Kostenlose Wander- und Radfahr-App im Test: Welche App ist die beste für Ihre Outdoor-Abenteuer?

Wandern ohne gute Karten kann schnell nach hinten losgehen. Konventionelle Kartendienste wie Google Maps stoßen bei Outdoor-Aktivitäten schnell an ihre Grenzen. Sie sind primär darauf ausgelegt, den schnellsten Weg von Punkt A nach B zu finden, oft entlang großer Straßen und Autobahnen.

Doch zum Glück gibt es Abhilfe in Form spezieller Kartenapps, die sich an Wanderer richten. Wir haben aus dieser Fülle an Möglichkeiten drei kostenlose Apps herausgepickt, die unserer Meinung nach das beste Verhältnis aus Feature-Fülle und Alltagstauglichkeit bieten und das Bedürfnis der meisten Outdoor-Enthusiasten nach einer soliden Karte erfüllen.

OpenStreetMap (OSM): Die kollaborative Weltkarte

OpenStreetMap (OSM) ist ein kollaboratives Projekt, das von einer globalen Gemeinschaft von Freiwilligen erstellt wird, um eine frei zugängliche, detaillierte Weltkarte zu schaffen. Einer der größten Vorteile von OSM ist, dass es auch abseits der ausgetretenen Pfade eine hohe Detailgenauigkeit bietet. Die Karte enthält Informationen über Wanderwege, Rad- und Reitwege sowie viele weitere Details, die von Nutzern weltweit hinzugefügt und ständig aktuell gehalten werden. Die Nutzung der Basiskarte auf der OSM-Hauptseite über einen Browser ist natürlich prinzipiell auch unterwegs möglich.

Drei kostenlose Apps im Fokus

Wir haben aus dieser Fülle an Möglichkeiten drei kostenlose Apps herausgepickt, die unserer Meinung nach das beste Verhältnis aus Feature-Fülle und Alltagstauglichkeit bieten und das Bedürfnis der meisten Outdoor-Enthusiasten nach einer soliden Karte erfüllen:

  • Organic Maps
  • Mapy.cz
  • OsmAnd

Organic Maps: Datenschutzfreundliche Navigation

Organic Maps ist eine hervorragende App für Outdoor-Fans, die Wert auf Datenschutz und Werbefreiheit legen. Organic Maps bietet die Möglichkeit, Offline-Karten herunterzuladen, sodass Sie auch ohne Internetverbindung navigieren können.

Mapy.cz: Einzigartige Darstellung mit touristischen Informationen

Mapy.cz ist eine weitere ausgezeichnete Wahl als Outdoor-Routenplaner. Die App kann mit einer einzigartigen Darstellung aufwarten, die Höhenunterschiede besonders gut zur Geltung bringt - und einfach schick aussieht. Was Mapy.cz von Organic Maps unterscheidet, ist die Integration von touristischen Informationen, einschließlich Sehenswürdigkeiten, Unterkunftsmöglichkeiten und Restaurants entlang der Route. Die App ist besonders durch die Integration von Echtzeit-Verkehrsdaten und Wetterinformationen besonders gut für die Fahrzeugnavigation geeignet. Die Darstellung orientiert sich von den drei genannten am stärksten an Google Maps, mit allen Vor- und Nachteilen: Übersichtlich im urbanen Raum, aber auf wenig ausgetretenen Pfaden deutlich spartanischer.

OsmAnd: Open Source mit vielen Einstellungsmöglichkeiten

Der Name leitet sich aus der Hauptfunktion ab: Open Street Maps Automated Navigation Directions. Die App gibt es in verschiedenen Versionen, für weitere Funktionen gibt es Plugins. Die Basisversion hat bereits viele Einstellungsmöglichkeiten und arbeitet mit verschiedenen Online- und Offline-Karten zusammen. Die Routenplanung auf dem Handy funktioniert gut sobald man einmal den Dreh raus hat, auch wenn mir die automatische Routenführung ohne manuelle Straßensperren für meinen Geschmack zu oft den Weg auf der Straße gewählt hat. Osmand ist die richtige App wenn Du den OpenSource Gedanken und umfangreiche eigene Einstellungensmöglichkeiten magst.

