Laufräder sind nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein wichtiger Teil des Fahrwerks. Sie bestimmen mit ihrer Breite, welche Form der Reifen annimmt und mit welchem Luftdruck dieser gefahren werden kann.
Vorteile von 29 Zoll Laufrädern
Die großen 29 Zoll Laufräder bringen bei der Fahrt mehr Laufruhe und der Fahrer hat ein sicheres Gefühl. Die Fahrt wird sanfter, der Laufradsatz hat mehr Bodenkontakt und dadurch eine bessere Traktion. Ein Twentyniner Laufrad macht dein Bike pfeilschnell, schafft Höchstgeschwindigkeiten und ist verglichen mit den anderen Laufradgrößen der Champion in der Endgeschwindigkeit. Bei keiner anderen Laufradgröße ist die Reduktion von rotierender Masse so stark spürbar wie bei einem 29 Zoll Laufrad.
Es lassen sich hervorragende leichte MTB 29" Laufräder Vorder- und Hinterräder zusammenstellen, mit denen du dein Bike tunen kannst. Egal ob für Schnellspanner, Steckachse, Boost, Shimano 11fach, Sram 11- oder 12fach, alles ist möglich.
Konfiguriere dir deinen neuen leichten MTB 29" Laufradsatz, mach den Test und spüre den Unterschied.
DT Swiss FR 1500 Classic: Ein Systemlaufradsatz für den harten Einsatz
DT Swiss präsentiert mit dem FR 1500 Classic einen Systemlaufradsatz für den harten Enduro- und Downhill-Einsatz. Er basiert auf der kürzlich vorgestellten FR 541 Alu-Felge und den bewährten 240er-Naben und wird in allen gängigen Laufradgrößen und Nabenbreiten verfügbar sein. DT Swiss ist der wohl bekannteste Laufradbauer im Radsport und ihr guter Ruf in Bezug auf Qualität eilt ihnen weit voraus. An vielen modernen Mountainbikes finden sich bereits von Haus aus Laufräder der Schweizer Felgen-, Naben- und Speichen-Spezialisten.
Am Namen des DT Swiss FR 1500 Classic-Laufradsatzes kann man mit etwas Know-how bereits viele Eigenschaften ableiten: Die beiden Anfangsbuchstaben „FR“ lassen auf das Einsatzgebiet und die Einordnung im Portfolio schließen. So steht das „F“ für Freeride und siedelt den FR 1500 Classic im Freeride- und Downhill-Segment an. Auf gut Deutsch ist er also für den harten Enduro- oder Downhill-Einsatz gedacht.
Die Verwendung von zwei Buchstaben lässt dabei auf einen High End Alu-Laufradsatz zurückführen. Die 4-stellige Zahl 1500 wiederum steht für einen Systemlaufradsatz mit der Kombination der hochwertigen 240er-Nabe und das „Classic“ am Ende deutet auf die Verwendung von J-Bend Speichen hin.
Der DT Swiss FR 1500 Classic-Systemlaufradsatz soll ab sofort verfügbar sein und schlägt mit 899 € zu Buche. Ihr könnt ihn sowohl als 29” als auch mit 27,5” oder im Mullet-Setup kaufen. Gemäß seines Einsatzgebiets ist er auch in den gängigen Maßen verfügbar.
Sprich, am Vorderrad könnt ihr eine 15-mm-Steckachse wählen - üblich bei Enduro-Bikes - oder eine 20-mm-Steckachse - wie sie bei DH-Bikes verwendet wird. Am Hinterrad stehen euch ein 148 mm breiter Boost-Standart, eine 150 mm oder 157 mm breite Nabe zur Verfügung. Alle Naben besitzen eine 6-Loch-Bremsaufnahme und an der Hinterradnabe das Ratchet EXP-System von DT Swiss. Freigegeben ist ein Systemgewicht von 140 kg, was für die meisten Fahrer mehr als ausreichend sein sollte.
Farblich gibt es jedoch nur eine Decal-Variante zur Wahl. Alle Systemlaufräder von DT Swiss werden von Hand gespeicht und zentriert und der Laufradsatz bringt in Kombination mit einem SRAM XD-Freilaufkörper ein Gewicht von 1.879 Gramm auf die Waage. Ausgeliefert wird er bereits mit einem montierten Felgenband und zugehörigen Tubeless-Ventilen.
