Laufrad 29 Zoll MTB Hinterrad Scheibenbremse Test: Alu- und Carbonlaufräder im Vergleich

Laufräder gelten als das beste Tuning fürs MTB. Doch stimmt das wirklich? Und was bieten aktuelle Nachrüstsätze? Wir haben 13 Modelle ab 430 Euro getestet.

Testsieger auf einen Blick

Die Gewinner des Tests wurden in zwei Kategorien ermittelt: Alu-Laufräder und Carbon-Laufräder.

  • Testsieger unter den Alu-Laufrädern: Veltec ETR Extradrei. Veltecs Satz ist perfekt aufgebaut, punktet mit niedrigem Gewicht und einem spitzen Wert bei der Trägheitsmessung.
  • Testsieger unter den Carbon-Laufrädern: Acros Enduro-Carbon-LSR 29". Acros liefert ein superleichtes und klasse aufgebautes Paar Carbon Rundlinge. Toll für Nachrüster: der Satz ist auch für Non-Boost erhältlich!
  • Kauftipp bei den Alu-Laufrädern: Race Face Aeffect R, dank grundsolidem Laufradaufbau, guten Steifigkeitswerten und ordentlichem Tempo.
  • Kauftipp unter den Carbon-Laufrädern: Newmen Advanced SL A.30. Optisch machen die superleichten Sätze eine Menge her und auch die Beschleunigung kann voll punkten.

Die Alu-Laufräder im Detail

Hier werden die getesteten Alu-Laufräder genauer betrachtet:

Crankbrothers Synthesis Enduro Alloy

  • Preis pro Paar: 600 Euro
  • Gewicht v./h.: 913.5 g / 111 g
  • max. Systemgewicht: keine Angabe
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Alu/Stahl 31/29 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/32, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: 6-Loch / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Band, TL-Ventile
  • Gewicht: 2024,5 g
  • Testfazit: Die Crank-Räder gehören zu den seiten- und torsionssteifsten im Test. Sie kamen vorne mit kleinem Höhenschlag (0,48 mm) aus der Box, sind sonst aber sehr solide aufgebaut. Trotz des hohen Gewichts erreichen sie bei der Trägheitsmessung gute Werte, da die recht leichte Alu-Felge die schweren Naben kaschiert.
  • Testurteil: Gut

DT Swiss XM 1700 Spline

  • Preis pro Paar: 719 Euro
  • Gewicht v./h.: 897 g/993 g
  • max. Systemgewicht: 120 kg
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Alu/Stahl 30/30 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/28, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: CL / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Band, TL-Ventile
  • Gewicht: 1890 g
  • Testfazit: Die beliebten Mittelklasse-Laufräder der Schweizer sind - für Alu-Felgen - leicht und prima zu beschleunigen. Das Vorderrad überragt bei der Seitensteifigkeit die Konkurrenz, generell liegen die Steifigkeiten auf sehr gutem Niveau. Grundsätzlich DT-typisch seriös aufgebaut, aber mit etwas zu viel Höhenschlag vorne.
  • Testurteil: Sehr gut

Mavic Crossmax XL S 29

  • Preis pro Paar: 750 Euro
  • Gewicht v./h.: 881 g/1010 g
  • max. Systemgewicht: 120 kg
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Alu/Stahl 30/30 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 24/24, zweifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: 6-Loch, CL / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Ventile, Speichen
  • Gewicht: 1891 g
  • Testfazit: Zuletzt war es um Mavic still. Das neue Crossmax- Laufrad kommt dezenter daher als früher - und ist rundum eine solide Wahl. Für ein Alu-Rad relativ leicht, glänzt die wie gehabt sehr gute Mavic-Aufbauqualität. Steifigkeitswerte sowie die Beschleunigung liegen im Mittelfeld des aber generell sehr starken Testfeldes.
  • Testurteil: Gut

Newmen Evolution SL A.30

  • Preis pro Paar: 680 Euro
  • Gewicht v./h.: 831 g/971 g
  • max. Systemgewicht: 125 kg
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Alu/Stahl 30/30 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/28, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: 6-Loch / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: -
  • Gewicht: 1802 g
  • Testfazit: Leicht und flott! Die Newmen-Alu-Räder sind nur minimal schwerer als die von Testsieger Veltec, lassen sich aber genauso prima (für einen Alu-Satz) beschleunigen. Der Aufbau ist gelungen mit minimalem Seiten-, aber quasi null Höhenschlag. Keine besonders hohen, aber unter dem Strich gute bis sehr gute Steifigkeiten.
  • Testurteil: Sehr gut