Wander-Apps im Detail: Bergfex, Komoot und Outdooractive

Mit Wander-Apps lassen sich Wandertouren toll planen. Für die meisten sind sie eine gute Alternative zur klassischen Wanderkarte, weil sie einige Zusatzfunktionen bieten. Unser Experte Andreas Reinhardt empfiehlt die drei gängigsten Wander-Apps: Bergfex, Komoot und Outdooractive.

Bergfex: Mehr als 100.000 Touren zur Auswahl

Die App Bergfex bietet europaweit mehr als 100.000 GPS-Touren zur Auswahl. Und zu jeder Tour gibt es eine eigene Routen-Beschreibung mit Informationen zu Dauer, Distanz und dem Höhenprofil. Nützliche Tipps zu Anfahrt, Parkmöglichkeiten und empfohlener Ausrüstung sind auch dabei. Das hängt davon ab, ob der Autor oder die Autorin der Route oder andere App-Nutzer dafür eben Tipps zu Sehenswürdigkeiten oder andere Hinweise angegeben haben.

GPS funktioniert aber auch ohne Mobilfunknetz. Sie können der Route also ganz normal weiter folgen, auch wenn Sie keinen Datenempfang mehr haben. Allerdings: Wenn Sie von der Tour abweichen möchten, könnte es ohne Offline-Karte schwierig werden sich zu orientieren. Offline-Karten funktionieren nur in der kostenpflichtigen Pro-Version. Die enthält detaillierteres Kartenmaterial und eine höhere Zoomstufe. Beim Verlassen des Weges gibt es außerdem ein Warnsignal. Außerdem zeigt eine Visualisierung an, wie steil das Gelände ist.

Komoot: Geheimtipps von anderen Nutzern erkunden

Auch die Wander-App Komoot bietet eine große Auswahl an vorhandenen Touren. Und das sogar weltweit und auch offline. Jede Tour verfügt über Details wie Wegbeschaffenheit, Höhenprofil, Schwierigkeitsgrad und Distanz. Mit dieser App können Sie klassische Wanderrouten, aber auch echte Geheimtipps entdecken. Denn jeder Nutzer kann seine Lieblingsorte mit anderen Nutzern teilen und Biergärten oder Restaurants empfehlen. Außerdem kann man eigene Touren, auch mit dem Fahrrad, öffentlich zur Verfügung stellen und so Teil der Komoot-Community sein.

Der Nutzer kann seinen Ausgangspunkt und seinen Zielpunkt angeben und bekommt dann die passenden Wege vorgeschlagen. Die Wandertouren können am PC oder unterwegs auf dem Smartphone geplant werden. In der kostenlosen Version von Komoot ist jeweils eine Region gratis verfügbar. Weitere Regionen können kostenpflichtig hinzugekauft werden.

Outdooractive: Schlafplätze und Veranstaltungen finden

Wie bei Komoot bietet auch die App Outdooractive offizielle Wanderrouten sowie Geheimtipps aus der eigenen Community. Auch hier werden während der Tour interessante Ziele in der Nähe angezeigt. Unter dem Menüpunkt "Top-Touren" werden die besten Routen in einer Liste zusammengefasst. Planung und Tracking funktionieren hier am einfachsten. Und wer einen eigenen Wanderweg erstellen möchte, kann diverse Routenoptionen einstellen, wie z.B. möglichst kurze oder flache Wege.

Ein zusätzlicher Vorteil: Mit der Entdecken-Funktion können Unterkünfte und Veranstaltungen gefunden werden. Die Basisvariante der Outdooracitve-App ist ziemlich abgespeckt. Die Pro- und die Pro+Variante lassen sich die Betreiber gut bezahlen.

Offline-Karten: Was tun ohne Netz?

