Laufrädern ermöglicht. Hinzu kommt die Leistung der Motoren, die auch niedrigere Trittfrequenzen mit wenig Trittkraft möglich machen.
Fehleinschätzung 3: E-Bikes mit so kleinen Rädern sind unkomfortabel.
Richtig ist zunächst, dass kleinere Reifendurchmesser kleine Hürden wie eine Bordsteinauffahrt weniger leicht “schlucken”. Etwa so, wie für ein kleines Kind eine 30-Zentimeter-Stufe aufgrund der kürzeren Beine eine größere Herausforderung darstellt als für Erwachsene. Doch haben unsere Zwanzigzöller grundsätzlich dicke Reifen von mindestens 50 Millimetern Breite. Diese rollen auch mit wenig Druck sehr leichtfüßig. Nebeneffekt: Sie dämpfen Schläge vom Untergrund deutlich besser als schmale Reifen, mit denen man nur höhere Luftdrucke fahren kann. Wer die Pneus seines Kompaktrads also nicht auf vier, sondern nur bis gut 2 bis 2,5 Bar aufpumpt, kann damit relativ komfortabel unterwegs sein. Beachten Sie den auf der Reifenflanke angegebenen Druck! Nebenher: Der natürliche Feind des City-Bikers, die Straßenbahnschiene, verliert mit den breiten Reifen auch seine Schrecken.
Kompakt-E-Bikes mit Bums - und Gewicht
Die meisten unserer Testboliden setzen auf Varianten des Bosch-Performance-Line-Motors mit bis zu satten 85 Newtonmeter. Da diese Räder häufig mit etwas Gepäck gefahren werden, ist das manchmal sinnvoll, aber nicht unbedingt notwendig. Schön ist dabei aber, dass ein starker Motor die Kompakten auch zu Spaßbikes macht. Sparsam und trotzdem stark ist der Auto-Modus der neuen Smart-System-Ausführung des Motors, der sich auch beim Kompaktrad bewährt. Gerade das Stop-and-go der City kann ein kräftiger Motor die Fahrt durch die Stadt entspannter machen.
Wer das Rad als pures Alltagsrad verwendet, kommt gut mit einem minimalistischen Lenker-Display aus, wie am Cooper, das als einziges auf einen sehr harmonischen, aber etwas weniger starken Shimano-Motor setzt.Wer etwas mehr erfahren oder gar Navigation integrieren will, kommt mit Displays wie dem Kiox 500 am I:sy besser weg. Alle Anzeigen sind auch bei schlechten Lichtverhältnissen ausreichend gut abzulesen. Kleine Reifen manchen noch keine Fliegengewichte - die E-Bikes wiegen zwischen 24,4 und satten 27,7 Kilogramm. Trotzdem kann man sie meist etwas besser tragen als klassische E-Bikes, was zum einen am oft ergonomisch gut zu greifenden Rahmen liegt, wie beim Kalkhoff mit “Griff”, zum anderen aber auch daran, dass durchwegs eher kleine Akkus mit bis zu 545 Wattstunden verbaut sind.
So kann man bei mittleren Unterstützungsmodi,75 Kilo Fahrergewicht und ebenem Terrain auf eine durchschnittliche Reichweite von rund 55 bis 65 Kilometern kommen.
Kompakt, aber sicher!
Auch in Sachen Sicherheit werden die Kompakt-E-Bikes wie Große behandelt werden. So finden wir an den Vorderrädern teilweise große 180er-Bremsscheiben, mit denen die Räder durchweg knackig und wohldosiert verzögern, aber auch mit 160ern wie am Tinker und Cooper ist die Verzögerung angemessen. Der City-Affinität kommt das Rahmenschloss wie am I:sy oder Cooper zugute. Schnell mal vorm Bäcker abstellen, damit sichern und - in Sichtweite - einkaufen, das erleichtert den Alltag. Fürs Langzeitparken braucht es natürlich ein starkes Schloss und einen Anschluss an einen Fahrradbügel oder ein Verkehrszeichen.
Perfekt ist ein ins Rad integrierter Tracking-Chip wie im Tinker. Der ist mittlerweile bei vielen E-Bike-Herstellern erhältlich und führt bei Diebstahl oft zum Wiedererhalt des Rads.
