Eine leere Autobatterie verhindert nicht nur den Start des Fahrzeugs, sondern frustriert auch die Besitzer. Ladegeräte können helfen, doch welches ist das beste? AUTO BILD hat den Test gemacht.
Warum ein Motorradbatterie-Ladegerät wichtig ist
Autobatterien sind weiterhin die Hauptursache für Pannen. Wenn die Starterbatterie des Autos leer ist, treten Probleme auf - nicht nur fallen Komfortfunktionen wie Zentralverriegelung oder Radio aus, sondern viel gravierender ist, dass das Auto nicht mehr anspringt, was erheblichen Frust und Ärger verursacht.
Es gibt mehrere mögliche Gründe für eine entladene Batterie: Entweder ist der Akku selbst defekt, beispielsweise durch einen Zellenschluss, oder der Generator, auch Lichtmaschine genannt, liefert nicht genügend Spannung. Häufig liegt es jedoch daran, dass die Batterie durch den Gebrauch bei Kurzstrecken und gleichzeitiger Nutzung von Stromverbrauchern wie Sitz- und Heckscheibenheizung überlastet wird.
Die Lichtmaschine schafft es dann nicht, die erforderliche Spannung zu halten, was langfristig nicht nur zur Entleerung, sondern auch zur Beschädigung der Batterie führen kann. Um dem entgegenzuwirken, werden spezielle Kfz-Ladegeräte empfohlen. Doch sind diese wirklich effektiv? Auto Bild hat Ladegeräte im Preisbereich von 20 bis 200 Euro getestet.
Die Testsieger im Überblick (2024)
AEG CW10 11278
Das CW10 von AEG gehört nicht gerade zu den kompaktesten Geräten, die man auch mal mit im Auto mitführen kann: Eher ist es für die Anwendung in der (Hobby)-Werkstatt gedacht. Das Ladegerät von AEG unterstützt sowohl 6 Volt- als auch 12-Volt-Batterien der Typen Blei Nass, AGM, EFB, GEL und LiFePo4.
AEG gibt die Ladespannung mit 10 Amperestunden an, die in unserem Test auch bestätigt werden: Nach einer Stunde hat das Gerät die Batterie mit 10,1 Amperestunden geladen. Auch für Sicherheit hat AEG gesorgt: Sowohl den Verpolungs- als auch den Kurzschlussfestigkeitstest besteht das Ladegerät ohne Probleme.
Die Qualität des Geräts wirkt insgesamt zwar hochwertig, doch ein paar Mängel stecken in Detail: So rutschen bei Betätigung die Isolierungen der beiden Batterieklemmen ab - sie sind nur aufgesteckt und nicht sonderlich gut befestigt. Auch die Ausstattung des AEG CW10 ist umfangreich: Zwar wird das Gerät nicht mit einem Aufbewahrungskoffer oder einer Tasche ausgeliefert, bietet dafür aber Funktionen wie eine Erhaltungsfunktion, einen Lichtmaschinen-Funktionstest oder eine Stützfunktion bei Batteriewechseln, die die Spannung im Auto auch ohne eingebaute Batterie aufrechterhält.
Die Bedienung wirkt erst etwas verwirrend, ist dann aber doch einfach und selbsterklärend, im Display wird die Ladeaktivität angezeigt. Mit der Note 1,8 landet das AEG CW10 auf dem ersten Platz.
Noco Genius 10
Das Gerät Genius 10 der Firma Noco ist ein kompaktes Ladegerät, das sowohl für herkömmliche 12-Volt-Batterien als auch für 6-Volt-Batterien geeignet ist, wie sie eher in Oldtimern oder Motorrädern zu finden sind. Es ist kompatibel mit Auto-Batterien der Typen Blei Nass, AGM, EFB, GEL, LiFePo4, Li-Ion und Calcium.
Die Ladekapazität gibt Noco mit 10 Ampere an, die in unserem Test auch bestätigt werden: Nach 15 Minuten messen wir bereits 2,6 geladene Amperestunden, nach 60 Minuten sind es 10,4 Amperestunden, womit das Gerät die Versprechungen sogar leicht übertrifft.
