Das Laufradfahren ist für Kinder oft der erste Schritt in die Welt des Fahrradfahrens. Es fördert die Balance, Koordination und das Selbstbewusstsein eurer Kleinen. Aber bevor ihr euren kleinen Entdecker auf das Laufrad lasst, gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit das Fahren sicher und spaßig wird.
Was braucht mein Kind zum Laufrad fahren?
Bevor euer Kind die ersten Abenteuer auf zwei Rädern erlebt, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Von der Wahl des richtigen Laufrads über die passende Schutzausrüstung bis hin zu praktischen Tipps für den Einstieg - in diesem Beitrag erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst, um eurem Kind einen sicheren und spaßigen Start ins Laufradfahren zu ermöglichen.
1. Das richtige Laufrad auswählen
Das Wichtigste ist natürlich das Laufrad selbst. Hier ist es entscheidend, dass das Laufrad gut zur Größe und zum Alter eures Kindes passt. Es sollte leicht genug sein, damit euer Kind es ohne Mühe manövrieren kann. Ein hochwertiges Laufrad wie das Vii Ulli Laufrad ist ergonomisch gestaltet und bietet genau die richtige Kombination aus Stabilität und Leichtigkeit.
Die richtige Größe hat ein Fahrrad, wenn das Kind aufrecht sitzend den Lenker bedienen und auf dem Sattel sitzend mit beiden Beinen bequem auf dem Boden stehen kann. So können Kids besonders am Anfang das Radfahren sicher üben.
Auch die richtige Reifengröße des Fahrrads sollte vor dem Kauf immer bedacht werden. Sie sollte sich stets an der Körpergröße des Kindes orientieren. Ab dem Alter von drei Jahren und einer Körpergröße von rund 90 Zentimetern kommt zum Beispiel ein Fahrradmodell mit 12-Zoll-Reifen infrage. Wichtig: das Rad vor dem Kauf im Fachhandel ausprobieren.
Eltern sollten ihrem Kind kein zu großes Fahrrad kaufen, nur damit es über einen längeren Zeitraum genutzt werden kann. Für den Spaß am Fahrradfahren ist das kontraproduktiv, und das Kind kann so keine Sicherheit beim Radfahren gewinnen.
Achte auf die motorischen Fähigkeiten deines Kindes und starte dann, wenn es wirklich bereit ist. Du kannst das Laufrad auch in Sichtweite stellen um so zu sehen, wann dein Kind Interesse am Laufrad zeigt.
Ein gut eingestelltes Laufrad erleichtert das Fahren lernen enorm. Wenn das Laufrad richtig eingestellt ist, fühlt sich dein Kind sicher und kann das Gleichgewicht viel leichter halten. Kinder wachsen oft schnell. Prüfe somit immer wieder, ob die Einstellungen noch passen.
2. Die passende Schutzausrüstung
Sicherheit steht an erster Stelle! Auch wenn das Laufradfahren vergleichsweise sicher ist, ist es wichtig, dass euer Kind gut geschützt ist. Ein gutsitzender Helm ist dabei unerlässlich. Achtet darauf, dass der Helm die richtige Größe hat und sicher verschlossen ist. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, Knie- und Ellbogenschoner zu besorgen, vor allem, wenn euer Kind gerne rasant unterwegs ist.
Wenn du von Beginn an darauf achtest, dass dein Kind beim Laufrad fahren einen Helm trägt, wird es sich daran gewöhnen und automatisch zum Helm greifen, sobald es auf ein Bike steigt.
Lass dein Kind den Helm selbst aussuchen - wenn es den Helm mag, wird es ihn lieber tragen!
3. Die richtige Kleidung
Die richtige Kleidung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Euer Kind sollte sich frei bewegen können und nicht durch zu enge oder unbequeme Kleidung eingeschränkt werden. Am besten eignen sich bequeme und wetterfeste Kleidungsstücke. Bei kühlerem Wetter sind Handschuhe und eine Mütze unter dem Helm sinnvoll, um das Kind warmzuhalten.
4. Der geeignete Ort zum Üben
Der Ort, an dem euer Kind das Laufradfahren übt, ist ebenso wichtig. Eine ebene, sichere und nicht zu belebte Fläche ist ideal für die ersten Versuche. Beginnt in eurem Garten, auf einem ruhigen Parkplatz oder auf einem wenig frequentierten Gehweg.
