Laufräder sind für Mäuse sowohl eine Möglichkeit zur Bewegung als auch ein Spielzeug und daher bei vielen Arten ein gern gesehenes Inventar.
Besonders wichtig sind Laufräder vor allem für Arten, die täglich weitere Strecken zurücklegen wie Lemminge und einige Rennmäuse. Essenziell sind Räder für Arten, die teilweise bis zu 10 km pro Nacht laufen (z.B. Zwerghamster, Fettschwanz-Rennmäuse). Ihnen bietet das Rad eine hervorragende Gelegenheit, den Bewegungstrieb auszuleben.
Für weniger laufbetonte, auch kletternde Arten wie Farbmäuse oder Vielzitzenmäuse sind Laufräder zum einen Bewegungselement, zum anderen aber auch Spielzeug. Hauptsächlich zum Spielzeug avanciert ein Laufrad bei virtuosen Kletterern wie etwa Zwergschläfern. Solchen Arten müssen sie zum Rad noch ausreichend Kletterfläche anbieten für eine artentsprechende Bewegung.
Welches Laufrad ist das Richtige für meine Mäuse?
Laufräder gibt es von vielen Marken, in zahlreichen Varianten und in unterschiedlichen Preisklassen. Dabei bedeutet billig nicht unbedingt schlecht. Fakt ist jedoch: Hochwertige - und damit auch eher hochpreisige - Laufräder schlagen die günstigen Modelle im Test.
Eine saubere Verarbeitung, hochwertige Materialien und langlebige, sehr leichtgängige Kugellager haben einfach ihren Preis. Ob Sie sich für ein Modell mit Kork in der Lauffläche oder Holz mit kleinen Sprossen entscheiden oder lieber für leicht zu reinigenden Kunststoff oder extra nagefeste Alu-Räder ist dabei eine Frage Ihres Geschmacks und der Anforderungen, die Sie und Ihre Tiere an das Rad stellen.
Vor allem bei kleinen und sehr leichten Arten sind Gewicht und Leichtgängigkeit des Rades ein zentrales Kaufkriterium. Schwergängige oder sehr schwere Räder kriegen die Fliegengewichte nicht in Bewegung gesetzt. Für diese Arten sollten Sie zu Premium-Marken wie Rodipet oder Getzoo greifen, deren Kugellager extrem leichtgängig sind und die in recht leichte Räder verbaut wurden.
Inzwischen hat sich bei einigen Laufrädern gezeigt, dass es Mäuse gibt, die sich drunterzwängen und steckenbleiben oder gar eingeklemmt werden, da das Rad zum Boden nur einen sehr geringen Abstand hat. Wer fürchtet, solche “Experten” zu haben, kann ein solches Rad kopfüber an der Decke aufhängen. Besser ist es dann aber, wenn Sie Räder mit ausreichend Luft zum Boden kaufen - oder gleich ein höhenverstellbares Laufrad.
Das macht ein gesundes Laufrad aus
- einseitige Aufhängung
- geschlossene Lauffläche
- geschlossene Rückwand
- komplett offene Front (bei Gruppentieren)
- zum Tier passender Durchmesser
- unbedenkliches Material
- leichtgängig
- regulierbarer oder ausreichender Bodenabstand
Ein solches Laufrad sollten Sie nicht kaufen
Leider werden im Zoohandel immer noch ungeeignete bis höchst gefährliche Laufräder für Mäuse angeboten, da dies leider gesetzlich bis heute nicht verboten ist. Besonders gefährlich ist die zweiseitige Aufhängung, durch die der Schereneffekt entsteht, durch den Tiere Prellungen, Brüche und sogar tödliche Verletzungen erleiden können.
Auch Sprossen in der Lauffläche sind sehr verletzungsträchtig. Bleiben die Tiere darin hängen oder rutschen durch, können sie sich schnell die Beine brechen. Bis das Verbot solch gefährlichen Zubehörs für Nager endlich kommt, liegt es also bei Ihnen, solche Räder zu meiden und vielleicht durch Nichtkaufen nach und nach aus dem Verkauf zu drängen.
