Für viele Rennradfahrer ist es eine Wonne, über scheinbar ungeeigneten Untergrund zu poltern: Kopfsteinpflaster, kaputter Asphalt, Schotterstraßen, Waldwege. In der Marketingsprache der Fahrradbranche heißt das “Allroad”, in der Praxis ist es wohl schlicht die Flucht vor nervendem Straßenverkehr.
Abseits gut geteerter Hauptstraßen sind Autos rar und das Naturerlebnis nah, das bringt vielen Freizeitsportlern mehr Lebensqualität als stoisches Training auf möglichst glattem Asphalt. Dass sich immer mehr Rennradler auch ins Gelände trauen, liegt nicht nur an der massenhaften Verbreitung von Gravelbikes, die sich auch - oder vor allem - im Gelände wohlfühlen.
Komfortspendende Rahmen, immer breitere und tubeless, also ohne Schlauch, montierte Reifen machen es auch mit Straßenrädern möglich, den festen Boden öfter mal zu verlassen, ohne gleich eine Panne oder einen Bandscheibenvorfall zu riskieren. Wer wenigstens die Hälfte Asphalt unter die Räder nimmt, bewertet die oft stark profilierten Gravelreifen eventuell als zu breit und zu langsam.
Für gelegentliche Ausflüge in die Botanik reichen 30- oder 32-Millimeter-Reifen, was schon an vielen Endurance-Rädern üblich ist und sich auf der Straße noch nach Rennrad anfühlt.
Breite Felgen als Alleskönner
Wer sich an den Empfehlungen der Reifenhersteller zur passenden Felgenbreite orientiert, landet mit diesem Anspruch bei gut 20 Millimetern Innenmaß. Auch wer am Gravelbike je nach Einsatz oder Saison zwischen Straßen- und Geländereifen wechseln will, findet hierin den idealen Kompromiss. Denn darauf passen schnelle 28-Millimeter-Straßenreifen ohne Einschränkungen, und auch für einen 50er-Stollenreifen ist das nicht zu schmal.
Das Problem: Während viele neue Carbonfelgen längst dieses Innenmaß aufweisen oder sogar noch breiter sind, kommen preiswerte Alu-Laufräder fürs Rennrad häufig noch mit nicht mehr zeitgemäßen 17 Millimeter Breite - optimiert für 25er-Rennradpneus. Dezidierte Gelände-Laufräder sind mit 24 Millimetern oder mehr dagegen meist zu breit für Straßenreifen.
TOUR hat den Markt abgesucht nach passenden und preiswerten Laufrädern um 500 Euro. Sieben Kandidaten konnten unserer Einladung trotz der weiterhin angespannten Liefersituation folgen, darunter große Hersteller wie DT Swiss, Mavic oder Shimano, aber auch kleinere Anbieter wie Aerycs und Leeze.
Im Kurztest geht es um Gewicht, Steifigkeit und Beschleunigung; der Rundlauf nach einem Überlastungstest ist außerdem ein Indiz dafür, ob die Laufräder robust bleiben oder bei hartem Einsatz ständig nachzentriert werden müssen.
Tubeless-taugliche Rennrad-Laufräder
Die Laufräder im Testfeld sind allesamt Tubeless-tauglich und auch fürs Gelände ausgelegt - so zumindest das Versprechen der Hersteller. Mavic und Fulcrum weisen einen geschlossenen Felgenboden auf, was im Hinblick auf Tubeless-Reifen ein Vorteil ist: Das Felgenband, mit dem die anderen Hersteller ihre Felgen abdichten, ist ein zusätzlicher Quell für Defekte.
Die Innenbreite der Felgen liegt mit einer Ausnahme bei 22 Millimetern; nur Fulcrum stellt ein Straßen-Laufrad mit 19 Millimeter Innenmaß, weil das Gravel-Pendant mit 24 Millimeter für unseren Anspruch grenzwertig breit ausfällt.