Überzeugt haben uns auch die zahlreichen Funktionen des Geräts: So bietet das Gerät nicht nur einen „Repariermodus“ für alte Blei-Batterien, sondern kann selbst mit einer Restspannung von nur 1,3 Volt noch tiefenentladene Batterien aufladen. Auch eine Erhaltungsladefunktion bietet das Genius 10. Doch es gibt auch Ausstattungspunkte, auf die man beim Gerät von Noco verzichten muss: So gibt es keine Sofort-Starthilfe-Funktion, auch einen Lichtmaschinen-Test kann man mit dem Ladegerät nicht durchführen. Auch eine Aufbewahrungstasche oder -box gehören nicht zum serienmäßigen Lieferumfang des Noco Genius 10.
Dafür ist die Verarbeitungsqualität des Geräts und der Bauteile als hochwertig zu bezeichnen. Mit der Gesamtnote 1,8 (gut) landet das Ladegerät auf dem ersten Platz.
Preis-Leistungs-Sieger: Bosch C30
Er schafft nicht ganz die von Bosch versprochene Leistung: Statt den angegebenen 3,8 Ah schafft das C30 in unserem Test nur 3,3 Ah - doch das ist auch das einzige Manko, das wir an dem Gerät finden konnten. Zwar ist es mit seiner Ladeleistung von nur 3,3 Ah eher als Ladeerhaltungsgerät geeignet als zum schnellen Laden von Batterien, doch die Bedienung des Geräts ist einfach und die Verarbeitungsqualität wirkt sehr hochwertig.
Die minimal vorhandene Restspannung zum Laden tiefenentladener Batterien beträgt 3,8 Volt. Das Ladegerät ist für Batterien der Typen Blei-Nass, AGM, EFB, GEL und VRLA geeignet. Mit der Note 2,4 (gut) landet es auf dem 6. Platz und wird dank seiner recht günstigen UVP von 77,35 Euro der Preis-Leistungs-Sieger.
Wie Auto Bild getestet hat
Im ersten Schritt wurden die Ladegeräte und das mitgelieferte Zubehör ausgepackt. Der erste Blick fiel hierbei auf die Bedienungsanleitung, die nach ihrer Verständlichkeit und die Sicherheitshinweise bewertet wurde. Im zweiten Schritt wurde das mitgelieferte Zubehör gesichtet und benotet. Auch die kompatiblen Batterie-Typen wurden festgehalten und bewertet.
Noch vor dem eigentlichen Test wurde auf die Verarbeitungsqualität des Ladegeräts und des Zubehörs geschaut. Vor den Labortest ging es noch an den Praxisteil: Hier wurde besonders darauf geachtet, wie einfach und flexibel die Ladegeräte zu bedienen sind: Wie gut lassen sich die Anschlussklemmen öffnen? Öffnen sie weit genug? Wie einfach lässt sich das Ladegerät auf den vorhandenen Autobatterie-Typen umstellen? Gibt es eine Ladeanzeige oder ein Display, das den Ladestrom oder den Ladezustand anzeigt?
Zudem wurden auch die Sonderfunktionen dokumentiert und bewertet: Kann das Ladegerät auch Lichtmaschinen-Funktionstests durchführen? Gibt es eine Starthilfefunktion, eine Erhaltungsladefunktion oder eine Zwangsladefunktion für tiefenentladene Batterie? Gibt es eine Stützfunktion beim Batteriewechsel oder einen Rekonditionierungsmodus?
Ob die Ladegeräte auch halten, was sie versprechen und ob sie auch über ein Maß an Sicherheit verfügen, wurde im Testlabor der Computer BILD herausgefunden. Im ersten Schritt wurde die Ladegeschwindigkeit durch einen Prüfstand gemessen und anschließend bewertet. Erst dann mussten sich die Ladegeräte den Sicherheitschecks unterziehen: So wurde geschaut, ob die Ladegeräte einen Verpolungsschutz haben - und wenn ja, ob er auch funktioniert.
Auch wurden die Geräte einem Kurzschlussfestigkeits- und Funkenbildungstest unterzogen. Ebenso wurde geschaut, ob sich die Ladegeräte automatisch abschalten, wenn eine Klemme von der Batterie abgefallen ist. Gleiches gilt auch für einen abgefallenen oder gezogenen Netzstecker: Hier wurde geschaut, ob es zu einem Rückstrom aus der Batterie in das Ladegerät kommt. Auf einen möglichen Überhitzungsschutz (sowohl für die Batterie als auch für das Ladegerät) wurden die Geräte ebenfalls untersucht.
