Sobald die Temperaturen steigen und die Sonne lockt, haben E-Bikes wieder Hochsaison. Damit die Kraftpakete unter den Fahrrädern länger, schneller und weiter fahren, benötigen sie die richtige Tankstelle für den Energienachschub.
Ob E-Bike, Tablet oder Werkzeug: Damit elektronische Geräte lange halten und ihren Job beherrschen, sollten der Akku und das Ladegerät als perfekt eingespieltes Team arbeiten. Bei E-Bikes ist dies besonders wichtig.
Das richtige Ladegerät finden
Im Gegensatz zu den meisten elektronischen Gadgets gibt es für E-Bikes keine Universalladegeräte. Jeder Hersteller setzt weitestgehend auf ein eigenes Anschlusssystem, das zudem nach Modelljahren eingeteilt ist. Die Leistungsentwicklung ist rasant, die Akkus werden immer schlanker bzw. anders eingebaut.
E-Bike-Ladegeräte sind zudem als Versionen zum einfachen Anschluss oder in Ladeschalen-Version erhältlich. Die Leistungseinheit Watt (W) ist für den E-Bike-Akku und sein Ladegerät vor allem hinsichtlich der Ladedauer interessant.
Die elektrische Leistung ist das Produkt von Spannung (in V) und Stromstärke (in A). Ein Rechenbeispiel: Ein Panasonic-E-Bike-Ladegerät besitzt eine Leistung von 118 Watt pro Stunde (Ausgangsleistung 29,6 Volt und 4A). Somit kann es einen passenden Panasonic-E-Bike-Akku mit einer Kapazität von 468Wh in rund vier Stunden komplett aufladen. Das gilt allerdings unter rein rechnerischen, idealen Bedingungen.
Dieses Verhältnis lässt sich auch für jedes andere Powerduo ermitteln: Ein Bosch E-Bike-Ladegerät mit 5A und 42 V (= 210 Watt) hilft einem Akku mit starken 745 Wh ebenfalls in etwa 4 Stunden wieder auf die Beine. Es zeigt sich in jedem Fall, dass ein moderner, reichweitenstarker E-Bike-Akku nur mit einem entsprechend starken Ladegerät verbunden werden sollte. Nicht nur aus Zeitgründen.
Akkupflege für längere Lebensdauer
Um stets zu wissen, wie es um den aktuellen Ladestand des Akkus bestellt ist, kann es sich lohnen, ihn zu kalibrieren. Zwei Kilometer mit E-Unterstützung zum Bäcker radeln und den Akku danach direkt laden? Das ist weder notwendig noch sinnvoll. Wie bei allen Lithium-Ionen-Powerzellen liegt der ideale Ladestand eines E-Bike-Akkus zwischen 30 und 70 Prozent.
Denn bei jedem Aufladen werden die elektrochemischen Reaktionspartner wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Je öfter das geschieht, desto eher sind diese Reaktionspartner erschöpft. Dabei ist es unerheblich, ob dieses Zurückversetzen einmal lange oder ständig kurz geschieht - Ladezyklus ist Ladezyklus, jeder Akku hat davon nur eine endliche Anzahl.
Obwohl hochwertige E-Bike-Ladegeräte nach dem vollständigen Laden abschalten, sollte der Akku nicht an der Powerstation verbleiben. Denn das Ladegerät nimmt seinen Job sofort wieder auf, sobald sich der Akkustand nur ein wenig nach unten bewegt.
Aufgrund ihrer generellen Power sind E-Bike-Akkus darüber hinaus temperatur- und witterungsempfindlicher als kleinere Akkutypen. Zudem sind sie am Fahrrad stärker den Elementen ausgesetzt. Auch das wirkt sich auf das korrekte Laden und nicht zuletzt die Aufbewahrung aus: E-Bike-Akkus sollten zum Überwintern sorgfältig verpackt und eingelagert werden.
Wird das Fahrrad länger nicht genutzt, sollte der Akku ebenfalls separat gelagert und wenigstens alle paar Monate geladen werden. All diese Tipps gelten zwar auch für alle anderen Akkutypen im AkkuShop. Beim E-Bike sind die Auswirkungen jedoch größer.