No-Gos für Laufräder
- Lauffläche mit Sprossen
- zweiseitige Aufhängung
- Schereneffekt
- unangenehm riechende Kunststoffe
- zu kleiner Durchmesser
Den richtigen Durchmesser fürs Laufrad ermitteln
Grundsätzlich kann ein Laufrad für Mäuse kaum zu groß sein, solange es leichtgängig aufgehängt ist. Die Mindestgröße des Rades lässt sich auf mehrere Weisen ermitteln.
Für schwanzlose bzw. kurzschwänzige Arten hat sich die Formel 2 x Körperlänge des Tieres durchgesetzt. Sie ergibt beispielsweise bei einem 12cm langen Steppenlemming einen Mindestinnendurchmesser von 24cm - der auch ausreicht.
Bei langschwänzigen Arten müssen Sie optisch Maß nehmen. Hier zählt der Schwanz als Teil des Rückens. Der eigentliche Rücken sollte gerade sein, der Schwanz nicht stark durchgebogen oder gar über dem Körper getragen werden beim Laufen. Bei Farbmäusen passt die Haltung ab etwa 28cm Raddurchmesser.
Schwierig wird die Suche nach Rädern für sehr große Exoten. Hier werden Sie wahrscheinlich am ehesten fündig, wenn Sie nach Hörnchenrädern oder nach „Riesenlaufrad“ googeln. Auch für Chinchillas und Degus gibt es sehr große Räder, die auch für große Mausarten passen. Die stellt zum Beispiel die Laufradschmiede her.
Wer für seine Tiere ein extrem großes Laufrad sucht - etwa für Hamsterratten - findet dieses mitunter erst bei den Katzenlaufrädern, die Größen ab etwa 90 cm Durchmesser haben.
Die Folgen ungeeigneter Laufräder
“Da ist noch nie was passiert”, ist die typische Antwort von Haltern mit ungeeigneten Rädern. Und natürlich muss nicht immer etwas Schlimmes passieren - aber es kann. Und dem sollten Sie bei der Radauswahl schon vorbauen. Hat Ihr Nager nämlich dann doch einen Unfall, sind die Folgen oft schwerwiegend und können Ihr Tier sogar das Leben kosten.
Die nebenstehenden Folgen sind typisch für Schereneffekt, Speichen als Lauffläche und Laufräder in ungünstiger Höhe bzw. mit zu kleinem Durchmesser. Daneben können die Frontverblendungen mit mehreren Einstiegslöchern für soziale Nager zum Problem werden.
Während die Frontverblendung allzu flotte Hamster vor dem Rausfallen schützt, kann sie einer Maus einen ordentlichen Schlag versetzen, wenn ein Artgenosse darin gerade läuft und sie einsteigen will. Für soziale Arten sollten Sie daher nur offene Räder wählen.
Trotz dieser Gefahren, verkauft so mancher Zoohandlungsmitarbeiter noch immer in Beratungsgesprächen das falsche Laufrad für Mäuse. Heute sind es weniger die Metalllaufräder, die fälschlicherweise empfohlen werden. Häufiger ist es die falsche Größe. Immer noch werden beispielsweise Räder mit einem Durchmesser von 15 oder gar 10cm für farbmausgroße Arten verkauft.
Was passiert beim falschen Rad?
- verrenkte und gebrochene Gliedmaßen
- Quetschungen und Prellungen
- Einklemmen unter dem Rad
- skelletierte oder abgerissene Gliedmaßen/Schwänze
- Wirbelsäulenverkrümmungen, Bandscheibenvorfälle und Lähmungserscheinungen
- Tod durch Genickbruch
Früher hatten Laufräder einen schlechten Ruf und das zu recht: Sie waren zu klein, die Tiere bekamen Rückenschäden vom Laufen in diesen Rädern. Die Räder waren gefährlich, es kam oft zu Verletzungen durch das Rad. Häufig kam es aufgrund von Langeweile allerdings auch zu regelrecht sterotypen, ständigem Laufen im Rad.