Was, wenn ich beim Wandern im Wald kein Netz mehr habe? Hier helfen Offline-Karten, die Sie sich am besten daheim im WLAN vor der Wanderung herunterladen. Dann ist die Karte mit dem Wegenetz auch dann verfügbar, wenn es keine Netzverbindung gibt. Und GPS funktioniert auch ohne Mobilfunknetz.

Technische Voraussetzungen für Wander-Apps

Welche technischen Voraussetzungen sind notwendig für das Wandern mit Apps? Die Wander-Apps können mit jedem halbwegs aktuellen Smartphone genutzt werden. Es gibt sie für Apple- (iOS) und Android-Geräte. Trotz der vielen Apps ist es ratsam auf jeder Tour Karte und Kompass dabei zu haben, denn die lassen einen nie im Stich! Streckensperrungen oder Baustellen sind nicht immer eingetragen.

Welche Wander-App ist die beste? Ein Vergleich

Welche Wander-App für Android oder iOS am Besten passt hängt ganz stark davon ab wie man sie selbst nutzen möchte. Wer die Wander-App eines Tourenportals nutzen will erhält wichtige Funktionen wie z.B. die Offline-Nutzung, wirklich gute Karten mit Wegmarkierungen oder ein Hangneigungsoverlay erst mit dem Abschluss eines Abos. Bei den unabhängigen Wander-Apps ist der Funktionsumfang oft schon in der freien Version um einiges größer. Dafür darf man sich ein wenig mit den verschiedenen Einstellungen beschäftigen um das Beste für sich aus den Apps herauszuholen.

Damit alle Wander-Apps für Android oder iOS mit den gleichen Bedingungen starten wurden sie alle dem gleichen Praxistest unterzogen. Die Karte einer guten Wanderapp sollte idealerweise mindestens vergleichbar mit typischen Wanderkarten sein. Darüber hinaus können digitale Karten idealerweise aber noch mehr. Der beste Funktionsumfang einer App hilft nichts wenn man ihn nicht intuitiv bedienen kann. So wie sich Touren unterscheiden so unterscheidet sich auch der Einsatz der App. Dazu sollte optional bei vielen Einstellungen auch selbst Hand anlegt werden können. Dazu gehören z.B.

Auch wenn die Planung am Desktop-Rechner einfacher ist, manchmal will man auch unterwegs eine Route planen. Damit man dabei nicht auf den Netzempfang angewiesen ist sollte das auch Offline funktionieren. Beim Wandern braucht es m.E. gar keine aktive Navigation wie wir sie vom Autofahren kennen. Schließlich sind wir zu Fuß unterwegs und haben uns den groben Wegverlauf schon vorab angesehen. Nicht zu letzt gehört zur Orientierung im Gelände auch immer die eigene Risikoabwägung und Entscheidung vor Ort. Ein Bergpfad der bei schönstem Sommerwetter gut zu gehen sein mag kann z.B.

Im Minimum sollte eine Wander-App zur Orientierung Track, Standort, Blickrichtung und Kompaßnadel auf der Karte anzeigen. Die Genauigkeit der Track-Aufzeichnung hängt neben der Hardware, also Deinem Smartphone, von den Einstellungen in der App ab. Um einen für die eigenen Anforderungen guten Track zu erhalten sollte man je nach Bedarf einstellen können in welchem Zeit- oder Entfernungsintervall aufgezeichnet werden soll. Standalone-Apps die in der Pro-Version einmalig bezahlt werden und mit freien OSM-Karten genauso wie mit Karten von Verlagen (z.B.

Wichtig für den ganzen Praxistest: Die Bewertung erfolgt aus (m)einer persönlichen „Trekking-Brille“ und bleibt damit ein Stück weit subjektiv. Bei Tourenportalen mit eigener App kannst Du Deine Tour bequem am Rechner planen, verwalten, mit der App synchronisieren und danach auch gleich noch veröffentlichen. Im Gegenzug erteilst Du den Portalen meist aber auch weitreichende Nutzungsrechte an Deinen Daten und bei den Tourbeschreibungen lohnt es sich auch gut hinzusehen.