Nicht nur einen, sondern gleich zwei Härtetests mussten die Ladegeräte ebenfalls bestehen: So wurden Funktionstest nicht nur bei 50 Grad Celsius, sondern auch bei - 10 Grad Celsius durchgeführt.
Ausschlaggebend für die Auswahl der Testprodukte war übrigens der Preis - und nicht die Ausstattung oder die Ladestromstärke. Wir wollten aus der Sicht eines Laien schauen, wie sich die fast unendlich erscheinende Produktpalette der Ladegeräte bis 200 Euro schlägt, für welchen Einsatzzweck welches Gerät gedacht ist und wo sich doch schnell die Spreu vom Weizen trennt.
Auffälligkeiten im Test
Gleich drei Ladegeräte bescherten einen kleinen Schreckmoment beim Anschließen an die Batterie: Sowohl das Nexpeak NC201, das Eufab 16647, das Victroen Bluesmart IP22 und das intelligente Batterieladegerät von ADAC/Brüder Mannesmann sorgen für einen Funkenflug beim Anschließen des ersten Pols. Das ist nicht ganz ungefährlich: Denn abgesehen vom Schreck, den man bekommt, können die Funken spätestens bei einem unbemerkten kleinen Benzin-Leck schnell ein Feuer entfachen.
Das Eufab und das Ladegerät von ADAC/Brüdermann bekleckern sich auch in einem weiteren Test nicht mit Ruhm: Beide funktionieren nach dem Verpolungsschutz-Tests nicht mehr. So zeigt das Ladegerät von ADAC/Brüder Mannesmann nach dem Verpolungsschutz erst nur noch 14,8 Volt an, danach "FUL" - die Ladefunktion ist nicht mehr gegeben, obwohl auf der Verpackung noch mit einem Verpolungsschutz geworben wird. Gleiches gilt auch für das Gerät von Eufab, das nach dem Verpolungsschutztest ebenfalls nicht mehr lädt und erst nur 15,4 Volt und dann ebenfalls "FUL" anzeigt.
Die Bedienung der Geräte ist fast durch die Bank weg relativ einfach, doch manchmal muss man sich erst einfuchsen: Viele Geräte haben nur einen einzigen Knopf, über den die verschiedenen Lade-Modi und in manchen Fällen auch der zu ladende Batterietyp ausgewählt werden muss - manchmal wird erst bei der zweiten Benutzung klar, wie das richtig funktioniert. Das CS One der schwedischen Firma CTEK bietet eine praktische App-Steuerung, mit der man das Ladegerät benutzen kann - doch dieser leichte und einfache Weg, das Ladegerät steuern zu können, sorgte auch gleichzeitig für Punktabzug: Nachdem wir ein zweites Handy mit dem Ladegerät koppeln wollte, kam es zu einer Fehlermeldung, dass das Ladegerät bereits mit einem anderen Handy gekoppelt wäre und eine weitere Kopplung nicht möglich sei.
Auch das mitgelieferte Zubehör wurden angeschaut und bewertet - und das fällt sehr unterschiedlich aus. Während einige Ladegeräte wie die Modelle von Ctek neben den Krokodilklemmen auch noch mit Kabel mit Ösen-Enden ausgestattet waren und die Geräte von Bosch sogar mit einer praktischen Aufbewahrungstasche ausgeliefert wurden, war das Victroen Bluesmart IP 22 das genaue Gegenteil. Zwar ist das Ladegerät mit einer übersichtlichen App-Steuerung ausgestattet, aber Anschlusskabel sucht man vergebens: Es wird nur das nackte Ladegerät geliefert, Kabel, um es dann an die Batterie anzuschließen, müssen extra gekauft werden.
Besonders wichtig im Test war natürlich die Ladeleistung: Zwar variierten die Ladeleistungen im Test zwischen einem und 30 Ampere, uns ging es aber eher darum, ob die Geräte auch ihre versprochene Ladeleistung erreichen. Und tatsächlich war das nicht in allen Fällen so: Während es Geräte gab, die minimal schwächer waren als versprochen, gab es auch einen Ausreißer: Das Dino Kraftpaket 13611 erreichte im Test gerade einmal 1,9 Ah statt der versprochenen 4 Ah. Das Nexpeak NC201 überrascht hingegen positiv: So sind laut Hersteller eigentlich nur 5 Ah drin, doch in unserem Test lädt das Ladegerät die Batterie mit 8 Ah. Schlusslicht ist das Victron Bluesmart IP22, das statt der versprochenen 30 Ah nur 16,2 Ah schafft - gerade ein bisschen mehr als die Hälfte.