Dieses Bild hat sich glücklicherweise in den letzten Jahren sehr gewandelt. Das Laufrad ist heute ein nur noch ein Bestandteil, in einem großen und tiergerecht eingerichtetem Rennmausgehege. Gut gehaltene Rennmäuse haben viel zu tun: Sie buddeln in der Einstreu, baden im Sandbad, suchen ihr Futter.
Trotzdem möchten auch diese Rennmäuse nicht darauf verzichten, hin und wieder einfach mal los zu rennen. In ihrer Heimat laufen sie viel über sandige Böden um zu ihren Futterquellen zu gelangen. Sie sind also nicht nur Wühler und Tunnelgräber, sondern auch Läufer. Das Laufen im Rad dient auch dem Stressabbau.
Gibt es Streit, läuft vor allem die unterlegene Maus viel im Rad und tatsächlich beruhigt sie sich dabei wieder. Allerdings kann es auch zu Problemen kommen, wenn beide Tiere gleichzeitig laufen wollen. Nicht alle Rennmäuse können das koordinieren, es ist mitunter also nötig, zwei Räder anzuschaffen, damit es keinen zu großen Stress und keinen Streit um das Rad gibt.
Damit das Rad im Gehege aufgestellt werden kann, muss meist ein Anbau her, ein Käfig auf dem Aquarium oder ein zweites Becken mit Sand gefüllt, in dem das Rad so aufgestellt werden kann, dass es nicht eingebuddelt wird.
Egal wie groß das Gehege ist, damit Rennmäuse zwischendurch richtig los rennen können, brauchen sie ein Laufrad. Der Ideale Durchmesser für ein Rennmauslaufrad liegt bei mindestens 25 cm Innendurchmesser. Es darf auch ruhig etwas größer sein. Gerade bei großen Tieren währen Räder mit 28 - 30 cm Innendurchmesser sinnvoll.
Die Lauffläche muss völlig geschlossen sein. Es dürfen keine offenen Sprossen vorhanden sein in denen sich die Rennmäuse verfangen können. Auch kleine Abstände oder eng zusammen liegende Sprossen/Stäbe ergeben keine gute Lauffläche!
Die Lauffläche muss über eine Struktur verfügen, (nicht zu tiefe Rillen oder eine Naturstruktur) auf der die Rennmäuse gut laufen können. Sind Sprossen aufgegeklebt, müssen diese leicht rund gefeilt sein und geringe Abstände aufweisen, damit die Tiere dort gut Halt finden.
Das Rad darf nur an der geschlossenen Seite aufgehangen werden. Eine beidseitige Aufhängung ist immer eine Gefahrenquelle (Schereneffekt), denn hier können sich die Rennmäuse oder ihre Schwänze verfangen.
Wenn das Rad angeschubst wird, darf es nicht gleich umkippen. Das Rad muss leicht und rund laufen ohne zu eiern. Ein hochwertiges Kugellager ist also wichtig. Das Rad muss aus ungiftigen Materialien bestehen.
Leider sind solche empfehlenswerten Laufräder im Handel noch immer die Ausnahme, die meisten Laufräder die mit Käfigen mitgeliefert werden oder im Handel erhältlich sind, bestehen aus schädlichem Weichplastik, sind zu klein und haben für Gewöhnlich auch gefährliche Aufhängungen.
Empfehlenswerte Laufräder
Das aus Amerika stammende Wodent Wheel Laufrad erfüllt fast alle Vorgaben welche an ein gutes Laufrad gestellt werden. Die Maße: Durchmesser: 27 cm, Höhe insgesamt 30 cm. Breite: 7 cm. Es besteht aus ungiftigem Plastik, erzeugt, wenn es angenagt wird, keine scharfen Splitter und weist keinerlei Schereneffekte auf. Es ist leicht und stoppt dadurch nahezu synchron wenn die Mäuse aufhören zu laufen.
