Laufrad 27.5 Hinterrad Schnellspanner Test: Ein umfassender Überblick

Der Kauf einer neuen Felge bzw. eines Laufrades sollte immer wohlüberlegt sein. Man sollte sich vor dem Kauf vorab gut informieren oder sich entsprechend beraten lassen. Der stationäre Handel und vor allem Online Shops bieten eine sehr große Vielfalt an den unterschiedlichsten Felgen für die verschiedensten Fahrradtypen an. Die Felgen gibt es in vielen Zollgrößen, Farben, Maßen, Designs, Materialien und Varianten. Dadurch ist das verfügbare Produktsortiment enorm groß und ist, besonders für den Laien, schwer zu überschauen.

DT Swiss G 540 vs. DT Swiss GR 531: Ein Vergleich

Wir stellen Ihnen vom Markenhersteller DT Swiss verschiedene Felgen gegenüber und zeigen die Unterschiede auf. So werden Sie sicher in der Lage sein, eine optimale Wahl zu treffen. In diesem Vergleich stellen wir die Gravel-Fahrradfelgen DT Swiss G 540 und DT Swiss GR 531 gegenüber. Auch, wenn die technischen Daten auf den ersten Blick ähnlich aussehen, so haben die Felgen doch einige Unterschiede, was die GR 531 zur besseren Felge macht.

Technische Daten

Die Abmessungen der Felgen sind gleich: Die Höhe liegt bei 25 mm, die Breite bei 28 mm und die Maulweite bzw. Sie können auf die G 540 und auf die GR 531 von DT Swiss herkömmliche Draht- und Faltreifen aufziehen, aber auch Tubeless Ready Reifen.

Material & Systemgewicht

Beide DT Swiss Modelle sind in der stabilen Hohlkammerbauweise aus einer Aluminium-Legierung gefertigt. Das Modell GR 531 hat eine schwarze, edlere und matte Oberfläche. Die Oberfläche der GR 531 ist etwas rauer als die glatte Oberfläche der G 540. Die sandgestrahlte Oberfläche der GR 531 verdichtet das Material und macht es widerstandsfähig gegen Kratzer und Beulen. Die Dekore beider Felgen bestehen aus widerstandfähigen Folien und können entfernt werden.

Gewicht

Für viele Biker ist das Gewicht einer Felge und damit verbunden das Gesamtgewicht des Fahrrades häufig ein wichtiger Faktor. Von daher legen viele auch ein Augenmerk darauf, dass die Felgen nicht allzu viel auf die Waage bringen. Wohl die meisten Fahrradfahrer legen Wert auf eine möglichst hohe Stabilität der Felge. Grundlegend kann man allerdings sagen, dass mehr Stabilität auch immer etwas mehr Gewicht mehr sich bringt, weil mehr Material verbaut wird, also z.B. der Felgenboden und die Wandstärken kräftiger ausfallen.

Das Gewicht der DT Swiss G 540 liegt bei der 28/29 Zoll Variante bei 571 Gramm, hingegen kommt die DT Swiss GR 531 Felge bei der 28/29 Zoll Größe auf niedrigere 531 Gramm. Die DT Swiss G 540 wiegt somit exakt 40 Gramm, also ca. 7%, mehr als die GR 531.

Speichennippellöcher, Felgenverbindung & Ventillochbohrung

Bei der DT Swiss GR 531 kommen Speichennippellöcher mit Unterlegscheiben mit einem Durchmesser von 4,5 mm zum Einsatz. Die Unterlegscheiben verstärken die Felge an den sensiblen Stellen der Speichenbohrungen. Durch eine bessere Verteilung der Speichenzugkräfte wird das Felgenmaterial geschont. Das Risiko des Ausreißens der Speichennippel aus der Felge wird effektiv minimiert. Die U-Scheiben garantieren im Einspeichprozess eine genauere und damit gleichmäßig höhere Speichenspannung. Eine Kontaktkorrosion zwischen der Felge und den Speichennippeln wird verhindert. Ein Nachzentrieren nach jahrelangem Gebrauch ist problemlos möglich.

Bei der DT Swiss G 540 finden die Speichen in ungeösten Nippellöchern ihren Halt Die Ventillochbohrung liegt bei beiden Modellen bei 6,5 mm. Die G 540, wie auch die GR 531 von DT Swiss liegen mit ihrer sauberen Verarbeitung und Materialgüte auf einem hohen Qualitätsniveau.

Die DT Swiss GR 531 ist am Felgenstoß sehr sauber verschweißt, die DT Swiss G 540 ist verpresst, wobei der Felgenstoß sichtbar und im Zentrierständer spürbar ist. Insgesamt wirkt die GR 531 hochwertiger.