Was für ein Autobatterie-Ladegerät ist das richtige?
Wirklich gute Autobatterie-Ladegeräte sollten bestimmte Funktionen bieten:
- Ladeerhaltung: Gerade bei Fahrzeugen, die nur saisonal bewegt werden wie Oldtimer, Wohnmobile oder Cabrios, leiden Batterien über durch die Standzeit. Abhilfe können hier Ladegeräte mit Ladeerhaltungsfunktion schaffen: Sie sorgen mit speziell gesteuerten Lade- und Entladezyklen dafür, dass die Batterie jederzeit einsatzbereit ist und durchs Stehen keinen Schaden nimmt.
- Ladespannung: Universell einsetzbare Ladegeräte sollten sich nicht nur hinsichtlich der Ladekennlinie unterschiedlichen Batterietypen optimal anpassen, sondern sich auch dafür eignen, neuere Akkus mit moderner Glasfaservlies-Technik (AGM) wirklich voll aufzuladen. Dazu braucht es eine wahlweise erhöhte Ladespannung von bis zu 14,7 Volt.
- Regenerierungsfunktion: Einige Ladegeräte bieten zudem noch eine spezielle Regenerierungsfunktion, mit der sie bereits angeschlagene Batterien unter Umständen noch mal zu neuer Leistung verhelfen können. Dabei wird über eine zeitlich begrenzte Spannungserhöhung von maximal 15,8 Volt die Batterie kurzfristig zum Gasen gebracht. Auf diese Weise kann bei Nassbatterien eine mögliche Säureschichtung aufgehoben und das Leben der Batterien verlängert werden.
Motorradbatterie-Ladegeräte: Test von GTÜ
Viele Motorradfahrer schicken ihr Bike jetzt in die Winterpause. Aber Vorsicht: Die lange Standzeit wirkt sich unter Umständen schlecht auf die Motorradbatterie aus. Es kann passieren, dass es beim nächsten Start nicht mehr anspringen will - die Batterie ist leer. Deswegen sollte man vorbeugen und mit einem Ladegerät über den Winter die Spannung der Batterie aufrechterhalten. GTÜ hat 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen.
Testsieger und somit laut GTÜ "sehr empfehlenswert" ist das Ladegerät CT5 Power Sport von CTEK. Es hat mehr als 450 von möglichen 500 Wertungspunkten erreicht. Vier weitere Geräte haben mit der Note "sehr empfehlenswert" abgeschnitten: Gysflash 6.12, Bosch C3, Kooroom TKB7 und Dino 12V/5A.
Eine weitere Erkenntnis: Den Falltest aus einem Meter Höhe auf Beton haben die Geräte von AEG und SHIDO nicht überstanden. Wer es also einmal fallen lassen sollte, hat dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein defektes Ladegerät.
Eine positive Erkenntnis des Tests ist hingegen, dass alle Produkte in der Lage sind, selbst auf bis zu drei Volt tiefentladene Batterien wieder mit neuer Ladung zu versorgen. Nur bei hi-Q und Dino liegen diese Grenzen etwas höher, bei 4,5 und 6 Volt.
So wurde bei GTÜ getestet
Alle Ladegeräte mussten sich in 20 Disziplinen beweisen, zum Beispiel Lesbarkeit der Bedienungsanleitung, Kurzschlussfestigkeit, Preis und optischer Gesamteindruck. Die Ergebnisse der einzelnen Disziplinen wurden in den Kategorien "Sichtprüfung", "Bedienung", "Funktionsumfang", "Elektrische Prüfung" "Qualitätsprüfung" sowie "Kosten" zusammengefasst.
Das wichtigste Einzelkriterium war jedoch die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens: Erkennt das Ladegerät den geladenen Zustand einer Batterie und wechselt in den Erhaltungsmodus, um die Ladung aufrechtzuerhalten und den Akku zu schützen?
In der letzten Prüfung mussten alle Geräte einen Falltest aus einem Meter Höhe auf Beton überleben. Nur wenn keine Beschädigung auftrat und das Ladegerät nach dem Fall noch uneingeschränkt funktionierte, gab es die volle Punktzahl.