Konzeptionell lässt das Budget den Herstellern sichtbar wenig Spielraum. Flache Alu-Felgen und meist 24 klassische Messer-Stahlspeichen prägen das Bild; nur Fulcrum und Leeze kommen mit je drei Speichen weniger aus. So vergleichbar die Konzepte, so ähnlich Gewichte - mit wenigen Ausnahmen. Überraschend leicht ist das Leeze, das etwa 200 Gramm pro Satz gegenüber dem Durchschnitt und gar 400 Gramm gegenüber dem schwersten Modell von Ritchey spart.
Schaut man sich die anderen mechanischen Werte an, wird aber klar, dass auch das ein Kompromiss ist; die Laufräder sind nicht sehr seitensteif, für schwere Fahrer daher nicht zu empfehlen. Umgekehrt können die schwersten Laufräder hier punkten: Die relativ schweren Räder von Mavic und Ritchey erweisen sich als die stabilsten. Den besten Kompromiss aus beiden Disziplinen schafft DT Swiss.
Auch die Rundlaufmessung nach dem Überlastversuch zeigt, dass die Schweizer Spezialisten ihr Handwerk verstehen. Es wird damit knapper, aber verdienter Testsieger vor dem ausgewogenen Aerycs und dem robusten Ritchey. Das DT-Swiss-Laufrad ist auch das mit dem höchsten zulässigen Systemgewicht, also auch für Radreisende mit Gepäck eine Option - selbst wenn es hin und wieder über Stock und Stein gehen sollte.
Rennrad-Laufräder - So testet TOUR
- Mechanische Eigenschaften: Gewichte und Steifigkeiten werden im TOUR-Labor erfasst. Die Laufräder werden ohne Zubehör (z.B. Tubeless-Ventile), jedoch mit Felgenband gewogen, falls benötigt. Die Steifigkeitsprüfung erfolgt mit 100 Newton seitlicher Last am Außendurchmesser. Steife Laufräder lenken präziser und machen in der Regel weniger Ärger, sie sind höher belastbar.
- Rundlauf: Wird nach einer Überlastprüfung mit 300 Newton Seitenlast gemessen. Höhen- und Seitenschlag von Vorder- und Hinterrad gehen zu gleichen Teilen in die Note ein.
- Beschleunigung: Die Massenverteilung der Laufräder wird mit einem Trägheitsmessgerät bestimmt und mit dem Gewicht verrechnet zur notwendigen Energie, um beide Laufräder von 0 auf 30 km/h zu beschleunigen.
Sieben Rennrad-Laufräder mit breiten Felgen um 500 Euro im Test
Hier eine Übersicht der getesteten Laufräder:
| Laufrad | Preis pro Satz | Gewicht v. / h. | Seitensteifigkeit v. / h. | Gesamtnote | Fazit |
|---|---|---|---|---|---|
| Aerycs Alutrek | 579 Euro | 761 / 893 Gramm | 51 / 46 N/mm | 2,9 | Sauber aufgebauter Satz mit Naben und Messerspeichen von DT Swiss. Breite Felge für Reifen ab 30 Millimeter. Viele Optionen, darunter auch eine 27,5-Zoll-Variante. |
| DT Swiss CR 1600 Spline | 559 Euro | 795 / 945 Gramm | 53 / 47 N/mm | 2,8 (Testsieger) | Stabiler Laufräder mit hohem zulässigem Fahrergewicht. Hochwertige Naben, breite Felge für Gravel- und Crossbereifung, aber auch für Straßenreifen ab 30 Millimeter. |
| Fulcrum Racing 3 | 642 Euro | 776 / 883 Gramm | 49 / 44 N/mm | 3,1 | Straßenlaufrad mit relativ schmaler Felge, die sich noch für Gravelreifen um 40 Millimeter eignet. Steifigkeit trotz wenig Speichen okay, wer mit Gepäck fährt, sollte das Gewichtslimit beachten. |
| Leeze AC 25 Allroad | 599 Euro | 667 / 775 Gramm | 38 / 32 N/mm | 3,2 | Sehr leichter Laufradsatz mit hochwertigen Sapim-CX-Ray-Speichen und breiter, leichter Felge. Die Steifigkeiten sind unterm Durchschnitt, daher eher was für leichte Fahrer. Optional mit Keramiklagern. |
