Ob Trekkingbike oder Rennrad - 28-Zoll-Laufräder sind aus der Fahrradwelt nicht wegzudenken. Auch wenn im MTB-Bereich eher von 29 Zoll gesprochen wird, bleibt das Grundprinzip gleich. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über 28-Zoll-Laufräder, insbesondere Hinterrad-Disc-Modelle, und beleuchtet verschiedene Aspekte von Tests und Kaufentscheidungen.
Verschiedene Typen von 28-Zoll-Laufrädern
Sportliche Trekkingräder
Sportliche Laufräder kombinieren leichte Ryde Pulse Comp Felgen mit aerodynamischen Messerspeichen und einer Shimano FH-CX75 11-fach-Nabe oder einem PD-8 Dynamo von Shutter Precision. Sie können mit Felgen- oder Scheibenbremsen verwendet werden und ermöglichen die Montage von bis zu 42 mm breiten Reifen.
Allround-Trekkingräder
Diese Laufräder sind mit breiten Mavic 421 EN Disc-Felgen ausgestattet, die auch dicke 62 mm / 2,4"-Reifen aufnehmen können. Standard sind Naben mit 32 Speichen vorne und hinten, wobei die Speichen auf der Zahnkranzseite verstärkt sind. Ein Shimano DH-T785 Nabendynamo und eine Novatec 4-in-1-Hinterradnabe ergänzen die Ausstattung.
Touren- und Expeditionsräder
Für größere Touren eignen sich robuste 26-Zoll-Felgen. Velocity Blunt 36-Loch-Felgen sind breit, aber nicht zu schwer, und alle Speichen sind verstärkt. Die Halo 11-fach-Nabe verfügt über einen Stahlfreilauf, der allen Ritzeln standhält.
Die Bedeutung der Fahrradfelgen
Fahrradfelgen spielen eine entscheidende Rolle für das Rollverhalten eines Laufrads und sind somit ein wichtiges Bauteil am Bike. Sie nehmen Schlauch und Reifen auf und sorgen für eine stabile Verbindung. Defekte Felgen erfordern einen Austausch, wobei die richtige Felgenauswahl auch den optischen Anstrich des Bikes verändern kann.
Worauf Sie beim Kauf von Fahrradfelgen achten sollten
- Größe: Der Durchmesser in Zoll bestimmt die Kompatibilität mit verschiedenen Fahrradtypen. 26 Zoll sind typisch für Mountainbikes, während 28 Zoll häufig bei City- und Trekkingbikes verwendet werden.
- Breite: Schmale Felgen eignen sich für Rennräder, breitere Felgen für Trekking- und Citybikes, und sehr breite Felgen für Mountainbikes.
- Material: Stahlfelgen sind preiswerter, während Aluminiumfelgen leichter und weniger anfällig für Oxidation sind.
- Bauart: Tiefbettfelgen sind robust und für hohe Belastungen geeignet, während V-Felgen bei Rennrädern für ein geringeres Gewicht sorgen.
- Gewicht: Achten Sie auf das Gewicht der Felge, da es das Gesamtgewicht des Fahrrads beeinflusst.
Extra stabile Laufräder
Extra stabile Laufräder sind sinnvoll, wenn die Laufräder besonderen Belastungen standhalten müssen. Diese Laufräder verfügen über dickere und mehr Speichen oder eine besonders stabile Felge. Achten Sie auf die optimale Speichenspannung und verwenden Sie dickere Fahrradreifen, um Stöße und Schläge abzufedern.
Test: 20 Laufräder für Felgenbremsen
ROADBIKE hat 20 aktuelle Modelle in drei Preiskategorien getestet, um die Frage zu beantworten, ob Felgenbrems-Laufräder eine aussterbende Spezies sind. Die Ergebnisse zeigen, dass es zwar weniger Neuentwicklungen gibt, aber immer noch eine große Auswahl an Produkten verfügbar ist.
Testergebnisse im Überblick
Die getesteten Laufräder wurden in drei Preiskategorien eingeteilt: um 600 Euro, um 1000 Euro und um 2000 Euro. Die High-End-Laufradsätze um 2000 Euro überzeugen mit Carbon-Felgen, top Steifigkeitswerten und geringem Gewicht. Die besten Vertreter der Preisklasse um 1000 Euro bleiben auf Schlagdistanz, während selbst die Modelle um 600 Euro sich wacker schlagen.
Testsieger und Preis-Leistungs-Tipps
- Laufräder um 2000 Euro: Cadex 42 Tubeless (Testsieger), Rose RC Fifty Carbon (Preis-Leistungs-Tipp)
- Laufräder um 1000 Euro: Easton EA90 SL (Testsieger), Mavic Ksyrium Pro UST (Preis-Leistungs-Tipp)
- Allzeit-Preis-Leistungs-Tipp: Campagnolo Zonda für unter 500 Euro
So testet ROADBIKE
ROADBIKE testet Laufräder mit großem Aufwand, wobei die Faktoren Gewicht, Seitensteifigkeit, Torsionssteifigkeit, Trägheit, Aufbau und Fahreindruck im Mittelpunkt stehen.
