Trekkingrad hinten 28 Zoll mit Shimano Deore XT im Test

Trekkingräder sind vielseitig und lassen sich einfach im Wohnmobil transportieren oder auf einem Fahrradträger verstauen, ob für schnelle Besorgungen oder lange Touren. Das Trekkingbike ist der ideale Allrounder für verschiedenste Einsatzmöglichkeiten und eine hervorragende Wahl für Reisen. Ob in der Heckgarage des Wohnmobils verstaut oder am Heckträger montiert, begleiten Sie diese Fahrräder zuverlässig auf kurzen Besorgungen, Ausflügen in benachbarte Städte oder langen Touren durch malerische Landschaften.

BIKE BILD und AUTO BILD haben 2020 acht Trekkingräder getestet, deren Ergebnisse nach wie vor aktuell sind. Reisemobil-Nutzer schätzen die Vielseitigkeit von Trekkingrädern. Für diesen Test haben unsere Kollegen von BIKE BILD acht Modelle zwischen 1000 und 2000 Euro untersucht, wobei auch E-Bike-Optionen dabei sind. Trekkingräder sind eine langfristige Investition, die über viele Kilometer hinweg Beanspruchung erfahren. Wer auf minderwertige Komponenten setzt, könnte dies später bereuen.

Ausstattung und Komfort

An sechs von acht unserer Testräder sind Federgabeln verbaut. Sattelstützen mit Dämpfungselementen erhöhen merklich den Fahrspaß und Komfort. Wer öfter mal längere Touren unternimmt, sollte durchaus die angenehme Doppeldämpfung in Betracht ziehen.

Allein die bei den Testkandidaten verbauten Bremsen zeigen, dass es sich lohnt, ein paar Euro mehr auszugeben. Wer vierstellig investiert, kauft sich mit hydraulischen Scheibenbremsen bessere Dosierbarkeit - auch bei Nässe. Die Geometrie ist sportlicher als bei Tourenrädern, weicht aber stark von Rad zu Rad ab. Wie Rennräder und Fitnessbikes rollen auch Trekkingräder auf 28-Zoll-Rädern. Das sorgt für Laufruhe und guten Geradeauslauf.

Aluminium ist bei fast allen Herstellern das Rahmenmaterial der Wahl - weil günstig, leicht und stabil. Nur der Kieler Fahrradhersteller my Boo, der sich auf Bambusrahmen spezialisiert hat, schlägt mit seiner Naturfaser einen Sonderweg ein.

Shimano Deore XT: Ein Goldstandard

Darf's noch etwas mehr sein? Dann erhalten Sie die hochwertige Mountainbike-Schaltung Deore XT von Shimano, entweder einige Bauteile davon oder sogar alle Elemente. Die Deore XT ist auch ideal für Trekkingräder.

Die Zuverlässigkeit und Funktion der hochwertigen Gruppe haben mit der Zeit immer mehr Freunde unter den Tourenfahrern gefunden. Und da sich manche Ansprüche zu Mountainbikern unterscheiden, hat Shimano der Mountainbike-XT (erkennbar am M in der Produktbezeichnung) eine Trekking-Version (mit T gekennzeichnet) zur Seite gestellt. Dazu gehören Ganganzeigen an den Schalthebeln zum Standard oder ein Nabendynamo und längere Bremshebel.

Geschichte der Shimano Deore XT

Mit sechs Ritzeln auf der Kassette fängt die Geschichte der Shimano Deore XT an. Die Komponentengruppe aus Japan ist damals das Premiumequipment für Mountainbikes und bleibt es auch bis 1992, als Shimano ihr die Rennsport-orientierte XTR-Gruppe vorsetzt. Nach und nach steigt die Anzahl der Zahnringe auf der Kassette - stets begleitet von emotionalen Diskussionen über die Notwendigkeit dafür.

Vielseitigkeit und Alltagstauglichkeit

Trekkingräder sollten vielfältig einsetzbar sein. Hierzu zählt der kurze Weg zum Einkaufen genauso wie Tagestouren oder mehrtägige Radreisen, wenn man sein Wohnmobil auf dem Stellplatz stehen lässt und radelnd die Gegend erkundet. Schutzbleche, eine fest installierte Lichtanlage vorn und hinten sowie ein Gepäckträger zur Aufnahme von Packtaschen sind fast standardmäßig bei Trekkingbikes verbaut.

Viele denken, dass das Gewicht bei Trekkingbikes nachrangig ist. Nix da! Unser Praxistest zeigt, wie stark positive Fahreigenschaften und ein insgesamt angenehmes Fahrgefühl von einem niedrigen Fahrradgewicht abhängen. Ebenso wichtig ist die maximale Zuladung (zulässiges Gesamtgewicht minus Fahrradgewicht). Ob im Alltag oder auf Touren, Gepäck dürfte sehr oft an Bord des Trekkingbikes sein.

