KTM E-Bike Test Vergleich: Ein umfassender Überblick

KTM E-Bikes erfreuen sich großer Beliebtheit, was regelmäßige Tests und Vergleiche erforderlich macht. Die Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit mehrfach E-Bikes getestet, wobei Modelle von KTM oft auf dem Siegertreppchen landeten. So geschehen in den Jahren 2018, 2020 und 2022.

Aktuelle Testergebnisse und Modelle

KTM MACINA KAPOHO 7973

Das e-MTB von KTM ist ein guter Allrounder, allerdings mit einigen Verbesserungsmöglichkeiten im Detail. Beim Bergauffahren hebt der Vorderreifen leicht ab, was nur mit fahrerischem Können kompensiert werden kann.

ADAC Testurteil: 2,1

  • Fahren: 2,1
  • Antriebssystem und Motor: 1,6
  • Handhabung: 2,5
  • Sicherheit und Verarbeitung: 2,3

Allgemeine Daten:

  • Preis: 5.299 Euro (Stand 5/23)
  • Leergewicht: 28,3 kg (Größe XL)
  • Motor/Display: Bosch Performance CX Gen.4 Smartsystem/ LED Remote
  • Akku-Kapazität: 750 Wattstunden
  • ADAC Reichweite (gemittelt): 110 km

Stärken:

  • Leistungsstarker Motor
  • Wendigkeit
  • Bergab gut zu fahren
  • Aufgeräumte Kabelführung

Schwächen:

  • Zweifingerbremse kritisch für Bergabfahrten
  • Vorderrad hebt bergauf leicht ab
  • Beidseitiger Lenkeranschlag beeinträchtigt das Fahrverhalten

KTM Macina Gran 610

Das KTM Macina Gran 610 zählt zu den eUrban-Modellen von KTM. Es soll ein treuer Begleiter auf Radwegen durch die Stadt sein und bringt gleichzeitig Qualitäten mit, die es für längere Touren geeignet machen.

Eine gefederte und versenkbare Sattelstütze erleichtert nicht nur das Auf- und Absteigen, sondern verspricht erhöhten Fahrkomfort, gerade auf langen oder unebenen Strecken. Mit 80 Millimetern ist der Federweg an einem solchen Fahrrad ausreichend bemessen. Die Kettenschaltung mit neun Gängen von Shimano bietet eine tolle Übersetzungsbandbreite, da KTM das Kettenblatt mit 42 Zähnen mit der größten verfügbaren Kassette kombiniert. Deren Ritzel decken einen Bereich zwischen elf und 36 Zähnen ab.

Vor allem hat die Juroren das Fahrerlebnis mit dem Modell beeindruckt. In ihrem Urteil heben sie das stabile Fahrverhalten hervor, das sich in Anstiegen, Abfahrten und Kurven zeige und das Zuladen von Gepäck bestens vertrage. Als angenehm empfanden sie die Sitzposition, die von breiten Reifen und einer guten Federung flankiert werde.

Für volle Zufriedenheit sorgte ebenfalls der Antrieb von Bosch, ein Smart System mit Performance Line CX-Motor, PowerTube 625-Akku sowie Intuvia 100-Display. Der Motor unterstütze kräftig und sei optimal abgestimmt, heißt es im Urteil. Der Hersteller arbeitet an der Stelle mit einer eigenen Aufnahme, die das Entnehmen des Akkus mit einem separaten Griff nach oben enorm erleichtert.

Letztendlich teilt sich das KTM den ersten Platz mit dem Kalkhoff Endeavour 5 Advance +. Mit einer Summe von 3.890 Euro unterbietet es das Kalkhoff um rund 600 Euro.

KTM Cento 10 und Cento 10 Plus

Der erste Testplatz im Flizz Eurobike E-Bike-Test in der E-Bike-Saison 2022/2023 gehört einem der beliebtesten City- und Trekking-E-Bikes, dem KTM Cento 10 und dem Cento 10 Plus. Das Herzstück des KTM Cento 10 (Plus) ist der robuste und hochwertig gefertigte Rahmen mit abschließbarem Akkudeckel.

Das Cento 10 bietet dem/der E-Bikefahrer/in mit der hydraulischen Scheibenbremsanlage von Shimano in jeder Fahrsituation ein sehr hohes maß an Kontrolle. Die Pannenschutzbereifung Schwalbe Energizer Plus sorgen dafür, dass eine optimale Bodenhaftung gegeben ist. Auf dem KTM Cento 10 sitzt man sportlich bequem.