Race Face Aeffect R

  • Preis pro Paar: 600 Euro
  • Gewicht v./h.: 923,5 g/1070 g
  • max. Systemgewicht: keine Beschränkung
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Alu/Stahl 30/30 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/28, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148, 12 x 157 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: 6-Loch / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Band, TL-Ventile, Speichen
  • Gewicht: 1993,5 g
  • Testfazit: Auf der Habenseite der Alu-Laufräder aus Kanada steht ein grundsolider Laufradaufbau samt sehr guter Steifigkeitswerte. Trotz des stattlichen Gewichts von fast zwei Kilo für den Satz macht die Felge Tempo: In Sachen Beschleunigung gehört das Race-Face-Rad zu den besten im Alu-Testfeld. Auch daher ein Kauftipp!
  • Testurteil: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Kauftipp)

Shimano Deore XT WH-M8120

  • Preis pro Paar: 430 Euro
  • Gewicht v./h.: 933 g/1079 g
  • max. Systemgewicht: keine Angabe
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Alu/Stahl 30/30 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/28, zweifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: CL / MS
  • Lieferumfang: TL-Band, TL-Ventile
  • Gewicht: 2012 g
  • Testfazit: Günstig, aber gut! Shimanos XT-Laufradsatz schlägt sich trotz preislichem Respektabstand zur Konkurrenz wacker. Der Aufbau der Laufräder ist sehr gut, die Steifigkeitswerte sind mit Crankbrothers die besten im Test. Lediglich bei der Trägheitsmessung und dem Gewicht fällt das XTRad zurück.
  • Testurteil: Gut

Spank 350 Vibrocore

  • Preis pro Paar: 699 Euro
  • Gewicht v./h.: 917 g/1119 g
  • max. Systemgewicht: keine Angabe
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Alu/Stahl 30/30 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/28, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110, 20 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148, 12 x 150/157 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: 6-Loch / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Band/-Ventile, Speichen, Nippel
  • Gewicht: 2036 g
  • Testfazit: Die Spank-Räder besitzen eine Schaumstoff-Schicht in der Felge, die Vibrationen dämpfen soll. Generell eher schwerer, "nur" gut zu beschleunigender Satz, dessen Hinterrad die schlechtesten Seitensteifigkeiten im Test zeigt. Per se sehr gut aufgebaut, aber mit etwas zu viel Seitenschlag vorne und hinten nach Belastung. Knapp "gut".
  • Testurteil: Gut

Veltec ETR Extradrei

  • Preis pro Paar: 549 Euro
  • Gewicht v./h.: 827,5 g/964,5 g
  • max. Systemgewicht: keine Angabe
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Alu/Stahl 30/30 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 32/32, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: QR, 15 x 100, 15 x 110, 20 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: QR, 12 x 142, 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: 6-Loch / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Band
  • Gewicht: 1792 g
  • Testfazit: Veltecs Satz ist perfekt aufgebaut und zeigt das geringste Gesamtgewicht im Alu-Testfeld. Auch der Wert bei der Trägheitsmessung ist im Vergleich Spitze. Die Seitensteifigkeiten sind ebenfalls bar jeder Kritik, nur die (weniger wichtige) Torsionssteifigkeit ist nicht top. Preiswert, auch in alten Standards erhältlich!
  • Testurteil: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Testsieger)

Die Carbon-Laufräder im Detail

Hier werden die getesteten Carbon-Laufräder genauer betrachtet:

Acros Enduro-Carbon-LRS 29"

  • Preis pro Paar: 1199 Euro
  • Gewicht v./h.: 731 g/819 g
  • max. Systemgewicht: keine Beschränkung
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Carbon/Stahl 29/29 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/28, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 100, 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 142, 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: 6-Loch, CL / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Band, TL-Ventile, Inbus
  • Gewicht: 1550 g
  • Testfazit: Acros liefert mit dem Enduro-Laufradsatz ein mit 1550 g superleichtes und klasse aufgebautes Paar Carbon-Rundlinge. Die Steifigkeiten liegen ebenso in allen Bereichen auf sehr gutem Niveau. Toll für Nachrüster: Der auch preislich äußerst attraktive Satz aus Baden-Württemberg ist auch für Non-Boost erhältlich.
  • Testurteil: Überragend (MOUNTAINBIKE-Testsieger)