| Mavic Allroad S | 490 Euro | 836 / 981 Gramm | 56 / 42 N/mm | 3,1 | Schwerer, aber fahrstabiler Laufradsatz mit hoher Gewichtsfreigabe. Geschlossene Tubeless-Felge ohne Felgenband. Adapter für Schnellspanner und 15-mm-Achsen als Zubehör erhältlich. |
| Ritchey Comp Zeta Disc | 426 Euro | 847 / 1000 Gramm | 55 / 48 N/mm | 2,9 | Preiswert, aber kein Leichtgewicht. Hohe Nabenflansche und stabile Speichen bringen Steifigkeit. Mit klassischen DT-Swiss-Speichen leicht zu reparieren. Nur für 6-Loch-Bremsscheiben! |
| Shimano GRX WH-RX570 | 610 Euro | 786 / 956 Gramm | 48 / 41 N/mm | 3,1 | Einfaches Laufrad aus Shimanos Gravel-Gruppe mit durchschnittlichen Werten. |
Egal, ob Sie in Ihrer Freizeit am liebsten mit Ihrem Mountainbike, dem Trekkingrad oder doch mit dem Rennrad unterwegs sind - bei allen Fahrradtypen gilt das eine: Eine große Rolle für das richtige Rollverhalten des Laufrads spielen die Fahrradfelgen, sie sind eines der wichtigsten Bauteile am gesamten Bike.
Denn ohne sie ist es nicht möglich, sich auf dem Drahtesel überhaupt fortzubewegen. Sollten Sie sich ein neues Fahrrad anschaffen, sind die Felgen natürlich schon im Bike passend verbaut. Doch nach einiger Zeit kann es bei viel gefahrenen Rädern oder älteren Modellen durchaus dazu kommen, dass Defekte im Bereich der Felge auftreten, welche zwingend einen Austausch der Felge erfordern.
Doch der technische Aspekt ist bei einer Felge nur das eine. Ähnlich wie beim Auto ist die Fahrradfelge das optimale Mittel, um seinem Bike einen entsprechenden optischen Anstrich zu verpassen. Ob eleganter, sportlicher oder einfach moderner - mit der richtigen Felgenauswahl lässt sich der Look eines ganzen Fahrrads verändern.
Die Fahrradfelgen sind ein wichtiger Teil des gesamten Radkomplexes. Sie dienen eigentlich dazu, im äußeren Bereich des Bikes den Schlauch und den Reifen aufzunehmen und sorgen so für eine stabile Verbindung, die eine problemlose Fortbewegung ermöglicht. Doch wie jedes andere Teil auch, kann eine Felge am Bike bei einem Unfall brechen oder es ermüdet mit der Zeit ganz einfach das Material.
Wer aufgrund eines kaputten Teils also noch kein komplett neues Fahrrad kaufen will, sollte sich nach einer neuen und passenden Fahrradfelge umschauen. Doch auch, um dem Bike einen ganz neuen und sportlichen oder eleganten Look zu verpassen, eignen sich Fahrradfelgen optimal. Die Funktion der Felge am Bike ist dabei ganz einfach erklärt. Sie sorgt dafür, dass Reifen, Schlauch und Speichen als ein Laufrad, als eine Einheit funktionieren.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Bei der Auswahl einer Felge ist die Auswahl der richtigen Größe der wohl wichtigste Aspekt. Der Durchmesser, der in der Regel in Zoll angegeben ist, bestimmt, für welche Fahrräder die Felge kompatibel ist, also an welchen Bikes Sie sie montieren können.
Als allgemeiner Tipp: Für Mountainbikes müssen Sie meistens 26 Zoll Fahrradfelgen verwenden, bei fast allen anderen Fahrradtypen wie auch City- oder Trekkingbikes sind dagegen 28 Zoll Fahrradfelgen üblich. Der zweite wichtige Punkt ist die Breite der Felgen. Hier gibt es große Unterschiede: Für Rennräder etwa gib es ganz schmale Felgen, für Trekkingräder oder Citybikes werden die Felgen schon etwas breiter, während sich für Mountainbikes ganz breite Fahrradfelgen eignen.
