Das Laufrad ist das ideale Kinderfahrzeug, um den Gleichgewichtssinn und die Körperbeherrschung möglichst früh zu trainieren. Damit legst du die perfekte Grundlage für den späteren Umstieg auf ein Fahrrad. Doch welches Laufrad ist das richtige? Wir stellen dir in diesem Ratgeber die besten Produkte vor und zeigen dir, worauf du beim Kauf achten solltest.
Was ist ein Laufrad und ab wann ist es geeignet?
Kinder können etwa ab dem 2. Lebensjahr mit dem Laufrad fahren beginnen. Für kleinere Kinder gibt es Laufräder, die über 3 oder 4 Räder verfügen, sodass das Kind selber nicht das Gleichgewicht halten muss. Ab dem 2. Lebensjahr eignet sich ein Laufrad, mit dem das Kind den Gleichgewichtssinn trainiert.
Laufrad aus Holz oder Metall - Eine Frage der Präferenz
Bei baby-walz hast Du die Wahl zwischen zwei Varianten: Das neue Laufrad kann entweder aus Holz gefertigt sein oder ist in einer Ausführung mit Metallrahmen erhältlich. Je nach Situation und Verwendung haben beide Formen ihre Vorzüge.
Wenn Du für Dein Kind ein neues Laufrad kaufen möchtest, stehen Dir zwei verschiedene Typen zur Auswahl bereit: Neben den Modellen von HUDORA oder KETTLER, die einen Metallrahmen besitzen, gibt es auch die Variante Holzlaufrad bei uns im Shop, beispielsweise von GEUTHER oder PINOLINO.
Vorteile von Holzlaufrädern
- Holzlaufräder sind meist schon für sehr kleine Kinder geeignet.
- Ein Laufrad aus Holz ist in der Regel in allen Größen erhältlich.
- Bei der Herstellung von Holzlaufrädern werden oft hochwertige Hölzer wie Fichte oder Kiefer verwendet.
- Damit das Laufrad vor Splittern verschont bleibt, werden die Holzlaufräder in der Regel lackiert.
- Holzscheiben anstatt Speichen verringern die Verletzungsgefahr bei den Kindern.
- Laufräder aus Holz sind bei den Kindern sehr beliebt.
Viele Eltern empfinden ein Holzlaufrad zudem auch als besonders schön und nachhaltig. Nicht nur, weil es aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt ist, sondern auch weil das Design oft kindgerechter ist. Beim Laufrad aus Holz ist die gesamte Konstruktion meistens fest miteinander verbunden - Vorder- und Rückpartie bilden eine Einheit, der Lenker lässt sich gar nicht oder nur ein wenig einschlagen. Das bedeutet Stabilität, so dass die Kleinen sich auf das Ausbalancieren konzentrieren können. Auch beim Stürzen droht deshalb keine zusätzliche Gefahr durch hochstehende Griffe.
Nachteile von Holzlaufrädern
- Der größte Nachteil ist wohl, dass ein Holzlaufrad nicht mit dem Kind mitwächst.
- Sattel und Lenker sind nicht höhenverstellbar.
- Auch wenn sich unterschiedlich große Kinder ein Laufrad teilen sollen, ist es mit dem Holzlaufrad problematisch.
Früher galt der starre Sitz als gravierender Nachteil, doch mittlerweile bieten die Hersteller auch Holz-Laufräder, deren Sitze höhenverstellbar sind - und damit der Größe des Kindes angepasst werden können.
Vorteile von Metalllaufrädern
- Im Gegensatz zum Laufrad aus Holz kann bei der Variante aus Metall auch der Lenker in der Höhe verstellt werden, meistens sogar stufenlos.
- Metallkonstruktionen punkten zudem mit besserer Lenkbarkeit und - bei ausgewählten Modellen - auch mit Hinterrad-Federung.
Neben der Ergonomie bestehen Metall-Laufräder auch in Fragen des Gewichts den Vergleich. Selbst wenn der Rahmen aus Stahl gefertigt ist, sind solche Ausführungen für kleine Kinder immer etwas leichter als vergleichbare Holz-Modelle. Bei größeren Kindern ist der Gewichtsunterschied nicht mehr so relevant, aber bei den Kleinen, die ihr Laufrad wieder selbst aufrichten wollen, macht sich jedes Pfund weniger positiv bemerkbar.
Nachteile von Metalllaufrädern
- Für preisbewusste Eltern ist die Variante mit Metallrahmen ebenfalls interessant. Denn die Kosten für so ein Modell liegen im Schnitt unter denen für Holz-Laufräder.
Weitere Aspekte bei der Wahl des Laufrads
Es gibt zwar unterschiedliche Größen bei Laufrädern - ähnlich, wie auch bei Fahrrädern. Bei Laufrädern gibt es in der Regel drei verschiedene Varianten von Reifen: Schaumgummi-, Vollgummi- oder Luftreifen. Der Rahmen eines Laufrads besteht in der Regel aus Metall, Kunststoff oder Holz. Achte auf entsprechende Gütesiegel. Das GS-Zeichen gibt beispielsweise an, dass das Produkt den Anforderungen im Rahmen der Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Reflektoren und auffällige Farben stellen sicher, dass das Kind im Straßenverkehr sofort wahrgenommen wird.
Wichtige Tipps & Tricks
- Wie beim Fahrrad gehört auch ein Helm zur Grundausstattung dazu.
- Allerdings sollte in diesem Fall Dein Sprössling bereits in der Lage sein, seine Bewegungen zu koordinieren, und Geschwindigkeiten gut einschätzen können.
- Da die kleinen Rennfahrer bereits mit wenig Übung hohe Geschwindigkeiten erreichen können, ist es wichtig, eine sichere Umgebung für das Ausfahren zu finden.