Crankbrothers Synthesis Enduro Carbon

  • Preis pro Paar: 1699 Euro
  • Gewicht v./h.: 829 g/1017 g
  • max. Systemgewicht: keine Angabe
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Carbon/Stahl 31/29 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/32, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: 6-Loch / XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Band, TL-Ventile
  • Gewicht: 1846 g
  • Testfazit: Die Synthesis sind die schwersten und "langsamsten" Kohlefaser-Räder im Test. Dafür sind die Crankbrothers rundherum sehr gut aufgebaut, und sie glänzen dank massiver Bauweise mit nahezu perfekten Seitensteifigkeiten. Vorne mit breiterer Maulweite als hinten, dort dafür mit 32 Speichen extra stabil aufgebaut.
  • Testurteil: Sehr gut

DT Swiss XMC 1501 Spline One

  • Preis pro Paar: 1599 Euro
  • Gewicht v./h.: 766 g/863 g
  • max. Systemgewicht: 120 g
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Carbon/Stahl 30/30 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/28, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: CL / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Band/-Ventile, MS-Freilauf
  • Gewicht: 1629 g
  • Testfazit: Die Schweizer punkten bei ihrem Carbon-Modell mit perfektem Aufbau und niedrigem, wenn auch nicht superleichtem Set-Gewicht. Die Steifigkeiten liegen auf sehr gutem Niveau, und wie (fast) alle Carbonis im Test beschleunigen die DTs super. Gibt es auch als XRCVariante für Cross-Country und als EXC (Enduro).
  • Testurteil: Überragend

Newmen Advanced SL A.30

  • Preis pro Paar: 1450 Euro
  • Gewicht v./h.: 715 g/864,5 g
  • max. Systemgewicht: 125 g
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Carbon/Stahl 29/29 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/28, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: CL / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: TL-Band, TL-Kit von Milkit
  • Gewicht: 1579,5 g
  • Testfazit: Optisch macht Newmens superleichter Carbon-Satz mit den silbern glänzenden Naben eine Menge her. Die Laufräder beschleunigen nur minimal schlechter als Testsieger Acros, auch beim Aufbau gibt es keinen Grund zur Kritik. Aufgrund der etwas schlechteren, aber immer noch sehr guten Steifigkeiten "nur" Zweiter.
  • Testurteil: Überragend (MOUNTAINBIKE-Kauftipp)

Race Face Next R31

  • Preis pro Paar: 1699 Euro
  • Gewicht v./h.: 816 g/912 g
  • max. Systemgewicht: keine Beschränkung
  • Material Felge/Speiche Maulweite v./h.: Carbon/Stahl 31/31 mm
  • Speichenanzahl, Art der Einspeichung: 28/28, dreifach gekreuzt
  • Achsstandards vorne: 15 x 110 mm
  • Achsstandards hinten: 12 x 148, 12 x 157 mm
  • Disc-Aufnahme/Freilauf: 6-Loch / MS, XD, HG
  • Lieferumfang: -
  • Gewicht: 1728 g
  • Testfazit: Wie Crankbrothers setzt auch Race Face eher auf Stabilität denn auf ausgewiesenen Leichtbau. Dafür überzeugt der Aufbau der breiten Felgen, auch die ermittelten Steifigkeitswerte des teuren Next-R-Satzes sind durch die Bank sehr gut. Lässt sich zudem Carbon-typisch prima beschleunigen.
  • Testurteil: Sehr gut

Warum Laufräder ein ideales Tuning sind

Laufräder sind ein ideales Tuning, weil sie, wenn hochwertig, nur positive Effekte bringen. Sie sparen Gewicht und damit Massenträgheit, was das Bike leichter, agiler im Handling und spurtfreudiger macht. Gleichzeitig gehen sie in Sachen Steifigkeit und Langlebigkeit keinerlei Kompromisse ein. So zumindest das Versprechen.