Einsatzbereich & Reifenbreite

Beide DT Swiss Felgen sind für die gleiche Zielgruppe gebaut. Beide Felgen sind für Gravelbikes vorgesehen. Die GR 531 ist auch bei Bikepacking eine sehr gute Wahl.

Varianten

Wir bieten Ihnen die DT Swiss G 540, wie auch die GR 531 in unserem Online-Shop als komplett eingespeichtes und zentriertes Vorderrad, Hinterrad und auch als kompletten Laufradsatz in der Farbe Schwarz an.

DT Swiss FR 1500 Laufradsatz Test

Der DT Swiss FR 1500 Laufradsatz verspricht, im harten Gravity-MTB Einsatz zu performen. Direkt aus der Box lacht mich die gewohnte DT Swiss Qualität an. Die Verarbeitung ist super, die Speichenspannung sehr gleichmäßig, da stimmt einfach alles.

DT Swiss ist dafür bekannt, alle Laufradsätze, auch die aus günstigeren Preisregionen, direkt mit fertig geklebtem Felgenband und incl. Tubeless-Ventilen auszuliefern, was den Kund:innen Arbeit und zusätzliche Kosten erspart. So können die Reifen sofort montiert werden - nur Dichtmittel muss noch her, klar. Eine Kleinigkeit, die mich dann doch ein klein wenig gestört hat, ist die Bremsscheibenaufnahme, die ausschließlich mit 6-Loch Standard und nicht in einer Ausführung mit Centerlock kommt. Da mussten leider meine geliebten Centerlock-Scheiben weichen und gegen 6-Loch-Varianten ausgetauscht werden.

Ansonsten sind alle relevanten Optionen erhältlich, ob Boost oder SuperBoost sowie 27,5“ oder 29“ Laufraddurchmesser. Auf Wunsch können wir euch auch ein Mullet-Setup anbieten. Hier lauern zwar weniger typische Hindernisse wie Stein- oder Wurzelfelder, doch auch hierbei sind die Laufräder vor große Herausforderungen in puncto Stabilität und Steifigkeit gestellt. Egal, ob das Rad noch leicht schräg bei der Landung steht oder ob Du auch mal die Landekante voll mit dem Hinterrad erwischst: solche Einschläge strapazieren die Laufräder enorm und führen bei fragileren Modellen schnell zum Totalausfall.

Der Fahreindruck

Nach nun ca. 3 Monaten ausgiebigen Testens und sicherlich auch der ein oder anderen unsanften Landung laufen die FR 1500 immer noch wie am ersten Tag. Kein Seitenschlag, kein Höhenschlag, die Speichenspannung sitzt: Perfekt. Die 240 Classic Naben sind für diesen Laufradsatz wirklich eine starke Grundlage. Die Lager machen einen super Job und laufen noch immer absolut geschmeidig und anstandslos, was nach 3 Monaten aber ehrlicherweise auch nicht anders zu erwarten war. Kein Spiel, kein rauer Lauf, keine Geräusche, also alles wie es sein soll.

Der Ratchet EXP Freilauf läuft sehr geschmeidig und reibungsarm - das kommt dem Rollverhalten zugute. Bis heute hat sich noch keine Veränderung eingestellt und ich rolle nach wie vor mit überraschender Effizienz. Auch im Uphill fühlen sich die Räder noch leichtfüßig an, obwohl sie sicher nicht zu den leichtesten Vertretern gehören. In Kombination mit der FR 541 Felge habe ich bei noch keiner Situation das Gefühl bekommen, dass die Laufräder überfordert wären. Die Felge hat bisher alle Attacken mühelos weggesteckt und noch keine gröberen Verformungen erlitten.

Auch bei härteren Einschlägen auf diversen Landekanten haben mir die Laufräder stets ein solides, stabiles Gefühl vermittelt. Trotz solcher Strapazen laufen sie ohne Nachzentrieren schön gerade und ruhig. Da hilft natürlich auch die schon erwähnte Kombination aus Reifen-Insert und den schweren Reifen. Ich denke aber, dass die Felgen auch mit einem leichteren Reifensetup stabil genug sein werden. Das muss Jede:r für sich selbst entscheiden - da kommen dann noch andere Faktoren wie Fahrstil und Körpergewicht hinzu.