Ein kleines Handicap hat das Rad, der Fuß ist nur gut geeignet, wenn man das Rad oben am Gitter befestigt, in die Streu gestellt kann das Rad schnell zugebuddelt und somit schwer gängig werden. Auf eine glatte Etage gestellt ist der Stand nicht ganz fest, es verrutscht leider bei sehr starken Tieren mitunter, von daher sollte es auf uneingestreuten Etagen fest angebracht oder mit einer nicht rutschenden Unterlage versehen werden.
Das Wodent Wheel Laufrad benötigt regelmäßige Laufradpflege. Es kann dazu komplett auseinander genommen und gereinigt werden. Nach der Reinigung ist es unbedingt nötig, die Achsen einzufetten, damit das Rad leicht und geräuschfrei läuft. Sehr gut geeignet ist dafür handelsübliche Vaseline. Wodent Wheel Laufräder können Sie bei Rodipet erwerben.
Das neue Silent Runner Laufrad erfüllt auch alle Vorgaben, die an ein gutes Laufrad gestellt werden. Es ist in verschiedenen Größen erhältlich mit einem Durchmesser von 22 cm und einer Breite von 6 cm, für kleinere Tiere, mit einem einen Durchmesser von 29 cm in Regular mit einer Breite von 8 cm und in Wide mit einer Weite von 9,5 cm für größere Rennmäuse.
Es verfügt, anders als das Wodent Wheel, über ein flüsterleistes und hochwertiges Kugellager. Es kann entweder mit dem robusten und schweren Standbein aus Metall im Gehege aufgestellt, als auch mit der (extra im Shop angebotenen) Wandbefestigung direkt an der Käfigwand befestigt werden.
Es weißt keinen Schereneffekt auf. Das Material ist ungiftig und es kommt beim Annagen nicht zur Splitterbildung. Die Reinigung des Rades ist extrem einfach zu bewerkstelligen, es kann leicht auseinander gebaut werden. Die Lauffläche verfügt über feine Rillen, welche ein gleichmäßiges und sicheres Laufen ermöglichen.
In die Einstreu gestellt kann das Rad allerdings schnell zugebuddelt und somit schwer gängig werden. Auf eine glatte Etage gestellt ist der Stand fest, es verrutscht nicht. Silent Runner Laufräder in verschiedenen Größen, sowie Ersatzteile können Sie exklusiv bei Rodipet erwerben.
Es werden mittlerweile im Handel verschiedene Holzlaufräder angeboten. Nicht alle sind gut geeignet, der Preis entscheidet hier wirklich über die Qualität. Die günstigen Räder sind häufig zu schwer und können von den Tieren nicht gut bewegt werden, sie haben außerdem schlecht angebrachte, zu große Laufstreben mit zu großem Abstand im Rad, was ein gleichmäßiges Laufen unmöglich macht und zu Verletzungen führt, die Qualität der Kugellager ist minderwertig.
Das Holzlaufrad von Rodipet. Es hat einen Durchmesser von 25 cm und ist damit für die Rennmäuse optimal. Die Lauffläche verfügt über eingefräste Einkerbungen, die den Rennmäusen Halt beim Laufen geben. Das Kugellager läuft rund und Wartungsfrei. Das Holz ist ungiftig und mit einem dünnen Wachsfilm vor Urin geschützt. Nur bei Rennmäusen, die sehr viel ins Rad urinieren muss das Rad nachträglich lackiert werden.
Laufradstandort im Gehege
Der Standort des Laufrades ist in normalen Rennmausgehegen ein Problem. Leider wohnen viele Rennmäuse in Mindestmaßaquarien von 100 x 40 x 40 cm. Da Rennmäuse eine sehr hohe Einstreu benötigen, würde ein Laufrad da leicht unter gebuddelt werden.
