Küstenkanal Radweg Oldenburg: Entdeckungstour durch die Region

In Oldenburg ist das Fahrradfahren eine Lebensart. Ob jung oder alt, die Stadt ist ideal für Radfahrer, da es keine nennenswerten Steigungen gibt und die Wege kurz sind. Nutzen Sie ein Leihfahrrad, um die Stadt wie ein Einheimischer zu erkunden.

Die Route um Oldenburg

Die gut ausgeschilderte, 110 Kilometer lange Route um Oldenburg verbindet das quirlige Zentrum mit dem grünen Umland. Diese Route ermöglicht es Ihnen, die Schönheiten der Stadt und des Umlandes zu genießen. Mehrere 10 bis 15 km lange sogenannte Speichen als ausgewählte Verbindungen vom Stadtzentrum ermöglichen das Radeln auf Teilabschnitten.

Rundkurse durch die Region

  • Der zweite, 52 Kilometer lange Rundkurs führt durch die Wesermarsch, wo jahrhundertealte Bauernhäuser mit weißem Fachwerk und Reetdächern die Landschaft prägen.
  • Der Rundkurs in die Wildeshauser Geest wird von ebenen Wegen, Feldern, Wiesen und großen Gehöften bestimmt.

Die Verbindungen zwischen Stadt und Umland sind gut gekennzeichnet, sodass Sie sich leicht zurechtfinden.

Moorroute Wiefelstede: Radfahren durch das Fehngebiet

Die Moorroute Wiefelstede ist eine 57,44 km lange Rundweg mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Sie zeichnet sich durch gut befahrbare, gerade Moorwegstrecken aus, die zum großen Teil durch das weite Fehngebiet um Petersfehn führen. Die Straßen sind hier ausdrücklich als „Moorstraßen“ ausgeschildert und laden mancherorts zum „Wellenreiten“ ganz eigener Art ein. Am Wegesrand sind Torfstecherfelder mit gestapelten Torfsoden zu sehen. Die regionstypischen Fehnsiedlungen im Ammerland gehören zu einer letzten Kolonisationswelle im 18. Jahrhundert zur Erschließung der Moorgebiete. Die Route führt entlang grüner, dünn besiedelter Wohnstraßen, Moorwiesen und einiger bunter Wildwiesen.

Highlights entlang der Route

Küstenkanal

Der Küstenkanal ist eine rund 70 Kilometer lange Bundeswasserstraße. Er zweigt in Oldenburg von der Hunte ab und trifft bei Dörpen den Dortmund-Ems-Kanal.

Kleinbahnwanderweg

Von 1912 bis 1991 pendelte hier die Kleinbahn von Edewechterdamm nach Bad Zwischenahn auf einer Streckenlänge von rund zwölf Kilometern. Funktionen der Bahnstrecke waren der Transport von Torf, der damals auch als Brennstoff für Lokomotiven verwendet wurde, sowie die Beförderung von Vieh. Am Anfang der neunziger Jahre wurden die Gleisanlagen abgebaut und ein Radwanderweg wurden.

Fintlandsmoor

Das Fintlandsmoor ist ein entwässertes und weitgehend abgetorftes Hochmoorgebiet und steht seit 1987 unter Naturschutz. Im Jahre 2017 wurde das Gebiet in die Naturschutzgebiete „Fintlandsmoor“ und „Dänikhorster Moor“ aufgeteilt. Durch Sanddämme und Staustufen in den Entwässerungsgräben wird in beiden Gebieten eine Renaturierung durch Wiedervernässung angestrebt.

Bodenstation Moor (Kayhausen)

Zentraler Besichtigungspunkt ist eine Glasstele an einer abgestochenen Torfwand, die eindrucksvoll zeigt, wie sich das Hochmoor in den letzten 7000 Jahren entwickelt hat.