MOTORRAD Test: 15 Motorrad-Batterieladegeräte im Vergleich
Wer mit einem modernen Ladegerät über den Winter die Spannung aufrechterhält, sorgt nicht nur für einen problemlosen Start, wenn es losgehen soll, sondern senkt auch die Ersatzteilkosten. Denn gepflegte Batterien halten schlicht länger als häufig tiefentladene und gestresste Leidensgenossen.
MOTORRAD hat zusammen mit der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) ganze 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen.
Die Platzierungen der Batterieladgeräte
- Platz 1: CTEK CT5 Powersport
- Anbieter: CTEK
- Preis: 89,99 Euro
- Größe: 16,8 x 3,8 x 6,5 cm
- Gewicht: 499 g
- Einsatzbereich: Für 12-Volt-Starterbatterien (Blei-Säure, WET, wartungsarme, AGM, Gel, Ca/Ca, wartungsfreie und wartungsarme) von 5 bis 25 Ah empfohlen
- Besonderheiten: Ladestrom max. 2,3 A, Gehäuseschutz IP65, Einsatzbereich -20 bis +50 Grad, CAN-Bus kompatibel, wählbare Rekonditionierungsfunktion für tiefentladene Batterien
- Auffälligkeiten: Isolierung der Polklemmen ist robust und kann nicht abgezogen werden, tiefentladene Batterien mit einer Restspannung von 3 V können problemlos geladen werden, wertige Verarbeitung
- MOTORRAD-Urteil: sehr gut
- Platz 2: Gys Gysflash 6.12
- Anbieter: Gystech
- Preis: 85,79 Euro
- Größe: 19,0 x 10,0 x 5,2 cm
- Gewicht: 770 g
- Einsatzbereich: Für 12-Volt-Starterbatterien (Blei-Säure, WET, Gel, wartungsfreie, AGM, Ca/Ca) von 1,2 bis 125 Ah empfohlen
- Besonderheiten: Ladestrom max. 6 A, Gehäuseschutz IP65, kein Einsatzbereich angegeben (Kältetest bestanden), Erhaltungsladung bei Batterien bis 170 Ah möglich, CAN-Bus-kompatibel
- Auffälligkeiten: Isolierung der Polklemmen ist robust und kann nicht abgezogen werden, tiefentladene Batterien mit einer Restspannung von 3 V können problemlos geladen werden, wertige Verarbeitung
- MOTORRAD-Urteil: gut
- Platz 3: Bosch C3 6V/12V
- Anbieter: Bosch
- Preis: 48,97 Euro
- Größe: 18,5 x 8,1 x 5,5 cm
- Gewicht: 700 g
- Einsatzbereich: Für 6-Volt- und 12-Volt-Starterbatterien (Blei-Säure, Gel, wartungsfreie, AGM, offen, VRLA) von 1,2 bis 14 Ah bzw. 1,2 bis 120 Ah empfohlen
- Besonderheiten: Ladestrom max. 0,8 A/3,8 A (6/12 Volt), Gehäuseschutz IP65, Einsatzbereich bis +40 Grad (Kältetest bestanden), Leuchtdioden, separater Haken zur Befestigung
- Auffälligkeiten: Ladestrom max. 0,8 A/3,8 A (6/12 Volt), Gehäuseschutz IP65, Einsatzbereich bis +40 Grad (Kältetest bestanden), Leuchtdioden, separater Haken zur Befestigung
- MOTORRAD-Urteil: gut
Weitere Platzierungen
Die weiteren Platzierungen und Details zu den getesteten Geräten finden Sie in der vollständigen Tabelle des MOTORRAD-Tests.
Worauf sollte man beim Kauf eines Motorrad-Batterieladegeräts achten?
Ein bisschen Intelligenz schadet bekanntlich nie - auch nicht bei einem Ladegerät für Motorradbatterien. Gemeint ist in diesem Fall, dass das Batterieladegerät den Ladezustand selbständig erkennt und den Strom darauf abstimmt. Im Gebrauch bedeutet das: Sobald die Batterie voll ist, wird automatisch von normalem Ladebetrieb auf Erhaltungsladung umgeschaltet.