Sollte trotz sorgfältiger Pflege etwas schiefgehen, zeigen E-Bikes oft kryptische Fehlercodes an. Klingt eigentlich logisch: Da E-Bikes mit Lithium-Ionen-Akkus bestückt sind, sollten sie sich unterwegs theoretisch auch mit einer Powerbank aufladen lassen. Hier gehen Theorie und Praxis jedoch auseinander.
E-Bike-Akkus haben keine einfachen USB-Anschlüsse, sondern werden über spezielle Steckerformen mit ihrem Ladegerät verbunden. Wer mit seinem elektrischen Fahrrad unterwegs Nachschub braucht, kann sich eine öffentliche Steckdose suchen und ein Schnellladegerät ins Gepäck tun.
Auch gibt es immer mehr Fahrrad-Ladesäulen, die ähnlich wie bei E-Autos den notwendigen Strom zur Verfügung stellen. Darüber hinaus gibt es spezielle Powerbanks. Diese sogenannten Range Extender werden auch für E-Autos angeboten. Fürs Fahrrad werden sie so gebaut, dass sie sich am Rahmen befestigen lassen und mit Kapazitäten über 250 Wh wesentlich E-Bike-Akku-tauglicher sind.
Bei komplizierteren Produkten wie E-Bike-Ladegeräten ist guter Expertenrat immer gefragt. Das AkkuShop-Team steht für alle Fragen bereit und hilft gern bei der Auswahl. Am einfachsten geht’s über unser Kontaktformular.
Das richtige Ladegerät für unterwegs
Radfahren mit dem Elektrofahrrad hat viele Vorteile. Sie sind schneller unterwegs und müssen auch beim Radfahren mit viel weniger Widerstand umgehen. Das alles hat damit zu tun, dass ein Fahrrad Akku Bafang von einer Fahrradbatterie angetrieben wird. Und so wie ein Akku Ihres Mobiltelefons oder der Akku des Autos aufgeladen werden muss, muss auch der Akku des E-Bikes aufgeladen werden.
Dafür benötigen Sie ein E Bike mobiles Ladegerät. Haben Sie Probleme, das richtige Ladegerät für Ihr Fahrrad zu finden? Die Auswahl eines Fahrradbatterieladegeräts erfolgt durch einen umfangreichen Vergleich der Ladegeräte. Dies ist notwendig, da es gefährlich sein kann, wenn Sie das falsche auswählen.
Zum Beispiel kann das falsche E-Bike-Ladegerät verhindern, dass Sie das Fahrrad Akku Bafang komplett aufladen können. Darüber hinaus kann das falsche Ladegerät auch zu einer Überspannung des Akkus führen sowie im schlimmsten Fall sogar zu einer Explosion.
Berücksichtigen Sie die Spannung des Ladegeräts so, dass Sie mit der des Akkus übereinstimmt. Weiterhin ist die Ampere-Anzahl auch ein wichtiger zu berücksichtigender Faktor. Schließlich sollten Sie auch die Stecker vergleichen, denn wenn ein E-Bike-Ladegerät nicht richtig passt, wird der Akku beschädigt.
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie somit am besten unseren Kundendienst kontaktieren. In manchen Fällen kann es auch passieren, dass ein bestimmtes Ladegerät nicht bei uns verfügbar ist und Sie es aus diesem Grund im Shop nicht finden konnten. Dann bestellen wir es natürlich nach. Sollte es auch damit Probleme geben, wird sich eine Alternative finden.
Im Bereich der Ladegeräte für ein Fahrrad Akku können Sie zwischen verschiedenen Arten von Ladegeräten wählen. Diese können in unserem Fahrradbatterieshop leicht verglichen werden. Der Kauf eines elektrischen Fahrradladegeräts ist nicht einfach.
Es ist klug, wenn Sie einen Ersatz zur Hand haben, damit Sie am Ende nicht komplett ohne einen voll geladenen Akku dastehen. Die Ladegeräte können nämlich plötzlich den Geist aufgeben. Bei den Akkus erkennen Sie, dass Sie sie bald erneuern müssen, da sie nicht mehr so schnell laden oder die Kapazität abnimmt.