Gelegentlich war ich auch mal auf steilen, technischen Trails unterwegs. Hier hat sich der bereits gewonnene Eindruck bei mir nur noch weiter gefestigt. Egal wie hart ich in die Kurven gefahren bin, die Laufräder boten eine tolle Steifigkeit und haben mir dadurch immer den nötigen Support gegeben. Auch unwegsameres Terrain mit groben Wurzelstufen und Geröll macht den Laufrädern kaum zu schaffen: Bodenkontakt und Kontrolle satt.

Technischer Exkurs: Die Felge

Die FR 471 Felge, die im FR 1500 Laufradsatz zum Einsatz kommt, ist am Felgenhorn mit etwas mehr Material ausgestattet, so wölbt sich die sichtbare Außenseite des Horns etwas nach außen. Dies soll der Felge mehr Resistenz gegen das Verbiegen bei Durchschlägen geben, was in dem angedachten Einsatzbereich sehr wichtig ist. Die Maulweite von 30mm ist mittlerweile Im Enduro-Bereich zum Standard geworden, da Sie die optimale Balance aus Steifigkeit, akzeptablem Gewicht und resultierender Reifen-Aufstandsfläche bietet.

DT Swiss verwendet hier erstmals unterschiedliche Speichenzahlen für das Vorder- und Hinterrad (28 vorne, 32 hinten) und schafft so ein perfektes Verhältnis aus Gewicht und Stabilität. Beim Enduro- und Downhilleinsatz ergibt das absolut Sinn, da die Belastung auf das Hinterrad grundsätzlich höher ist.

Die Speichen

DT Swiss setzt für diesen Laufradsatz ausschließlich die Classic-Version der legendären 240 Nabe ein, also die Nabe mit Flansch. Es werden hier J-Bend Speichen verbaut; eine Straight Pull-Version ist nicht erhältlich. Ich nehme an, dass sich der Hersteller durch die daraus resultierenden kürzeren Speichen mehr Steifigkeit verspricht, zudem ist es im Falle eines Defekts meist einfacher, an eine passende gekröpfte J-Bend Speiche zu kommen als an ein Straight Pull-Pendant.

Darüber hinaus besteht bei einer J-Bend Speiche nicht die Gefahr, dass sie sich beim Nachzentrieren mit dreht, was bei Straight Pull-Speichen ab und an vorkommt und das Zentrieren erschwert. Hier hat DT auf traditionelle Werte gesetzt, um ein möglichst sorgenfreies Hardcore-Laufrad auf den Markt zu bringen. Das geht zwar etwas auf Kosten der moderneren Straight Pull-Optik, ist technisch gesehen aber wohl die vernünftigere Entscheidung. Die Laufradspezialist:innen verwenden beim FR 1500 die bewährten Competition-Speichen und machen keine Experimente mit leichteren Vertretern, um ein paar Gramm heraus zu kitzeln. Sehr löblich!

Nabe und Freilauf

DT setzt die Allzweckwaffe 240 Classic ein, die sich jahrelang bewährt hat. Leicht, langlebig, stabil und vor allem unanfällig, gehört sie zu den besten Naben der Welt, soviel ist sicher. Beim Freilauf setzen die Ingenieur:innen von DT auf die moderne EXP-Variante mit 36 Eingriffen innerhalb einer kompletten Umdrehung. So entsteht ein Eingriffswinkel von 10°, welcher für eine direkte Kraftübertragung mit kaum spürbarem Leerlauf im Antritt sorgt.

Auch schön: Den neuen Laufradsatz gibt es auch mit einer Version im SuperBoost-Standard (12x157mm Einbaubreite hinten). Dieser ist zwar eher selten, aber so bekommen die Fahrer:innen solcher Rahmen endlich die Möglichkeit, einen Komplett-Laufradsatz zu kaufen und ihn nicht selber aus Einzelteilen aufbauen zu müssen. SuperBoost bringt theoretisch noch mehr Steifigkeit in das System, da der Flanschabstand der Nabe nochmals größer als beim herkömmlichen Boost-Standard ist. So wird der Speichenwinkel flacher und die Felge ist noch stabiler abgestützt. Zudem bietet SuperBoost die Möglichkeit zu noch mehr Reifenfreiheit.

Kaufberatung: Worauf Sie bei Laufrädern achten sollten

Die Laufräder gehören zu den rotierenden Massen. Sie sind dafür zuständig, wie spritzig sich ein Rad fährt, wie flott es aus dem Stand heraus beschleunigt und wie hoch die Lenkpräzision in Kurven oder bei Highspeed ist. Auch wie gut der Reifen Kontakt zum Boden findet, hängt maßgeblich mit von der Felge beziehungsweise deren Breite ab. Je hochwertiger ein Laufradsatz, desto spürbarerer sind die Auswirkungen. Und diese merken nicht nur Cracks, auch Hobbyisten profitieren davon. Insofern eignen sich neue Laufräder nicht nur für Marathonisti oder Enduristen mit Rennambitionen, sondern für jeden, vom Tourenfahrer bis hin zum Trailsurfer.