Mögliche Lösungen
- Zusätzlicher Käfig: Es ist möglich, den Rennmäusen zusätzlich zu ihrem Aquarium einen Käfig anzubieten, dieser kann entweder neben oder über dem Rennmausaquarium angeboten werden.
- Zusätzliches Aquarium: Natürlich kann ebenfalls ein weiteres Aquarium angeboten werden, welches neben das Buddelaquarium gestellt wird. Positiver Nebeneffekt: der Boden von Käfig oder Aquarium kann mit Chinchillasand eingestreut werden, so haben die Renner nicht nur ein Laufrad, sondern auch eine große Sandbadefläche.
- Aquariumbecken auftrennen: Das ist nur bei größeren Becken wirklich sinnvoll. Hier wird mit einer Sperholzwand ein Teil des Beckens abgetrennt.
- Das Wodent Wheel Laufrad kann kopfüber am Käfiggitter aufgehängt werden.
Weitere Gefahrenquellen und Probleme
- Beim Aussteigen können sie sich zwischen den Haltestreben einquetschen (Schereneffekt).
- Es kann zur Laufradsucht kommen.
- Oft laufen Renner auch zu schnell im Laufrad, dabei kann es dazu kommen, dass sie sich überschlagen oder über die eigenen Füßchen stolpern, dass es dabei zu Verletzungen kommen kann, ist leider nur zu oft bestätigt worden.
- Mitunter behindern Renner sich gegenseitig beim Laufen im Rad, was ebenfalls zu Verletzungen und Stürzen führen kann.
- Weichplastiklaufräder könnten angenagt werden und die Splitter können im Darm zu schweren Verletzungen und zum Tode der Tiere führen.
Die "Laufteller" oder auch "Flying Saucers" wurden ursprünglich in den USA für Chinchillas entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Laufteller aus Metall, Holz oder Kunststoff, welcher in der Mitte mit einem Kugellager versehen ist. Der Laufteller wird am Gehegerand befestigt oder im Gehege aufgestellt.
Vorteile von Lauftellern:
- Der Laufteller wird am Gehegerand befestigt und hängt leicht schräg am Gehegerand, wodurch die eigentliche Lauffläche relativ gerade hängt.
- Laufteller aus Metall können nicht angenagt werden.
Nachteile von Lauftellern:
- Beim Laufen biegen die Rennmäuse seitlich stark durch (das ist am entsprechend zur Seite gebogenen Schwanz beim Laufen zu erkennen). Sie rennen also auf dem Laufteller immer im Kreis, was auf Dauer und bei starker Nutzung des Tellers zu Gelenksproblemen führen kann.
- Ungeschickte Tiere können bei einem abruptem Halt durch die Fliehkraft regelrecht durch die Gegend geschleudert werden. So etwas kommt leider häufiger vor und uns liegen Berichte von massiven Verletzungen vor.
Verzichten Sie auf Laufkugeln aus Plastik, die sogenannten Joggingbälle und andere Spielzeuge wie z. B. Autos mit Kugeln, in welche die Tiere eingesperrt werden um damit durch die Wohnung zu rollen. Diese Kugeln sind sehr gefährlich und absolut nicht tiergerecht. Tiere können sich in solchen Geräten sehr schwer verletzen, z. B. unter starkem Stress, die Kugeln sind meist zu klein und sorgen für eine Rückradverkrümmung.
Die Rennmäuse können diese Kugel ja nicht verlassen, wann sie wollen, ihnen wird das Laufen in der Kugel aufgezwungen. Auch wenn die Rennmäuse vielleicht von selber in die Kugel gehen, wissen Sie denn ganz genau, wann sie wieder hinausmöchten und wann das freiwillige Laufen einem erzwungenen Laufen und Panik weicht?