Kinder sind in geschützten Bereichen mit ihrem Laufrad am besten aufgehoben.
- eine freie Fläche neben dem Spielplatz
- eine überschaubare Parkanlage
- der ebene Waldweg
- ein leerer Parkplatz des Supermarktes zum Beispiel am Sonntagnachmittag.
5. Geduld und Ermutigung
Zu guter Letzt braucht euer Kind - und auch ihr als Eltern - die richtige Einstellung. Geduld und Ermutigung sind der Schlüssel. Lasst euer Kind in seinem eigenen Tempo lernen und gebt ihm die Zeit, die es braucht. Das Wichtigste ist, dass das Laufradfahren Spaß macht und euer Kind sich wohlfühlt.
Empfehlenswert ist, das Laufrad fahren lernen ganz ungezwungen erfolgt. Druck, das Kind zum Fahren zu bringen, ist fehl am Platz.
7 wichtige Übungen mit dem Laufrad
Mit den richtigen Übungen für das Laufrad Fahren ist Ihr Kind noch besser unterwegs auf 2 Rädern und deshalb geben wir Ihnen heute in diesem BLOG ein paar wichtige Trainingseinheiten mit an die Hand.
- Schwung holen und rollen, ohne den Boden zu berühren
- Geradeaus fahren, im Kreis fahren, eine Acht fahren
- Schnelles Bremsen auf Zuruf
- Bremsen und Anhalten an markierten Stellen (z. B. Straßenkreide-Linien)
- Slalom fahren um Hindernisse herum
- etwas vom Boden aufheben (z. B. Tischtennisbälle oder Wurfringe)
Laufrad Übungen, die auch mit mehreren Kindern gemacht werden können
- nebeneinander fahren
- hintereinanderfahren
- das vorfahrende Kind macht etwas vor, die anderen machen es nach
Laufrad fahren im Straßenverkehr - das sollte Ihr Kind vorher können & wissen
Da kleine Kinder Gefahrensituationen kaum überblicken können und nicht schnell genug reagieren, im Fall der Fälle verlieren sie noch oft die Kontrolle über ihr Laufrad. Aus diesem Grund dürfen sie nur fernab der Straße mit ihrem Laufrad fahren.
In verkehrsberuhigten Wohngebieten, wie Spielstraßen, dürfen Laufrad Fahrer zwar auch allein, aber nur in Schrittgeschwindigkeit unterwegs sein. In Begleitung Erwachsener dürfen sie immerhin auf Gehwegen und in Fußgängerzonen mit dem Laufrad fahren.
Wichtig: bleiben Sie immer neben Ihrem Kind und erlauben Sie nicht, dass Ihr Kind schon eine weite Strecke vorausfährt. Außerdem müssen auch die Kleinen Rücksicht auf andere Fußgänger nehmen. Auf der Straße (auch bei einer Überquerung) ist das Fahren mit dem Laufrad tabu! Nehmen Sie dazu das kleine Kinderfahrzeug lieber hoch (es gibt auch praktische Tragegurte) und überqueren Sie mit Ihrem Kind an der Hand die Straße. Trainieren Sie frühzeitig, dass Ihr Kind in der Nähe einer Straße und vor dem Überqueren lieber absteigt.
Wo gehe ich und wo darf ich fahren?
Erläutern Sie Ihrem Kind, dass es getrennte Wege für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gibt. Daher geht man auf dem Gehweg auch immer auf der anderen, der sicheren Seite - möglichst weit entfernt vom Bordstein.
Wie überquere ich eine Straße?
Überqueren Sie mit Ihrem Kind gemeinsam die Fahrbahn immer an gesicherten Stellen, also an Ampeln oder Zebrastreifen. Sollte das nicht möglich sein, gehen Sie bestenfalls bis zur nächsten Kreuzung und achten Sie darauf, dass sie gut sichtbar sind. Schauen Sie links, rechts, links, suchen Sie gegebenenfalls Blickkontakt mit Autofahrern, damit diese anhalten und wechseln Sie die Straßenseite mit Ihrem Kind gerade und zügig.
Was bedeutet die Ampelfarbe?
Bei Grün gehen, bei Rot stehen! Das ist ein wichtiger Merksatz für die Kinder. Erläutern Sie Ihrem Kind, warum es auch bei grünem Signal nochmal nach links und rechts schauen sollte.
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