In unserem Shop können Sie praktische Filter auswählen, mit denen Sie die Produkte nach Preis, aber auch nach Marke und Typ sortieren können. Auf diese Weise finden Sie die für Sie passenden Ladegeräte noch schneller.
Darüber hinaus wird zwischen Original- und Universal-Elektrofahrrad für Batterieladegeräte unterschieden. Vergleichen Sie die verschiedenen Ladegeräte einfach in unserem Fahrradbatterieshop, damit Sie schnell wieder mit dem Elektrofahrrad unterwegs sein können. Das Ladegerät kann auf E-Bike-Tour eine sinnvolle Alternative zum Ersatz-Akku sein.
Doch die Modelle unterscheiden sich nach Ladegeschwindigkeit und Gewicht.Quizfrage: Wie viel Ampere hat das Ladegerät, das bei Ihnen im Schrank liegt? Nie drauf geachtet? Vier Ampere sind es meist bei Bosch, oft nur zwei bei Shimano.
Das sind Unterschiede mit erheblichen Auswirkungen. Denn die Ampere-Zahl bestimmt, wie schnell das Ladegerät den Akku lädt. Ganz entscheidend ist das, wenn auf Tour nachgeladen werden soll, zum Beispiel in der Mittagspause.
Vereinfacht gesagt: Ein Ladegerät mit zwei Ampere müsste eigentlich halb so schnell laden wie eines mit vier Ampere. Doch wie groß ist der Unterschied tatsächlich? Da Bosch drei Ladegeräte von zwei bis sechs Ampere im Sortiment hat, bot sich ein exemplarischer Test an (auch von Shimano gibt es unterschiedlich schnelle Lader).
90 Minuten lang ließen wir die Ladegeräte die Akkus aufladen - und die Unterschiede sind mehr als markant. Genau hinzuschauen, lohnt sich also, denn Ladegeräte landen immer öfter als Alternative zum Zweit-Akku im Rucksack - mit 625 Wattstunden und mehr sind die Batterien mittlerweile einfach zu schwer.
Doch schnellere Ladegeräte haben auch Nachteile. Sie sind größer, schwerer und teurer in der Anschaffung als ihre kleineren Brüder. Aber immer noch günstiger und kompakter als der Zweit-Akku, und vor allem viel leichter: Mit 788 Gramm wiegt der schnellste 6A-Charger von Bosch nur etwa ein Viertel einer 500-Wh-Batterie.
Aber schnelle Ladegeräte sollen den Akku auch stärker verschleißen. Ob das zutrifft, klären wir mit Prof. Dr. Bohlen von der Hochschule München. Bohlen ist überzeugt, dass in Ladegeräten noch viel Potenzial steckt. Besonders, was das Packmaß angeht. „Bis in die Größenordnung einer Zigarettenschachtel kann man kommen“, sagt der Experte.
Mitgetestet haben wir auch das Gerät eines Drittanbieters: den Lion Smart Charger von Ongineer. Der Smart Charger lädt automatisch das passende Ladeprotokoll für den angeschlossenen Akku und kann so zuverlässig Akkus mehrerer Hersteller laden.
Intelligentes Laden verschiedener E-Bike Akkus verspricht der kleine und leichte Lion Smart Charger. Wie er genau funktioniert? Das Ladegerät unterstützt laut des Herstellers ONgineer viele unterschiedliche Akku-Typen. Dazu zählen bekannte Systeme wie Bosch, Brose oder Fazua, aber auch sehr viele andere Modelle.
Zum Zeitpunkt des Tests sind neun unterschiedliche Ladekabel verfügbar. Durch das modulare Konzept lassen sich nicht nur E-Bikes laden. Auch auf Akku-Zellen in E-Scootern versteht sich das blaue Kästchen.
Das jeweilige Ladekabel für deinen Akku ist im Lieferumfang dabei. Die eigentliche Produktverpackung lässt sich per Magnetverschluss öffnen und enthüllt ein schönes Etui mit Reißverschluss. 145 mm lang, 80 mm breit und 30 mm hoch - das misst der Smart Charger. Verglichen mit den meisten Standardnetzteilen ist es damit ziemlich klein und kommt zudem komplett ohne Lüfter aus. Das Gewicht beträgt nur 370 Gramm, was etwas weniger als vier Tafeln Schokolade entspricht.