In Kombination mit dem herausnehmbaren Bosch Powertube Akku können auch ausgedehnte Fahrten in Angriff genommen werden, ohne dass ein ständiges Nachladen erforderlich ist. Je nachdem wie groß die individuellen Ansprüche an die Reichweite sind, kann bei allen Cento 10 Modellen zwischen einem 625 Wh oder 750 Wh Akku gewählt werden.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal sind die Displays, denn hier ist je nach Modell ein Bosch Intuvia, Intuvia 100, Kiox oder Kiox 300 verbaut.

Wie gewohnt geht KTM keine Kompromisse ein und liefert ein vollausgestattetes City- und Trekkingbike auf das man sich verlassen kann. Das Cento 10 punktet mit enormer Laufruhe, hochwertigen Komponenten, einer entspannten Sitzposition und der im Straßenverkehr benötigen Sicherheit.

KTM Macina Tour 510

Die Stiftung Warentest kürte Ende Mai 2020 das KTM Macina Tour 510 mit der Note 1,7 zum Testsieger bei den auf Komfort ausgerichteten Trekking E-Bikes.

Das KTM Macina Tour ist ein hochwertiges Trekking E-Bike, das auf langen Touren mit einem angenehmen Fahrgefühl, viel Sicherheit und Komfort punktet. Das Macina Tour 510 ist, wie auch die beiden anderen KTM Macina Trekking-Modelle, in drei Rahmenformen erhältlich: als Tiefeinsteiger (Wave), als Trapez- und als Herrenvariante.

Alle drei Modelle sind KTM-typisch „Made in Austria“ und definitiv hochwertige E-Trekkingbikes, die durch den neuen Bosch Performance CX mit 75 Newtonmeter maximalen Drehmoment angetrieben werden.

Vergleich: KTM Macina Tour 510 vs. Sport Pro vs. Style Pro

Die nächsthöheren Ausstattungsvarianten bei den KTM E-Trekkingbikes sind das KTM Macina Sport Pro (3.299,00 Euro) und das KTM Macina Style Pro (3.499,00 Euro).

Gemeinsamkeiten:

  • Alle drei Modelle sind mit dem neuen Bosch Performance CX Motor ausgestattet.
  • Sie haben einen integrierten Powertube-Akku und eine sportliche Kettenschaltung.

Unterschiede:

  • Akkukapazität: Das Macina Tour hat einen 500 Wh Powertube, während Sport Pro und Style Pro mit dem Bosch Powertube 625 ausgestattet sind.
  • Schaltung: Das Macina Tour 510 hat ein Shimano Deore Schaltwerk mit neun Gängen, das Macina Sport Pro eine komplette Shimano 10-fach Gruppe und das Macina Style Pro die Shimano XT 12-Gang-Kettenschaltung.
  • Anbauteile: Macina Tour 510 und Macina Style Pro verfügen über einen verstellbaren Vorbau und eine gefederte Sattelstütze, während die Anbauteile beim Macina Sport Pro in einer starren Ausführung verbaut sind.
  • Reifen: Das Macina Sport Pro ist mit dem Schwalbe Marathon Mondial ausgestattet, während die beiden anderen Modelle den Schwalbe Energizer Plus haben.
  • Bremsanlage: Das Macina Style Pro verfügt über eine besonders leistungsstarke 4-Kolben-Bremse.

Das Macina Sport Pro und Style Pro profitieren dabei von dem erfolgreichen Grundkonzept des Testsiegers Macina Tour 510 und bieten einige sinnvolle Upgrades, wie einen größeren Akku und eine höhere Anzahl an Gängen.

KTM Macina Aera 671 LFC

Das E-Bike KTM Macina Aera 671 LFC ist der Testsieger bei Stiftung Warentest. Gelobt wird u.a. der kräftige Motor, die Wendigkeit sowie die Gangschaltung.

In Sachen Sicherheit & Haltbarkeit holt sich das hochwertig verarbeitete Pedelec die Bestnote "sehr gut". Auch die Handhabung ist bei diesem KTM-Modell recht einfach, der Akku lässt sich leicht laden, die Einstellungen sind selbsterklärend. Besonders praktisch: Es kann im Test sowohl auf als auch abseits der Straße überzeugen.

Das Fazit von Stiftung Warentest: "Das sehr wendige Rad fährt durchweg gut, auch mit Gepäck - allerdings erlaubt KTM nur 10 Kilo Zuladung. Beste Schaltung im Test, funktioniert bergauf sehr gut und ist ruckelarm durch speziell geformte Zahnräder. Kräftiger, sehr gut abgestufter Bosch-Motor, der unter Belastung aber eher laut war. 625-Wattstunden-Akku lädt schnell und lässt sich unkompliziert von oben einsetzen. Generell beste Handhabung.

Allgemeine Stärken und Schwächen von KTM E-Bikes

KTM setzt ausschließlich auf Bosch-Antriebe, die inzwischen meist von einem integrierten Akku versorgt werden.

