20-Zoll-Kinderfahrrad mit Rücktrittbremse im Test: Sicherheit und Fahrspaß für junge Radfahrer

Für rund eine dreiviertel Million Kinder beginnt diesen Sommer ein neuer Lebensabschnitt: Die Einschulung bringt einen neuen Tagesablauf und neue Wege mit sich - und nicht zuletzt neue Herausforderungen im Straßenverkehr. Wo es zur Kita vielfach im Trailer oder im Familien-Bike ging, radeln nun immer mehr Kinder selbst - anfangs von den Eltern begleitet, als Dritt- und Viertklässler dann vielleicht alleine oder in kleinen Gruppen.

Fahrspaß und Sicherheit: StVZO-konforme 20 Zoll Kinderräder kommen in unterschiedlichen Varianten, klassisch mit Nabenschaltung sowie sportlich-modern. Nach wie vor hoch im Kurs stehen Touren-Modelle mit Nabenschaltung und Rücktritt - einfach bedienbar, wartungsarm und robust und damit die Wahl vieler Eltern. Die um sich greifende Sportlichkeit hat auch vorm Segment der Alltagsräder nicht Halt gemacht, und so kann man heute zwischen recht unterschiedlichen Schulrädern wählen.

Touren- oder Sportmodell: Die Qual der Wahl

Die Entscheidung zwischen Touren- und Sportmodell hat nicht zuletzt damit zu tun, wie sehr sich die Eltern für das Thema Fahrrad interessieren. Laien werden die weitgehende Wartungsfreiheit von Nabenschaltung und Rücktrittbremse schätzen, sportliche Vielfahrer möchten ihren Kindern den leichten Lauf eines Bikes mit Kettenschaltung gönnen und werden stärker aufs Gewicht achten. Was auch bedeuten kann, ein Modell ohne Dynamo-Lichtanlage zu wählen - so manches sportliche Kinderrad kommt nämlich mit fest montierten Akkuleuchten, die dann freilich regelmäßig aufgeladen werden müssen.

Daneben haben sich sportlichere Ausführungen positioniert, die auf den inzwischen weit verbreiteten Kinder-Mountainbikes basieren - ausgestattet mit einer Kettenschaltung, deren meist sieben Gänge sich schnell wechseln lassen, mit Felgenbremsen und idealerweise einer leichten Starrgabel. Eine Federgabel macht hier noch nicht wirklich Sinn; für Stoßdämpfung und sicheren Fahrbahnhalt können auch breitere Reifen sorgen.

Worauf Eltern achten sollten

  • Sicherheit geht vor: Ein Fahrradhelm und helle Bekleidung bzw. reflektierende Accessoires sind ein Muss.
  • Qualität zahlt sich aus: Rund 500 bis 600 Euro müssen Eltern heute in ein voll ausgestattetes Kinderrad investieren. Dafür gibt es dann aber auch solide Fachhandels-Qualität mit langer Lebensdauer und hohem Wiederverkaufswert und an der Schulwegsicherheit will man ja ohnehin nicht sparen.

Modellvorstellungen im Detail

Puky Skyride

Der formschöne Klassiker ist dank Aluminiumrahmen und -gabel ansprechend leicht: Mit rund elf Kilo Gewicht können auch kleinere Kinder das Rad gut handhaben. Puky setzt auf die bewährte Kombination von Dreigangnabe und Rücktrittbremse, dazu gibt es Felgenbremen mit kindgerecht kleinen Hebeln. Was auch für die Technik des Skyride gilt.

Typisch Puky ist die aufrechte Sitzhaltung; der Verstellbereich von Sattel und Lenker deckt eine Körpergröße von rund 120 bis 140 cm ab, was einer ziemlich langen Nutzungsdauer entspricht. Bei der Ausstattung fallen Details wie die seitlichen Reflektoren an den Pedalen auf; dazu kommen Sicherheitsgriffe und ein praktischer Spanngurt am Gepäckträger. Das Puky Skyride überzeugt mit solider Technik und kindgerechter Sitzhaltung.

