Laufrad für Senioren: Vorteile und Nachteile

Wenn man über Mobilitätswende und neuartige Fahrzeuge nachdenkt, fällt wohl den wenigsten spontan ein Laufrad für Erwachsene ein. Denn dieses Gefährt assoziiert jeder zunächst einmal mit Kleinkindern im Vorschulalter. Doch wenn die Einsatzbedingungen stimmen, ist ein Laufrad auch für Erwachsene eine interessante Alternative zu Fahrrad, Tretroller, E-Scooter, Rollator oder Therapie-Fahrzeug.

Was ist ein Laufrad für Erwachsene?

Ein Laufrad ist ein Fahrrad ohne Antriebssystem, also ohne Tretkurbelsatz, Tretlager, Schaltung, Zahnräder und Kette. Der Vortrieb entsteht durch wiederholtes Abstoßen der Füße auf dem Boden, ähnlich wie beim Tretroller, eben nur beidbeinig. Im Vergleich zum Fahrrad steht der Sattel tiefer und die Laufräder fallen im Durchmesser kleiner aus. Das reduziert auch das Gewicht und macht das Gefährt “tragfähiger”.

Es gibt auch schon elektrische Laufräder und geländegängige Ausstattungen. Und es ist zu erwarten, dass sich das Laufrad als Gehhilfe, Verkehrsmittel und Sportgerät weiter ausdifferenziert, sobald das Interesse der Verbraucher groß genug ist.

Verkehrsrechtliche Einordnung von Laufrädern für Erwachsene

Ein Laufrad gilt nicht als “Fahrrad”, weil es nicht durch “Pedale oder Handkurbeln” angetrieben wird: StVZO §63a: (1) “Ein Fahrrad ist ein Fahrzeug mit mindestens zwei Rädern, das ausschließlich durch die Muskelkraft … mithilfe von Pedalen oder Handkurbeln angetrieben wird.”

Das Laufrad gleicht tatsächlich eher einem Roller (Sitzroller), weil es durch “wiederholtes Abstoßen mit dem Fuß” vorangetrieben wird und zählt somit zu den “besonderen Fortbewegungsmitteln”, die dem Fußgänger gleichgestellt sind: StVO, §24 Besondere Fortbewegungsmittel (1): “…, Roller, Kinderfahrräder, … und ähnliche nicht motorbetriebene Fortbewegungsmittel (“also auch Laufräder”) sind nicht Fahrzeuge im Sinne der Verordnung. Für den Verkehr mit diesen Fortbewegungsmitteln gelten die Vorschriften für den Fußgängerverkehr entsprechend.”

Das Laufrad benötigt auch nicht zwingend eine straßentaugliche Ausstattung (Bremsen, Beleuchtung, Reflektoren, Klingel): StVZO, §16 (2): “…, Roller, Kinderfahrräder und ähnliche nicht motorbetriebene … Fortbewegungsmittel mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 6 km/h sind nicht Fahrzeuge im Sinne dieser Verordnung.”

Mit der Benutzung von Laufrädern bist du also dem Fußgänger gleichgestellt. Du darfst/musst infolgedessen Gehwege benutzen, Straße und Radweg sind nicht erlaubt. Und ob du Bremsen, Beleuchtung und Klingel am Laufrad für sinnvoll erachtest, kannst du nach eigenem Ermessen entscheiden.

Sogar die Mitnahme von Anhängern dürfte erlaubt sein, denn maßgeblich für die Einordnung des Anhängers ist immer die verkehrsrechtliche Behandlung des Zugfahrzeugs. So wäre folglich ein Laufrad mit Anhänger in der Fußgängerzone erlaubt.

Vorgaben und Pflichten

Um die Gefährdung anderer Passanten zu vermeiden, solltest du dich mit einem Laufrad in jeder Situation mit angemessener Geschwindigkeit bewegen und immer in Bremsbereitschaft sein. Insbesondere Abfahrten auf Gefällestrecken erfordern in dieser Hinsicht ein hohes Maß an Selbstdisziplin.

