Shimano Nexus 8 Freilauf: Ein umfassender Test

Damit du mit deinem Bike im richtigen Gang ans Ziel kommst, verbauen wir mit unserem Custom Made Prinzip viele verschiedene Schaltungsoptionen.

Verschiedene Schaltungsoptionen im Überblick

Eine Kettenschaltung zeichnet sich durch viele unterschiedlich große Ritzel, ein Schaltwerk hinten und bei den klassischen Fahrrädern durch einen Umwerfer vorn aus. Besonders geeignet sind Kettenschaltungen für das Fahren in bergigen Gegenden, bei denen mehr Gangwahlmöglichkeiten wie ein besonders kleiner Gang zum Anfahren am Berg oder ein großer für höhere Endgeschwindigkeit nötig sind. Ebenso werden sie bei sportlicheren Rädern verwendet, da sie Gewicht einsparen und ein direkteres Feedback geben.

Durch ihre geschlossene Bauform ist die Nabenschaltung der zuverlässige Begleiter bei Wind und Wetter. Die interne Schmierung sorgt dafür, dass die Schaltung zuverlässig funktioniert und dich sicher ans Ziel bringt. Der Pflegeaufwand ist auf ein Minimum reduziert, sodass du dich noch mehr auf die Touren mit deinem Bike konzentrieren kannst.

Das stufenlose System von Enviolo bringt Radfahren auf ein neues Level. Mit dem Drehgriff kann die Trittfrequenz stufenlos angepasst werden. Mit einem besonders großen Übersetzungsverhältnis punktet das Pinion Getriebe, welches sich komplett am Tretlager befindet. Das Non-Plus-Ultra der Fahrradschaltung. 18 Gänge, eine riesige Bandbreite und eine Zuverlässigkeit, die ihresgleichen sucht.

Shimano CUES Schaltgruppen

  • Die Shimano CUES U4000 bringen mit 18 Gängen eine gute Bandbreite mit, die für die alltäglichen Situationen mit dem Rad optimal ist. Die 9 Gänge der Shimano CUES U4000 lassen sich durch die Linkglide Technologie besonders leicht schalten.
  • Die Shimano CUES U6000 bietet mit ihren 10 Gängen eine mittlere Bandbreite und überzeugt auch im hügeligen Gelände. Mit der CUES U6000 Schaltgruppe von Shimano ist das Fahrrad für hügeliges Gelände perfekt ausgestattet.
  • Sollte es mal bergiger werden, so ist die Shimano CUES U8000 mit ihren 11 Gängen eine besonders gute Wahl. Durch ihre 22 Gänge ist die Shimano CUES U8000 am Fahrrad eine gute Wahl, wenn es bergig wird. Das knackige Schaltverhalten verdankt sie der Linkglide Technologie.

Elektronische Schaltungen

Die Vorteile der Ketten- oder Nabenschaltungen werden durch die elektronische Umsetzung konsequent weitergedacht. Gangwechsel können so besonders präzise realisiert werden. Dabei arbeiten Motorsoftware und Schaltung Hand in Hand, da die elektronischen Schaltungen am E-Bike an das Antriebssystem angeschlossen sind und so alle relevanten Daten direkt empfangen.

Auch Rohloff bietet eine elektronische Schaltung an, die über einen Taster die Gänge schnell und zuverlässig elektronisch schaltet.

Als elektronische Version der Nexus 5 Gang bringt die Di2 Variante viele Vorteile mit - Langlebigkeit, ein robustes Design und die Fähigkeit, auch starke Mittelmotoren bis zu 85 Nm im Griff zu haben. Die Shimano Nexus 5 Gang Di2 überzeugt mit Langlebigkeit und ist wenig pflegeintensiv - außerdem bringt sie eine Rücktrittbremse mit. Starke Mittelmotoren bis zu 85 Nm sind kein Problem.

