Größe, Gewicht und einfaches Handling spielen bei Zubehörteilen, die man bei jeder Radfahrt dabei haben muss, eine wichtige Rolle. Dazu zählen natürlich auch alle Hilfsmittel, um unterwegs Luft in die Reifen zu bekommen. In den meisten Fällen sind dafür CO2-Kartuschen oder Minipumpen im Einsatz. Kartuschen sind zwar klein, schnell und komfortabel, dafür aber mit viel Müllproduktion verbunden, da sie nicht „wiederaufladbar“ sind. Minipumpen hingegen sind unkomfortabel, relativ sperrig und das Pumpen ist langwierig. Eine elektrische Fahrradpumpe kann hier Abhilfe schaffen, indem sie den Reifen per Knopfdruck innerhalb von ca. 60-90 Sekunden aufpumpt. Kein lästiges Gezerre mehr wie mit der kleinen Handpumpe, bei der man gefühlt 5-10 Minuten pumpen muss!
Die CYCPLUS CUBE im Detail
Der CYCPLUS CUBE ist ein Minikompressor, um schnell und einfach Luft in die Reifen zu bekommen. Damit will das Gerät die besten Eigenschaften von Minipumpe und CO2-Kartuschen vereinen. Kleine Pumpe, kleine Abmessungen und kleines Gewicht?
Der Body des CYCPLUS CUBE-Minikompressors besteht aus Aluminium, wodurch der kleine Würfel schon mal richtig hochwertig wirkt. Als kompatible Ventilarten stehen Schrader und Presta zur Auswahl. Der Wechsel funktioniert ziemlich einfach über das Rausschrauben des Pumpenkopfes, Drehen des Dichtungsgummis und Einstecken des Metallnippels. Die Abmessungen von 65 × 47 × 28 mm sind tatsächlich sehr kompakt, das Gerät ist ungefähr so groß wie eine GoPro Action-Cam. Das Gewicht von 95 g macht es zudem sehr leicht und nur minimal schwerer als die leichtesten Optionen bei Mini-Pumpen und CO2-Kartuschen-Sets. Je nachdem, wie viel Volumen ein Reifen hat, soll eine Akkuladung für 1-4 Luftfüllungen reichen. Das Wiederaufladen des Akkus erfolgt via USB-C und dauert etwas mehr als 20 Minuten. Zur Wasserfestigkeit gibt es keine Angaben, allerdings hält die offene Konstruktion sicher kein Wasserbad aus. Das mitgelieferte Silikon-Case schützt das Alu-Gehäuse aber immerhin vor Kratzern und bei einem Sturz. Der Knopf auf der Oberseite dient gleichermaßen zum Anschalten, Aktivieren, Ausschalten und als Anzeige für den Akkustand. Für den richtigen Druck sorgt man mit Fingerspitzengefühl, eine Anzeige oder Einstellungsfunktion gibt es nicht.
Praxistest des CYCPLUS CUBE
Der kleine CYCPLUS CUBE macht rein äußerlich eine gute Figur: sauber verarbeitet und hochwertig. Die Größe ist tatsächlich so, dass der Minikompressor in jede noch so kleine Tasche passt. Die Bedienung ist trotz nur eines Knopfes nicht ganz selbsterklärend. Mit einem Knopfdruck lässt sich das Gerät aktivieren, danach sind zwei schnelle Drücker notwendig, bis ein Motorgeräusch ertönt, das an einen Rasenmäher erinnert. Da der CYCPLUS CUBE nur 5 Sekunden an bleibt, bietet es sich an, ihn zuerst auf das Ventil zu stecken und dann einzuschalten. Hat man sich an diese Vorgehensweise gewöhnt, fällt die Handhabung sehr leicht. Pumpt der Motor erst einmal los, muss der Daumen auf dem Reifen bleiben, um den idealen Druck zu fühlen. Am Anfang füllt sich der Reifen schnell, aber je höher der Druck, umso länger dauert die Befüllung.
Laut unseren Messungen brauchen 25-mm-Reifen etwa 110 Sekunden, 32 mm 100 Sekunden, 40 mm 85 Sekunden und 650b mit 45 mm 60 Sekunden, bis der Reifen fahrbereit - also gerade ausreichend - aufgepumpt ist. In die 25 mm breiten Reifen haben wir maximal 5,6 Bar reinbekommen, das dauerte dann aber auch fast zwei Minuten. Das Metallgehäuse war im Anschluss richtig heiß und der Akku fast leer. Zweimal hat der Akku gereicht, um die 4 Bar in die 25 mm breiten Reifen reinzubekommen, bis er an die Ladesäule musste. Die 650b-Reifen hat er sogar vier Mal voll beziehungsweise fahrbereit bekommen.