Komoot: Der Platzhirsch unter den Navi-Apps

Komoot ist mit mehr als 10 Mio. Installationen die am weitesten verbreitete Outdoor-App überhaupt. Ihre große Stärke liegt in der automatischen Planung nach Aktivitätsprofilen. Damit man die App sinnvoll nutzen kann sollte man aber mindestens das Weltpaket der Karten (29€, nach einiger Zeit mit Account erhält man ein Angebot für 19€) oder gleich das Premium-Abo haben - ansonsten müsste man sich für die Offline-Nutzung unzählige Einzelregionen kaufen. Von Haus aus gibt es nur die Heimatregion gratis.

Die Navigationsansicht ist schlicht und zielführend, Naturschutzgebiete sind aber leider nur schwer zu erkennen (nach dem Kartenupdate im März 2021 wird der oben ohnehin schon kaum hervorgehobene Nationalpark sogar noch dezenter als zuvor dargestellt). Andere wichtige Informationen wie z.B. Wegmarkierungen fehlen in der 30€ teuren Weltkarte gleich ganz. Kein Wunder dass es mir nicht gelungen ist die erste Etappe des Fränkischen Gebirgsweges als Tour anzulegen.

Komoot bietet Tourendatenbank, Planungstool und Geräte-Konnektivität - für gute Karten darf man aber vergleichsweise tief in die Tasche greifen.

Bergfex: Spezialist für Bergtouren in den Ostalpen

Bergfex ist vor allem in Österreich weit verbreitet. Fokus sind ganz klar Bergtouren in den Ostalpen zu allen Jahreszeiten mit allerlei Spielarten des Bergsportes. So finden sich hier neben Wanderungen auch Schneeschuhtouren, Hochtouren und Klettersteige als eigene Kategorie wieder. Bei den Karten bietet Bergfex ohne Abo leider nur noch eine sehr eingeschränkte Karte und diese auch nur noch zur Online-Verwendung an. Die Tourplanung direkt in der App scheint auch nicht mehr möglich zu sein.

Outdooractive: Der Allrounder mit Partnernetzwerk

Outdooractive dürfte mit mehr als 1 Millionen Downloads hinter Komoot momentan die zweitgrößte Plattform in Deutschland sein. Das Geschäftsmodell basiert vor allem darauf die Touren der Plattform für hunderte Partner mit einer zugeschnittenen Tourenauswahl zur Verfügung zu stellen. So finden sich z.B. Bei den Karten ist leider nur eine Basis-OSM-Karte ohne Wegmarkierungen in der freien Version verfügbar. Verknüpfung von zahlreichen Partneraccounts (u.a. Outdooractive ist ein guter Allrounder.

Alpenvereinaktiv ist das gemeinsame Tourenportal von Deutscher Alpenverein (DAV), Österreichischer Alpenverein (ÖAV) und Alpenverein Südtirol (AVS). Oberflächen, Grundbedienung und Karten sind mit Outdooractive identisch, letztlich stammt die technisch Basis aus gleichem Hause. Damit man die App sinnvoll nutzen kann sollte es auf jeden Fall das Pro-Abo sein. Erst hier sind Offline-Daten verfügbar. Die Tourplanung in der App funktioniert gut, in der Pro-Variante stehen dann auch beschriftete Wanderwege zur Verfügung.

AllTrails: Das US-amerikanische Tourenportal

Das US-amerikanische Tourenportal ist mit mehr als 10 Millionen installationen in den letzten Jahren, auch durch zahlreiche Zukäufe, stark gewachsen. Gute Integration mit Wearables (Garmin, Apple Watch u. Im Vergleich zu den Apps der Tourenportale bieten die unabhängigen Navi-Apps zahlreiche eigene Einstellungsmöglichkeiten und nahezu unbegrenzte Kartenfreiheit. So stehen uns z.B. meist gleich mehrere kostenlose gute OSM-Wanderkarten zur Offline-Nutzung zur Verfügung und schon die freien Basisversionen haben in aller Regel einen weit höheren Funktionsumfang als die Apps der großen Tourenportale.