Auch wenn Bremsen, Klingel und Beleuchtung nicht vorgeschrieben sind: Schaden tun sie nicht. Im Gegenteil: In kritischen Situationen spenden sie zusätzliche Sicherheit und reduzieren das Risiko der Selbstgefährdung.

Aus dem aktuellen Verkehrsrecht ist nicht eindeutig zu entnehmen, ob ein zurückgebautes Fahrrad auch noch als Laufrad gilt und wenn ja, ab wann: Reicht es, die Pedale zu demontieren oder müssen tatsächlich alle Antriebs-Komponenten (Kette, Tretkurbeln, Kassette, Schaltwerk, Umwerfer, Bremsgriffe, Bowdenzüge, Tretlager, usw.) entfernt werden?

Unsere Empfehlung: Um in Verkehrskontrollen erst gar keine Zweifel aufkommen zu lassen, solltest du tatsächlich alle erwähnten Komponenten abmontieren. Wie werden im Schadensfall die Versicherungen entscheiden? Bei welchem Verhalten wird dem Laufrad-Benutzer dann eine Verletzung seiner Pflichten zur Last gelegt, wenn er ja (siehe oben) als Fußgänger betrachtet wird?

Du solltest dein Laufrad also stets defensiv und mit höchster Aufmerksamkeit bewegen. Hält sich nicht jeder Laufrädler konsequent an diese Regeln, ist es aus unserer Sicht nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Laufrad-Unfälle mit Personenschaden zu einer verstärkten Aufmerksamkeit führen, die dann spätestens auf dem jährlichen Verkehrsgerichtstag in Goslar in die Empfehlung zu schärferen Regeln für den Betrieb von Laufrädern münden.

Der Einsatzbereich für Laufräder

Mit der Entbehrung der Komponenten Tretkurbelsatz und Schaltung reduziert sich das Einsatzgebiet der Laufräder auf kurze Strecken und ebenes Gelände. Aber genau dort spielt ein Laufrad eben auch seine Vorteile aus:

  • Weil du mit dem Laufrad die Gehwege benutzt, bewegst du dich abseits des Straßenverkehrs und die Unfallgefahr ist deutlich geringer als per Fahrrad.
  • Fußgängerzonen und Waldwege sind ebenfalls erlaubt.
  • Für das Auf- und Absteigen sind keine akrobatischen Verrenkungen erforderlich. Damit eignet es sich hervorragend für Menschen mit Gehbehinderung oder Bewegungseinschränkungen.
  • Es gibt größere Barrierefreiheit als beim Fahrrad, weil Gewicht und Größe das Tragen erleichtern (z. B. an Treppen).
  • Die geringeren Außenmaße erleichtern auch die Stellplatzsuche.
  • Der Sattel nimmt das Körpergewicht auf, es entlastet also die Kniegelenke. Somit kann es therapeutischen Zwecken dienen und Arthrose hinauszögern.
  • Der Vortrieb erfolgt beidbeinig. Das ist ergonomischer als beim Roller und stärkt zudem Rumpfmuskulatur und Bindegewebe.

Versicherungsschutz beim Laufrad für Erwachsene

Weil das Laufrad dem Fußgänger gleichgestellt ist, bist du als Laufrad-Benutzer auch über deine Privathaftpflicht-Versicherung abgesichert wie ein Fußgänger. Wer absolut sicher gehen will, lässt sich die Laufrad-Nutzung im öffentlichen Raum als mitversicherte Handlung von seiner Versicherung schriftlich bestätigen.

Ob sich eine Versicherung gegen Diebstahl und Vandalismus lohnt, musst du selber beurteilen. Wir jedenfalls bezweifeln den Nutzen einer solchen Versicherung, weil heute schon eine Fahrrad-Versicherung nur noch bei wirklich teuren Fahrrädern Sinn macht.

Fahrrad zum Laufrad für Erwachsene umbauen

Natürlich kannst du ein Laufrad für Erwachsene kaufen. Da gibt es heute schon edle Modelle mit Carbonrahmen und ausgefallenem Rahmendesign. Aber diese Fahrzeuge haben eben auch ihren Preis. So kann ein solches Laufrad schnell 700 Euro kosten.