- Integrierte Bremsen sind für Fahranfänger noch zu verwirrend, deshalb solltest Du mit Deinem Kind das Anhalten mit dem Fuß üben.
- Auch damit Störungen oder Barrieren leicht umfahren werden können, sollte die Größe der Laufräder mit den Körpermaßen Deines Nachwuchses übereinstimmen.
- Je besser zudem die Federung des Hinterrades ist, desto weniger wird das Kind durch Erschütterungen und Stöße aufgrund von Straßenunebenheiten belastet.
- Auch Luftreifen sind mit Blick auf den Fahrkomfort vorteilhafter als Hartgummi-Ausführungen, da sie geländegängiger und sanfter im Abrollen sind.
Die richtige Laufrad Größe
Dies hängt natürlich maßgeblich von der Größe und dem Alter deines Kindes ab. Richtige Laufräder können ab etwa 2 Jahren genutzt werden. Einige Hersteller bieten aber bereits für 1 jährige Laufräder an, die mit 3 oder 4 Rädern ausgestattet sind und somit noch nicht voraussetzen, dass das Kind das Gleichgewicht selber halten muss.
Auf dem Laufrad sitzend, sollte das Kind mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen. Idealerweise sind die Beine leicht angewinkelt. Ein niedriger Einstieg erleichtert das Auf- und Absteigen. Der Lenker ist so eingestellt, dass das Kind möglichst gerade auf dem Rad sitzt.
Ist eine Bremse notwendig?
Gerade für ältere Kinder, die sehr schnell mit dem Laufrad unterwegs sind, macht eine Bremse durchaus Sinn. Mit Hilfe der Bremse lässt sich das Laufrad viel einfacher und sicherer stoppen, als dies nur mit den Füßen machbar wäre. Kleine Kinder sind mit der Bedienung einer Bremse aber eher überfordert. Hier sollte man auf die Bremse lieber verzichten.
Sicherheit geht vor
Zum Laufrad gehört immer und grundsätzlich ein Fahrradhelm, der auch getragen werden muss. Das ist wichtig und hat nichts mit der Fahrfähigkeit der Kinder zu tun, sondern mit der Geschwindigkeit, die andere Verkehrsteilnehmer vorgeben. Selten sind Fahrrad- und Laufradunfälle bei Kindern selbstverschuldet.
Ein sicheres Laufrad hat einen Sitz, der fest verschraubt ist, robuste Räder und einen Schutz am Lenker, der Stürze nach vorne leicht abfedert. Außerdem sind Bremse, Klingel, Lichter und Spielzeugkörbe für Fahranfänger ein Sicherheitsproblem: Sie lenken ab. Manche Laufräder erlauben das Nachrüsten von Bremsen (bitte auf Kompatibilität achten), und eine Fahrradklingel kann man jederzeit dazukaufen und befestigen.
Empfehlenswerte Hersteller
Puky ist einer der beliebtesten Hersteller bei Laufrädern. Puky ist ein sehr erfolgreicher Hersteller von Laufrädern. Die Produkte sind sehr hochwertig und bieten eine perfekte Kombination von Preis und Leistung. Für Kinder ab 3 Jahre bietet PUKY sehr viele unterschiedliche Modelle an. Für Kinder ab 2 Jahre, einer Schrittlänge von 30cm und einer Körpergröße von 85cm bietet sich das PUKY Laufrad LR M an. Wahlweise gibt es auch noch das etwas besser ausgestattete Plus-Modell PUKY Laufrad LR M Plus. Unter dem Namen „My First PUKY“ vertreibt Puky verschiedene Modelle für die ganz kleinen Kinder.
Natürlich gibt es neben Puky auch noch weitere Hersteller, die Laufräder produzieren. Weitere Hersteller von Laufrädern sind z.B. Hudora, JAKO-O, Kettler, Pinolino, Hauk, Rebel Kidz und Kiddimoto. Interessant ist auch, dass einige der Fahrradhersteller coole Laufräder bauen.
Preisentwicklung und Nachfrage
Idealo hat die Preisentwicklung für Laufräder ab August 2017 untersucht. Der Trend zeigt deutlich: Laufräder werden eher teurer. Lag der Jahresdurchschnittspreis 2017 noch bei 75 Euro, waren es 2018 knapp über 100 Euro. In den ersten vier Monaten des Jahres 2019 lag der Preis 20 Euro über dem Vorjahreszeitraum. Umso wichtiger für Eltern ist es also, den idealen Kaufzeitpukt abzupassen. Vorgängermodelle und das Ausweichen auf weniger gefragt Farb- und Designvarianten sind zwei Optionen.
So zeigen die Daten, dass vor allem jetzt im Frühjahr die Preise für Laufräder eher niedrig sind. Zeitgleich mit den niedrigen Preisen steigt die Nachfrage in den Frühlingsmonaten regelmäßig besonders an. Wenig überraschend, denn gerade in dieser Zeit zieht es viele Eltern nach draußen, um mit dem Nachwuchs die ersten Laufversuche auf dem Zweirad zu unternehmen.
Stiftung Warentest
Auch nicht ganz irrelevant für den Laufrad-Kauf ist für viele Eltern der objektive Test der in Frage kommenden Modelle. Die Stiftung Warentest nimmt Laufräder ebenso wie viele andere Produkte für Kinder besonders regelmäßig unter die Lupe. Somit ist auch derzeit ein aktueller Laufrad Test 2018 verfügbar. Viele Modelle mussten sich mit einer eher schlechten Note zufrieden geben. Allerdings waren es weniger Sicherheit und Handhabung, sondern Schad- und Giftstoffe, die zu den schlechten Noten führten.
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