Die Alfine 8 Di2 ist eine elektronische Nabenschaltung, die besonders leise, präzise und zuverlässig schaltet. Anders als viele andere Systeme nutzt sie Öl statt Fett - für einen besonders leichten und wartungsarmen Lauf. Die Schaltung eignet sich ideal für sportliche Touren, den täglichen Einsatz und urbane Fahrten.

Die Shimano Nexus 8 Gang Di2 bietet eine gute Bandbreite für alle Fahrten des Alltags. Dazu schaltet sie als elektronische Nabe präzise und leicht, ganz ohne mechanischen Widerstand. Leichtes, elektronisches Schalten in Verbindung mit einer Rücktrittbremse: all das bringt die Shimano Nexus 8 Gang Di2 mit sich. Stufenloses Schalten, und das voll automatisch.

Die Shimano Nexus 8-Gang Nabenschaltung im Detail

Mit ihren acht Gängen ist die Nexus ein guter Begleiter auf Trekkingtouren oder im Alltag.

Die Shimano Nexus SG-C6001-R8 8 Gang Nabenschaltung wird mit 132 mm Einbaubreite, 32- oder 36-Loch in silber und schwarz verkauft und ist auf Felgen- und Rollenbremsen ausgelegt. Die Achslänge liegt bei 184 mm und die Schaltkonstruktion ist Low-Normal. Die Gesamtübersetzung der Nabe beträgt insgesamt 307%.

Der japanische Markenhersteller Shimano hat mit der Nexus SG-C6001-R8 8 Gang Nabenschaltung eine staubdichte und wasserfeste, stabile Aluminiumnabe für Ihr Trekkingbike, Lastenrad oder E-Bike bis 25 km/h konzipiert. Durch den geräuschlosen Freilauf, die Schaltservo und den Unit Power Modulator werden Sie beim Treten optimal unterstützt. Auch bei einer hohen Kettenspannung, wie es bei E-Bike-Motoren üblich ist, lassen sich die Schaltvorgänge weich ausführen. Die Effizienz und die Schaltleistung sind um 300 % verbessert. Mit etwa 1.710 g Gewicht ist die 8-Gang Nabe recht leichtgewichtig.

Versionen der Nexus 8

Es gibt die Nexus 8 und Nexus 8 Premium. Premium hatte als Erkennungsmerkmal mal einen roten Ring und läuft leichter, da Nadellager statt Gleitlager verwendet werden. Beide Nexus-Naben haben keine Perma-Ölfüllung.

Alfine als Alternative

Mit ihrer höheren Bandbreite bietet die Alfine zusätzliche Gänge, die sich am Berg bezahlt machen. Für den sportlicheren Einsatz ist sie daher sehr zu empfehlen. Mit der Alfine kommt eine Nabenschaltung hinzu, die durch ihre Lagerung in Öl statt Fett sehr leicht läuft. Sie kann sportlich, im Alltagseinsatz oder auch im urbanen Bereich eingesetzt werden.

Alfine 8 und Alfine 11 sind oft besser verarbeitet. Die 8er Alfine ist wahrscheinlich nur eine schöner designte Nexus 8 Premium in besserer Fertigungsqualität. Die 11er Alfine kostet gleich 200-300,- EUR mehr, hat drei Gänge mehr nach oben und läuft im Ölbad.

Vergleich mit Rohloff Speedhub

Kennern ist die deutsch Firma Rohloff lange Zeit schon ein Begriff. Mit der 14-Gang Nabenschaltung erhält man eine Bandbreite, die mit einer 27-Gang Kettenschaltung vergleichbar ist. So ist die Nabe besonders für Radreisen und ambitionierten Toureneinsatz geeignet.

Wer eine Spitzen-Nabenschaltung sucht, die bei der Übersetzung mit jeder Kettenschaltung mithalten kann, über absolut gleichmäßig übersetzte Gangsprünge verfügt und auch beim Qualitätseindruck in einer ganz anderen Liga spielt, dem empfehle ich die Rohloff Speedhub 14-Gang Nabe. Leider kostet diese Nabe einzeln ca.