Scool ChiX Classic

Als Hollandrad im Kleinformat sorgt das ChiX Classic für Aufmerksamkeit. Auffällig ist der sehr weit zur Fahrerin orientierte Lenker - wiederum typisch Hollandrad. Mit 28 cm kurzem Sitzrohr können auch kleine Kinder auf dem Rad Platz nehmen; 12 cm Verstellbereich am Sattel stehen für langes „Mitwachsen“.

Mit Blech-Kettenschutz und breiten Reifen strahlt das Scool Solidität aus; superleicht ist es dabei natürlich nicht. Dreigangschaltung, Rücktrittbremse und Felgenbremsen vorne sind eine bewährte Kombination, und die dank Nabendynamo verlässliche Lichtanlage gefällt mit ihrem Chromscheinwerfer. Als Hollandrad für die Kleinsten ist das Scool einzigartig.

Orbea MX 20 Dirt

Längst hat auch Orbea ein sportliches Starrbike mit Kettenschaltung im Programm, doch die Basken gehören zu den wenigen Anbietern, die diesen Rad-Typ mit Komplettausstattung alltagstauglich machen. Als Basis dient ein solider Alu-Rahmen mit Trail-Geometrie, wenn man das bei einem 20-Zöller überhaupt so nennen kann: Der Lenkwinkel ist flach, der Vorbau kurz - beim MTB sorgt das für die Kombination von gutem Geradeauslauf und viel Handlichkeit.

An Bord sind Siebengang-Kettenschaltung und V-Bremsen; das vordere Schutzblech ist schön lang. Auf eine dynamobetriebene Lichtanlage verzichtet Orbea, stattdessen gibt’s fest montierte Akkuleuchten, deren Ladezustand die Eltern im Auge behalten sollten. Akkuleuchten, Schutzbleche und Seitenständer machen das sportliche Bike alltagstauglich.

Bergamont Revox 20

Junge oder Mädchen ist beim Bergamont Revox eine Frage der Farbe: Rot oder Lila? Rahmenform und Ausstattung wiederum sind gleich: Wie an kleinen Sporträdern üblich, verbauen die Hamburger Siebengang-Kettenschaltung und V-Brakes, dazu eine weich abgestimmte Federgabel mit 40 mm Weg.

Bergamont empfiehlt das 20-Zoll-Bike für Kinder ab 120 cm Größe; der Spielraum bei der Sattelhöhe liegt im Bereich des Üblichen. Typisch ATB ist die Kombination aus sportlicher Anmutung und Vollausstattung.

R Raymon TwoRay 1.5 Street

R Raymon bietet ein recht breites Sortiment von Kinderrädern an, wobei die 20-Zoll-Modelle namens TwoRay allesamt ohne Federgabel auskommen - vom leichten MTB mit Achtgangschaltung bis zum ATB mit Vollausstattung. Die Technik des TwoRay ist klassenüblich mit Siebengang-Kettenschaltung, Felgenbremsen und LED-Lichtanlage, gespeist von einem Nabendynamo. Das 1.5 Street gefällt mit einem gelungenen Aluminiumrahmen, bei dem Schalt- und Bremszug im Oberrohr verlaufen; mit 27 cm langem Sitzrohr ist es für etwa 115 bis 130 cm Körpergröße geeignet.

Dazu gibt es einen Träger mit Federklappe, natürlich einen Seitenständer und Sicherheitsgriffe mit Klemmschutz. Mit Starrgabel und Rahmen aus Aluminium recht leicht, dabei rundum alltagstauglich und kindgerecht ausgestattet: Beim R Raymon stimmt alles.

Pegasus Avanti

Ein Rad, zwei Rahmenformen: Das Avanti gibt es mit Einrohrrahmen und in der für Kinderräder typischen Y-Form, was man, bleibt man traditionellen Vorstellungen treu, mit Mädchen- und Jungenrad übersetzen kann. Ausgestattet sind beide Modelle gleich: ins Auge fällt erst einmal die Federgabel mit 40 mm Weg; dazu gibt es vorne und hinten Felgenbremsen und eine Siebengang-Nabenschaltung mit Rücktrittbremse.

Mit 28 cm langem Sitzrohr passen diese gut auf das Avanti; der übliche Schnellspanner an der Sitzklemme sowie ein Schaftvorbau erleichtern die Höhenverstellung. Eine gute Wahl sind die etwas stärker profilierten Reifen. Auch sonst ist alles dran am Pegasus - Gepäckträger und Seitenständer, LED-Lichtanlage und ein großflächiger Kettenschutz. Kindgerechte Sitzhaltung und solide Ausstattung zeichnen das Pegasus Avanti aus.