Leicht und mit viel Speed

Die getesteten Laufräder weisen zumeist attraktive Gewichte auf, die deutlich unter denen eines "08/15-Satzes" in einem 3000-Euro-Fully liegen dürften. Logo, die Carbonis wiegen dabei weniger als die Alu-Modelle: im Schnitt 265 g pro Satz. Wobei die beiden Kohlefaser-Wheels von Acros und Newmen mit unter 1600 g Paargewicht echte Traumwerte erreichen - bei voller Enduro- und hoher Gewichtsfreigabe (Acros nennt gar keine Beschränkung).

Dass auch Alu leichte Laufräder erlaubt, zeigen Newmen und Veltec, deren Sätze auf je rund 1800 g kommen - klasse. Mit den Alu-Rädern von Crankbrothers, Shimano und Spank überbieten drei Sätze jedoch die kritische Zwei-Kilo-Marke. Das passt zur jeweiligen Philosophie der Hersteller (robust, komfortabel, langlebig ...), geht aber kaum als Gewichts-Tuning durch und hat entsprechend Punktabzüge zur Folge.

In der Regel trifft dies zu: Je leichter, desto beschleunigungsfreudiger. Aber auch sehr schwere Laufräder können eine vergleichsweise geringe Massenträgheit aufweisen. Denn es kommt vor allem auf das Gewicht der Felge an, da diese bei der Rotation den längsten Weg zurücklegt. Eine schwere (robuste) Nabe fällt buchstäblich nicht so sehr ins Gewicht.

Beispiel: Der Race-Face-Aeffect-Satz wiegt fast zwei Kilo, rollt aber dennoch bei den Alu-Modellen am drittschnellsten durch die Lichtschranke und ist damit flotter.

29 Zoll Laufräder - Vorteile

Die großen 29 Zoll Laufräder bringen bei der Fahrt mehr Laufruhe und der Fahrer hat ein sicheres Gefühl. Die Fahrt wird sanfter, der Laufradsatz hat mehr Bodenkontakt und dadurch eine bessere Traktion. Ein Twentyniner Laufrad macht dein Bike pfeilschnell, schafft Höchstgeschwindigkeiten und ist verglichen mit den anderen Laufradgrößen der Champion in der Endgeschwindigkeit. Bei keiner anderen Laufradgröße ist die Reduktion von rotierender Masse so stark spürbar wie bei einem 29 Zoll Laufrad.

Konfiguriere dir deinen neuen leichten MTB 29" Laufradsatz mach den Test und spüre den Unterschied. Die Laufräder sind das zentrale Element, wenn es um die Fahrqualität geht. Kein Wunder, sie sind für die Kraftübertragung von den Pedalen auf den Untergrund zuständig. Die Auswahl deiner Laufräder sollte sich je nach Fahrstil, Terrain und bevorzugte Fahrdisziplin richten. Neue, teure MTB-Laufräder müssen nicht immer sein - mit dem Wissen dieses Ratgebers kannst du das Maximale aus deinen aktuellen Laufrädern herausholen!

Laufrad: Der Aufbau

Ein Fahrradlaufrad besteht aus vier Hauptkomponenten, die alle einen Einfluss auf das Gewicht, die Leistung und die Haltbarkeit haben.

  1. Felge: Die Felge befindet sich an der Außenseite des Laufrads und hat bei den meisten Mountainbike-Laufrädern die Aufgabe, den Reifen zu halten. Die Breite der Felge wirkt sich auf die Reifenbreite aus, was sich erheblich auf die Kontrolle des Fahrers und den Grip auf dem Trail auswirken kann.
  2. Nabe: Die Nabe befindet sich in der Mitte des Rades und bildet die Drehachse. In jeder Nabe, vorne und hinten, befindet sich die Achse, die das Rad mit dem Fahrrad verbindet. Am Hinterrad verfügt die Nabe über eine Verzahnung, in die eine Kassette eingreift. Alle Mountainbike-Laufräder verfügen über eine Hinterradnabe mit einem Freilaufmechanismus, der es dem Rad ermöglicht, im Leerlauf zu fahren.
  3. Speichen: Das Material, das Nabe und Felge miteinander verbindet. Mehr Speichen bedeuten in der Regel ein stärkeres Laufrad, was jedoch mit einem Gewichtsnachteil einhergeht.
  4. Nippel: Die Speichen werden mit einer speziellen Mutter, dem Nippel, am Laufrad befestigt. Nippel sind wichtig, um die Speichenspannung zu regulieren, die ein Laufrad "ausrichtet", d. h. es gerade macht, wenn es sich dreht.