Langfristig etwas Geld sparen soll mit dem Ladegerät von ONgineer ebenfalls möglich sein. Der aus der Steckdose entnommene Strom gelangt mit einer Effizienz von 94 % in den Akku. ONgineer hat wenig Material für die Herstellung und damit wenig Ressourcen verwendet. Der wohl wichtigste Punkt ist jedoch eine längere Lebensdauer des Akku. Durch eine schonende Ladeoption sollen die Zellen länger arbeitsfähig bleiben.
Der Lion Smart Charger ist prinzipiell für alle Akkus mit 36 Volt Spannung geeignet, sofern das richtige Adapterkabel verfügbar ist. Das Kabel besitzt an einem Ende den Anschluss für den Akku und am anderen Ende einen etwas altmodisch aussehenden Stecker, der an früheren PCs auf die sogenannte serielle Schnittstelle bildete.
Diese Steckverbindung hat jedoch den Vorteil von vielen Pins, also mehreren Anschlüssen. Die sind wichtig, damit der Charger auch intelligent das Kabel erkennt und den Akku entsprechend lädt. Einmal an das Ladegerät angeschlossen, kann es bereits losgehen.
Die Lion-App ist für iOS und Android verfügbar. Was der Hersteller verspricht ist eine Sache, doch wie schlägt sich das intelligente Kästchen im Praxistest? Wir wollen das Ladegerät richtig herausfordern und wählen dafür einen Akku aus, der in Deutschland noch unbekannt ist: Ein E-Bike Akku des Himiway City Pedelecs mit einer hohen Kapazität.
Der Amerikanische Hersteller Himiway benennt auf Anfrage die Ladezeit mit 6-9 Stunden für eine Vollladung mit dem mitgelieferten Charger. Wichtiges Detail: Während der Lion Charger maximal 4 Ampere Ladestrom liefert, dürfen es bei diesem Akku nur 3 Ampere sein.
ONgineer hat uns alle bereits verfügbaren Ladekabel bereitgestellt, so dass wir nur das passende Kabel finden müssen. Es kommen lediglich zwei Kabel in die engere Auswahl. Wir wählen rein nach der Optik das tendenziell besser passende aus, wie es vermutlich alle Endkunden auch tun würden. Ob das funktionieren wird? Wir schließen sowohl das Adapterkabel, als auch das Netzkabel an den Lion Smart Charger an und verbinden ihn anschließend mit der Steckdose. Eine LED fängt an zu leuchten.
Beim Anschließen des Akku entstehen wie erwartet keine Funken und wir hören kurz danach ein leises Klicken und der Akku beginnt mit dem Ladevorgang. Wir laden die App auf ein iPhone XR und fangen an einen neuen Akku einzurichten. Die Benutzerführung ist spielerisch und funktioniert nach dem Frage- und Antwort-Spiel wie in einem Chatbot.
Zunächst ist der Name des Akkuprofils zu wählen. Danach sollen wir uns entscheiden, ob wir das Profil für den Akku selbst konfigurieren oder aus einer Datenbank wählen. Wir versuchen den Weg über die Datenbank, wovon wir in diesem Fall allerdings keinen Erfolg erwarten.
Dort lässt sich nach dem Hersteller oder der Artikelnummer vom verwendeten Akku suchen. Das ist toll gelöst, zumal die Datenbank ständig wächst. Mittlerweile sind hier über 254 verschiedene Akkus gelistet, die sich im Hintergrund in der App auch ohne App-Update aktualisieren. Manuell ist die Konfiguration jedoch ebenfalls möglich. Hierzu muss der maximale Ladestrom für den Akku und die Kapazität angegeben werden.
Nun geben wir die Akkukapazität von 644 Wh an. Alternativ lassen sich auch die Amperestunden eintragen. Danach muss noch bestätigt werden, dass es sich um einen 36 Volt-Akku handelt. Im nächsten Dialog kannst du deinem Akkuprofil noch ein Bild zuordnen, was gerade bei vielen Akkus im Haushalt durchaus sinnvoll erscheint.