Aber es geht auch anders: Beschaffe dir ein Fahrrad in gutem Zustand aus zweiter Hand, gerne auch mit Verschleiß und Defekten an Schaltung oder Tretkurbelsatz und baue es zum Laufrad um. Dafür musst du lediglich alle Anbauteile und Komponenten demontieren, die du nicht benötigst: Kette, Tretkurbelsatz, Schaltung, usw.

Weil du beim Laufrad mit den Füßen Bodenkontakt benötigst, reichen ein kleiner Rahmen (Jugendfahrrad, BMX-Rad, usw.) und Laufräder mit 24” oder maximal 26”. Kleinere Laufräder reduzieren merklich den Komfort beim Abrollen auf groben Untergründen.

Und prüfe vor dem Umbau, ob sich die Sattelhöhe tatsächlich tief genug einstellen lässt. Achte auf eine ermüdungsfreie Greifposition. Insbesondere ältere Menschen werden sonst schnell mit Beschwerden (z. B. taube Hände oder Schulterschmerzen) konfrontiert. Das betrifft Lenker- und Vorbau-Geometrie inklusive der Bremsgriffe.

Kritisch ist die Beurteilung der Tragfähigkeit des Rahmens im Hinblick auf dein Körpergewicht. So sind Jugendfahrräder nicht für 100 oder 150 kg Körpermasse ausgelegt und dessen Rahmen könnten bei schweren Personen schnell an die Belastungsgrenze stoßen. Beurteile die für dich erforderliche Rahmen-Steifigkeit nach eigenem Ermessen.

Ob du noch Schutzbleche, Gepäckträger, Ständer und andere Anbauteile benötigst, kannst du selber entscheiden.

Laufrad vor Diebstahl schützen

Wenn du die allgemein anerkannten Empfehlungen zum sicheren Abschließen von Fahrrädern und E-Bikes schon kennst, dann weißt du, dass man am besten Vorderrad und Rahmen an einem festen Gegenstand (Geländer, Stange, Pfosten, usw.) anschließt.

Weil in der Rahmen-Konstruktion von käuflichen Laufrädern aber oft kein Rahmendreieck existiert, bleiben Vorderrad und möglicherweise auch Hinterrad ungesichert. Hier wäre eine Schnellspannachse zur Fixierung der Laufräder also keine glückliche Lösung, denn damit reduziert sich der Aufwand für einen Gelegenheitsdieb bei einem Laufrad auf wenige Sekunden.

Baue also um auf verschraubte Achsen oder ein codiertes System (z. B. Pitlock), wenn der Hersteller es nicht sowieso schon getan hat.

Baust du dagegen ein ausgedientes Fahrrad zum Laufrad um, stehen dir beide Rahmen-Dreiecke zur Verfügung und du kannst mindestens ein Laufrad gemeinsam mit dem Rahmen anschließen.

Verkehrsvorschriften für Laufräder in anderen Ländern

Im Ausland gelten andere Verkehrsgesetze. Und das Laufrad für Erwachsene wird dort unter Umständen völlig anderes eingestuft als im deutschen Verkehrsrecht. Darüber solltest du dich informiert haben, wenn du dein Laufrad auch in den Urlaub mitnimmst.

Das Laufrad als Seniorenfahrrad

Sport ist Mord? Im Gegenteil! Körperliche Betätigung sorgt nachweislich dafür, dass man auch mit den Jahren fit und gesund bleibt. Gerade das Seniorenfahrrad lässt sich dabei besonders gut in den Alltag integrieren, ermöglicht eine Vielzahl von Aktivitäten und schafft so eine hohe Lebensqualität. Lesen Sie hier, welche Vorteile das Radfahren im Alter hat und worauf Sie beim Radeln achten sollten.

Die Wahl des richtigen Seniorenfahrrads

Die Wahl des richtigen Seniorenfahrrads ist nicht immer einfach. Je nach persönlicher körperlicher Verfassung und Nutzung kommen verschiedene Seniorenrad Modelle in Frage. Die Auswahl ist dabei groß. Es finden sich Pedelecs, Dreirad für Erwachsene, Elektro Dreirad und normale Seniorenräder mit einem tiefen Einstieg.