Felgen-Material

Die meisten Einsteiger- und Mittelklasse-Laufräder sind mit Aluminium-Felgen unterschiedlicher Qualität ausgestattet, während hochwertige Laufräder in der Regel Felgen aus Carbon haben, die das Gewicht reduzieren und gleichzeitig die Steifigkeit erhöhen.

  • Aluminium: ist das beliebteste Felgenmaterial für Mountainbike-Laufräder der Einstiegs- und Mittelklasse. Das liegt vor allem daran, dass es viel billiger in der Herstellung ist. Obwohl es die günstigere Alternative ist, gibt es immer noch eine Reihe von Vorteilen, vor allem die Nachgiebigkeit oder der Komfort, den Leichtmetallfelgen auf dem Trail bieten.
  • Carbon: erfreuen sich Laufradsätze aus Carbon in allen Mountainbike-Disziplinen immer größerer Beliebtheit. Das liegt vor allem an den sinkenden Preisen und dem besseren Verhältnis zwischen Steifigkeit und Gewicht sowie der höheren Festigkeit, die sie bieten. Der Nachteil dieser erhöhten Steifigkeit ist, dass sie in der Regel auf Kosten des Komforts geht und die Fahrer gezwungen sind, die Einstellungen von Reifen und Federung entsprechend zu ändern.

Reifentypen

Es lohnt sich, die zwei verschiedenen Reifentypen zu kennen, die auf ein Rad passen. Sie benötigen eine bestimmte Felge. Mountainbike-Reifen sind entweder Drahtreifen oder Tubeless-Reifen und auf dem Laufrad ist angegeben, mit welchem Reifen es kompatibel ist.

  • Drahtreifen: Sie sind häufig bei Fahrrädern der Einstiegsklasse zu finden. Drahtreifen benötigen einen Schlauch, um die Luft aufzupumpen und zu halten.
  • Tubeless: Wie der Name schon sagt, benötigen schlauchlose Reifen keinen Schlauch, sondern verlassen sich auf enge Toleranzen und Luftdruck, um eine luftdichte Abdichtung zu schaffen.

Gewicht

Das Gewicht eines Laufradsatzes kann eine Reihe von Auswirkungen darauf haben, wie sich dein Fahrrad auf dem Trail anfühlt: Handling, Festigkeit und Komfort.

Da es eine Reihe von Disziplinen gibt, die unter das Dach des Mountainbike-Sports fallen, erfordern verschiedene Fahrstile Laufräder mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Für Rennfahrer oder Fahrer, die häufig bergauf fahren, ist die Investition in einen leichten Laufradsatz sicherlich eine Erleichterung, während Enduro- und Downhill-Fahrer wahrscheinlich eher von einem schwereren, stärkeren Laufradsatz profitieren werden. Unabhängig davon, welchen Fahrstil du bevorzugst, muss beachtet werden, dass die Gewichtsreduzierung oft auf Kosten der Gesamtstärke und Haltbarkeit geht - zwei Punkte, die man auf dem Trail nicht außer Acht lassen sollte.

Radabmessungen: Größe, Breite und Tiefe

Es gibt drei Hauptgrößen von Mountainbike-Laufrädern, die an den meisten neuen Mountainbikes zu finden sind:

  • 26-Zoll-Laufräder: waren die ursprüngliche Laufradgröße für Mountainbikes und werden auch heute noch häufig verwendet, da sie wendig und leicht sind.
  • 27,5-Zoll-Laufräder: die auch als 650B-Laufräder bezeichnet werden, haben in den letzten Jahren die 26-Zoll-Laufräder im Wesentlichen als Norm abgelöst und bieten etwas bessere Überrollfähigkeiten, Traktion und Luftvolumen als 26-Zoll-Laufräder. 27,5-Zoll-Laufräder sind leichter, stabiler und in der Regel wendiger als 29-Zoll-Laufräder, so dass sie je nach Art des Fahrens eine gute Wahl sein können.
  • 29-Zoll-Laufräder: auch "29er" genannt, bieten dank ihrer größeren Größe und ihres größeren Luftvolumens mehr Traktion, ein besseres Überrollverhalten bei technischen Hindernissen und ein ruhigeres Fahrgefühl. 29er-Laufräder sind in vielen Mountainbike-Disziplinen die beliebteste Wahl geworden.