Fehleinschätzung 4: One Size fits all - das geht nicht!
Können Kompakträder wirklich für Körpergrößen zwischen 1,60 und 1,90 Metern passen? Und wieso geht das bei anderen Rädern nicht? Die erste Frage ist einfach zu beantworten. Können Sattelhöhe, Lenkerhöhe und eventuell auch Lenkerneigung ausreichend breit verstellt werden, fühlen sich Menschen innerhalb dieses Größenspektrums ergonomisch tatsächlich wohl. Die zweite Antwort ist komplexer. Vereinfacht gesagt: Es liegt an den kleinen Laufrädern.
Die Standardgröße für Laufräder ist für City- und Tourenräder 28 Zoll. Es gibt aber daneben noch wichtige Rahmenmaße, unter anderem für den Radstand - den Abstand der Achsen. Er wächst bei “großen Rädern” alleine deshalb schon mit der Größe des Radlers, weil ansonsten die Fußspitzen in Kurven mit dem Vorderrad in Konflikt kämen. Verwende ich ein 20-Zoll-Vorderrad, passiert das nicht. Wenn aber der Radstand bei einem 28-Zöller so gewählt wird, dass es auch bei großen Menschen keinen solchen Konflikt gibt, wird das Rad für kleine Menschen schlicht zu lang, und auch die Lenkgeometrie wäre für sie schwierig.
Gepäcktaschen auf Kompakträder?
Mit etwas Sorgfalt geht's gut. Fast immer sind Kompakt-E-Bikes mit Gepäcktaschen-tauglichen Heckträgern ausgestattet. Wegen der kleinen Räder und vor allem bei Trägern mit zweiter Reling hängen die Taschen sehr tief, was dem Schwerpunkt und damit dem sicheren Handling zugutekommt. Aufpassen muss man trotzdem - Beispiel Kalkhoff: Hier kann die linke Tasche an der Bremsscheibe schleifen, wenn sie zu weit hinten hängt. Grundsätzlich sollte man die Taschenhaken und den Sicherungswinkel genau einstellen und testen, ob die Taschen dann ausreichend Fersenspiel bieten.
Am käfigartigen Träger des Bergamont-Trägers sind Gepäcktaschen dagegen sehr simpel anzuhängen, ohne irgendwo anzuecken. Beim Fahren mit 20 Kilo Gepäck schnitten unsere Kompakten übrigens durchwegs gut bis sehr gut ab - besser als mancher Tiefeinsteiger! Die Listen mit nützlichem Zubehör für die Kleinen sind oft lang. So gibt es beim I:sy nicht nur den klassischen Korb - auch den für Vierbeiner - und viele verschiedene Taschen, sondern ebenso spezielle (System-)Gepäckträger für vorne und hinten. Dabei sind auch Adapter erhältlich, die das schnelle, sichere Anbringen von speziellem Zubehör ermöglichen.
Was bekommt man also mit den Kleinen für 3000 bis 5000 Euro? Durchwegs Räder, die für die City und vielen Pendelwegen darin prädestiniert sind wie das Radius, die durchaus extrem komfortabel sein können, wie man am Tinker erlebt, bis auf den Lifestyle-Charmeur Cooper sehr familienfreundlich daherkommen und nicht zuletzt jede Menge Fahrspaß auch mit Gepäck bieten, wie am I:sy. Dabei orientieren Sie sich haltungsmäßig mal eher am Hollandrad wie dem Bergamont, mal eher am Tourer wie dem Kalkhoff und fahren wirklich alles deutlich ausgewogener, als es der Skeptiker, der vom klassischen 28er kommt, erwartet. Und manches ist schon eine Stilikone, wenn auch eine aus dem Alltag...
Alle 6 Kompakt-E-Bikes im Vergleich
Bequem-Einsteiger vs. Tiefeinsteiger
Tiefer Einstieg ist für Kompakt-E-Bikes Pflicht. Hier reden wir allerdings nicht von 30 Zentimetern wie bei manchem City-Bike. Doch während wir bei einem 28-Zoll-Rad mit Oberrohr bei mittlerer Rahmenhöhe mit gut 80 Zentimetern Oberrohrhöhe rechnen müssen, geht das mit dem I:sy schon bei rund 47 Zentimetern los. Das Kalkhoff fordert 52, Bergamont 55, Winora 57, Riese und Müller etwa 64 und das Cooper 67. Die beiden letzten sind sicher nicht besonders Stop-and-go-affin, doch auch hier ist das Aufsteigen immer noch weit angenehmer als per Beinschwung über den Sattel und auch für kleine Menschen gut machbar.