Rennmäuse sind Kurzsichtig, durch die Wände wird ihre Sehvermögen weiter eingeschränkt, sie können also nicht sehen wohin sie laufen. Auf ihr eines Gehör verlassen sich Rennmäuse ebenfalls beim Laufen, aber in diese Kugel dringen Geräusche nur eingeschränkt und Verändert zu den Rennmäuse durch.
Laufkugeln und Metallaufräder sind von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz als tierschutzwidrig und gesundheitsschädlich eingestuft.
Laufrad Befestigung und Schutz
Ein Laufrad benötigt eine solide Befetigung, wenn es ohne Gefahr durch die Rennmäuse genutzt werden soll. Zum einen bietet sich die Aufhängung an der Abdeckung oben an. Häufiger wird das Laufrad auf dem Boden des Terrariums aufgestellt.
Wer ein Laufrad im Rennmaus-Terrarium aufgestellt hat, kennt das Problem. Egal ob das Laufrad aus Balsaholz oder Kunststoff hergestellt wurde, vor den Mäusezähnen ist nichts sicher. Schade, dass die teuren Laufräder nicht lange halten.
Wenn das Laufrad im Erdgeschoss auf dem Boden steht, ist der untere Teil häufig in der Einstreu verschwunden. Damit das Laufrad nicht durch Einstreu blockiert wird, habe ich zwei Brettchen winkelförmig mit Leim und Nägeln verbunden und vor das Laufrad gestellt. Man kann statt Holz auch Pappe verwenden. Ein Stück Pappe winklig falten und vor das Laufrad stellen. Alternativ könnte man das Laufrad auch in einen Schuhkarton stellen.
Dieser Schutz vor Zubuddeln und Annagen des Laufrads mag auch dann helfen, wenn deine Tiere das Laufrad ignorieren. Rennmäuse sind neugierige Tiere. Außerdem möchten sie instinktiv jede Höhle und jeden Tunnel erforschen. Alles, was wie ein Höhleneingang aussieht, muss erforscht werden.
Kaum hatte ich den Buddel-Schutz vor das Laufrad gestellt, sind sie auch schon durch die runde Bohrung verschwunden und fanden sich im Laufrad wieder. Eine Gruppe meiner Rennmäuse mochte absolut nicht rennen. Mit der Bohrung im Laufradschutz habe ich sie 'verführt'.
Weil die Tiere neugierig sind und grundsätzlich in jede Höhle hinein möchten, wollten sie herausfinden, was sich hinter dem Brettchen mit der Bohrung verbirgt. Das hat dann geholfen.
Nebenbei bemerkt, falls man darüber nachdenkt ein Laufrad zu kaufen sollte man auf den Durchmesser achten. Das Rad muss groß genug sein und man sollte bedenken, dass Rennmäuse eher galloppieren als hoppeln und sich an einer Querstange den Rücken anschlagen könnten.
Wenn ein 30 cm Rad nicht in das Terrarium past, sollten man darauf verzichten. Vom Kauf eines Gitterrades (ohne Textilband) rate ich ab, weil Füße oder Schwanz Gefahr laufen.
Ein Laufrad sollte mindestens den Durchmesser von 27 cm haben. Ein geschlossenes Laufrad ist übrigens auch empfehlenswert, weil sie so nicht rausfallen oder sich einquetschen können.
Nun, die wollen sich schon bewegen; Mäuse im Allgemeinen. Es sei denn, Du hast 'nen Käfig, welcher genug Platz zum klettern und springen für die Tierchen hat....aber eigentlich verstehe ich nicht, weshalb Du danach fragst. Wenn man sich solche Tiere zulegen möchte, sollte man auch an die Haltung dieser Tiere denken. Meine Renner nutzen es Abends sehr gerne.
NEIN! Gerbils sind keine Hamster...ausserdem nagen sie Gummi-und Holzräder nur an und es können die Schwänze abknicken!!