Detaillierte Testergebnisse der 20 Laufräder
Cadex 42 Tubeless (Testsieger, Laufräder um 2000 Euro)
Die Cadex 42 Tubeless begeistern mit hohen Steifigkeitswerten und extremem Leichtgewicht. In der Praxis gefallen die gute Beschleunigung und die tolle Bremspower, allerdings bringt Seitenwind schnell Unruhe ins Fahrwerk. Die hakenlose Felge schränkt die Reifenauswahl stark ein, der sehr laute Freilauf ist Geschmackssache.
Rose RC Fifty Carbon (Preis-Leistungs-Tipp, Laufräder um 2000 Euro)
Die Rose RC Fifty Carbon überzeugt auf der Straße mit spritzigem Antritt, großer Lenkpräzision und hoher Fahrstabilität. Vor allem aber hält das RC Fifty Carbon hohes Tempo beeindruckend leicht. Auch die Bremspower der SwissStopp-Beläge stimmt. Bei den Steifigkeitsmessungen sind die Konkurrenten etwas besser, Roses Werte sind aber über alle Zweifel erhaben.
Campagnolo Bora WTO 33 (Laufräder um 2000 Euro)
Die Campagnolo Bora WTO 33 komplettieren Campagnolos Aero-Reihe. Mit knapp über 1400 Gramm Set-Gewicht gefällt der Satz aber auch als Gipfelstürmer, der im Labor bei Steifigkeits- und Trägheitsmessungen fleißig Punkte sammelt. Auf der Straße gefallen die quirlige Beschleunigung und die sehr präzise Lenkung, auch die Bremspower beeindruckt. Geschmackssache ist dabei aber das sehr laute Pfeifgeräusch beim Bremsen.
DT Swiss PRC 1400 Spline 35 (Laufräder um 2000 Euro)
Das PRC 1400 Spline 35 von DT Swiss gefällt mit einem sehr ausgewogenen Fahreindruck: Die Beschleunigung ist sehr gut, die Lenkung extrem präzise, hohes Tempo hält das Set ausgesprochen willig, die Bremspower ist hoch. Akustisch fallen der sehr laute Freilauf, leises "Bollern" der Felgen und dezentes Sirren beim Bremsen auf. Im Labor hingegen kosten das in diesem Vergleich hohe Set-Gewicht und die Trägheitswerte wertvolle Punkte.
Easton EA90 SL (Testsieger, Laufräder um 1000 Euro)
Eastons EA90 SL überzeugt in Labor und Praxis - Testsieg! Trotz massiver Naben und breiter Felge bleibt der Satz locker unter der für Alu-Laufräder magischen Gewichtsgrenze von 1500 Gramm und sammelt fleißig Punkte bei den Steifigkeitsmessungen. Im Sattel begeistern die EA90 SL mit sattem Vortrieb und spritziger Beschleunigung, das Lenkverhalten ist wendig-agil und zugleich absolut präzise. Dank breit bauender Reifen stimmt auch der Komfort.
Mavic Ksyrium Pro UST (Preis-Leistungs-Tipp, Laufräder um 1000 Euro)
Die Ksyrium Pro UST, dessen Beschleunigung und Agilität dem Fahrer ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Die Torsionsmessung hingegen ist traditionell Mavics Achillesferse. Den Preis-Leistungs-Tipp sicherten sich die Franzosen durch den großen Lieferumfang mit Tubeless-Vollausstattung: Reifen und Ventile sind schon montiert, nur Dichtmilch einfüllen und ab dafür.
DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21 (Laufräder um 1000 Euro)
Die flache Version ist betörend leicht, beschleunigt wieselflink, bietet ordentlichen Komfort und überzeugte auch auf den Prüfständen. Die Bremswirkung ist hoch, setzt bei Nässe aber verzögert ein - der einzige Kritikpunkt.
Laufrad-Test: Carbon- und Aerolaufräder im Vergleich
Ein Laufradsatz bestimmt das Fahrgefühl und Feeling des Bikes wie kein anderes Bauteil am Rad. Die Compliance der Räder entscheidet viel über den tatsächlichen Einsatzbereich. Ja, Steifigkeit ist nicht gleich Compliance. Ein steifes Laufrad bedeutet vor allem ein reaktives und agiles Rad, das auf Lenkimpulse und Antritte flink reagiert und den Input direkt umsetzt. Eine Kombination aus Compliance und Steifigkeit, die aber auch stark von individuellen Präferenzen abhängt. Denn je steifer ein Rad desto präziser, aber eben auch unverzeihender fährt sich das Bike.
Windkanal-Ergebnisse
Die gemessenen Gierwinkel auf der y-Achse und die gemessenen Cx*A-Werte auf der x-Achse ergeben einen Verlauf der Aero-Leistung über die gemessenen Winkel hinweg. Schon mal vorweg: Alle Laufräder im Test funktionieren hinsichtlich der Aerodynamik. Räder mit geringer Felgentiefe wie Mavic und Lightweight schneiden tendenziell am schlechtesten ab. Laufräder mit gemischten Tiefen liegen knapp darüber.