Vorteile des Radfahrens im Alter

Beim Radeln ist man vielseitig gefragt: Treten, Lenken, abbiegen, auf Autos und andere Verkehrsteilnehmer achten und so weiter und so weiter. Viele altersbedingte Beschwerden können so gut angegangen werden. Durch das Radfahren werden Muskeln aufgebaut und die Koordinationsfähigkeit trainiert, so sinkt z.B. das Risiko für Stürze und Unfälle.

Radfahren im Alter kann also dazu beitragen, dass Sie Ihren Lebensabend noch lange genießen können. Einfach mal mit dem Seniorenfahrrad Einkaufen oder zu Terminen fahren statt immer mit dem Auto - der Umstieg aufs Radfahren zeigt schon bei kleinen Strecken große Effekte bei Senioren.

Wer als Verkehrsteilnehmer täglich 10 Minuten auf dem Drahtesel sitzt, kräftigt die Muskeln und steigert seine Durchblutung. Bei erhöhter Leistung steigen auch die positiven Auswirkungen. Ab 20 Minuten täglich Radfahren wird das Immunsystem gestärkt und nach 50 Minuten wird auch der Stoffwechsel angeregt.

Außerdem werden beim Radfahren die Gelenke geschont. Durch die sanfte und regelmäßige Bewegung des Pedaltretens verringert es den Knorpelabbau. Neben der Reaktionsfähigkeit und einem gesunden Herzen wirkt sich Radfahren im Alter besonders positiv aus in Bezug auf die 4 „K“: Kondition, Koordination, Kreislauf und Knochen.

Fest steht: Wer Radfahren im Alter betreibt, stärkt nicht nur körperliche und kognitive Fähigkeiten, sondern schont auch die Umwelt. Dabei bleibt Ihnen natürlich frei gestellt, ob Sie feste Trainingszeiten machen wollen oder ob Sie die sportliche Betätigung in ihre alltägliche Routine mit einbauen.

Tipps für sicheres Radfahren im Alter

Bevor Sie sich aufs Seniorenrad schwingen und möglicherweise bereits eine große Tour planen, sollten Sie einige Dinge beachten, so dass Sie im Straßenverkehr sicher auf dem Fahrrad unterwegs sind.

  • Damit ihre körperliche Fitness gestärkt werden kann, muss zunächst festgestellt werden, wie es um Sie bestellt ist. Dafür empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen und regelmäßig einen Gesundheitscheck durchzuführen.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Balance: Um das Unfallrisiko zu verringern, ist es wichtig, dass Sie das Gleichgewicht halten können.
  • Tragen Sie einen Helm: Dass der Kopf geschützt werden muss, ist wohl jedem klar.
  • Platzieren Sie die Einkaufstasche lieber in einem Korb oder in einer Fahrradtasche.
  • Lassen Sie sich regelmäßig von einem Augen- und Ohrenarzt untersuchen, ob alle Ihre Sinne noch einwandfrei funktionieren oder ob Sie auf eine Hilfe zurückgreifen müssen.
  • Wer gesehen werden will, trägt besser helle als dunkle Kleidung. Außerdem ist es wichtig, dass Sie festes Schuhwerk tragen, um sicher im Pedal zu sein.
  • Nicht nur Sie selbst, auch die Fitness Ihres Rads sollte gewährleistet sein.
  • Um sich selbst den stressigen Verkehr zu sparen, sollten Sie bevorzugt auf Radwegen fahren.

Verschiedene Seniorenrad Modelle

Zunächst muss gesagt werden, dass das EINE Seniorenrad so per se nicht existiert. Es gibt allerdings verschiedene Modelle, die speziell auf das Radfahren im Alter abgestimmt sind. Eine Übersicht können Sie sich in unserem Seniorenfahrrad Vergleich machen, dabei wurden Tiefeinsteiger Fahrräder, E-Bikes Tiefeinsteiger, Dreiräder für Erwachsene und das Elektro Dreiräder verglichen.