Hinsichtlich des Materials gibt es vor allem preisliche Unterschiede. Wenn Sie eine eher preiswertere Alternative suchen, besteht die Fahrradfelge meist aus simplem Stahl. Für den ambitionierteren Biker stellen jedoch Aluminium-Flegen eine echte und höherwertigere Alternative dar. Aluminium ist als Leichtmetall deutlich weniger anfällig gegenüber Oxidation und hat im Vergleich zu Stahl ein deutlich geringeres Eigengewicht.
Mittlerweile verwenden die meisten Hersteller sogenannte Hohlkammerfelgen. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Die ersten Fahrradfelgen bestanden fast ausschließlich aus Stahl. Um hier eine gute Steifigkeit herzustellen, war eine Menge Material notwendig.
Das hatte zwei grundlegende Nachteile: Einerseits ist mehr Material natürlich auch mit höheren Kosten verbunden - andererseits erhöhte sich aber auch das Gewicht der Felge dramatisch. Die Hohlkammerfelgen verfügen dagegen über - man höre und staune - Hohlkammern im Innern der Felge, welche Sie deutlich leichter und kostengünstiger machen.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Felgenauswahl ist die Bauart, wobei es eine Unterscheidung zwischen sogenannten Tiefbettfelgen und V-Felgen gibt. Aufgrund ihrer Robustheit werden auf den meisten Bikes die Tiefbettfelgen verbaut, da diese auch große Belastungen wegstecken können. Bei Rennrädern kommen dagegen eher V-Felgen zum Einsatz, die bei ähnlicher Steifigkeit ganz einfach ein geringeres Gewicht als Tiefbettfelgen aufweisen.
Beim Kauf einer Felge ist es stets sinnvoll, auf das Gewicht zu achten und zwar nicht nur wegen der Auswirkung auf das Gesamtgewicht des Fahrrads (worauf Rennradfahrer ja immer ein besonderes Auge haben!).
Laufradsatz 28 Zoll Trekking: Empfehlungen für unebenes Gelände
Ein Laufradsatz für das Radfahren auf unebenem Gelände muss bestimmte Anforderungen erfüllen, um für die Herausforderungen des Trails gewappnet zu sein. Zunächst einmal sollte er eine gute Traktion bieten, um sicherzustellen, dass das Rad auch bei rutschigem Wetter oder auf nassen Oberflächen gut grip hat. Außerdem sollte er über eine gute Federung verfügen, um unebene Stellen und Hindernisse zu meistern.
Ein guter Laufradsatz für Trekking bikes sollte daher über ein gutes PreisLeistungsVerhältnis verfügen und diese Anforderungen erfüllen. Einige der besten Laufräder für das Radfahren auf unebenem Gelände im 28 Zoll Format sind das Bontrager Kovee Comp 28″ Laufrad, dasDT Swiss M1900 SPLINE 25 Laufrad und das Continental XKing 2.4 Felge.
- Das Bontrager Kovee Comp 28″ Laufrad ist ein leichtes und starkes Laufradset für das Radfahren auf unebenen Wegen. Es ist mit einer AluminiumFelge und einem CarbonGabelaufnahmemodul ausgestattet und bietet eine hervorragende Traktion und eine gute Dämpfung.
- Das DT Swiss M1900 SPLINE 25 Laufrad ist ein leistungsstarkes und langlebiges Laufrad für das Radfahren auf unebenen Wegen. Es ist mit einer 25 mm starken Felge und einer CarbonGabelaufnahmemodul ausgestattet und bietet gute Traktion und Dämpfung.
- Das Continental XKing 2.4 Felge ist ein sehr leichtes und starkes Laufrad für das Radfahren auf unebenen Wegen. Es ist mit einer CarbonGabelaufnahmemodul und einer 24 mm starken Felge ausgestattet und bietet gute Traktion und Dämpfung.