Zuladung der Kompakt-E-Bikes: So viel ist drin
Einkauf, Baumarkt, Kindertaxi: Unsere Kompakträder sind auch Transporträder im Kleinen. Hier sehen Sie auf einen Blick, wie viel ein 75 Kilogramm schwerer Fahrer auf dem jeweiligen Bike noch zuladen kann. Achtung: Dieser Wert sagt aber nichts über die Belastbarkeit der Träger aus. Die Daten finden Sie im jeweiligen Testbrief.
- Bergamont: 27,3 Kilo
- Cooper: 30,6 Kilo (Träger: 10 Kilo)
- Riese und Müller: 34,5 Kilo
- I:sy: 48,9 Kilo
- Winora: 50 Kilo
- Kalkhoff: 67,5 Kilo
Fehleinschätzung 5: Das spart nicht wirklich Platz.
Doch, und zwar lang wie breit. Ein 28er-Fahrrad hat eine Gesamtlänge von etwa 195 Zentimetern. Bei unseren Falträdern kommen wir im Mittel auf etwa 165 Zentimeter.
IMTEST Kompakt-E-Bike Test
IMTEST hat fünf aktuelle Modelle sowohl im Alltag auf unterschiedlichen Untergründen gefahren als auch im akkreditierten Labor von Qima testen lassen. Dabei konnte das I:SY N3.8 ZR CX Comfort den Testsieg für sich entscheiden, während das Tern NBD S5I* den Preis-Leistungssieg holte.
Die IMTEST-Favoriten
- Testsieger: I:SY N3.8 ZR CX Comfort
- 2. Platz und Preis-Leistungs-Sieger: Tern NBD S5i
- Weitere empfehlenswerte Kompakt-E-Bikes
- 3. Platz: Flyer Upstreet1 7.43
- 4. Platz: Bergamont Hans-E N5E Belt
- 5. Platz: Velo de Ville KEB 590
Details zu den Top-Modellen
I:SY N3.8 ZR CX Comfort
Das I:SY punktet mit einer sehr komfortablen Ausstattung, wie der Name bereits erahnen lässt. Dazu zählen nicht nur die Griffe und die gefederte Sattelstütze sondern auch das Kiox 500-Display, mit dem man sich in Kombination mit der Bosch eBike Flow App gut navigieren lassen kann. Die Gesamtausstattung schlägt allerdings beim Preis zu Buche. Mit knapp 5.000 Euro ist das N3.8 ZR CX Comfort mit das teuerste Rad im Test.
- Vorteile: Das E-Bike kombiniert eine Rundum-Sorglos-Ausstattung mit hoher Reichweite, sehr guten Bremswerten und einem hohen zulässigen Gesamtgewicht von 150 Kilogramm.
- Nachteile: Der Energieverbrauch bei der Messung der Akkuleistung ist mit 8,9 Wattstunden / Kilometer etwas hoch.
Tern NBD S5i
Das E-Bike von Tern richtet sich nach eigenen Angaben aufgrund der Rahmengeometrie an Menschen, die aus verschiedensten Gründen Probleme mit einem “normalen” E-Bike haben. Denn mit 25 Kilogramm (inklusive Akku) ist das NBD S5i immerhin das leichteste Rad unter den Testkandidaten, was sich auch positiv in der Handhabung bemerkbar macht.
- Vorteile: Sehr einfaches Auf- und Absteigen, lieferte beim Reichweitentest mit 59,5 Kilometern das beste Ergebnis.
- Nachteile: Pedalen lassen sich nicht wie bei den anderen Testkandidaten umklappen.
Flyer Upstreet1 7.43
Das Flyer Upstreet1 7.43 besticht durch seine schlanke Optik, da es den Akku elegant im Rahmen verbaut hat und dadurch sehr aufgeräumt daherkommt. Mit 54,5 Kilometern erzielte es bezüglich der Reichweite den gleichen guten Wert wie das I:SY. Dazu gesellt sich ein geringer Energieverbrauch von 7,7 Wattstunden / Kilometer und ein hoher Unterstützungsfaktor bei 6%iger Steigung von 3,4.