Erstmals setzt DT Swiss am Vorder- und Hinterrad auf eine unterschiedliche Speichenanzahl, sprich auch auf unterschiedliche Felgen. So kommen am Vorderrad 28 und am Hinterrad 32 Speichen zum Einsatz. Das soll laut DT eine optimale Steifigkeit ermöglichen, die nicht nur die Speichenspannung, sondern durch die Anzahl und Art der Speichen definiert wird.
Auch die Wahl zum klassischen J-Bend - anstelle der Straight Pull-Speichen, wie man sie z. B. vom Systemlaufradsatz EX1 1700 kennt - hat hier einen Einfluss darauf. Die Namensgebung haben die J-Bend-Speichen durch den 90° gebogenen Speichenkopf. Sie sind auf eine größere Zug- und Druckbelastung ausgelegt. Gehalten werden die DT Competition-Speichen mit Alu-Nippeln und dem von DT bekannten PHR-System.
Bei diesem sogenannten Pro Head Reinforcement System wird eine Art gewölbte Unterlegscheibe verwendet, welche die Nippel selbständig zum Felgenloch ausrichtet und dabei die Zugkraft auf eine größere Fläche verteilt. Diese Technologie findet sich an beinahe allen hochwertigen DT-Laufrädern für den MTB-Einsatz.
Sollte euch beim Einsatz doch einmal eine Speiche den Dienst quittieren, könnt ihr anhand des DOT-Codes auf dem Laufrad die Länge und Art der Speichen nachschauen. In Zukunft soll auch ein gängigerer QR-Code auf den Laufrädern zu finden sein.
Die verwendete FR 541-Felge hat eine Innenweite von 30 mm und basiert auf den bekannten EX-Felgen. Allerdings wurde an gewissen Stellen Material hinzugefügt oder eingespart. So findet sich z. B. am Ende der Felgenflansch mehr Material und der Flansch geht folglich nicht nur nach innen, sondern auch etwas nach außen. Durch das zusätzliche Material soll auf der einen Seite die Dellen-Anfälligkeit verringert werden, auf der anderen Seite aber auch die Kontaktfläche zum Reifen erhöht werden. Als Konsequenz sollen laut DT ca. 17 % weniger Platten gefahren werden, da durch die größere Auflagefläche das Risiko auf Pinch-Flats verringert wird.
Zudem wurde im Bereich, an dem das PHR-System aufliegt, zusätzlich Material verwendet. Sprich der Felgenbauch ist stabiler geworden und soll so mehr Zugkräfte der Speichen aushalten. DT typisch werden die Alu-Felgen an einer Stelle zusammengeschweißt, wobei diese erst bei sehr genauem Hinschauen zu entdecken ist und die gewohnt hohe Qualität widerspiegelt.
Die verwendete 240er-Nabe zählt als MTB-Topmodell im DT Line-up und besitzt das bewährte Ratchet EXP-System. Dieses besitzt bei 36 Verzahnungen einen Eingriffswinkel von 10°. Das Ratchet EXP-System ermöglicht es euch, die Kassette inklusive Freilaufkörper werkzeuglos von der Nabe zu trennen, um z. B. eure Nabe zu warten. Allerdings ist bei ausgebautem Hinterrad etwas Vorsicht geboten, sodass die Kassette inklusive Kleinteile nicht ungewollt im Dreck landet.
DT hat uns bereits im letzten Sommer zum Launch der FR 541-Felge einen Laufradsatz mit 240er-Naben zur Verfügung gestellt, den wir seitdem in einem Yeti SB160 im Einsatz haben. Zusätzlich haben wir seit ca. 2 Monaten einen FR 1500 Classic-Systemlaufradsatz in einem RAAW Yalla! verbaut und konnten so bereits reichlich Trail-Kilometer sammeln.
Mit beiden Laufradsätzen gab es bereits deutlich hörbaren Steinkontakt und sowohl die Downhill-Strecke in Schladming als auch die unzähligen Shuttle Runs in Finale Ligure haben die Laufradsätze unbeeindruckt hinter sich gelassen. Außer ein paar äußerlichen Kratzern an der Felge gab es keine Beschädigungen - und das bei einem Fahrergewicht von ca. 100 kg.
Sprich, keine Dellen, keine lockeren Speichen, keine runtergezogenen Reifen und auch keine Platten, wobei die Laufradsätze immer mit robusten Karkassen wie MAXXIS Doubledown oder Michelin DH gefahren wurden.