Locus Map: Der Funktionsumfang-Gigant

Bei einigen Standalone-Apps wie z.B. Locus Map 4 und Mapy kann man seine Touren bequem in einer Webanwendung am Desktop-Rechner planen und mit der App synchronisieren, bei anderen klappt die Synchronisation mit manuellem Im- und Export der gpx oder kml Dateien. Direkt beim ersten Start wird man gefragt ob man Wanderkarten herunterladen möchte. Ohne Kosten (im WLAN) kann man sofort den Download für Offline-Karten starten. Die Karte für Bayern hat ein schönes, aufgeräumtes Design und enthält Wegmarkierungen von OSM. Die Tourplanung klappt intuitiv und die Karte enthält auch viele Details. Leider werden aber die Wegbezeichnungen nicht stabil angezeigt. So konnte ich dem fränkischen Gebirgsweg auch mit viel Zoomen nur selten folgen. Schade, an sich würde die App vieles mitbringen was man zur Tourplanung bräuchte.

Locus Map ist schon lange mein Begleiter auf Trekkingtouren. Mit ihr bin ich u.a. den GR221 auf Mallorca, den Pembrokeshire Coast Path und durchs Rondane gewandert. Dennoch durfte sich natürlich auch Locus Map dem Vergleich stellen. Der Funktionsumfang bei Locus Map 3 Classic ist einfach gigantisch. Die oben gestellten Anforderungen (über-) erfüllt die App ausnahmslos, ist dadurch aber in der Bedienung auch etwas komplexer. Karten kann man entweder kostenpflichtig aus dem Store oder kostenlos von vielen OSM-Quellen installieren. Mein Favorit: OpenAndroMaps. Die Karte und das Kartentheme stellen jede Basiskarte der Wander-Portale in den Schatten. Wegmarkierungen, Höhenlinien, Supermärkte, Haltestellen, Quellen usw.

Die Tourplanung funktioniert offline mit Hilfe von Brouter sehr gut, die Höhendaten für die Region sollte man aber vorher runterladen. Bei Bedarf kannst Du sogar zwischen den Routenpunkten das Profil der Wegführung ändern. So kannst Du z.B. auch weglose Abschnitte in Deine Tour einbauen. Import von verschiedenen Kartenformaten (u.a. Locus Map hat den umfangreichsten Funktionsumfang, ein wenig Zeit zum Einarbeiten darf man aber mitbringen.

OsmAnd: Open Source mit vielen Einstellungsmöglichkeiten

Der Name leitet sich aus der Hauptfunktion ab: Open Street Maps Automated Navigation Directions. Die App gibt es in verschiedenen Versionen, für weitere Funktionen gibt es Plugins. Die Basisversion hat bereits viele Einstellungsmöglichkeiten und arbeitet mit verschiedenen Online- und Offline-Karten zusammen. Die Routenplanung auf dem Handy funktioniert gut sobald man einmal den Dreh raus hat, auch wenn mir die automatische Routenführung ohne manuelle Straßensperren für meinen Geschmack zu oft den Weg auf der Straße gewählt hat.

Maps.me: Eher für Sightseeing in Städten geeignet

Maps.me hat mich für Outdoor-Touren eher enttäuscht. Letztlich beinhaltet die App viele POI, aber wenig Informationen und Kartendetails die uns draußen in der Natur wirklich weiterhelfen. Keine Weginformationen, keine Kartenauswahl. Maps.me ist eine App die sich eher für Sightseeing in Städten eignet. Für Outdoor-Touren ist sie m.E.

Kostenlose Bike-Apps für Android und iOS

Das Angebot an nützlichen Fahrrad-Apps ist riesig. ISPO.com hat die besten KOSTENLOSEN Bike-Apps für Android und iOS zusammengestellt - zuverlässig, praxisnah und direkt einsetzbar. Die Tools helfen dabei, Abläufe zu optimieren, Kosten zu senken und dein Angebot für Kund*innen noch attraktiver zu machen.