Bestseller im Bereich Laufradsatz 28 Zoll Trekking
Hier eine Auswahl von Bestsellern:
- Vuelta Vorder-& Hinterrad 28 Zoll inkl. MADE IN GERMANY: Robuste QR Hohlkammer-Fahrradfelge aus Aluminium, zuverlässig und langlebig für jeden Einsatz (ETRTO Dimension: 622-21). Ausgestattet mit schwarzen Hochleistungsnaben HB-RM40 (Vorderrad) und FH-RM40 für 7-10 fach Steckkassetten (Hinterrad) - inklusive Schnellspanner.
- Vuelta Laufradsatz 28 Zoll inkl. MADE IN GERMANY: Robuste QR Hohlkammer-Fahrradfelge aus Aluminium, zuverlässig und langlebig für jeden Einsatz (ETRTO Dimension: 622-21). Ausgestattet mit schwarzen Hochleistungsnaben DEORE HB-T610 (Vorderrad) und FH-T610 (Hinterrad) - Konuslager mit effektiver Abdichtung für geringeren Wartungsaufwand.
- Vuelta Airtec1 Aluminium Hohlkammerfelge 28 Zoll (622-21) - schwarz Edelstahl Speichen - schwarz SHIMANO DH-3N30 Dynamo, SHIMANO DEORE FH-T610 7-10 fach - schwarz Einsatzbereich: MTB, ATB, Damen und Herrenrad.
Systemlaufräder vs. Klassisch gespeichte Laufräder
Kompletträder nahezu aller Leistungsklassen und Fahrradtypen werden in der Regel von Haus aus mit Systemlaufrädern ausgestattet. Diese sind jedoch aber auch bei Laufradherstellern ab rund 200 EUR separat erhältlich. Systemlaufräder sind in ihren Komponenten (Felgen, Naben, Speichen) bestens aufeinander abgestimmt und daher sehr stabil. Für ein hochwertiges Systemlaufräder muss mit etwa 400 EUR gerechnet werden.
Je nach Anspruch kann ein Systemrad aber auch mit einem vierstelligen Bertrag zu Buche schlagen, insbesondere dann, wenn es nicht nur gut abgestimmt und stabil, sondern auch noch besonders leicht sein soll. Die Leichtbauweise mit oftmals nur 16 oder 20 Speichen ist allerdings nicht nur teurer. Sie führt auch dazu, dass sich die Laufräder weniger gut für schwere Fahrer eignen.
Noch leichter und noch teurer sind Laufräder aus Carbon beziehungsweise aus Aluminium und Carbon. Außer durch ein extrem geringes Gewicht zeichnen sie sich durch eine hohe Steifigkeit aus. Die Anschaffungskosten liegen im vierstelligen Bereich - der Kundenstamm ist dementsprechend relativ klein.
Klassisch gespeichte Laufräder wiederum gelten als unschlagbar in puncto Haltbarkeit und Stabilität. Sie werden nach Maßgabe des Fahrergewichts sowie des Einsatzzwecks von einem Fachmann zusammengebaut, wobei auch Einfluss genommen werden kann auf die verwendeten Materialien.
Klassisch gespeichte Laufräder besitzen meistens 32 oder 36 Speichen, weswegen sie für schwere Fahrer eine gute Alternative zu einem Systemlaufrad darstellen. Aber auch Vielfahrer schwören häufig auf diesen Laufradtyp. Obwohl die Bauweise prinzipiell sehr leichte Laufräder zulässt, sind klassisch gespeichte Laufräder meistens etwas schwerer als Systemlaufräder. Außerdem sollte bedacht werden, dass die Anschaffungskosten proportional zum Gewicht ansteigen. Gute Modelle sind jedoch schon ab rund 300 EUR zu haben.
Laufräder für Rennräder und Mountainbikes
Laufräder für Rennräder und Mountainbikes machen im Handel das Gros unter den Laufrädern aus. Es gibt sie in allen Bauarten, wobei Mountainbike-Laufräder abhängig von den an sie gestellten Anforderungen in puncto Stabilität mitunter breiter sind. Laufräder mit mittelhohen Felgen vereinen viele Tugenden: Sie bewegen sich preislich im moderaten Bereich, achten aufs Gewicht und erzielen auch im Windkanal saubere Ergebnisse, ohne bei Seitenböen gleich davon zu segeln wie ihre hochgebauten Aero-Verwandten.