Der Trend geht zu breiteren Felgen, was den Komfort durch ein größeres Luftvolumen im Reifen erhöht. Dies geht einher mit der Umstellung auf größere Reifen, die das Überrollverhalten, die Traktion und die Kontrolle verbessern sollen, da sie mit einem niedrigeren Druck gefahren werden können.

Die Tiefe der Felge wirkt sich auf die Seitensteifigkeit des Laufrads und das Fahrverhalten des Fahrrads aus. Im Gegensatz zu ihren Vettern auf der Straße ist die Felgentiefe nicht so sehr ein Knackpunkt, da die aerodynamischen Vorteile eines tieferen Laufradsatzes nicht so sehr im Vordergrund stehen.

Speichen

Die Gesamtzahl, die Form und das Material der Speichen an einem Laufrad variieren. Eine hohe Speichenanzahl (viele Speichen) erhöht die Robustheit und Langlebigkeit des Laufrads, bringt aber auch einen Gewichtsnachteil mit sich.

Normale Stahlspeichen sind entweder "straight pull" oder "J-bend". Speichen mit geradem Zug haben keine Biegung am Kopf und erfordern spezielle Naben. Speichen mit J-Biegung sind die traditionellere Variante mit einer 90-Grad-Biegung am Nabenende, die wie ein "J" aussieht.

Naben

Die Naben sind ein wichtiger Bestandteil. Sie sind der Ankerpunkt für die Speichen und ermöglichen das Drehen der Räder. Während Vorderradnaben in der Regel recht einfach sind, sind Hinterradnaben komplexer und verfügen über eine Freilaufnabe. Die Freilaufnabe erfüllt zwei Funktionen: Sie treibt das Hinterrad an und ermöglicht den Freilauf.

SRAM vs. Shimano: Die Unterschiede

SRAM bietet eine Mischung aus 11- und 12-Gang-Gruppen an, für die ein spezieller Freilauf (XD Driver Body) an der Hinterradnabe erforderlich ist, um die dazugehörigen 10-42er oder 10-50er Kassetten zu verwenden. Einfach ausgedrückt, ermöglicht ein XD Driver die Verwendung eines Ritzels, das kleiner ist als ein 11T auf einer Kassette - das kleinste, das herkömmliche Shimano-Freiläufe aufnehmen können.

Alle Mountainbike-Kassetten mit dem kleinsten Ritzel von 11T, egal ob acht, neun, zehn oder elf Gänge, passen auf den Standard-Freilaufkörper mit Shimano-Keilnaben. Es ist jedoch erwähnenswert, dass Shimano derzeit der einzige Hersteller ist, der bei seinen Laufradsätzen KEINE Kompatibilität mit dem XD Driver Body anbietet. Das bedeutet, dass Sie Shimano-Naben/Laufräder am besten meiden sollten, wenn Sie planen, eine 1x SRAM-Gruppe zu verwenden.

6 Loch vs. Center Lock

Die beiden Designs der Scheibenbremsscheiben sind weitgehend identisch und erfüllen die gleiche Funktion, aber es ist die Art und Weise, wie sie an der Nabe befestigt werden, die die beiden Designs voneinander unterscheidet.

  • 6-Loch-Rotoren: werden mit sechs Schrauben an der Nabe befestigt.
  • Center Lock-Rotoren: werden direkt an einer Verzahnung der Nabe befestigt und mit einem speziellen Sicherungsring gesichert.

Es ist auch möglich, 6-Loch-Rotoren mit Centre-Lock-Naben zu verwenden, wenn man einen Adapter verwendet.

Engagement Speed

Engagement Speed bezieht sich darauf, wie schnell der Ratschenmechanismus des Hinterradfreilaufs aktiviert wird, wenn du nach dem Ausrollen in die Pedale trittst. Das Engagement wird in der Regel in Grad gemessen.

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