Praxis-Tipps: So finden Sie die richtige Fahrrad-App

  • Apps für erste Hilfe und Notfälle
  • Apps zur Navigation
  • Apps fürs Training
  • Apps zum Bikefitting
  • Sonstige Apps für das Fahrrad

Tabelle: Vergleich von Wander- und Radfahr-Apps

App-Name Kosten Funktionen Besonderheiten
Komoot Basisversion kostenlos, Premium-Abo kostenpflichtig Routenplanung, Navigation, Tourenvorschläge Große Community, intuitive Bedienung
Outdooractive Basisversion kostenlos, Pro-Abo kostenpflichtig Routenplanung, Navigation, Tourenvorschläge Detaillierte Such- und Filtermöglichkeiten
Bergfex Basisversion kostenlos, Pro-Version kostenpflichtig Routenplanung, Navigation, Tourenvorschläge Spezialisiert auf alpine Regionen
Locus Map Basic mit Werbung, Silver- und Gold-Abo kostenpflichtig Routenplanung, Navigation, GPX-Track-Import Volle Offline-Funktion im Gold-Abo
AllTrails Kostenlose Version, AllTrails+ kostenpflichtig Routenplanung, Navigation, Tourenvorschläge Große Auswahl an Routen weltweit

Erste Hilfe und Notfälle: First Aid RFC

Bei einem Fahrradunfall bietet die App des Roten Kreuzes und der Halbmondgesellschaft Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Erster Hilfe, Wundversorgung und Notrufnummern. Die Notfallinformationen vieler Länder sind bereits vorinstalliert - ein verlässliches Tool für Radfahrer unterwegs. Auch ohne akuten Notfall ist die App informativ und hilfreich.

Navigation: Komoot, Bike Citizens, ViewRanger, Falk Maps & Routenplaner, Bikemap

Komoot ist mehr als nur eine App - es ist die beliebteste Routenplanungs- und Navigationsplattform für Outdoor-Enthusiast*innen. Die große Community erstellt ständig neue Tourenvorschläge - inklusive genauer Wegbeschreibung und Schwierigkeitsgrad. Die App bringt Online-Planung direkt aufs Bike, funktioniert aber auch unabhängig vom Web. Sie ist sehr präzise und stabil, einige Funktionen sind kostenpflichtig.

Bike Citizens ist eine Navigations-App, die speziell für urbane Radfahrer entwickelt wurde. Die Streckenführung ist auf den Stadtverkehr optimiert, berücksichtigt Gefahrenstellen und temporäre Sperrungen. Je größer die Stadt, desto leistungsfähiger die App - und das Portfolio wächst ständig.

ViewRanger richtet sich eigentlich an Wanderer, eignet sich aber auch hervorragend für Radfahrer. Mit GPS und Kamera erkennt sie Landschaftspunkte wie Gipfel oder Seen und blendet ihre Namen per Augmented Reality (AR) ins Bild ein. Das erleichtert die Orientierung und sorgt für einen besonderen Erlebnisfaktor. Zielpunkte lassen sich direkt im Bild auswählen - inklusive Geländeführung.

Falk Maps & Routenplaner ist die beste Navigations-App für Fahrradtouristen. Wie bei Falk-Navigationsgeräten sind Karten, Routen, POIs und Unterkünfte mit vielen Zusatzinfos ausgestattet. Offline-Funktionen sind eingeschränkt, aber Hotel-Links und Bahnverbindungen sind direkt integriert.

Bikemap bietet über 4,5 Millionen Routen in mehr als 100 Ländern und ist ein riesiges Routenportal für Mountainbike, Rennrad, E-Bike oder Pedelec. Laut Nutzerbefragung ist es Google Maps überlegen. Die Premium-Version (29 €/Jahr) bietet Offline-Navigation und Experten-Support.