Sportliche Trekkingräder 28 Zoll
Die sportlichen Laufräder kombinieren leichte, 22 mm breite Ryde Pulse Comp Felgen mit jeweils 28 aerodynamischen Messerspeichen (teuer!) und einer Shimano FH-CX75 11-fach-Nabe bzw. einem PD-8 Dynamo von Shutter Precision. Die Räder können mit Felgen- oder Scheibenbremsen benutzt werden. Die ca. 18 mm Maulweite der Felgen bedeutet, dass man bis zu 42 mm breite Reifen montieren kann.
Allround-Trekkingräder 28 Zoll
Der zweite Satz Laufräder, ebenfalls in 622 mm / 28", sind klassische "Allround"-Räder. Die neuen Mavic 421 EN Disc-Felgen sind fast 27 mm breit, sie kommen auch mit dicken 62 mm / 2,4"-Reifen zurecht. Naben mit 32 Speichen vorne und hinten sind Standard bei Trekkingrädern. Während 48 der insgesamt 64 Speichen hochwertige 2,0/1,8/2,0 mm Doppeldickendspeichen sind, haben die stark belasteten 16 Speichen auf der Zahnkranzseite einen auf 2,2 mm verstärkten Bogen.
Touren- und Expeditionsräder 26 Zoll
Weil der dritte Laufradsatz für größere Touren gedacht ist und besonders robust sein soll, benutzt er 26-Zoll-Felgen. Gerade bei viel Gepäck oder im Auslandseinsatz hat diese Laufradgröße nach wie vor ihre Berechtigung. Velocity Blunt 36-Loch-Felgen sind 35 mm breit, aber nicht bleischwer, und alle 72 Speichen haben verstärkte Bogen. Im Gegensatz zum roten, 10-fach-Alu-Freilauf am Novatec, hat die Halo 11-fach-Nabe einen Stahlfreilauf (wie Shimano) und hält damit allen Ritzeln stand.
Um die Vergleichbarkeit der Messergebnisse zu den zwei 28"-Laufradsätzen zu gewährleisten, haben wir zusätzlich ein 29er Laufrad aus denselben Komponenten wie beim Touren-Hinterrad gebaut. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass wir damit auch den genauen Unterschied zw. 26" und 28"/29er messen konnten.
Im Test: 20 Laufräder für Felgenbremsen
Unter Rennradfahrern ist es die Stammtischfrage schlechthin: Felgen- oder Scheibenbremse? "Innovation und Fortschritt", jubeln die einen, "Teufelszeug und Kulturbruch", wettern die anderen. Denn die Tage der guten alten Felgenbremse scheinen gezählt. Im aktuellen Angebot der Radhersteller und, wichtiger noch, bei der Produktentwicklung übernimmt die Scheibenbremse immer häufiger die tragende Rolle - Räder und Komponenten, die exklusiv auf das Zusammenspiel mit Felgenbremsen ausgerichtet sind, werden seltener.
"Im Nachrüstmarkt sind Felgenbrems-Laufräder immer noch ein großes Thema", betont jedoch Christian Brumen, Category Manager Dropbar bei Rose. Und Freunde der klassischen Radverzögerung müssen nicht verzagen: Wer dem eigenen Felgenbrems-Renner mit neuen Laufrädern frischen Schwung verleihen will, findet derzeit noch eine große Auswahl an Produkten. 20 Modelle hat ROADBIKE für diesen Artikel in Labor und Praxis getestet - in drei Preiskategorien: um 600 Euro, um 1000 Euro und um 2000 Euro.
Die Erkenntnisse: Die vier getesteten High-End-Laufradsätze um 2000 Euro kommen ausschließlich mit Carbon-Felgen, überzeugen mit top Steifigkeitswerten und liefern mehrheitlich Spitzenwerte, was Gewicht und Trägheitsmessungen angeht - also jenen Aspekten, die auf das Fahrerlebnis einzahlen, etwa durch leichtfüßige Beschleunigung. Teurer bedeutet hier also tatsächlich auch besser.