Die besten Laufräder im Test
Der Laufrad-Testsieger Syncros Capital SL Aero kann auf ganzer Linie überzeugen. Als modernstes Laufrad mit One-Piece-Konstruktion, innovativen Aero-Reifen und 60 mm Felgen erfüllt es sämtliche Punkte auf unserer Wunschliste mit Bravour. Dazu kommen das geringe Gewicht und ein perfekt ausbalanciertes Fahrgefühl. Die Reserve 52|63-Laufräder sind die unangefochtenen Sieger der Herzen. Mit klassischer behakter Felgenkonstruktion, überraschend starker Aero-Performance und einem vielseitigen Fahrgefühl bestechen die Räder durch verlässliche und ausgewogene Leistung in fast jeder Situation.
Erkenntnisse aus dem Laufrad-Test
- Carbonspeichen machen ein steifes Laufrad, was wiederum ein reaktives und agiles Rad bedeutet, meist geht das aber auf Kosten der Compliance.
- Ein ungebohrtes Felgenbett macht selbst den größten Tubeless-Skeptikern richtig Spaß.
- Die viel diskutierte Reifenbreite ist auch hier Thema und obwohl schmale Reifen im Windkanal schneller waren, sagen wir: breiter ist besser, und schneller!
- Hookless ist und bleibt vorerst ein Streitthema. Im Laufrad-Test hatten wir allerdings keine Probleme, ganz im Gegenteil: Die hakenlosen Räder funktionieren problemlos und teils besser als die behakte Konkurrenz.
Günstige Rennrad-Laufräder im Test
TOUR hat den Markt abgesucht nach passenden und preiswerten Laufrädern um 500 Euro. Sieben Kandidaten konnten unserer Einladung trotz der weiterhin angespannten Liefersituation folgen, darunter große Hersteller wie DT Swiss, Mavic oder Shimano, aber auch kleinere Anbieter wie Aerycs und Leeze. Im Kurztest geht es um Gewicht, Steifigkeit und Beschleunigung; der Rundlauf nach einem Überlastungstest ist außerdem ein Indiz dafür, ob die Laufräder robust bleiben oder bei hartem Einsatz ständig nachzentriert werden müssen.
Tubeless-taugliche Rennrad-Laufräder
Die Laufräder im Testfeld sind allesamt Tubeless-tauglich und auch fürs Gelände ausgelegt - so zumindest das Versprechen der Hersteller. Mavic und Fulcrum weisen einen geschlossenen Felgenboden auf, was im Hinblick auf Tubeless-Reifen ein Vorteil ist: Das Felgenband, mit dem die anderen Hersteller ihre Felgen abdichten, ist ein zusätzlicher Quell für Defekte. Die Innenbreite der Felgen liegt mit einer Ausnahme bei 22 Millimetern; nur Fulcrum stellt ein Straßen-Laufrad mit 19 Millimeter Innenmaß, weil das Gravel-Pendant mit 24 Millimeter für unseren Anspruch grenzwertig breit ausfällt.
Testergebnisse im Detail
Überraschend leicht ist das Leeze, das etwa 200 Gramm pro Satz gegenüber dem Durchschnitt und gar 400 Gramm gegenüber dem schwersten Modell von Ritchey spart. Schaut man sich die anderen mechanischen Werte an, wird aber klar, dass auch das ein Kompromiss ist; die Laufräder sind nicht sehr seitensteif, für schwere Fahrer daher nicht zu empfehlen. Umgekehrt können die schwersten Laufräder hier punkten: Die relativ schweren Räder von Mavic und Ritchey erweisen sich als die stabilsten. Den besten Kompromiss aus beiden Disziplinen schafft DT Swiss.
Die getesteten Laufräder im Überblick
| Laufrad | Preis pro Satz | Gewicht v. / h. | Seitensteifigkeit v. / h. | Gesamtnote |
|---|---|---|---|---|
| Aerycs Alutrek | 579 Euro | 761 / 893 Gramm | 51 / 46 N/mm | 2,9 |
| DT Swiss CR 1600 Spline | 559 Euro | 795 / 945 Gramm | 53 / 47 N/mm | 2,8 (Testsieger) |
| Fulcrum Racing 3 | 642 Euro | 776 / 883 Gramm | 49 / 44 N/mm | 3,1 |
| Leeze AC 25 Allroad | 599 Euro | 667 / 775 Gramm | 38 / 32 N/mm | 3,2 |
| Mavic Allroad S | 490 Euro | 836 / 981 Gramm | 56 / 42 N/mm | 3,1 |
| Ritchey Comp Zeta Disc | 426 Euro | 847 / 1000 Gramm | 55 / 48 N/mm | 2,9 |
| Shimano GRX WH-RX570 | 610 Euro | 786 / 956 Gramm | 48 / 41 N/mm | 3,1 |
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