Training: Strava, Exercise Bike Workout, Interval Timer HIIT

Strava ist die Standard-App für alle Fahrrad-Enthusiastinnen. Sie zeichnet Fahr- und Trainingsdaten auf, und auch die Pulsfrequenz kann integriert werden. Strava ist gleichzeitig Datenbank und Wettbewerbsplattform: Nutzerinnen können sogenannte KOMs (King of the Mountain) anlegen - Streckenabschnitte, für die es öffentliche Rankings der schnellsten Durchfahrten gibt. Persönliche Bestleistungen können geteilt und über soziale Medien analysiert werden.

Exercise Bike Workout ersetzt keinen Personal Trainer, unterstützt aber in Verbindung mit einem Pulsmesser individuell oder programmiert gesteuerte Trainingseinheiten auf dem Heimtrainer. Sie berechnet Trainingszonen, zeigt Intensität und verbleibende Zeit pro Intervall an - und wertet das Training im Anschluss aus. Besonders motivierend: Die Protokollierung der Einheiten, vor allem in der kalten Jahreszeit.

Interval Timer HIIT ist eine praktische App für alle, die eigene Intervalle planen oder Trainingspläne vom Coach umsetzen - besonders im Bereich High Intensity Interval Training (HIIT). Diese Methode lebt von schnellen, intensiven Belastungswechseln. Die App übernimmt automatisch alle Zeitvorgaben und zeigt die Countdownphasen übersichtlich an.

Bikefitting: Saddle Adjust, Bicycle Gear Calculator, The Foot Fit Calculator

Saddle Adjust hilft, grobe Fehler bei der Sattel-Einstellung zu vermeiden. Einfach das Gerät auf den Sattel legen, ein paar kurze Fragen zu Bike und Fahrstil beantworten - und die App führt Schritt für Schritt zur individuellen Sattelhöhe.

Bicycle Gear Calculator berechnet, welche Übersetzung in welchem Gang aktiv ist, und zeigt an, wie viele Meter pro Kurbelumdrehung zurückgelegt werden. Ideal für alle, die ihr Setup verstehen oder selbst umbauen wollen.

The Foot Fit Calculator hilft sportlichen Fahrer*innen mit Klickpedalen, ihre Fußposition korrekt einzustellen. Kamera und Neigungssensor des Smartphones übernehmen die Messung - eine zweite Person zur Assistenz ist notwendig.

Sonstige Apps: Bike 3D Configurator, Kahaki Sprocket Tool, GPS Speedometer, Radbonus, Tour de France 2019 Vuelta Édition

Bike 3D Configurator ist ein Tool für MTB-Enthusiasten. Im virtuellen Raum lässt sich ein individuelles Traumrad aus Hunderten Komponenten zusammenstellen - inklusive Farbwahl. Federwege und Dämpferbewegungen lassen sich simulieren, per AR ist das Rad sogar im eigenen Raum sichtbar.

Kahaki Sprocket Tool vereinfacht das Ersetzen von Speichen oder das Einspeichen eines ganzen Laufrads. Nach Eingabe von Felgen- und Nabenmaßen sowie Wahl des Einspeichmusters berechnet die App die richtige Speichenlänge und gibt eine Montageanleitung.

GPS Speedometer ist die ideale Tacho-App für alle, die einfach nur wissen wollen, wie schnell, wie weit oder wie lange sie fahren - ganz ohne Kartenanzeige, Streckenverlauf oder Trainingsdaten. Hier gibt’s die wichtigsten Fahrdaten in einer klaren, reduzierten Darstellung.

Radbonus macht den täglichen Weg zur Arbeit spielerisch: Kilometer tracken und dafür Belohnungen wie Gutscheine oder kleine Prämien sammeln - ganz im Stil von Payback. Mehr fahren, mehr bekommen!

Tour de France 2019 Vuelta Édition ist das perfekte Radspiel für den Ruhetag - kostenlos trotz offizieller Tour-Lizenz. Wie in anderen Karrierespielen stellt man ein eigenes Team zusammen, trainiert, wechselt Personal und bestimmt die Taktik für jede Etappe.

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