Die Geschichte des "Württemberg König" Radrennens

Der Radsport hat eine lange Tradition in Württemberg. Zum 25-jährigen Regierungsjubiläum des Königs von Württemberg 1880 radelten die Veteranen und Gründungsväter des Radfahrervereins Weingarten mit ihren Hochrädern nach Stuttgart, um königliche Hoheit von ihrem Können zu überzeugen.

Die Radsportabteilung des TB Untertürkheim wurde im Jahre 1994 als Zusammenschluss von Hobbyradlern gegründet und ist somit eine der jüngsten Abteilungen in unserem Verein.

Der Ursprung des Radsports in Deutschland

In Deutschland fand man früh gefallen am Sport auf zwei Rädern, der erste Club wurde bereits 1869 in Hamburg gegründet. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg etablierte sich München als Hochburg des Radsports, jedoch stand eher Bahnradsport im Vordergrund.

1881 gründeten mehrere deutsche Radsportvereine den Deutschen Radfahrer-Bund DRB, der sich 1919 mit der Allgemeinen Radfahrer-Union ARU zum Bund Deutscher Radfahrer zusammenschloss. Dieser existiert bis heute.

Der "Württemberg König" - Ein Bergzeitfahren mit Tradition

Das Bergzeitfahren in Stuttgart für Jedermann /Jedefrau und Amateure von Untertürkheim nach Rotenberg ist ein Ereignis, das Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen begeistert.

Der WÜRTTEMBERG KÖNIG (Bergzeitfahren) findet dieses Jahr, im Rahmen des TBU-Sportfestes, am Sonntag, 21. Juli 2024 statt. Auf dem Weg von Untertürkheim hinauf nach Rotenberg, dem schönsten Stuttgarter Stadtteil oberhalb des Neckartals, wirst du durch den Applaus der Zuschauer bis ins Ziel beim Freizeitgelände der Egelseer Heide getragen.

Start ist bei Württembergstr. Der zweifache Sieger von 2019 und 2021 Simon Betz MRSC Ottenbach sagte: „Ich fahre nicht 95 Prozent, sondern alles, was geht.“

Die Strecke

Von langsam kann allerdings beim Württemberg König und seinen Herausforderern keine Rede sein: 5 Minuten und weniger…und dass bei diesem Berg, der Geschichte schrieb und schreibt. Fünf Minuten und weniger - und den vollen Pedaleinsatz, die Beine bewegen sich, wie das eben noch geht bei bis zu 14 Prozent Steigung und 147 Höhenmetern.

Das Rennen begeistert alle: Teilnehmer und Zuschauer, Untertürkheimer und Besucher aus der ganzen Region, aus ganz Deutschland und dem Ausland. Wieder erwarten die Veranstalter eine großartige Stimmung entlang der Strecke.

Der "Württemberg-König" 2019

Kurz, aber knackig - so lässt sich am treffendsten das neue Radrennen „Württemberg-König“ beschreiben, das am Sonntag, 21. Juli 2019 seine Premiere in Stuttgart feierte. Auf der knapp zwei Kilometer langen, aufgrund ihrer Steigung anspruchsvollen Strecke durch den Stadtbezirk Untertürkheim traten bis zu 260 Hobbysportler/innen gegen die Uhr an.

Veranstaltet wurde das Radrennen von der Radsportabteilung des TB Untertürkheim (TBU). Das Bergzeitfahren begann oberhalb von Untertürkheim in der Württembergstraße nahe des TBU-Vereinsgeländes und führte durch den Stadtteil Rotenberg hinauf bis zum Freizeitgelände Egelseer Heide - vorbei am namensgebenden Württemberg mit seiner berühmten Grabkapelle.

Zwischen Start und Ziel liegen exakt 147 Höhenmeter. Die durchschnittliche Steigung beträgt 8 Prozent. Am steilsten wird es kurz vor dem Zielstrich, wo 14 Steigungsprozente einen letzten vollen Pedaleinsatz erfordern.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten ab 9.30 Uhr im Halbminutenabstand, so dass Zuschauer und Anwohner nonstop „mitten im Renngeschehen“ waren. Kurz vor 12 Uhr nahm der letzte Starter den schweißtreibenden Anstieg in Angriff. Die schnellsten Fahrerinnen und Fahrer der verschiedenen Altersklassen wurden gegen 13 Uhr bei der Siegerehrung während des TBU-Sportfestes zu „Württemberg-Königin 2019“ und „Württemberg-König 2019“ gekürt.