Auf dem Trail sorgt der FR 1500 Classic-Systemlaufradsatz für eine angenehme Steifigkeit, die feine Vibrationen herausfiltert und dennoch genug Traktion und Präzision auf den Trail bringt. So verspringt er auch bei seitlichen Impulsen nicht und gibt die Energie selbst bei starken Kompressionen oder harten Anliegern sehr kontrollierbar zurück, ohne einen aus der Bahn zu werfen.
Die Schweizer Laufrad-Spezialisten von DT Swiss werden ihrem guten Ruf ein weiteres Mal gerecht und bringen mit dem DT Swiss FR 1500 Classic einen Systemlaufradsatz auf den Markt, der für den härtesten MTB-Einsatz gemacht ist. Auch nach unzähligen Einschlägen und vielen Trail-Kilometern läuft der Laufradsatz unbeeindruckt rund und ohne nennenswerte Beschädigung. Dabei liefert er eine starke Performance auf dem Trail ab.
Weitere getestete MTB-Laufradsätze
Im Folgenden werden einige weitere getestete MTB-Laufradsätze vorgestellt, einschließlich ihrer Vor- und Nachteile:
Carbon-Laufräder
- 9th Wave Dirt-SW27: Leichte, asymmetrische Breitfelge mit sehr guter Steifigkeit. Allerdings schlagempfindlich.
- Acros A-Wheel ED Race Boost Carbon 27,5: Leichtester Laufradsatz im Test mit sehr guter Steifigkeit. Nicht ausreichend schlagfest für felsiges Terrain.
- Bontrager Line Pro 30: Top für Tubeless-Betrieb mit ausgeprägtem Tubeless-Horn. Frühe Delamination kostet Punkte.
- Bulls Hattori: Voluminöse Breitfelge, die steif zwischen den Flanschen sitzt, aber nicht sehr schlagfest ist. Ungleichmäßige Einspeichung.
- Castle CC Morgenstern 27,5": Felge scheint baugleich mit Bulls, ist im Schlagtest aber besser.
- Syntace C33i Straight Carbon: Extreme Nehmerqualitäten und bleibt auch unter harter Überlast intakt.
Aluminium-Laufräder
- DT Swiss M1700 Spline 30: Leicht und prima zu beschleunigen. Das Vorderrad überragt bei der Seitensteifigkeit die Konkurrenz.
- E*Thirteen TRS+: Solide Leistung, aber nicht herausragend in einzelnen Disziplinen.
- Mavic XA Elite 27.5: Solide Wahl mit guter Mavic-Aufbauqualität. Steifigkeitswerte sowie die Beschleunigung liegen im Mittelfeld.
- Newmen Evolution SL A.30: Leicht und flott. Sehr gute Steifigkeiten.
- Spank Oozy Trail 345 Wheelset Boost: Schaumstoff-Schicht in der Felge, die Vibrationen dämpfen soll. Das Hinterrad die schlechtesten Seitensteifigkeiten im Test zeigt.
- Sun Ringlé Düroc 30 Expert AL: Bei zu hoher Belastung kann es zu Brüchen kommen.
- Veltec ETR-ExtraDrei 27,5": Perfekt aufgebaut und zeigt das geringste Gesamtgewicht im Alu-Testfeld. Auch der Wert bei der Trägheitsmessung ist im Vergleich Spitze.
- Whizz Wheels LRS DT 350 Boost / ZTR Flow MK3: Solide Leistung ohne besondere Stärken oder Schwächen.
Newmen Advanced und Evolution Boost
Die 2016 neu gegründete Firma NEWMEN präsentierte bei der Eurobike 2016 ihre ersten Produkte, darunter die 2017er Laufradmodelle Advanced SL X.22 und Evolution SL X.A.25. Der Komponentenhersteller rund um Michi Grätz bringt mit dem Advanced SL Modell einen super leichten Carbon-Laufradsatz und mit Evolution SL einen widerstandsfähigen Alu-Allrounder auf den Markt. Wir haben die Laufräder auf den XC-Pisten auf die Probe gestellt.