Testkriterien und Ergebnisse

Beim Punkt Ausstattung haben wir einen Blick auf die Komponenten, deren Güte und auf die Qualität der übrigen Bestandteile eines Fahrrads geworfen - etwa Schutzbleche, Lichtanlage und Federungselemente. In den Punkt Fahrspaß fließen Komfort, Handling, Sicherheit und Stabilität sowie Roll- und Beschleunigungseigenschaften ein. Und abschließend haben wir auch das Design bewertet, schließlich zählen beim Fahrrad heute nicht mehr nur Technik und Fahrverhalten.

Optisch und funktional ähnlich breitbandig sind die Testmodelle von KTM, Gudereit, Radon und Victoria. Welches Trekkingbike sich für welchen Einsatzzweck eignet, steht im jeweiligen Fazit, wo wir explizit auf Stärken und Schwächen eingehen. Grundsätzlich gilt: Das für Sie beste Bike muss nicht das mit den meisten Teststernen sein. Entscheidend sind Ihre Bedürfnisse.

Dank kurzer, direkter Gangwechsel ist das Schalterlebnis sportlich knackig. Entfaltungen, also der Weg des Rades pro Kurbelumdrehung, von etwa 1,7o bis 9,70 Meter belegen die ordentliche Bandbreite von grob 570 Prozent. Sowohl das Gewicht als auch die Steifigkeit des Rades sind für eine effiziente Entwicklung weitere wichtige Faktoren.

Wenn das Rose hier gute 11 Kilogramm zusammenträgt, wirkt sich das offensichtlich positiver aus, als wenn ein Rad wie das Gudereit über 16 Kilogramm wiegt. Apropos Gewicht: Beim Systemgewicht und damit den Zulademöglichkeiten bleiben die Räder alle mehr oder weniger im Durchschnittsstandard. Wodurch sie sich je nach Fahrergewicht zwar auch für die eine oder andere Urlaubstour eignen. Meistens wird man sie aber schon im Alltag einsetzen. Als echtes Jeden-Tag-Rad zum Einkaufen, Pendeln, für die Freizeit. Mal sportlich, mal entspannt.

Die XT macht das auf jeden Fall mit. Nur die Wartungsarmut kann sie nicht liefern. Wie bei jeder Kettenschaltung, muss man regelmäßig Hand anlegen.

Beispiele für getestete Trekkingräder

Hier sind einige der im Test erwähnten Trekkingräder mit ihren jeweiligen Eigenschaften:

  • Ghost Urban Asket: Agil und robust für die Stadt, dynamische Sitzposition, limitierte Ausstattung.
  • Giant AllTour SLR 1: Zuverlässiger Allrounder mit hoher Zuladungskapazität und hochwertiger XT-Schaltung.
  • Liv Thrive Advanced GX: Speziell für Frauen entwickelt, hoher Komfort und optimierte Kraftübertragung.
  • Koga Colmaro Sports: Speedcruiser, der sportliche Performance mit Komfort vereint, ideal für Kurztrips.
  • Giant Fastroad AR Advanced 1: Vielseitiges Allround-Bike mit MTB-Geometrie und Rennradkomponenten.
  • Koga F3 5.0: Holländische Eleganz trifft auf sportliche Agilität, mit lebenslanger Garantie auf Rahmen und Gabel.
  • Diamant Rubin Legere: Kombiniert Sportlichkeit mit Tourenkomfort und Vielseitigkeit.
  • KTM Life Style: Trekkingrad mit stilvollem Design und Komfort für lange Touren, aber relativ hohes Gewicht.
  • KTM Life Tour: Damen-Trekkingbike, das Stil mit Leistung kombiniert, ideal für komfortorientierte Touren.
  • Diamant Ubari Super Deluxe: Attraktives Trekkingrad mit modernem Design und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Laufrad-Test: Alu vs. Carbon

Laufräder gelten als das beste Tuning fürs MTB. Doch stimmt das wirklich? Und was bieten aktuelle Nachrüstsätze? Einmal mehr haben uns pandemiebedingt nicht alle angefragten Hersteller einen Laufradsatz zur Verfügung stellen können.

Dennoch konnten wir 13 Laufradsätze, acht mit Alu-Felge ab 430 Euro, fünf mit Carbon-Felge ab 1199 Euro, auf unsere Prüfstände stellen. Dabei wählten wir keine speziellen Race-Modelle, sondern solche mit einem sehr breiten Einsatzspektrum von Tour über Trail und All-Mountain bis hin zu Enduro. Allen gemein sind daher grundsätzliche stabile Aufbauten und moderne Eckdaten: "Boost"-Achsen vorne/hinten (siehe Lexikon), Freiläufe für 12-fach-Kassetten sowie Felgen mit rund 30 mm Maulweite - ideal für angesagte 2,35"-2,5" breite Reifen. Auch bei den Preisen haben wir uns bewusst nicht in die beiden Extreme begeben, sondern bei Alu wie bei Carbon die gehobene Mittel- bis Oberklasse gewählt. Wobei es Carbon-Laufräder eh nicht "in billig" gibt. Kein Hersteller käme (gottlob) auf die Idee, eine sündhaft leichte und teure Kohlefaser-Felge mit einer schweren Low-Cost-Nabe zu kombinieren.