Praktische Informationen zur Moorroute

  • Beste Jahreszeit: Geeignet wetterabhängig von Januar bis Dezember.
  • Beschilderung: Die gesamte Route ist mit einem hellbraunen Symbol gekennzeichnet und in beide Richtungen ausgeschildert.
  • Ausrüstung: Es wird keine spezielle Ausrüstung benötigt. Zur Sicherheit kann ein Reparatur- und Pannenset mitgeführt werden.
  • Anreise & Parken: Anreise mit dem PKW über die A28 / A29/ A31 oder mit der Bahn zu Bahnhöfen wie Augustfehn, Westerstede-Ocholt, Bad Zwischenahn, Oldenburg, Rastede.

Tipp des Autors

Besuchen Sie die Hörstation Moorleiche im Kayhauserfelder Moor. Hier wurde vor mehr als 90 Jahren eine Moorleiche gefunden, die rund 200 Jahre vor Christi Geburt erstochen und im Moor versenkt wurde.

Hunte-Radweg: Von Elsfleth zum Dümmer See

Erleben Sie die vielfältigen Landschaftstypen Niedersachsens auf einer Strecke von 137 km: durch die Wesermarsch und die Stadt Oldenburg in den Naturpark Wildeshauser Geest zum Naturpark Dümmer. Die Gesamtstrecke ist aufgeteilt in vier Etappen. Starten Sie in der Seefahrerstadt Elsfleth am Huntesperrwerk. Kurz hinter Oldenburg erreichen Sie den Naturpark Wildeshauser Geest mit seiner vielfältigen Landschaft mit artenreichen Mischwäldern, Alleen, Sanddünen, Fluß- und Wiesenland mit vereinzelten Moor- und Heideflächen.

  • Wildeshausen: Lädt ein, originelle Museen und historische Gebäude zu besichtigen.
  • Hartensbergsee: Lockt mit seinem schönen Sandstrand und dem Hunteinformationshaus.
  • Diepholz: Hier lohnt ein längerer Aufenthalt für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
  • Dümmer See: Der See ist ein beliebtes Ausfl ugsziel für Naturliebhaber und Wassersportler.

Die Route ist durchgehend mit dem einheitlichen Logo ausgeschildert.

Radurlaub in Oldenburg: Tipps und Ideen

Verbinden Sie Ihre Leidenschaft fürs Radfahren mit den Vorteilen eines Städtetrips in Oldenburg. Mit Radrouten und Radfernwegen in unmittelbarer Nähe ist Oldenburg ein idealer Ausgangspunkt für Touren und beliebter Zwischenstopp auf längeren Reisen.

Sightseeing per Rad

In Oldenburg liegen viele Sehenswürdigkeiten, Parks und Museen direkt fußläufig in der Innenstadt. Mit dem Rad sind auch weniger zentrale Orte schnell erreicht.

Radausflüge in der Stadt

  • Küstenkanal: Genießen Sie den Blick über das Wasser und die weiten Wiesen.
  • Botanischer Garten: Entdecken Sie Pflanzen aus aller Welt.
  • Utkiek: Die grasbewachsenen Hügel sind der höchste Punkt Oldenburgs und bieten eine schöne Aussicht auf die Türme der Stadt.

Radtour rund um Oldenburg

Typisch norddeutsch sind die Wege flach und der Wind kommt am liebsten von vorne. Unterwegs triffst du Schafe, unendlich weite Wiesen und so einige Wälder. Naturgenuss pur!

RadPartie

Bei der RadPartie fährst du zu den schönsten Fotospots in Oldenburg und der Wesermarsch. Im begleitenden Magazin warten spannende Hintergrundgeschichten, Rezepte und vor allem Platz, um deine eigenen Fotos einzukleben.

Kulinarische Tipps

So abwechslungsreich wie die Landschaft und seine Bewohner ist auch unser Essen. Probieren Sie die schmackhafte regionale und vor allem saisonale Küche von deftig bis exclusiv. Im Frühjahr lockt das Spargelessen, im Sommer und Herbst zur Zeit der Obst- und Gemüseernte die selbstgemachte Rote Grütze, diverse Obstkuchen sowie Wildgerichte mit frischen Pilzen. Erfrischend anders sind die Melkhüser mit ihren originellen und preiswerten Milchshakes und Joghurtspeisen, die Hof- und Künstlercafes oder Teestuben.