Technische Daten
| Evolution SL | Advanced SL | |
|---|---|---|
| Einsatzbereich | Trail, CrossCountry, Marathon | CrossCountry |
| Gewicht | 1464 Gramm | 1195 Gramm |
| Material Felge, Naben, Freilauf | Aluminium, Aluminium, Aluminium | Carbonfaser, Aluminium, Aluminium |
| Tubeless-System | Tubeless Ready | Tubeless Ready |
| Gewichtsbeschränkung | 120 kg Systemgewicht | 100 kg Systemgewicht |
| Laufradgröße | 27,5" und 29" | 29" |
Seitensteifigkeit und Kurvenverhalten
Durch die hohe Speichenspannung weisen unsere Carbon- und Alu-Laufradsätze eine sehr hohe Steifigkeit auf. Vor allem bei Anliegern oder beim Versetzen des Hinterrads spüren wir die hohe Seitensteifigkeit enorm. Bei harten Lenkmanövern am Vorderrad gibt das Rad nicht nach und bleibt sauber in der Spur. Das Lenkverhalten beider Modelle ist direkt. Außerdem haben wir in Erfahrung gebracht, dass sich die NEWMEN Advanced Carbon-Laufräder beim Lenken im Vergleich zu den NEWMEN Evolution Alu-Laufrädern noch direkter verhalten. Wir erklären uns das dadurch, dass die Carbon-Felge nicht nachgibt.
Aluminium Antriebs- und Bremssteifigkeit
Sowohl die Antriebssteifigkeit als auch die Bremssteifigkeit ist bei beiden NEWMEN Modellen sehr gut. Das ist auch auf die hohe Speichenspannung zurückzuführen. Außerdem vermitteln die NEWMEN Straightpull-Naben eine hohe Rotationssteifigkeit.
Unterschied zwischen Carbon- und Alufelgen
Zwischen den NEWMEN Advanced und den NEWMEN Evolution Laufrädern haben wir einen Gewichtsunterschied von circa 270 Gramm festgestellt. Der Gewichtsunterschied ist auf die unterschiedlichen Felgen zurückzuführen. Die Felge des NEWMEN Advanced Laufradsatzes hat eine Maulweite von 22 mm, die Felge des NEWMEN Evolution Laufradsatz hat eine Maulweite von 25 mm (auch in 30 mm und 35 mm erhältlich).
Des Weiteren wird Dir sofort auffallen, dass sich die Felgen auch im Design unterscheiden. Mir (Theresia) gefällt das quadratische Carbon-Muster des NEWMEN Advanced besonders gut. Auf die schönen Carbon-Rechtecke wurde ich auch von Freunden angesprochen, die Musterung scheint gut anzukommen. Die Felgen des NEWMEN Evolution Laufradsatzes haben einen klassischen schwarzen Alu-Look.
Einen weiteren signifikanten Unterschied haben wir schon angesprochen: die Steifigkeit. Die NEWMEN Advanced Carbon-Laufräder geben deutlich weniger nach als die NEWMEN Evolution Alu-Laufräder und weisen somit, typisch für Carbon, eine höhere Steifigkeit auf.
Du solltest außerdem die Gewichtsbegrenzung beachten: Die NEWMEN Advanced Carbon-Laufräder darfst Du mit einem maximalen Systemgewicht von 100 kg fahren. Die NEWMEN Evolution Alu-Laufräder mit der Maulweite von 25 mm kannst Du mit einem Systemgewicht bis 120 kg fahren. Mit den NEWMEN Evolution mit einer Maulweite von 30 mm oder 35 mm solltest Du nicht über 125 kg Systemgewicht gehen.
Durchschlagsicherheit
Im Renneinsatz kann es bei uns schnell hektisch werden. Rennsituationen sind für mich Ausnahmezustände, die nicht mit einer Trainingsfahrt zu vergleichen sind. Ein Durchschlag kann jedem mal passieren, doch wer möchte deshalb schon eine Panne haben!? Ich fahre vor allem im Rennen, trotz richtigem Luftdruck, schnell einen Durchschlag, weil ich oft nicht so achtsam unterwegs bin wie im Training. Eine gute Durchschlagsicherheit ist mir deshalb enorm wichtig. Auch in diesem Punkt haben uns die NEWMEN Laufräder voll überzeugt.
NEWMEN hat ein ausgezeichnetes Durchlagstestverfahren, um unter anderem bei Durchschlägen schwerwiegende Schäden an der Felge zu verhindern. Trotz ein paar Durchschlägen wurde weder die Carbonfelge des NEWMEN Advanced noch die Aluminiumfelge des NEWMEN Evolution beschädigt.
Halt der Reifen auf der Felge
Obwohl die Felge kein Felgenhorn hat, halten unsere Reifen überraschend gut auf der Felge. Mit dem Halt des Reifens haben wir bei beiden NEWMEN Laufradsätzen nur gute Erfahrungen gesammelt. Aufgrund der enorm guten Passform der Felge lassen sich die Reifen zum Teil etwas schwerer montieren als üblich.