Komfort und Sicherheit stehen dabei im besonderen Fokus eines solchen Seniorenrads. Außerdem sollte ein Seniorenfahrrad eine bestimmte Ausstattung aufweisen - es sollte auf jeden Fall StVo-tauglich sein, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Außerdem empfiehlt es sich, ein Fahrrad mit breiten Rädern und Rücktrittsbremse zu kaufen, um die Sicherheit zu steigen. Darüber hinaus ist der Sattel eher hinten und die Pedalen vorne anzubringen. So gestaltet sich das Aufsteigen auf das Seniorenrad besonders einfach.

Tiefeinsteiger Fahrrad

Die erste Wahl für ältere Menschen, die noch fit unterwegs sind und auf ein Fahrrad ohne elektrische Hilfe zurückgreifen möchten, ist ein Tiefeinsteiger Fahrrad. Da dieses einen besonders tiefen Einstieg ermöglicht, fällt das Auf- und Absteigen leicht und auch beim Stoppen kommen Sie ganz einfach und schnell mit den Füßen an den Boden und verhindern so ein mögliches Stürzen.

Tiefeinsteiger Fahrräder sind vor allem für kürzere, nicht zu anstrengende und steile Strecken in der Stadt oder auf Radwegen geeignet. So können Sie mit dem Tiefeinsteiger Fahrrad Einkäufe und Besorgungen tätigen, kleinere Ausflüge und Besuche machen und sind stets gemütlich und unkompliziert mobil.

Tiefeinsteiger E-Bike

Sie sind gerne noch viel mit dem Fahrrad unterwegs, schrecken jedoch vor längeren Fahrradtouren zurück und haben auch manchmal steilere Abschnitte vor sich? Dann ist eher ein Tiefeinsteiger E-Bike für Sie geeignet. Auch bei Tiefeinsteiger E-Bikes kommt Senioren der tiefe Einstieg des Fahrrads zugute. Zusätzlich können Sie auf einen Elektroantrieb zurückgreifen, falls Ihnen das Fahrradfahren zu beschwerlich wird.

Dreirad für Erwachsene

Senioren, die Probleme mit dem Gleichgewicht haben, können auf ein Erwachsenendreirad zurückgreifen. Durch seine 3 Reifen ist es besonders stabil und kippt auch beim Stehenbleiben nicht um. Auch hier zeigt sich ein tiefer Einstieg als seniorenfreundlich.

Somit ist das Dreirad für Erwachsene vor allem für kürzere und ebene Strecken in der Stadt oder auf befestigten Wegen geeignet. Außerdem ist eine ideale Einkaufshilfe, da bei den Dreirädern für Erwachsene jeweils vorne und hinten Körbe angebracht sind, mit denen man leicht und unkompliziert diverse Gegenstände transportieren kann.

Elektro Dreirad

Das Elektro Dreirad bietet sich ebenfalls für Senioren mit Gleichgewichtsproblemen an, die jedoch längere, anstrengendere Strecken oder Fahrradausflüge vorhaben. Die großen Körbe bieten dabei extra Stauraum für Tagestouren. Auch das Elektro Dreirad für Erwachsene bietet Stütze und Halt, ist sturzsicher und durch seinen tiefen Einstieg seniorengerecht. Sie können auf einen Elektroantrieb zurückgreifen, wenn Ihnen das Fahrradfahren im Alter zu anstrengend wird.

Sessel Dreirad

Bei Rückenproblemen bietet sich das sogenannte Sessel Dreirad an. Statt einer Sitzfläche ist dieses Rad mit einer Rückenlehne ausgestattet, sodass man liegend fährt. Dadurch wird eine stabile Sitzposition und ein rückenschonendes Fahren garantiert. Diese Fahrweise ist jedoch gewöhnungsbedürftig und muss geübt werden.

Balance E-Bike

Gehören Sie zu den Menschen, die besonders Probleme haben mit ihrem Gleichgewicht oder Ihrer Balance? Das Balance E-Bike ist extra dafür konstruiert worden. Die Besonderheit: Sitzhöhe, Sitzneigung und Abstand zwischen Sattel und Lenker sind einzeln verstellbar. So können Sie die für Sie ideale Höhe und Neigung einstellen.