Excelsior Layana

Beim E-Bike geht der Trend zum Unisex-Modell - jedenfalls bei zukunftsweisenden Marktsegmenten wie dem „Sport Utility Bike“. Warum also nicht gleich beim Kinderrad damit anfangen? Das Layana sieht mit seinem schnörkellosen Einrohrahmen jedenfalls ziemlich genderneutral aus - tiefer Durchstieg, wahlweise in Rot oder Blau erhältlich und mit leicht profilierten Straßenreifen und schmalem Sattel durchaus sportlich.

Das 28 cm lange Sitzrohr erlaubt ein niedriges Einstiegsalter; angesichts der Rahmenform ist die Überstandshöhe ohnehin kein Thema. Und auch bei weitem Auszug der Sattelstütze ist die Sitzhaltung schön aufrecht. Die Ausstattung sorgt für keine Überraschungen: Felgenbremsen, Dreigangnabe mit Rücktritt, LED-Licht - all das ist typisch Schulrad, wobei angesichts des etwas höheren Preises eine Siebengang-Schaltung wünschenswert wäre. Das Layana wirkt aufgeräumt und ist sinnvoll ausgestattet; von der Unterscheidung in Mädchen- und Jungenrad hat sich der Hersteller hier verabschiedet.

KTM Wildcat

Die kleine Wildkatze von KTM ist „typisch Mädchen“, nämlich weiß-rosa, dabei hat das Bike auch Jungs etwas zu bieten. Als Tiefeinsteiger mit Starrgabel ist das Rad optimal für den Alltag; der Verzicht auf eine schwere Federgabel wirkt sich optimal auf die Gewichtsverteilung aus und macht das Rad handlicher.

Mit 305 mm langem Sitzrohr ist das Wildcat nicht ganz so kompakt gebaut; allzu klein sollte seine Fahrerin also nicht sein. Ansonsten bietet das KTM alles, was im Alltag und auf kleinen Touren nötig ist: Felgenbremsen, LED-Licht, einen Gepäckträger und natürlich Schutzbleche und Seitenständer. Beim voll ausgestatteten KTM gefällt die Kombination aus Kettenschaltung und Starrgabel.

Cube Acid 200 Street

Der leuchtend blaue Allrounder ist die zivile Version der gleichnamigen Kinder-Mountainbikes, die auf dem gleichen Aluminiumrahmen basieren. Allerdings sind die MTBs mit einer etwas längeren Alu-Gabel ausgestattet; das Schulrad kommt mit Stahlgabel, ist mit rund 11,5 Kilo aber immer noch recht leicht. Das Sitzrohr des Rahmen misst keine 26 cm, die Überstandshöhe liegt mit 529 mm im normalen Bereich.

Cube empfiehlt eine Körpergröße von 111 bis 124 cm für das 20-Zoll-Modell, das wie üblich mit V-Brakes, LED-Beleuchtung sowie Träger, Ständer und Schutzblechen ausgestattet ist. Das günstige Cube ist klassenüblich ausgestattet und optisch ansprechend.

Winora Dash

Mit nur 25 cm Sitzrohrlänge gehört das Dash zu den kompaktesten 20-Zöllern am Markt. Die Überstandshöhe ist gering, die Körperhaltung auch bei weit ausgezogener Sattelstütze sehr aufrecht. Zusätzlich ist ein höhenverstellbarer Ahead-Vorbau montiert, mit dem die Lenkerposition angepasst werden kann.

Neben V-Brakes und Siebengang-Kettenschaltung montiert der Hersteller Akkuleuchten, die sich bei sportlicher Nutzung zusammen mit Schutzblechen und Gepäckträger recht einfach abmontieren lassen. Den Eltern obliegt es freilich, den Akkustand im Auge zu behalten. Das Vorderrad wird per Schnellspanner befestigt und kann leicht ausgebaut werden, muss das Rad einmal transportiert werden. Nicht nur mit dem „Tafellack“ gefällt das Winora.