Übernachtungsmöglichkeiten

Ausgesuchte fahrradfreundliche Betriebe entlang des Hunte-Radweges sorgen für eine geruhsame Nacht. Hier können Sie die müden Glieder strecken, eine heiße Dusche nehmen und sich rundherum verwöhnen lassen.

Teilroute Wildeshauser Geest

Verbinden Sie das Radeln auf dem Lande mit der städtischen Atmosphäre Oldenburgs. Diese Route führt Sie in drei kleine Orte am Rande des Naturparks Wildeshauser Geest. Auf der Speiche „Wüsting“ gelangen Sie über die Eisenbahnbrücke in den Stadtteil Osternburg und erleben, wie eng Stadt und Land hier verwoben sind. In Wüsting angekommen, geht es auf dem äußeren Ring der Route weiter durch eine Niedermoorlandschaft mit ebenen Wegen, Feldern, Wiesen und großen Gehöften nach Sandkrug. Hier erreichst du die Geestkante des Naturparks. Entlang der Hunte führt der Weg weiter nach Wardenburg, wo du auf der gleichnamigen Speiche wieder in Richtung Tillysee und Oldenburg abbiegst. Folge auf dem Rückweg den Huntedeichen und dem Küstenkanal und gelange so wieder in die Oldenburger Innenstadt.

Von Oldenburg nach Papenburg: Eine Radtour entlang des Küstenkanals

Vom Bahnhof in Oldenburg ausgehend führt uns der Weg zunächst einmal zum geschichtsträchtigen Oldenburger Schloss, das eine Besichtigung wert ist. Es folgt das Landesmuseum "Natur und Mensch", sowie die Hunteschleuse in Oldenburg, Hier führt uns die Route zwischen Küstenkanal und Hunte aus die Stadt hinaus, von wo uns der Weg über angenehm zu fahrende Wege direkt Richtung Vehnemoor führt. Die riesigen, zum Teil bereits wiedervernässten Torfabbaugebiet eröffnen uns einen beeindruckenden Blick über die für Norddeutschland einst typische Moorlandschaft.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

  • Böseler Park: Ein idealer Ort für eine kleine Pause.
  • Kulturzentrum Mühlenberg in Gehlenberg: Eine komplexe Anlage historischer Gebäude, die einem Freilichtmuseum nahe kommt.
  • Erikasee in Esterwegen: Bietet eine schöne Pause am See in Bockhorst an.

Der Küstenkanal: Eine wichtige Wasserstraße

Der Küstenkanal ist ein ursprünglicher Entwässerungskanal für die oldenburgischen Moore und wurde 1922 - 35 als Verbindungskanal von der Ems bzw. Im östlichen Teil entstand der Küstenkanal durch Ausbau des 1893 fertiggestellten Hunte-Ems-Kanals. Am 28. September 1935 wurde der Küstenkanal in Betrieb genommen. Er besitzt je eine Schleuse in Dörpen und Oldenburg. Bemessen wurde der Küstenkanal für das 600/750-t-Schiff (Länge: 67,00 m; Breite: 8,20 m; Tiefgang: 1,75/2,00 m). Um leistungsmindernde Engpässe zu beseitigen, wurde der Ausbau seit 1947 für das 1000-t-Schiff (einschiffig für das 1350-t-Schiff) durchgeführt. Auch heute ist der Küstenkanal noch Hauptvorfluter für die Gebiete Ems - Hunte, Leda / Jümme, d.h., bei Hochwasser werden die aus den Flüssen Sagter Ems, Soeste und Vehne in den Kanal abgeleiteten Wassermengen schnell und gefahrlos zur Ems (über die Goldfisch-Dever) bzw.

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