Es empfiehlt sich, beim Kauf auch auf die richtige Spannung zu achten. Üblich sind zwölf Volt, für ein Motorrad oder einen Roller können aber manchmal noch sechs Volt für den Akku nötig sein. Die besten Batterieladegeräte für Motorräder im Überblick
Ein Motorrad-Ladegerät muss einiges leisten und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Neben der Betriebsspannung sind ein Kurzschluss- und Überlastungsschutz, eine automatische Abschaltung, eine Ladeerhaltung sowie ein Spritzwasserschutz wichtig.
Wie lädt man eine Motorradbatterie richtig auf?
Die Motorradbatterie sollte zuerst ausgebaut, gereinigt und dann mit einem geeigneten Motorrad-Batterieladegerät verbunden werden. Dann geht es folgendermaßen weiter:
- Ladegerät einstecken und Batterie anklemmen
- Einschalten und Spannung regulieren
- Ladevorgang checken
- Batterieladung kontrollieren
- Ladegerät abklemmen
Achtung: Das Ladegerät darf auf keinen Fall während des Ladevorgangs auf die Batterie gelegt werden!
Kann man ein Autobatterie-Ladegerät fürs Motorrad nutzen?
Grundsätzlich ist es möglich, ein Autobatterie-Ladegerät auch für Motorradbatterien zu verwenden. Dafür müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Entscheidend ist, dass das Ladegerät die für Motorräder üblichen Spannungen von 6 V oder 12 V unterstützt und über eine geeignete Ladecharakteristik für kleinere Batteriekapazitäten verfügt.
Viele Autobatterie-Ladegeräte sind auf größere Akkus ausgelegt und liefern entsprechend hohe Ladeströme, was bei kleinen Motorradakkus zu einer Überladung führen kann. Empfehlenswert sind daher Modelle mit automatischer Ladeerkennung und Erhaltungsladefunktion, die sich flexibel an unterschiedliche Batterietypen anpassen.
Wie oft soll man Motorradbatterien laden?
Sobald man weiß, dass das Motorrad eine Woche oder länger nicht benutzt wird, empfiehlt sich das Laden der Batterie. Die Fahrzeugelektronik verbraucht auch im Stand ständig etwas Energie. Dadurch entlädt sich die Batterie - wenn auch sehr langsam.
Wichtig: Frühzeitig laden! Ist die Batteriespannung einmal auf null gefallen, die Batterie also tiefentladen, kann der Akku Schäden davontragen. Im schlimmsten Fall ist die Batterie dann nur noch als Briefbeschwerer zu gebrauchen.
Wo kann man die Motorradbatterie laden?
Die meisten Motorradbatterien sind relativ leicht auszubauen. Da ist es sinnvoll, den Akku vor der Winterpause zu demontieren, damit er im warmen Keller oder Haus überwintern kann. Falls das nicht möglich oder gewünscht ist, kann er auch eingebaut bleiben. In diesem Fall sollte man die Batterie aber, falls möglich, permanent an ein Erhaltungsladegerät anschließen oder, falls nicht möglich, einmal wöchentlich mehrere Stunden lang laden.
Ist eine "wartungsfreie" Motorradbatterie tatsächlich wartungsfrei?
Jein. Die Bezeichnung ist etwas irreführend und trifft nur bedingt zu. Als "wartungsfrei" wird eine Motorradbatterie bezeichnet, die komplett verschlossen und so konzipiert ist, dass ein Auffüllen von destilliertem Wasser nicht möglich ist. Ein Nachladen kann jedoch trotzdem erforderlich sein, etwa, wenn das Motorrad längere Zeit nicht bewegt wird. Dann ist es ratsam, den Akku an ein Erhaltungsladegerät zu klemmen.
Motorrad startet nicht: So den Motor mit Kickstarter oder per Anschieben starten
Kickstarter sind aus der Mode geraten. Falls man aber einen hat, kann man das Motorrad per kräftigem Tritt wieder zum Leben erwecken, wenn der Batterie der Saft ausgegangen ist. Und so geht der Kickstart:
- Zündung an
- Position des Killschalters am Lenker prüfen
- Getriebe in den Leerlauf
- Choke (falls vorhanden) aktivieren
- Motorrad am besten auf den Seitenständer stellen
- Mit Schwung den Kickstarter niederdrücken
Die Zeitschrift MOTORRAD und GTÜ haben 15 Ladegeräte für Motorradbatterien getestet.
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