20 Zoll Kinderfahrrad Vergleich

Nach dem Anfänger-Fahrrad ist es Zeit für das erste richtige Fahrrad für dein Kind? Bei der 20 Zoll Größe machen Kinderfahrräder einen großen Schritt. Nicht nur die größeren Räder sondern auch eine vollwertige Ausstattung mit Schaltung ermöglicht den Kindern ein schnelleres Vorankommen auf längeren Strecken. Außer in der Größe gibt es kaum einen Unterschied mehr zwischen einem 20 Zoll Kinderfahrrad und einem 28 Zoll Erwachsenenfahrrad. Trotzdem werden natürlich weiterhin besondere Anforderungen gestellt.

Wir geben Tipps zur Auswahl des perfekten 20 Zoll Fahrrads für dein Kind und stellen unsere Favoriten vor.

Für welches Alter passen 20 Zoll Fahrräder?

Die Zoll Angabe ist meist nicht wichtig bei der Auswahl des passenden Fahrrads. Die Schrittlänge des Fahrers muss zur Sattelhöhe passen. Dann passt ein Fahrrad.

Die meisten 20 Zoll Fahrräder passen von ihrer Sattelhöhe für Kinder mit einer Schrittlänge von ungefähr 52 bis 60 cm. Das sollten sie bei einer Körpergröße von um die 1,20 - 1,35 Meter erreichen.

Ausnahmen gibt es natürlich immer. Die meisten Hersteller geben eine Altersempfehlung von 6 bis 8 Jahren. Das deckt sich unserer Erfahrung nach recht gut mit dem Angaben zur Körpergröße.

Fahrrad Größe Körpergröße Beinlänge Alter
20 Zoll ca. 120 - 135 cm ca. 55 - 65 cm ca. 6 - 8 Jahre

Empfehlenswerte 20 Zoll Räder

Die Auswahl in dieser Fahrrad-Größe ist groß und es gibt viele Räder die verschiedenen Ansprüchen gerecht werden können. Bei den kleineren Größen sind die Unterschiede nicht so extrem weil im Mittelpunkt steht, dass die Kleinen Fahrradfahren lernen. Erst wenn sie das sicher können kann man darüber nachdenken mehr mit dem Fahrrad anzufangen.

Alle Fahrräder auf dieser Seite haben eine Gangschaltung. Die gehört beim 20 Zoll Kinderfahrrad einfach zum Standard. Ob eine Kettenschaltung oder eine Nabenschaltung geeigneter ist hängt vom verschiedenen Punkten ab. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Kinderfahrrad-Schaltungen.

Suchst du eine flotte Fahrmaschine für die Stadt, oder ein cooles Mountainbike fürs Gelände? Abhängig von deinen Ansprüchen und den Bedürfnissen deines Kindes versuchen wir dir geeignete Fahrräder vorzuschlagen. Wir haben nicht alle Fahrräder selbst testen können. Unsere Empfehlung basieren auf unserer allgemeinen Erfahrung mit Kinderfahrrädern. Beachte auch unseren Ratgeber zu Auswahl des Fahrrads das am besten zu den Bedürfnissen deines Kindes passt.

Leichte 20 Zoll Räder

Neben der passenden Größe ist auch das Gewicht des Fahrrads ein wichtiges Kriterium. Mit einem leichten Fahrrad fährt es sich leichter, dein Kind fühlt sich sicherer, kann das Rad besser beherrschen und hat insgesamt mehr Spaß am Fahrradfahren.

Natürlich sind die Kinder mit 6-8 Jahren schon kräftiger und können mit höherem Gewicht gut umgehen. Daher ist das geringe Gewicht nicht ganz so wichtig wie bei den kleinen 12, 14 und 16 Zoll Fahrrädern. Aber mit einem leichten Fahrrad kannst du immer sicher sein, dass du ein hochwertiges Fahrrad kaufst.

Du musst aber ein paar hundert Gramm Gewichtsunterschied nicht überbewerten. Die Herstellerangaben sind nicht immer sehr genau (gewollt oder produktionsbedingt) und die Vergleichbarkeit ist auch nicht immer gegeben weil nicht alle die Pedale oder anderes Zubehör mit wiegen.