Abschließend können wir noch das Ladeprofil für den erstellten Akku auswählen. Wir wollen schnell laden, was ein Ladeziel von 100 % bei 3 Ampere für diesen Akku bedeutet, und übertragen das Profil an den Charger. Dazu bringen wir das Smartphones in die Nähe des NFC-Tag am Ladegerät. Wir sind bei 42 % Akkustand und uns werden etwas mehr als vier Stunden verbleibende Zeit angegeben. Das Gute: Du kannst dich von der App erinnern lassen, wenn der Akku voraussichtlich fertig geladen ist.
Nach etwa dreieinhalb Stunden sind wir neugierig und checken den Status: 82 % geladen und 1:17 Minuten verbleibende Ladezeit. Jetzt erinnert uns die App, dass es soweit ist. Wir checken erneut: 99 % und noch vier Minuten zu laden. Noch ein Kaffee.
Aber auch danach bleibt es beim Ladestand. ONgineer erklärt, dass “es darum geht, die Batterie maximal zu schonen. Daher senkt der Charger den Ladestrom am Ende des Ladevorganges langsam ab. Wenn der LiON den Akku noch nicht kennt, kann es ebenfalls zu dem genannten Phänomen kommen. Der LiON lädt dann langsam nach. LiON ist allerdings lernfähig! Das probieren wir aus und laden den Akku nach ein paar Tagen erneut und es klappt wie angekündigt.
Wiederum ein paar Tage später stellt sich allerdings heraus, dass wir die Akkukapazität in der App zu gering angegeben haben - statt 655 Wh nur 644 Wh. Das erklärt im Nachhinein, warum die App noch Ladebedarf angezeigt hat. Verglichen mit dem Originalladegerät ist die Ladezeit bei diesem Akku ungefähr identisch.
Das smarte Ladegerät von ONgineer ist eine sinnvolle und durchdachte Innovation. Prinzipiell kann es alle 36 Volt Akkusysteme von E-Bikes und E-Scootern laden.
Für wen ist der Lion Smart Charger sinnvoll?
- Im Haushalt gibt es mehrere E-Bikes oder E-Scooter mit unterschiedlichen Akkus.
Der Lion Smartcharger ist beim Onlinehändler Akkushop zwischen 164 und 179 Euro erhältlich. Je nachdem, welches Adapterkabel du benötigst.
Lademöglichkeiten unterwegs
Unbeschwert mit dem E-Bike unterwegs sein macht enorm viel Spaß. Wären da nicht ab und zu die Gedanken an den Akku. Wie weit komme mit der aktuellen Ladung noch? Wo kann ich ihn am besten aufladen? Auf diese Fragen gibt es heutzutage ganz verschiedene Antworten. Meist spielt es eine Rolle, wo ihr euch gerade befindet, welchen Anlass eure aktuelle Fahrt hat und wie weit euer Ziel entfernt ist.
- Komfortabler als an einer gut gewarteten Ladestation ladet ihr euer E-Bike wahrscheinlich nur zuhause auf. Kein Ladegerät, höchstens ein passendes Ladekabel oder einen Adapter - mehr braucht es dafür nicht.
- Sowohl in touristischen Regionen als auch im urbanen Raum an zentralen Orten wie Bahnhöfen, Busbahnhöfen, Einkaufscentern oder so manchen öffentlichen Einrichtungen finden sich solche Ladestationen. In Gegenden, in den viele Menschen ihren Urlaub verbringen, sind Restaurants, Hotels oder Museen die jeweiligen Anlaufstellen. Errichtet haben die Ladesäulen unterschiedlichste Anbieter. Habt daher zur Sicherheit das Ladekabel für euer E-Bike lieber griffbereit. Mithilfe gängiger Internetdienste wie Google Maps könnte ihr euch Ladestationen auf dem Smartphone anzeigen lassen. Noch bequemer lösen das mitunter spezielle Apps. In aller Regel haben diese jedoch einen gravierenden Nachteil. Sie zeigen euch nur die Ladestationen an, die aktiv in der App hinterlegt wurden. Meist bietet die Welt außerhalb dieser Apps einige Ladestationen mehr. Wer mehrere Apps nutzt, erhöht die Chancen, in der Nähe einen Treffer zu erhalten. Alternativ zu den genannten Apps könnt ihr Apps zum Anzeigen von Ladestation für E-Autos nutzen. Oftmals erlauben diese ein Filtern der Suchergebnisse nach „Schuko-Stecker“.