- Vorteile: Schlanke Optik, gute Reichweite und geringer Energieverbrauch
- Nachteile: Wünschenswert wäre noch ein Tragegriff im Rahmen, so würde das Pendeln mit dem Rad noch vereinfacht werden.
Bergamont Hans-E N5E Belt
Das Hans-E N5E Belt wirkt auf den ersten Blick mit am wuchtigsten von allen fünf Testkandidaten, was sich auch beim Gewicht von 28,8 Kilogramm widerspiegelt. Der Einsatzzweck liegt hier klar im urbanen Bereich, denn dank Front- und Heck-Gepäckträger lässt sich so einiges an Einkäufen mitnehmen. Alternativ kann auch ein Kindersitz auf dem Heckträger montiert werden. Ebenso praktisch für die Stadtwohnung: Hans lässt sich aufrecht parken.
- Vorteile: Viele praktische Alltagsfeatures, mit 20,2 km/h sehr schnell bei 6%iger Steigung im Test, dazu eine hoher Unterstützungsfaktor von 3,4.
- Nachteile: Motor optisch nicht ganz so schön verbaut und um den Akku herauszunehmen, muss das E-Bike senkrecht stehen (Entnahme aus dem unteren Ende des Unterrohrrahmens - siehe Foto).
Velo de Ville KEB 590
Das E-Bike von Velo de Ville bietet einen hohen Fahrkomfort auf sämtlichen Untergründen, da es sowohl mit einer Federgabel als auch mit einer gefederten Sattelstütze ausgestattet ist. Dank Schnellspannern für Sattel und Lenker sowie einklappbaren Pedalen lässt es sich gut im Wohnmobil verstauen. Ein Tragegriff im Rahmen erleichtert dabei die Handhabung.
- Vorteile: Auch wenn das E-Bike in dieser Ausstattung ohne Display kommt, lässt es sich mit der Bosch eBike Flow App koppeln. So kann der Nutzer viele Feinabstimmungen vornehmen und weitere Funktionen nutzen.
- Nachteile: Trotz schlankem Antriebssystem (Bosch Performance Line SX) bringt das KEB 590 gut 28 Kilogramm auf die Waage. Zudem ist es das teuerste E-Bike im Test.
IMTEST FAQ zu Kompakt-E-Bikes
- Was ist ein Kompakt-E-Bike?
- Worin unterscheiden sich Kompakt-E-Bikes von Falträdern?
- Sind Kompakt-E-Bikes für längere Touren geeignet?
- Sind Kompakt-E-Bikes für alle Körpergrößen geeignet?
- Wie schwer sind Kompakt-E-Bikes?
- Kann ich ein Kompakt-E-Bike leicht transportieren?
- Sind Kompakt-E-Bikes für Offroad-Fahrten geeignet?
- Wie teuer ist ein gutes Kompakt-E-Bike?
Ein Kompakt-E-Bike ist ein Elektrofahrrad mit kleineren Rädern (meist 20 Zoll) und einem kompakteren Rahmen als herkömmliche E-Bikes. Dies macht sie wendiger und leichter zu transportieren.
Kompakt-E-Bikes sind in der Regel stabiler und bieten ein höheres zulässiges Gesamtgewicht als Falträder. Falträder lassen sich hingegen kleiner zusammenklappen.
Ja, mit dem richtigen Akku und einer komfortablen Ausstattung sind Kompakt-E-Bikes durchaus für längere Touren geeignet.
Dank verstellbarer Lenker und Sättel eignen sich die meisten Kompakt-E-Bikes für Fahrer zwischen 1,60 und 1,90 Meter Körpergröße.
Das Gewicht der meisten kompakten Modelle liegt zwischen 24 und 26 Kilogramm.
Ja, Kompakt-E-Bikes sind leichter und handlicher als herkömmliche E-Bikes, was den Transport erleichtert.
Mit breiten Reifen und einer guten Federung können Kompakt-E-Bikes auch auf Feld- und Waldwegen gefahren werden.
Ein gutes Kompakt-E-Bike kostet in der Regel zwischen 3.000 und 5.000 Euro.
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