Das leichteste 20 Zoll Rad: woom 4

Mit kaum mehr als 7 kg Gewicht ist das woom 4 eines der leichtesten 20 Zoll Fahrräder. Wie alle woom Fahrräder ist es konsequent kindgerecht auf das Wesentliche reduziert. Ohne unnötige Extras, mit eher aufrechter Sitzposition, in 5 klaren Farben, 2 kindgerechte Handbremsen und einer 8-fach Kettenschaltung - mehr braucht es nicht um das momentan beliebteste Kinderfahrrad zu produzieren.

Mit diesen Zutaten ist das woom ein tolles unaufregendes (aber sicher nicht langweiliges) Fahrrad mit dem Kinder sehr gut zurechtkommen. Perfekt für alle normalen Wege, den Schulweg und größere Touren am Wochenende. Deshalb sind die woom Fahrräder zur Zeit wahnsinnig beliebt und oft ist es gar nicht so leicht eines zu ergattern.

Auch andere Hersteller lernen von dem Erfolg der woom Fahrräder und bieten inzwischen Räder mit ganz ähnlichen Eigenschaften an. Das Academy Grade 4 ist eine tolle woom 4 Alternative die dem Original in vielen Details und auch dem Gewicht quasi gleicht. Academy ist die neue „Edelmarke“ von S’Cool und kann auf viele Jahre Erfahrung mit Kinderfahrrädern zurückgreifen.

Leichte Räder von Puky & Co

Ein wenig schwerer, mit einem Gewicht von um die 8 kg aber genau so empfehlenswert sind das Puky LS-Pro 20-7 Alu, das early rider Belter 20, das frogbikes Frog 52 und Frog 55 und das Naloo Chameleon 20.

Das early rider Belter 20 hat den tollen Riemenantrieb der, anders als bei einer Kette, wartungsfrei und ohne Öl-Sauerei funktioniert. Mit einer 4 Gang Nabenschaltung muss dein Nachwuchs trotzdem auf nichts verzichten. Mit der Kombination aus Riemen und Nabenschaltung ist das Belter 20 ist also ein extrem einfach zu benutzendes Fahrrad mit geringem Wartungsbedarf, das einfach immer gut fährt. Nur günstig ist es leider nicht.

Das Naloo 20 ist ein kleiner Ausreißer weil es trotz der selben Radgröße eher für kleinere Kinder geeignet ist. Die besondere Rahmenform der Naloo Räder erlaubt größere Laufräder in kleineren Fahrrädern. Das Naloo 20 ist deshalb ein Fahrrad für Kinder ab 4 Jahren.

Die leichten Fahrräder sind mit ihren recht dünne Reifen vor allem für befestigte Wege geeignet. Wenn es etwas unebener wird solltest du nach einem der 20 Zoll Mountainbikes Ausschau halten.

20 Zoll Mountainbikes

Wenn dir die leichten Räder zu langweilig sind und dein Kind eher auf unebeneren Wegen unterwegs ist, dann gibt es bei den 20 Zoll Rädern auch die ersten echten Mountainbikes. Das woom OFF 4, das Cube Reaction 200 Pro und das early rider Seeker 20 sind klasse Mountainbikes mit offroad geeigneter Bereifung, 9- bzw. 8-fach Kettenschaltung und Scheibenbremsen die alle um die 8 kg wiegen.

Natürlich sind diese Varianten etwas schwerer und nicht besonders gut für tägliche Wege in der Stadt geeignet weil sie einfach viel teurer sind. Diese Räder haben ihren Platz im Wald und in den Bergen. Mit den voluminösen Reifen und das Stollenprofil können mit wenig Luftdruck viele Unebenheiten und grobe Stöße weggefedert werden.

Kaum schwerer als ihre Geschwister für die Stadt können die Kinder damit wahnsinnig viel Spaß haben und mit Freude an der Bewegung ihre Geschicklichkeit und Ausdauer trainieren. Als Sportgerät mit besserer Ausstattung kosten sie natürlich nochmals deutlich mehr.

Günstiger ist das Cube Acid 200 in der Variante mit V-Bremse statt Scheibenbremsen und 7-Gang Schaltung geht es mit seinen dicken Reifen als Einsteiger-Mountainbike durch ohne die Eltern arm zu machen.