Stärken:

  • Antrieb, Akku und Ausstattung harmonieren mit dem anvisierten Zweck.
  • Hohe Stabilität, insbesondere bei Damenmodellen mit tiefem Durchstieg.
  • Gutes Fahrhandling.
  • Ordentliche Reichweiten.

Schwächen:

  • In der Vergangenheit gab es Probleme mit Lenkerbrüchen im Prüfstand-Dauertest (Macina Eight).

Bosch-Antriebe und Reichweiten

KTM-Pedelecs werden ausschließlich mit Bosch-Antrieben ausgestattet, das Spektrum reicht von der zweckmäßigen „Active“-Serie bis hin zum kräftigsten Aggregat, dem „Performance CX“. Alle Motoren arbeiten in den Tests sauber und werden inzwischen von voll im Rahmen integriertem Akku versorgt. Der umfasst bei KTM im Schnitt um die 500 Wattstunden, wie auch beim von der Stiftung Warentest gepürften Macina Tour, das unter Realbedingungen eine Reichweite von 55 km erzielte - der Spitzenwert im Test.

KTM Macina Tour CX 820

Das Rad selbst baut KTM auch für den Jahrgang 2025 nach einem klassischen Trekking-Rezept auf. Schmale Schwalbe-Marathon-Reifen, klassische Schutzbleche und ein eher langer verstellbarer Vorbau sind in diesem Bereich bewährt.

Ausstattung des KTM Macina Tour CX 820

  • Schaltung: Shimano XT Linkglide (11-fach)
  • Übersetzung: 42 / 11 - 50 Zähne
  • Bremsen: Shimano MT420 (Vierkolben)
  • Reifen: Schwalbe Marathon Mondial, 47 mm
  • Lichtanlage v. /h.: B & M IQ-XS mit Fernlicht, B & M Toplight 2C
  • Gepäckträger: Racktime, 25 kg
  • Gabel: SR-Suntour NCX-D Air

Fahrverhalten

Beim Fahren machen sich beim KTM die kompakte Geometrie und die schmalen Reifen bemerkbar. So rumpelt das Macina Tour etwas stärker durch Schlaglöcher als andere Kandidaten und wirkt in Summe nicht so souverän. Dafür ist das Macina Tour handlich und ohne Beladung leicht zu kontrollieren, die Federstütze entlastet den Rücken.

Stärken:

  • Unkompliziertes Handling
  • Praktische Akku-Entnahme
  • Viele gut gewählte Ausstattungsteile

Schwächen:

  • Schmale Reifen
  • Einfacher Sattel
  • Gepäckträger und Ständer nicht für hohe Zuladung ausgelegt

E-Bike Test 2025: Innovationen und Trends

Die Technik der E-Bikes ist stetig im Wandel. Daher war es dringend an der Zeit, unsere wichtigste Bewertungsgrundlage zu überarbeiten. Eine klare Differenzierung war vonnöten. Die haben wir jetzt geschaffen, und gleich die neue Unterkategorie Trekking-Light eingeführt.

Nach einigen wirklich fiesen Monaten und einer epischen Rabattschlacht leeren sich die Lager der Fahrradhersteller und damit auch die Verkaufsräume der Händler. Das schafft Platz für Neues! Der Jahrgang 2025 bringt einige technische Neuerungen zur Serienreife. Ganz oben auf der Innovationsliste: die Automatik-Schaltung.

Testkategorien im Überblick

Mit dem neuen Testschema hält auch eine neue Unterkategorie Einzug in den GERT: Trekking-Light. Und doch bleibt das klassische Trekkingrad mit großem Akku, kraftvollem Motor und vielseitiger Alltagsausstattung das beliebteste Pedelec in Deutschland. Weiterhin ihren Platz hat zudem natürlich die Klasse der Trekkingräder, die von allem ein bisschen mehr bieten wollen - der Einfachheit halber nennen wir sie SUV. Mit den Testrädern in fünf Unterkategorien folgen die Stadträder. Im Sport-Segment tummeln sich vor allem Mountain- und Gravelbikes.

Radgewicht und Preisentwicklung

Wie sehr das Thema Radgewicht an Bedeutung gewinnt, zeigt sich daran, dass erstmals seit Beginn des GERT das Durchschnittsgewicht aller Testräder (ohne Cargo-Bikes) gesunken ist - und zwar deutlich. 25,6 Kilogramm ist der Mittelwert. Im vergangenen Jahr lag der noch bei 27,1 kg. Nicht gesunken ist der mittlere Preis. Er liegt bei 4950 Euro und somit etwas über dem Vorjahresschnitt.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0