In Sachen Gewicht muss man bei unseren "Preiswert-Favoriten" die größten Abstriche machen. Da kann man nur immer wieder den Gottvater des MTB-Laufradbaus, Keith Bontrager, zitieren: "Strong, light, cheap. Pick two." Anders gesagt: Nur ein teurer Laufradsatz wird gleichzeitig leicht und stabil (und breit) sein.

Aluminium oder Carbon?

Auch wenn die Preise von Carbon-Rundlingen in den letzten Jahren gesunken sind, sind Laufräder aus Aluminium immer noch weitaus günstiger. Wo seriöse Carbon-Wheels zumindest 1500 Euro aufwärts kosten, gibt es hochwertige Alu-Laufradsätze schon ab 500 Euro.

Carbon lohnt sich dann, wenn es in Extreme geht: besonders leicht, besonders steif, besonders komfortabel oder besonders exotisch - oder gar eine Mixtur aus allem. Carbon kann, richtig designt, in diesen Bereichen mehr bieten als Aluminium, da der Werkstoff per se der "bessere", vor allem der flexiblere ist. So lassen sich etwa Felgen konstruieren, die gezielt vertikal flexen, lateral aber maximal steif sind.

Aber: Während Alu-Felgen im Notfall durchaus mit einer Kombizange gerichtet werden können, macht ein Schaden an der Carbon-Felge aus ihr meist einen Fall für den (Sonder-)Müll. Anders gesagt: Eine Carbon-Felge hält viel mehr aus als eine Alu-Felge, aber wenn sie bricht, dann bricht sie richtig ... Um die teuren Kohlefaserteile daher abzusichern, bieten viele Hersteller ein Crash-Replacement zu vergünstigten Konditionen an. Achten Sie darauf, wenn Sie sich für einen Carbon-LRS entscheiden!

Ist breiter immer besser?

Ein Nebeneffekt war der Trend zu breiteren Felgen - und der bleibt. Waren Felgen noch vor zehn Jahren maximal 23 mm breit, sind heute 25-30 mm die Regel. Vorteile: Der Reifen steht breiter, stabiler, "runder" im Felgenbett, dadurch gewinnt der Biker mehr Auflagefläche und kann mit weniger Luftdruck fahren - was wiederum mehr Grip und geringeren Rollwiderstand im Gelände bedeutet.

Als Faustformel lässt sich das ideale Reifen-Felgen-Verhältnis mit 2:1 festlegen. Ein 2,4"-Reifen ist etwa 60 mm breit und passt daher optimal auf eine Felge mit 30 mm Maulweite.

Wie schwer darf's sein?

Preiswerte Laufradsätze für Trail und Tour liegen in der Regel um die magische 2-Kilo-Grenze herum. Leichter wird es in der heißumkämpften Mittelklasse. Dort wiegt ein Satz in der Regel schon weniger, grob vereinfacht kann man hier 1700 bis 1900 Gramm anvisieren.

Wo DT Swiss’ massenhaft verbaute und ultrastabile M1900-Felge für bis zu 120 Kilo Systemgewicht freigegeben ist, sind High-End-XC-Laufräder oft nur für 80-85 Kilo freigegeben. Hier hilft ein näherer Blick in die technischen Daten des Herstellers.

Systemlaufrad oder klassisch eingespeichtes Rad?

Sogenannte Systemlaufräder, also maschinell hergestellte, aufeinander abgestimmte Kombinationen aus Felge, Nabe und Speiche werden auf dem Markt immer beherrschender. Viele Systemlaufräder bieten heute einen exzellenten Kompromiss aus Gewicht, Stabilität und auch Optik, da das Rad eben als Ganzes entwickelt ist, alle Parts exakt aufeinander abgestimmt sind.

Der Nachteil? Sollte das Laufrad unterwegs Schaden nehmen, ist eine Ersatzteilversorgung nicht immer gesichert, da oft zumindest spezielle Speichen Verwendung finden.

Besser sieht es da bei konventionellen Laufrädern vom Laufradbauer aus. Hier sind Felgen, Naben, Speichen und -nippel in der Regel frei erhältliche Standardkomponenten, entsprechend gut ist die Ersatzteilversorgung. Mit hochwertigen Parts aufgebaut, kann ein konventionelles Laufrad auch ein sehr geringes Gewicht erreichen.