Mit Federgabel

Wem das nicht reicht, sowohl von early rider also auch woom gibt es auch 20 Zoll Mountainbikes mit Federgabel. Das sind dann echte Sportgeräte die in ihrer Nische kindgerecht sind, aber als normales Fahrrad nur wenig taugen.

Die leichten Räder sind klasse geeignet zum Fahrradfahren. Durch ihre Reduktion auf das Wesentliche gibt es wenig was die Kinder vom Fahrradfahren ablenkt. Ohne Gepäckträger, Schutzbleche und einen Ständer können sind sie bei der Benutzung im Alltags doch etwas eingeschränkt sein.

Je nach Anwendungsfall kann etwas mehr Ausstattung besser für dein Kind sein obwohl dadurch das Gewicht höher ist. Oft lässt sich diese Ausstattung aber leicht nachrüsten.

Bei woom, zum Beispiel, können Gepäckträger, Schutzbleche, Klingel und Ständer direkt mit bestellt werden.

Leider fehlt meist auch die gesetzlich vorgeschriebene Austattung um mit den Rädern am Straßenverkehr teilzunehmen. Ohne Reflektoren vorne, hinten, an Speichen und Pedalen und ohne eine Glocke gelten diese Räder nur als Spielzeug. Damit dürfen Kinder also theoretisch nur auf dem Gehweg fahren.

Puky Skyride und Cyke Serie

Es gibt aber auch Räder mit verkehrssicherer Vollausstattung. Puky hat viele Räder im Angebot die alle nötigen Reflektoren und sogar Licht haben um sicher im Straßenverkehr bewegt zu werden:

Die Skyride Serie richtet sich in Design und Rahmenform klar an Mädchen. Die CYKE Serie eher an coole Jungs.

Beide kommen mit einer kompletten Ausstattung: Nabendynamo und fest-installiertes Licht, alle Reflektoren, Ständer, Glocke, Gepäckträger und Schutzbleche. Viel mehr geht nun wirklich nicht.

Das Skyride 20-3 Alu und das CYKE 20-3 Alu haben jeweils eine 3 Gang Nabenschaltung. Mit Rücktrittbremse und 2 Handbremsen ausgestattet übererfüllt Puky hier die von der StVZO geforderten „2 unabhängige Bremsen“ spielend. Der Nachteile dieser großzügigen Ausstattung: mit einem Gewicht von über 11 kg sind beide Räder unglaublich schwer.

Es gibt beide auch in einer „light“ Variante. Durch die Verwendung leichterer Anbauteile will Puky das Gewicht reduziert haben. Nur, das Skyride 20-3 Alu light ist nur ein paar Gramm leichter und auch das CYKE 20-3 Alu light ist bei identischer Ausstattung immer noch bei 11 kg Gewicht.

Etwas besser ist nur das CYKE 20-7 Alu Active. Mit einer 7 Gang Kettenschaltung fällt das Gewicht gerade so unter 10 kg. Das ist zwar etwas besser, aber immer noch einige Kilo schwerer als z.B. das woom 4. Das ist der Preis der Vollausstattung.

Das beste 20 Zoll Fahrrad

In dieser Größe ist es schwer günstige Kinderfahrräder zu bauen. Die Unterschiede zu ausgewachsenen Fahrrädern sind gering und Austattung und Leichtbau kosten Geld.

Von den Rädern mit Vollausstattung würden wir abraten. Gerade die Beleuchtung mit Nabendynamo ist schwer und unpraktisch.

Ansteckbare Batteriebeleuchtung ist ebenso erlaubt und nur dann am Rad wenn es dunkel ist. Dadurch kann sie auch nicht so leicht kaputt gehen. Oft sieht man, dass fest-installierte Leuchten dadurch, dass sie täglich am Rad sind eben nicht mehr funktionsfähig sind. Zu schnell geht etwas kaputt wenn das Fahrrad umfällt.

Einen Gepäckträger werden die wenigsten Kinder wirklich benutzen. In 20 Zoll sind sie einfach zu klein um wirklich einen Korb montieren zu können oder den Schulranzen zu verstauen. Schutzbleche schützen effektiv die Kleidung bei Nässe. Steck-Schutzbleche können aber bei den meisten Fahrrädern leicht nachgerüstet werden.