Gleichzeitig gilt aber auch: Die besten Vertreter der Preisklasse um 1000 Euro bleiben auf Schlagdistanz - egal, ob sie mit Carbon- oder Alu-Felgen aufgebaut sind. Und selbst die Modelle um 600 Euro, die ausschließlich auf Alu-Felgen setzen, schlagen sich wacker. Das heißt: Freunde von Felgenbrems-Laufrädern finden aktuell noch viele überzeugende Produkte - selbst wenn es die letzten ihrer Art sein sollten.
Ausgewählte Testergebnisse der 20 Laufräder
Hier eine Zusammenfassung der besten Laufräder in den verschiedenen Preiskategorien:
Laufräder um 2000 Euro
- Cadex 42 Tubeless (Testsieger): Begeistert mit hohen Steifigkeitswerten und extremem Leichtgewicht.
- Rose RC Fifty Carbon (Preis-Leistungs-Tipp): Überzeugt mit spritzigem Antritt, großer Lenkpräzision und hoher Fahrstabilität.
- Campagnolo Bora WTO 33: Gefällt mit quirliger Beschleunigung und sehr präziser Lenkung, aber lautes Pfeifen beim Bremsen.
- DT Swiss PRC 1400 Spline 35: Gefällt mit einem sehr ausgewogenen Fahreindruck, aber niedrigstes Gewichtslimit im Vergleich.
Laufräder um 1000 Euro
- Easton EA90 SL (Testsieger): Leicht, steif, komfortabel und mit tollem Bremsverhalten. Kein Gewichtslimit.
- Mavic Ksyrium Pro UST (Preis-Leistungs-Tipp): Sehr leicht und sportlich, großer Lieferumfang mit Tubeless-Vollausstattung.
Laufradsatz für Schnellspanner
Dieser Laufradsatz mit den Achsmaßen 5x100 (für Schnellspanner) 5x130 (für Schnellspanner) in der Größe 28 Zoll ist aus diesen Einzelkomponenten gefertigt: schwarze Felgen KX 31, Naben KX-T SON delux in der Farbe schwarz und 32 schwarze verstärkte Sapim E-Light Doppeldickendspeichen. Er ist bereits zentriert und komplett eingespeicht.
Vorderradnabe: Mit dem mit dem schwarzen Son Delux Nabendynamo hat der bekannte Hersteller Son aus Tübingen einen hochwertigen und sehr leichten Stromlieferanten für Mountain-, Trekking-, Gravelbikes, Renn- oder Lastenräder konzipiert. Vor allem eignet er sich für Fahrten mit schnellerer Geschwindigkeit. Er lässt sich perfekt mit LED Scheinwerfern wie zum Beispiel dem Edelux II fahren. Seine Leistung liegt bei 3 Watt und 6 Volt.
Hinterradnabe: Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung im Nabenbereich mit den hochwertigen Produkten aus unserer eigenen Entwicklung. Die schwarze Nabe für das Hinterrad aus leichtem Aluminium ist eine sehr hochwertige Kassettennabe aus unserer eigenen Entwicklung für 8, 9, 10 und 11-fach MTB und 8, 9, 10, 11 und 12-fach Rennrad-Kassetten. Passend auch für 12-fach SRAM Kassetten, jedoch nur für SRAM PG 1210 und SRAM PG 1230 (nicht für SRAM XD).
Felgen: Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung im Laufradbau mit der schwarzen Felge KX 31 aus unserer eigenen Entwicklung. Die Fahrradfelge KX 31 in der Farbe Schwarz ist eine leichte, robuste und stabile Tubeless Ready Felge mit der ETRTO 19-622, gefertigt aus leichtem Aluminium.
Speichen: Mit dieser hochwertigen Edelstahl-Speiche liefert der belgische Hersteller Sapim eine extra gewichtsoptimierte und rostfreie Fahrradspeiche ab. Sie ist speziell für erhöhte Anforderungen und für besonders gewichtsoptimierte Laufräder geeignet. Sie weist einen hervorragenden Mittelweg zwischen Gewicht und Stabilität auf.
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