Was ist denn tubeless?

Leichter, schneller, sicherer: Klingt zu schön, um wahr zu sein, sind aber die Vorteile von Tubeless-Dichtmilch gegenüber einem Schlauch. Zur Erläuterung: Bei Tubeless wird das klassische Felgenband gegen ein über die gesamte Felgenbreite reichendes, selbstklebendes, dichtes Tape getauscht, ein verschraubtes Ventil eingesetzt und eine zumeist auf Latex basierende Dichtmilch eingefüllt. Voilà: Schon kommt man in den Genuss der genannten Vorteile.

Nachteil der Dichtmilch ist, dass diese je nach Nutzungsverhalten mehr oder weniger schnell verhärtet und damit regelmäßig nachgefüllt werden muss.

Welche Bremsaufnahme brauche ich?

Ein Hoch auf die Scheibenbremse: Gott sei Dank hat sich "die Disc" am Mountainbike komplett durchgesetzt. Die meisten Hersteller von Naben und/oder Bremsen setzen auf das sogenannte 6-Loch-System, während vor allem Shimano, aber auch DT Swiss, den Centerlock-Standard als Ideal ansehen.

Was bedeuten Boost und Co?

Non-Boost, Boost, Super Boost: Die Terminologien rund um die Naben(breiten) sind auf den ersten Blick verwirrend. In älteren (26"-)Zeiten waren die Hinterradnaben zum Beispiel erst 135 mm (mit Schnellspanner), dann 142 mm (mit 12-mm-Steckachse) breit. Inzwischen hat sich der "Boost"-Standard durchgesetzt. Erst am Hinterrad mit 148 x 12 mm, dann am Vorderrad mit 110 x 15 mm (statt 100 x 9/15 und 110 x 20 mm).

Bei Boost wandern durch die größere Achsbreite die Speichenflansche weiter nach außen, sodass die Speichen flacher anstehen, was mehr Steifigkeit bringt. Der gewonnene Platz zwischen den Hinterbaustreben lässt zudem breitere Reifen und kürzere Streben zu.

Welcher Freilauf passt?

Mit Srams erster 1-x-11-Schaltung führten die US-Amerikaner jedoch einen neuen Standard für ihre damaligen 10-42er-Kassetten ein, der dann auch für (fast) alle Sram-12-fachKassetten beibehalten wurde. Shimano zog 2018 mit Einführung der 12-fachXTR ebenfalls mit einem eigenen neuen Standard nach.

Unterschieden wird zwischen dem Standard-HD-Freilauf, Shimanos Microspline- und Srams XD-Freilauf. Ihren neuen Laufradsatz sollten Sie daher gleich mit einem zu Ihrer Kassette passenden Freilauf kaufen.

Test: Alu- und Carbonlaufräder ab 600 Euro

LaufradtypModellPreis pro PaarGewicht (g)Material Felge/SpeicheMaulweite v./h. (mm)
AluCrankbrothers Synthesis Enduro Alloy600 Euro2024,5Alu/Stahl31/29
AluDT Swiss XM 1700 Spline719 Euro1890Alu/Stahl30/30
AluMavic Crossmax XL S 29750 Euro1891Alu/Stahl30/30
AluNewmen Evolution SL A.30680 Euro1802Alu/Stahl30/30
AluRace Face Aeffect R600 Euro1993,5Alu/Stahl30/30
AluShimano Deore XT WH-M8120430 Euro2012Alu/Stahl30/30
AluSpank 350 Vibrocore699 Euro2036Alu/Stahl30/30
AluVeltec ETR Extradrei549 Euro1792Alu/Stahl30/30
CarbonAcros Enduro-Carbon-LRS 29"1199 Euro1550Carbon/Stahl29/29
CarbonCrankbrothers Synthesis Enduro Carbon1699 Euro1846Carbon/Stahl31/29
CarbonDT Swiss XMC 1501 Spline One1599 Euro1629Carbon/Stahl30/30
CarbonNewmen Advanced SL A.301450 Euro1579,5Carbon/Stahl29/29
CarbonRace Face Next R311699 Euro1728Carbon/Stahl31/31

Im Test ragen zwei Laufräder heraus: die Veltec ETR Extradrei (Alu) und die Acros Enduro-Carbon-LRS 29" (Carbon). Veltec überzeugt mit perfektem Aufbau, niedrigem Gewicht und spitzen Trägheitswerten. Acros liefert superleichte und klasse aufgebaute Carbon-Rundlinge. Als Kauftipp empfehlen sich die Race Face Aeffect R (Alu) und die Newmen Advanced SL A.30 (Carbon).

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