Unsere Empfehlung: ein tolles leichtes Fahrrad kaufen, z.B. das woom 4 oder das Puky LS-Pro 20-7 Alu und Batteriebeleuchtung, Reflektoren, Ständer, etc. nach Bedarf nachrüsten.

Damit bekommt dein Kind das perfekt auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Rad. Ohne Kompromisse. Nur, günstig ist das perfekte Rad dann leider nicht.

Günstige 20 Zoll Räder

Natürlich gibt es auch 20 Fahrräder die nicht so teuer sind. Bei den günstigen wird aber oft am falschen Ende gespart. Anstatt auf Funktionalität und Sicherheit legen Hersteller billiger Kinderfahrräder leider oft mehr Wert auf blendende Ausstattung und optische Details. Günstige Kinderfahrräder sollten aber gerade auf alles unnützes verzichten. Federgabel, Hinterradfederung, Disney-Design: all das kostet Geld, das du aber eigentlich sparen wolltest. Der Hersteller kann solche Dinge nur bezahlen wenn er an anderen spart.

Anders geht das Decathlon bei seinen BTWin Fahrrädern an. Diese sind für das was geboten wird recht günstig. Dabei verzichtet Decathlon bei den meisten Modellen auf unnütze Extras und konzentriert sich stattdessen auf die wesentlichen Dinge. An den Rädern ist daher wenig dran, aber das was verbaut ist ist alles von sinnvoller Qualität.

Preis / Leistungs Tipp

Das BTWin Riverside 900 kostet deutlich unter 300 €. Auf den ersten Blick sieht man ihm aber nicht an, dass es viel günstiger ist als die besten Räder im Vergleich: Alu Rahmen und Gabel, 8-fach Kettenschaltung, gute Bremsen und Reifen, glänzender Lack.

Im Detail sind natürlich Unterschiede zu erkennen: der Rahmen ist nicht so durchdacht wie bei der hochpreisigen Konkurrenz: das Oberrohr ist recht hoch, das Tretlager kaum abgesenkt und das Gewicht von etwas über 9 kg auch nicht rekordverdächtig. Aber, all dies ist für Kinder im empfohlenen Alter kein großes Problem. Das BTWin Riverside 900 ist ein tolles Fahrrad zu einem super Preis!

Günstige Einsteigerräder

Zur Not geht es aber sogar noch günstiger. Denn ein billiges fahrbereites Fahrrad ist immer besser als gar kein Fahrrad. Während du beim Riverside 900 kaum Kompromisse eingehen musst ist das bei den Einsteiger-Varianten Riverside 100 und Riverside 120 schon anders. Für deutlich unter 200 € gibt es nur einen einfachen Stahlrahmen und einfache Anbauteile. Den Qualitätsunterschied kann man an der Optik sehen und deutlich im hohen Gewicht spüren.

Das sehr günstige Riverside 100 kommt ohne Schaltung und ist damit auf das Flachland beschränkt. Es wiegt so etwas über 10 kg. Für wenige Euro mehr bringt das Riverside 120 eine Kettenschaltung mit 6 Gängen mit. Die macht es fast 1 kg schwerer.

Sind diese BTWin Räder also genau so gut wie die deutlich teureren Modelle der Konkurrenz? Sicher nicht. Vor allem das höhere Gewicht merken die Kinder. Decathlon schafft es aber extrem günstige Kinderfahrräder herzustellen mit denen die Kinder aber trotzdem viel Spaß haben werden.

Alle 20 Zoll Kinderfahrräder

Die folgende Tabelle zeigt alle 20 Zoll Räder mit den wichtigsten Eigenschaften in der Übersicht. Lies unsere Fahrrad Kauf Hilfe um zu wissen auf welche Eigenschaften es ankommt. Am wichtigsten ist die passende Größe. Tipps dazu gibt unser Größen Ratgeber.

Wenn du bereit bist viel Geld in die Hand zu nehmen bekommst du bei woom und bei Academy die besten 20 Zoll Fahrräder. Wenn es günstiger sein soll gibt es von Puky tolle Räder in der Mittelklasse. Und die BTWin Räder von Decathlon sind unser Preis-Tipp.

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