Modernere Laufräder sind aus Kunststoff, haben ein geringes Eigengewicht und funktionieren frei stehend oder aufgehängt. Es ist kein Problem mehr, ein für Rennmäuse geeignetes Laufrad mit 28 cm Durchmesser zu finden. Die Räder aus Kunststoff sind sehr leichtgängig und haben die von mir empfohlene, geschlossene Lauffläche.
Eine stabile Aufstellung auf dem Boden, alternativ eine Aufhängung an der Seitenwand oder oben am Deckel ist Voraussetzung für eine unfallfreie Nutzung. Das Laufrad sollte sicher und solide befestigt sein, damit es weder herunter noch umfallen kann.
Es bietet sich an, das Laufrad auf einem kleinen Brett zu montieren. Für die Montage eignen sich Holzschrauben, kleine Schellen oder auch Krampen. Die meisten Laufräder lassen sich statt am Boden (auf einer Holzplatte) auch problemlos an der Abdeckung oben befestigen!
Gelangt durch die Wühl- und Buddelarbeit der Rennmäuse Einstreu in das Laufrad, steckt es möglicherweise fest oder das Rad läuft durch die Unwucht nicht gleichmäßig rund. Abhilfe kann man durch einen Laufradschutz schaffen.
Manche Laufräder haben an der Front eine durchgehende Haltestrebe über den gesamten Durchmesser der Lauftrommel. Wenn die Stützen der Halterung in der unteren Hälfte des Ein- und Ausstiegsbereichs der Lauftrommel liegen, ist das gefährlich. Durch den sogenannten 'Schereneffekt' können Pfoten oder Schwanz verletzt oder sogar abgeschnitten werden.
Eine falsche Aufstellung birgt Gefahren. Manchmal muss das Laufrad lediglich um 90 Grad gedreht werden, um diese Gefahr auszuschließen.
Bei einem Laufrad, das seitlich an einer Käfigwand oder einseitig an einem Ständer befestigt ist, sollte die Rückseite (Seitenwand der Lauftrommel) verschlossen sein, sonst besteht eine Verletzungsgefahr durch seitliches Einquetschen. Solche Laufräder haben lediglich an der geschlossenen Seite der Lauftrommel diagonale oder senkrechte Halterungen.
Ein weiterer Makel ist die Lauftrommel mit Gitterstäben. Einige meist ältere Modelle haben keine durchgehende Lauffläche in der Lauftrommel. Stattdessen haben solche Räder Gitterstäbe oder ein Draht-Gitternetz.
Laufräder mit Speichen oder gezogenem Gitter als Lauffläche bergen eine hohe Verletzungsgefahr! Wir wissen alle, mit welcher Geschwindigkeit unsere Rennmäuse laufen. Ein Fehltritt und das Beinchen wird nach hinten weggedreht. Ich bin ein absoluter Gegner von Speichen-Laufrädern.
Wer unsicher ist, ob diese Arbeit etwas ändert und der Aufwand lohnt, kann das ja zunächst einmal aus Pappe herstellen und abwarten, was geschieht.
Ich möchte das Zernagen des Laufrads zumindest ein wenig erschweren. Positioniert man dieses Brettchen ganz nah an das Laufrad, finden die Mäusezähne keinen guten Ansatz.
Das Gesamtgewicht der drehenden Trommel sollte möglichst gering sein! Grund: Wegen der Trägheit der Masse wird eine schwere Trommel nicht abrupt stoppen, sobald die Maus zu rennen aufhört. Läuft die Trommel nach, wird die stehende Maus nach hinten, aufwärts transportiert und plumpst nach vorne. Sie beginnt u.U. wieder zu laufen, obwohl sie das nicht möchte.
Das ist ein Rechenexempel mit den Faktoren Drehgeschwindigkeit, Gewicht der Maus, Masse des Laufrades und der Trägheitskraft. Beim Laufrad selbst spielt das Gewicht der Trommel, der Durchmesser der Trommel und die Laufleichtigkeit eine Rolle. Ist das Holz leicht, sind einige Holzarten grobspanig. Ist es ein schweres Holz (z.B.
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