- Je nach Gegend findet ihr eher eine Tankstelle als per App eine Ladestation zum Laden des Akkus. Wer dort höflich nach einer Erlaubnis zum Aufladen fragt, wird wohl nur selten abgelehnt. Und wenn ihr bei der Gelegenheit noch etwas zu trinken oder essen bestellt, gibt’s den Strom am Ende vielleicht sogar gratis.
- Trotz Ladestationen kommt die Sprache beim Laden des E-Bikes unterwegs schnell auf das Ladegerät. Sein Mitführen versetzt euch schnell in die Lage, flexibel auf verschiedene Gegebenheiten reagieren zu können. Heute gestaltet sich die Situation deutlich übersichtlicher. Für viele E-Bike-Systeme von Bosch, Shimano, Mahle, Fazua, TQ, Brose, Pinion und Co. werden nur noch ein, höchstens zwei Ladegeräte angeboten. Häufig beträgt deren Ladestrom zwischen zwei Ampere und vier Ampere. Die frühere Vielfalt hatte ganz praktische Gründe. Nur die wenigsten waren bereit, etwa ein Gerät wie das Schnellladegerät von Bosch für ältere Versionen von Performance Line und Bosch Active Line auf der Tour dabeizuhaben, das ein Kilogramm wiegt. Dank steter Weiterentwicklung braucht es dieses breite Spektrum nicht mehr. Ladegeräte wiegen inzwischen etliche Gramm weniger als noch vor fünf oder zehn Jahren.
- Zugegeben, das Ladegerät von DJI ist verdammt fix. Noch schneller seid ihr jedoch, wenn ihr unterwegs einfach den ursprünglichen Akku gegen einen Zweitakku tauscht. Nachteil dieser Lösung ist verständlicherweise ein größeres Gewicht während der Fahrt. Schließlich wiegt ein Akku mehr als ein Ladegerät. Allerdings sagt auch niemand, dass ihr den identischen Akku einsetzen müsst, den ihr am E-Bike entnehmt. So hält etwa Bosch für einen Teil seiner Intube-Akkus einen Adapter parat. Mit dessen Hilfe könnt ihr einen PowerTube 750 gegen einen PowerTube 500 tauschen, der immerhin rund 1,3 Kilogramm leichter ausfällt. Oder ihr ersetzt einen PowerTube 750 gegen einen PowerTube 625. Bis zum Wechsel kann der Zweitakku in den Gepäcktaschen Platz finden. Ein guter Bike-Rucksack tut’s natürlich auch. Als ausgesprochen praktisch kann sich außerdem eine platzsparende Rahmentasche erweisen.
- Wollt ihr zwei Akkus nutzen, liegt es nahe, sie von Anfang an im beziehungsweise am Rahmen zu montieren. Alle, die ein E-Bike mit Bosch-Antrieb fahren, können dafür theoretisch auf die Option Bosch DualBattery zurückgreifen. Für wen dieser Begriff neu ist, nur so viel: Bosch Dualbattery ermöglicht den gleichzeitigen Einsatz zweier Akkus und damit das Verdoppeln der Reichweite oder sogar noch größere Steigerungen. Oftmals werden ein Intube-Akku mit einem Rahmenakku oder einem Gepäckträgerakku kombiniert. Das E-Bike-System greift abwechselnd auf beide Akkus zu und entlädt sie so möglichst schonend. Einschränkend gilt: Nicht jedes E-Bike besitzt vom jeweiligen Hersteller die Freigabe für das Bosch Dualbattery. Wer DualBattery einmal verwendet hat, wird in vielen Fällen nicht mehr zur Variante mit einem einzigen Akku zurückkehren wollen. Der Reichweitengewinn eröffnet ungeahnte Freiheiten und lässt die Angst um ein plötzliches Ausbleiben der elektrischen Unterstützung ganz weit nach hinten rücken.