Tubelesstauglichkeit
Mit dem passenden Tubelessfelgenband sind sowohl die NEWMEN Advanced Laufräder als auch NEWMEN Evolution Laufräder tubelesstauglich. Wir hatten keine Probleme bei der Umrüstung auf Tubeless.
Leichtlauf der Lager
Die Lager der NEWMEN Straightpull Naben laufen sehr leicht. Wir behaupten, dass sie sogar so leicht laufen, dass sie kaum mit anderen Herstellern zu vergleichen sind. Darauf legt Michi Grätz bekanntlich sehr viel Wert.
Lagerspiel-Einstellung
Das Lagerspiel kannst Du ohne große Schwierigkeiten einstellen. Du solltest dabei lediglich die Verstellung nicht zu fest anziehen, da sonst zu viel Druck auf den Lagern lastet.
Crankbrothers Synthesis Alloy 2.0
Crankbrothers erweitert sein Angebot im Bereich hochwertiger Mountainbike-Laufräder mit der neuen Synthesis Alloy 2.0 Serie. Die überarbeiteten Aluminium-Laufräder gibt es in drei Ausführungen, die jeweils speziell für die Anforderungen in den Bereichen Enduro, Downhill und E-MTB konzipiert worden sind. Laut Hersteller stand bei der Neuentwicklung vor allem eine verbesserte Haltbarkeit im Fokus.
Die Laufräder bauen auf dem bewährten Konzept unterschiedlich abgestimmter Vorder- und Hinterräder auf, das Crankbrothers bereits bei früheren Modellen verfolgt hat.
Neue Alu-Legierung für mehr Stabilität
Ein zentraler Aspekt der Weiterentwicklung ist die Verwendung einer neuen Aluminiumlegierung. Die Synthesis Alloy 2.0 Laufräder nutzen nun eine 6069 Aluminiumlegierung, die im Vergleich zum Vorgängermodell deutliche Verbesserungen bei verschiedenen Materialeigenschaften aufweisen.
Laut Crankbrothers ergeben sich dadurch Steigerungen von 72,5 Prozent bei der Zugfestigkeit, 69,8 Prozent bei der Streckgrenze und sogar 204 Prozent bei der Ermüdungsfestigkeit. Diese Werte sollen sich in einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegen Dellen, Verformungen und Rissbildung niederschlagen.
Optimierte Felgenkonstruktion für mehr Aufprallschutz
Neben dem verbesserten Material hat Crankbrothers auch die Geometrie der Felgen überarbeitet. Die neue Felgenform weise verstärkte Seitenwände und eine optimierte Materialverteilung auf. Dies soll zu einem verbesserten Schutz vor Durchschlägen und einer höheren Aufprallresistenz führen.
In Vergleichstests mit Premium-Wettbewerbsprodukten sollen die Synthesis Alloy 2.0 Laufräder eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit gegen Verformungen bei harten Aufprällen gezeigt haben.
Differenzierte Abstimmung von Vorder- und Hinterrad
Crankbrothers setzt bei der Synthesis Alloy 2.0 Serie weiterhin auf das Konzept unterschiedlich abgestimmter Vorder- und Hinterräder. Das Vorderrad ist für mehr Flexibilität und Grip ausgelegt, während das Hinterrad steifer konstruiert ist, um Antriebskräfte besser zu übertragen und die Spurstabilität zu erhöhen.
Diese Abstimmung schlägt sich in verschiedenen Konstruktionsmerkmalen wie Speichenzahl, Speichenspannung und Felgenbreite nieder. Das Vorderrad verfügt über 28 Speichen, mehr Maulweite und dünnere Speichen, während das Hinterrad 32 Speichen, weniger Maulweite und dickere Speichen besitzt.
Modellvarianten für E-MTB, Downhill & Enduro
Die Synthesis Alloy 2.0 Serie umfasst Laufräder für die Bereiche Enduro, Downhill und E-MTB. Alle Varianten sind in 27,5 und 29 Zoll sowie für Boost-Standards erhältlich. Bei den Freiläufen stehen die Standarts XD, HG, MS zur Wahl.
Die Enduro-Ausführung kommt mit einer Maulweite von 30 Millimetern vorne und 28,5 Millimetern hinten. Bei den Downhill- und E-MTB-Varianten beträgt die Maulweite vorne 31 Millimeter und hinten 29,5 Millimeter.