Elektro-Faltrad

Sind Sie viel mit Fahrrad und Bahn oder Bus unterwegs, so empfiehlt sich ein Elektro-Faltrad. Dieses hat den Vorteil, dass es schnell und einfach zusammenklappbar ist und so unkompliziert in Bahn, Bus oder mit dem Auto transportier werden kann. Außerdem sind Sattel und Lenker individuell einstellbar.

Das Laufrad für Erwachsene als Gehhilfe

Ein Laufrad für Erwachsene ist wie ein Tretroller für Erwachsene mit Sitz oder ein Fahrrad ohne Pedale. Der Bewegungsablauf entspricht dem des normalen Gehens. Es wird ein Bein vor das andere gesetzt und man stößt sich abwechselnd mit den Füßen ab. Die Füße haben bei jedem Schritt Bodenkontakt, so dass man auch bei gestörtem Gleichgewicht immer einen sicheren Stand hat.

Ein kleiner Schwung genügt, um so schnell wie ein Fußgänger zu sein. Wenn man sich stärker abstößt, können auch deutlich schnellere Geschwindigkeiten erzielt werden. Bei höheren Geschwindigkeiten ist es auch möglich, die Füße auf das Trittbrett zu stellen.

Für wen ist ein Laufrad für Erwachsene geeignet?

Ein Tretroller mit Sitz ist eine Gehhilfe für Personen, die Gehbehinderungen haben oder Schwierigkeiten haben , lange zu Stehen. Insbesondere bei Hüftgelenksproblemen, nach Fuß-Operationen oder bei Arthrose in den Kniegelenken ist ein Laufrad für Erwachsene eine gute Option, weiterhin Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Auch bei Gleichgewichtsproblemen oder z.B. dem chronischen Fatigue-Syndrom ist der Laufroller sehr hilfreich.

Ein Laufroller hat gegenüber klassischen Gehhilfen wie Rollstuhl, Rollator, Hocker oder Stock deutliche Vorteile. Der wesentliche Vorteil gegenüber z.B. dem Rollstuhl ist, dass man noch körperlich aktiv ist und ein höheren Bewegungsradius hat, Man ist auch nicht auf die Hilfe anderer angewiesen.

Gegenüber Fahrrädern mit 3 Rädern hat das Laufrad den Vorteil, dass der Wenderadius deutlich kleiner ist und die Handhabung im Alltag deutlich leichter fällt.

Medizinische Indikationen für den Roller für Erwachsene mit Sitz

Die folgende Übersicht ist, wenn das Laufrad für Erwachsene erfahrungsgemäß sinnvoll ist. Sie sollten aber unbedingt ihren Hausarzt oder einen Facharzt befragen, bevor sie mit dem Training auf dem Laufrad für Erwachsene beginnen.

  • Coxarthrose: Regelmässige belastungsreduzierte Bewegung der Hüftgelenke führt zu besserer Durchblutung und mildem Training der Muskeln und des Bindegewebes.
  • Übergewicht: Bei Übergewicht werden die Gelenke spürbar entlastet, da der Hauptteil des Gewichts auf dem Sattel ruht.
  • Gelenkerkrankungen: Auch für Menschen mit Gelenkschmerzen und rheumatischer Arthritis bzw. Arthrose ist Laufradfahren eine gute Option.
  • Chronische Wunden: Bei chronischen Wunden kann durch die Druckentlastung die Heilung beschleunigt werden.
  • Schaufensterkrankheit (pAVK): Durch das Laufrad für Erwachsene treten die Schmerzen nicht so schnell auf, da die Beine weniger angestrengt werden.
  • Herzinsuffizienz: Menschen mit Herzinsuffizienz leider unter ausgeprägter Mattigkeit und Kurzatmigkeit, da der Herzmuskel nicht in der Lage ist, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen.
  • COPD Erkrankung: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung führt zu Atemnot oder Enge-Gefühl der Brust und Müdigkeit.