- So gut wie jeder Hersteller eines E-Antriebs, der etwas auf sich hält, führt inzwischen einen Range Extender m Programm. Im Grunde handelt es sich um eine abgewandelte Form der DualBattery-Variante. Allerdings verfügt der zweite Akku absichtlich über eine geringere Kapazität. So lässt sich zwar weniger zusätzliche Reichweite generieren. Dafür schrumpft der Akku auf das Maß ähnlich einer herkömmlichen Trinkflasche und lässt sich so mit geringem Aufwand im E-Bike-System und am Rahmen hinzufügen. Am Ende kommen zwischen einem Drittel oder gar der Hälfte an Kilometern auf die ursprüngliche Reichweite darauf - je nach Antrieb und der Größe des serienmäßig verbauten Akkus.
- Angesichts von kontinuierlich gestiegenen Akkukapazitäten, ausgefeilterer Batterie-Management-Systeme und modernerer Akkuzellen hat das Laden des E-Bikes unterwegs zum Glück ein wenig an Brisanz verloren. Erst recht, wenn wir einen Blick auf das S-Pedelec werfen. Akkus der Schweizer Hersteller Opium und Stromer erreichen Kapazitäten von mehr als 1.500 Wattstunden. Zudem kommen Akkuzellen anderen Typs zum Einsatz. Die lang genutzten 18650er Zellen gelten heute weitestgehend als ausentwickelt.
- Trotz ausdauernderer Akkulösungen und dem gleichzeitigen Nutzen zwei Akkus wird das Laden des E-Bikes unterwegs künftig weiterhin ein Thema bleiben. Aktuell nutzt beinahe jeder Systemhersteller einen eigenen Ladeanschluss. Das stößt nicht nur bei vielen E-Bike-Fahrenden auf Unverständnis, sondern erschwert gleichzeitig das Etablieren einheitlicher und damit einfach zugänglicher Ladeinfrastruktur. Initiativen wie die des Konsortiums CHAdeMO wollen hier Abhilfe schaffen. CHAdeMOs Ansatz für das Laden von E-Bikes heißt Charge2Bike. Diese als herstellerübergreifender Industriestandard konzipierte Ladelösungen wird von internationalen Fahrrad- und E-Bike Herstellern und dem Zweirad-Industrieverband (ZIV) aus Deutschland unterstützt. Charge2Bike von CHAdeMO soll künftig eine Ladespannung von maximal 60 Volt ermöglichen. Dies würde sich für Akkus eignen, deren nominalen Nennspannung maximal 50,4 Volt beträgt. Als Resultat ließe sich damit ein Ladestrom von maximal 20 Ampere erzeugen. Wenn ihr das in Relation zu den Ladeströmen heutiger Ladegeräte setzt, erkennt ihr, welchen enormen Sprung das bedeuten würde. Zuvor müssen jedoch das System seine Zertifizierung erhalten und entsprechende Ladeinfrastruktur entstehen. Claus Fleischer, Geschäftsleiter von Bosch eBike Systems, hält dies in absehbarer Zeit für möglich.
- Vollkommen überflüssig wäre das Laden des E-Bikes unterwegs, wenn sich der Akku während der Fahrt wie von selbst aufladen könnte. Einige E-Bike-Antriebe, etwa von Cixi oder Opium, ermöglichen genau dies. Das entsprechende Prinzip heißt Rekuperation. Sie sorgt dafür, dass ein sich bewegendes E-Bike einen Teil der dabei entstehenden Energie zurückgewinnt. Dieser fließt dann zurück in den Akku. Je nach System geschieht dies beim Pedalieren, beim Bremsen oder beim Fahren im Leerlauf zum Beispiel während einer Abfahrt. Auf diese Weise kann sich die Reichweite erheblich verlängern. Andere Hersteller wie Anod und Pi-Pop kombinieren die Rekuperation mit Superkondensatoren und verzichten - teilweise oder gänzlich - auf einen Akku. Ausgereizt sind diese Ansätze noch lange nicht. Gut vorstellbar, dass wir mittelfristig in bestimmten Nischen E-Bikes sehen, die kaum noch an die Steckdose müssen.
Verfügbare Ladegeräte
- Amflow 12A Ladegerät für DJI Avinox
- Fazua Ride 60 3A Ladegerät
- Sram Eagle Powertrain 4A Ladegerät
- TQ 4A Ladegerät
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