Die Württembergstraße in Untertürkheim ab Hausnummer 197, sowie die Stettener Straße in Rotenberg waren am 21. Juli 2019 von 9:00 Uhr bis 12:30 Uhr für den gesamten privaten Verkehr gesperrt.

Weitere Radsport-Aktivitäten in Württemberg

Der Württembergische Radsportverband lud am Wochenende vom 26.7 bis 28.7. zu seiner zweiten Sommertour durch Baden-Württemberg ein. Das Motto der diesjährigen Dreitagestour lautete von Gartenschau zu Gartenschau. Start war in Heilbronn bei der Bundesgartenschau, die viele Teilnehmer schon am Vortag besuchten.

Durch Weinberge, kleine Dörfer und über viele Radwege führte die erste Etappe nach Öhringen. Auf dem dortigen Gelände der Landesgartenschau 2016 empfingen Mitglieder des Radsportvereins die Sportler mit einem leckeren Mittagessen. Der nächste Tag brachte mit der Auffahrt zum Haller Hausberge, dem Einkorn gleich eine sportliche Herausforderung, die aber mit einer herrlichen Aussicht belohnt wurde.

Die Strecke führte bei etwas angenehmeren Temperaturen viele Kilometer über die Limpburger Berge und den Büchelberger Grat zum Hammerschmiedesee und zur Mittagsrast nach Adelmannsfelden ins Festzelt des örtlichen Sportvereins. Gestärkt fuhr das große und von ausgebildeten Guids sicher geführte Peloton durch das romantische Tal der Blinden Rot Richtung Kocher.

Über Abtsgmünd und Hüttlingen erreichte man Aalen. Dort hat die Stadt einen Empfang mit großem Hallo organisiert. Die dritte Etappe am Sonntag startete bei trockenem Wetter und hatte die Remstalgartenschau zum Ziel. Dazu gehörte natürlich ein Abstecher zur Remsquelle in Essingen und der Besuch der sehr schön geschmückten Dörfer Mögglingen und Böbingen.

Begeistert waren die Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg von der Schwäbisch Gmünder Innenstadt mit ihren beeindruckenden Gebäuden, Plätzen und Kunstwerken. Die Mittagsrast fand in der Schwörzerhalle in Gmünd statt. Die Radsportfreunde Bartholomä bewirteten die hungrigen RadfahrerInnen mit leckeren schwäbischen Maultaschen und Kartoffelsalat.

125 Jahre Radfahrerverein Weingarten

Der Radfahrerverein Weingarten konnte seinen 125. Geburtstag feiern und gehört damit zu den ältesten Radfahrervereinen in Deutschland. Klaus Maier, Präsident des WRSV, war Sonntags zu Gast bei der Jubiläumsfeier im Ermlandhof.

Lang, lang ist es her: Zum 25 jährigen Regierungsjubiläum des Königs von Württemberg 1880 sind die Veteranen und Gründungsväter des Radfahrervereins Weingarten mit ihren Hochrädern nach Stuttgart geradelt, um königliche Hoheit von ihrem Können zu überzeugen. Vier Jahre später am 20. Juli 1894 war es dann soweit, der Radfahrerverein wurde von den Herren Frank, Kilgus, Gerstenmaier, Steinhauser, Löffelholz und Schnell ins Leben gerufen.

Nicht ganz so pompös, aber mit viel Freude und Stolz auf die Geschichte des Vereins feierte der Radfahrerverein am 13. und 14. seinen 125. Geburtstag.

Manfred Ströhm, 1. Vorsitzender des Vereins konnte zum Jubiläum zahlreiche Gäste der u.a. der Stadt Weingarten, des Württembergischen Radsportverbandes und des Sportkreises Ravensburg Weingarten begrüßen.

Als Aufgabe der Zukunft sieht Ströhm die Gewinnung neuer Mitglieder. Derzeit liegt der Altersdurchschnitt bei 58 Jahren. Herr Ströhm bedankte sich in seiner Rede und seinen Grußworten bei allen Sponsoren und Unterstützern, ohne die der Verein nicht in der notwendigen Weise sich aktiv zeigen kann.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0