Mehr Lebensqualität

Neben den medizinischen Aspekten haben Laufroller aber auch sehr positive Auswirkungen auf Ihre Lebensqualität. Denn so können Sie trotz gesundheitlicher Einschränkungen trotzdem mobil bleiben und sich gesund fortbewegen. Spaziergänge oder das tägliche Rausgehen mit dem Partner sind plötzlich wieder möglich.

Durch das Laufrad erhöht sich der Bewegungsradius auch von Personen, die sonst nicht mehr Laufen, Tretroller oder Fahrrad fahren können. Im Gegensatz zum Fahrrad fahren entlastet es die Gelenke und trainiert den Kreislauf besser und sicherer. Die Gefahr zur Seite zu kippen sehr reduziert, da man ja zu jeder Zeit beide Füße auf den Boden stellen kann.

Das Rollern mit Sitz stärkt die Muskeln und belebt die Atmung und sorgt dafür, dass Sie fit bleiben und nicht körperlich abbauen. Es gibt aber auch soziale Aspekte. Denn wenn das Laufen schwer fällt besteht die Gefahr, dass man nicht mehr vor die Tür geht und alltägliche Aufgaben, wie z.B. Einkäufe nicht mehr selbst erledigt werden. Ein Laufrad für Erwachsene lässt Sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Wo darf ich mit dem Laufrad Erwachsene fahren?

Mit dem Laufrad gilt man als Fußgänger und kann deshalb überwiegend auf Bürgersteigen sicher unterwegs sein. Das Laufrad wird entsprechend der Straßenverkehrsordnung auf dem Gehweg benutzt. Man passt sich einfach dem Fußgänger an.

Was benötige ich alles?

Pflege

Ein Laufrad für Erwachsene benötigt wenig Pflege. Denn die Verschleißteile, die man vom Fahrrad kennt wie etwas Kette, Ritzel, Gangschaltung sind nicht vorhanden. Die Verschleißteile beschränken sich im Wesentlichen auf die Reifen und die Bremsen. Wichtig ist es, alle beweglichen Teilen wie etwa Schnellspanner regelmäßig zu ölen.

Schutzausrüstung und Sicherheit

Das Laufrad fahren ist an sich sehr risikoarm, da man sich ja jederzeit mit beiden Füßen am Boden abstützen kann. Wenn man zudem in Schrittgeschwindigkeit unterwegs ist, ist das Verletzungsrisiko sehr gering. Wir empfehlen Ihnen dennoch beim Laufrad Fahren einen Helm zu tragen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Fahrer noch recht mobil ist und auch schnelle Geschwindigkeiten gefahren werden.

Zubehör für Laufrad Erwachsene

Wie bei jeden normalen Tretroller können Schutzbleche, Beleuchtung angebracht werden. Auch ein Ständer oder ein Korb mit Klickhalterung sind beliebte Accessoires.

Wahl des richtigen Laufrads für Erwachsene

Die einzelnen Roller mit Sitz unterscheiden sich in Bezug auf:

  • Lenkerhöhe
  • Sattelhöhe
  • Laufradgröße
  • Maximale Belastbarkeit

Größere Senioren sollten Modell mit höherem Lenker und höherer Sattelhöhe wählen. Bitte beachten Sie auch die maximale Belastbarkeit der Roller.

Wenn Sie noch normalen Tretroller Fahren können, empfehlen wir das Tretroller fahren ohne Sitz. Denn hier werden noch mehr Muskelgruppen trainiert und Herz-Kreislauf stärker trainiert. Allerdings ist das Tretroller Fahren für viele Senioren mit Einschränkungen zu anspruchsvoll. Wenn dies der Fall ist, empfehlen wir das Laufrad für Erwachsene.

Vergleich von Gehhilfen

Hier ist ein Vergleich der Vor- und Nachteile verschiedener Gehhilfen:

Gehhilfe Körperliche Aktivität Bewegungsradius
Rollstuhl Gering Mittel
Rollator Mittel Gering
Hocker Gering Gering
Stock Mittel Gering
Laufrad Erwachsene Hoch Hoch

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