Aber warum sind Laufräder das ideale Tuning? Weil sie, wenn hochwertig, nur positive Effekte bringen. Sie sparen Gewicht und damit Massenträgheit, was das Bike leichter, agiler im Handling und spurtfreudiger macht. Gleichzeitig gehen sie in Sachen Steifigkeit und Langlebigkeit keinerlei Kompromisse ein. So zumindest das Versprechen.

Testergebnisse der Laufräder

Die getesteten Laufräder weisen zumeist attraktive Gewichte auf, die deutlich unter denen eines "08/15-Satzes" in einem 3000-Euro-Fully liegen dürften. Logo, die Carbonis wiegen dabei weniger als die Alu-Modelle: im Schnitt 265 g pro Satz.

Alu-Laufräder im Test:
  • Veltec ETR Extradrei: Testsieger unter den Alu-Laufrädern, perfekt aufgebaut, niedriges Gewicht.
  • Race Face Aeffect R: Kauftipp, grundsolider Laufradaufbau, gute Steifigkeitswerte.
  • Shimano Deore XT WH-M8120: Günstig, aber gut, sehr guter Aufbau, gute Steifigkeitswerte.
Carbon-Laufräder im Test:
  • Acros Enduro-Carbon-LRS 29": Testsieger bei den Carbon-Laufrädern, superleicht und klasse aufgebaut.
  • Newmen Advanced SL A.30: Kauftipp, superleichte Sätze mit guter Beschleunigung.
  • DT Swiss XMC 1501 Spline One: Perfekter Aufbau, niedriges Gewicht, sehr gute Steifigkeiten.

Es kommt vor allem auf das Gewicht der Felge an, da diese bei der Rotation den längsten Weg zurücklegt. Eine schwere (robuste) Nabe fällt buchstäblich nicht so sehr ins Gewicht.

Zusammenfassung der Trekkingrad-Tests

Besonders gut traten Trekkingräder von Ghost, Kalkhoff, Cube, Raymon und Giant hervor. Sie bieten ein hohes Maß an Sicherheit und Komfortabilität. Die Tourenfähigkeit, die Alltagstauglichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis bleiben dabei nicht auf der Strecke. Unter den getesteten Rädern befinden sich außerdem E-Trekkingbikes.

Erstveröffentlichung: 2.

Besonderheiten der Shimano Deore XT Naben

Shimano steht mit seiner Deore XT Baugruppe bereits viele Jahrezehnte für hohe Qualität, Stabilität und Langlebigkeit. Die hohen Antriebskräfte mit Drehmomenten von derzeit aktuell bis 75 Newtonmetern beim Beschleunigen, aber auch die starken Kräfte beim Bremsen erfordern ein sehr hohes Maß an Stabilität bei der verbauten Hinterradnabe am Elektro-Fahrrad. Sonst drohen auf Dauer Beschädigungen, wie z.B. Flanschabrisse oder ein Verbiegen der Achse.

Shimano hat für diese Nabe ein neues Freilaufkörpersystem entwickelt. der Freilaufkörper besteht aus Aluminium. Die Bauweise ist filigran.

Fazit: Wir empfehlen spezielle E-Bike Hinterradnaben von anderen Herstellern, die z.B. 4-fach gelagert sind und deutlich stabiler konstruiert sind.

Die ausführlichen Testberichte der XT-Trekkingräder lesen Sie in der Radfahren 6/2022.

Kategorie Produkt Preis pro Paar Gewicht (g) Max. Systemgewicht (kg) Material Felge/Speiche Maulweite (mm) Testurteil
Alu-Laufrad Veltec ETR Extradrei 549 Euro 1792 Keine Angabe Alu/Stahl 30/30 Sehr Gut (Testsieger)
Alu-Laufrad Race Face Aeffect R 600 Euro 1993,5 Keine Beschränkung Alu/Stahl 30/30 Sehr Gut (Kauftipp)
Alu-Laufrad Shimano Deore XT WH-M8120 430 Euro 2012 Keine Angabe Alu/Stahl 30/30 Gut
Carbon-Laufrad Acros Enduro-Carbon-LRS 29" 1199 Euro 1550 Keine Beschränkung Carbon/Stahl 29/29 Überragend (Testsieger)
Carbon-Laufrad Newmen Advanced SL A.30 1450 Euro 1579,5 125 Carbon/Stahl 29/29 Überragend (Kauftipp)
Carbon-Laufrad DT Swiss XMC 1501 Spline One 1599 Euro 1629 120 Carbon/Stahl 30/30 Überragend

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