Der CYCPLUS CUBE hilft dabei, unterwegs Luft in den Reifen zu bekommen, aber er ist damit nicht per se besser als Luftpumpe und CO2-Inflator. Er ist in jedem Fall klein, leicht und gut in der Handhabung und für Reifendrücke bis ca. 5,5 Bar zu empfehlen.
Weitere Akku-Luftpumpen im Test
Neben dem CYCPLUS CUBE gibt es eine Vielzahl weiterer Akku-Luftpumpen auf dem Markt. Hier ein Überblick über einige interessante Modelle:
- Michelin Akku Mini Kompressor: Solide Leistung, aber eher langsam. Geeignet für Auto-, Fahrrad- und Rennradreifen.
- Airbank Pocket SE: Kompakte Abmessungen, ideal für unterwegs.
- Xiaomi Portable Electric Air Compressor 2: Starke Leistung, geeignet für verschiedene Anwendungen.
Vergleich von Mini-E-Pumpen
Ein Test von vier aktuellen Mini-E-Pumpen zeigt die Unterschiede in Bezug auf Preis, Gewicht, Akkulaufzeit und Pumpgeschwindigkeit:
- Cycplus AS2 Pro: Extrem kompakt, schnelle Pumpleistung.
- Muc-Off AirMach Mini Inflator Pro: Beste Akku-Ausdauer im Test.
- Topeak E-Booster: Schwache Ausdauer, aber gut ablesbares Display.
- Voxom EPu2: Preis-Leistungs-Tipp, kompakte Bauweise.
Die neuen Mini-E-Pumpen machen CO2-Kartuschen in den meisten Fällen überflüssig. Außerdem brauchen die E-Pumpen für 4,5 bar im Reifen nur rund eine Minute - so schnell ist keine Minipumpe.
Testergebnisse im Detail
Hier eine detaillierte Übersicht der getesteten Mini-E-Pumpen:
| Modell | Preis | Gewicht | Max. Druck | Akkulaufzeit | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Cycplus AS2 Pro | 100 Euro | 121 g | 8,3 bar | 3 Pumpvorgänge | Kompakt, schnell |
| Muc-Off AirMach Mini Infl. Pro | 125 Euro | 124 g | 8,3 bar | >4 Pumpvorgänge | Beste Akku-Ausdauer |
| Topeak E-Booster | 99,95 Euro | 161 g | 8,3 bar | 2 Pumpvorgänge | Gut ablesbares Display |
| Voxom EPu2 | 64,95 Euro | 120 g | 8,3 bar | 4 Pumpvorgänge | Preis-Leistung |
Akkukompressoren als Alternative zu Hand- und Standpumpen
Akkukompressoren ganz speziell für Fahrräder gibt’s zwar nicht, man kann sich aber des Sortiments von Werkzeug- oder Elektronikmarken bedienen. Von rund einem Dutzend hierzulande erhältlichen Geräten, die auch in der Lage wären, genug Druck für ein Fahrrad zu erzeugen, haben wir sechs bestellt.
Die getesteten Akkukompressoren im Detail
Hier ein Überblick über die getesteten Akkukompressoren:
- Bosch Universal Pump 18V: Kompaktes Gerät mit guter Pumpleistung.
- Revolt Powerpack 12V: Multitalent mit Starthilfe-Funktion.
- Black & Decker 11 Bar Kompressor: Vielseitig einsetzbar mit 12-V-Kabel.
- AGT ALP-155: Spezialist für Fahrräder und Bälle, passt in die Trikottasche.
- Einhell Pressito 18/25: Allrounder mit top Pumpleistung und umfangreichem Zubehör.
- Metabo AK 18 Multi: Hoher Bedienkomfort, leisester Kompressor im Test.
Die Pumpenköpfe aller Testgeräte waren ausgelegt für Autoventile, auch Schraderventile genannt, die findet man aktuell werksseitig an fast der Hälfte aller Fahrräder. Für alle anderen lag aber jedem Gerät ein Adapter für die klassischen Dunlop-Fahrradventile oder sportlichen Sclaverand-Anschlüsse bei.
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