Naben-Auswahl, Verfügbarkeit & Preis
Crankbrothers bietet die Synthesis Alloy 2.0 Laufräder mit zwei verschiedenen Nabenoptionen an. Zur Wahl stehen Industry Nine 1/1 Naben mit 4° Einrastwinkel oder Crankbrothers-eigene Ratchet-Naben mit 10° Einrastwinkel. Letztere kann optional auf 6,6° Einrastwinkel umgerüstet werden.
Die Laufräder sind ab sofort verfügbar. Der Preis für einen Laufradsatz mit Crankbrothers Ratchet-Naben liegt bei 699,98 Euro, mit Industry Nine 1/1 Naben bei 899,98 Euro.
Technische Spezifikationen Enduro-Version
- Felgendurchmesser: 27,5 oder 29 Zoll
- Achsstandards: Boost
- Maulweite vorne: 30 mm
- Maulweite hinten: 28,5 mm
- Speichenzahl vorne: 28
- Speichenzahl hinten: 32
- Gewicht 29 Zoll Vorderrad (I9 XD): 935 g
- Gewicht 29 Zoll Hinterrad (I9 XD): 1121 g
- Industry Nine 1/1: 4° Einrastwinkel
- Crankbrothers Ratchet: 10° Einrastwinkel (optional auf 6,6° umrüstbar)
- Preis mit Crankbrothers Ratchet-Naben: 699,98 Euro (UVP)
- Preis mit Industry Nine 1/1 Naben: 899,98 Euro (UVP)
Technische Spezifikationen E-MTB- & Downhill-Version
- Felgendurchmesser: 27,5 oder 29 Zoll
- Achsstandards: Boost
- Maulweite vorne: 31 mm
- Maulweite hinten: 29,5 mm
- Speichenzahl vorne: 28
- Speichenzahl hinten: 32
- Gewicht 29 Zoll Vorderrad (I9 XD): 1058 g
- Gewicht 29 Zoll Hinterrad (I9 XD): 1190 g
- Industry Nine 1/1: 4° Einrastwinkel
- Crankbrothers Ratchet: 10° Einrastwinkel (optional auf 6,6° umrüstbar)
- Preis mit Crankbrothers Ratchet-Naben: 699,98 Euro (UVP)
- Preis mit Industry Nine 1/1 Naben: 899,98 Euro (UVP)
Race Face Era Carbon-Laufräder
Mit dem Race Face Era will der kanadische Komponentenhersteller neue Maßstäbe im Bereich der Enduro- und Trail-Laufräder setzen. Carbon-Felgen kombiniert mit der bewährten Vault-Nabe und eine lebenslange Garantie sollen den Laufradsatz zum ultimativen Begleiter für jeden Trail machen.
Der Laufradsatz wiegt gerade einmal 1.754 g in der getesteten 29″-Ausführung und geht für ca. 1.809 € über die Theke.
Die Felgen der Race Face Era-Laufräder bestehen aus einem Carbon-Lay-up, das nicht nur für hohe Steifigkeit sorgen soll, sondern laut Hersteller auch eine gewisse Nachgiebigkeit bewahrt, um Schläge effizient zu dämpfen. Die Felgenflanke ist sehr breit gehalten, wodurch Reifenpannen durch Durchschläge vermieden werden sollen.
Die Race Face Era sind mit hauseigenen Vault-Naben ausgestattet, die sich bereits an den anderen Laufrädern der Marke bewiesen haben. Es bietet einen feinen 3°-Eingriffswinkel, was für wenig Verzögerung sorgt, sobald man in die Pedale tritt.
Das Race Face Era-Laufrad ist in 29 Zoll, als Mullet-Laufradsatz oder in 27,5 Zoll erhältlich.
Während des gesamten Testzeitraums haben sich die Race Face Era-Laufräder als äußerst zuverlässig erwiesen: Keine einzige Speiche lockerte sich, und die Nabe lief durchgehend problemlos. Selbst nach harten Einschlägen und langen Tagen im Bikepark hielt das Era-Laufradset ohne Murren.
Die neuen Race Face Era-Laufräder haben sich im Langzeittest eindeutig bewährt. Die Kombination aus hoher Präzision und angenehmer Compliance sorgt für ein direktes, aber komfortables Fahrverhalten. Besonders beeindruckend ist die Haltbarkeit, die sich über ein Jahr hinweg bewährt hat - keine losen Speichen, eine zuverlässige Nabe. Auch harte Einschläge steckt die robuste Felge weg.
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