Erfahrungen und Probleme mit der Shimano Nexus 8

Leider macht die Schaltung von Shimano nur Probleme. Sie schleift, vor allem im 5 Gang und auch die anderen Gänge funktionieren nicht reibungslos. Der Händler hat schon mehrfach nachgestellt, hat alles nichts gebracht. Mein vorheriges Fahrrad hatte ebenfalls eine Shiman-Schlatung (7-Gang).

Wir haben an unseren Fahrrädern auch eine Shimano Nexus 8 - Gang Schaltung. Leider schaltet nicht jeder Gang. Entweder werden Gänge übersprungen oder bei meiner Frau ist bei Gang 7 ende. Auch ist beim Fahren im 4 und 6 Gang immer einer schnarren zu hören, das vom Plastik im vorderen Bereich der Pedale entsteht. Fahre ich einen Berg hoch und schalte dann, so kann es passieren, dass ich 180 Grad durchtrete mit einem angsteinflössendem Knacken oder nach vorne trete und es praktisch so ist wie ein Vorwärtsleerlauf.

Auch bei mir sieht es leider so aus, dass der Fahrradverkäufer sich nichts davon annimmt und mich und meine Frau praktisch so darstellt, als würden wir das Fahrrad vergewaltigen und rät zu sanftem Umgang. Auf die Frage hin, ob es nicht etwas vernünftiges gibt, bekommt man Preise um die Ohren gehauen, die sich im 4 - stelligen Berich bewegen und dich dachte ein Fahrrad von der Marke Simplon für 1300,- Euro wäre für die Wochenend- oder Urlaubstour ausreichend.

Nach dem Einbau treten nun allerdings häufig schnarrende Geräusche auf, so als zögen 15 bis 20 Kettenglieder über eine scharfe Kante eines Bleches. Feinjustierungen habe ich mehrfach vorgenommen (im 4.

Ganz im Ernst? Die Shimano Naben sind sehr gute und zuverlässige Naben. Leider erwarten viele hier das die Nabe alles mitmacht und bewerten sie daher gerne schlecht. Bei einem PKW wird niemand sagen, wenn er den nächsten Gang einlegt, ohne die Kupplung zu treten und das Getriebe geht kaputt, das war ein scheiss getriebe.

  • Für längere Touren und/oder in bergigem Gelände zu geringe Gesamtübersetzung.
  • Gangsprünge ungleichmäßig, vor allem riesige Lücke zwischen 5. und 6.
  • Reagiert sehr empfindlich auf nicht absolut korrekt eingestellten Schaltzug.
  • Teilweise außen offen an der Nabe befindliche Schaltmechanik.

Wartung und Pflege

Man soll daher die Schaltungen nicht in Flüssigkeiten tauchen....

Ich habe eine Shimano Nexus 8- Acht-Gang Nabe mit Rücktritt ( SG-8C31) an meinem E-Bike. In 4 1/2 Jahren habe ich damit 24.000 km zurückgelegt. Am E-Bike gab es viele Defekte (was aber ein anderes Thema ist). Die Schaltung selbst hat jedoch nie Probleme gemacht und funktioniert einwandfrei wie am ersten Tag. Und dies trotz Einsatz bei Wind und Wetter, Laub, Matsch, Schnee, Eis und Streusalz . Ich würde ohne Zögern wieder ein Rad mit einer solchen Schaltung kaufen bzw. habe ich bei einem weiteren Rad bereits getan.

Allerdings verzichte ich, weil ich es früheren Nabenschaltungen ohnehin so kenne, auf die Möglichkeit, beim Wechsel der Gänge weiter in die Pedale zu treten (auch wenn es mit dieser Schaltung möglich sein soll).

Möglichen Käufer seien gewarnt: Anderes als die ewig haltbaren Dreigang-Nabenschaltungen von früher, die gefühlte ca. 50 Jahre ohne Wartung auskamen, müssen die modernen vielgängigen Naben regelmäßig gewartet werden, das heißt: Öl- und Fettwechsel nach z.B. 5000 km oder alle zwei Jahre, bei anspruchsvollen Getrieben sogar möglichst jährlich. Eine schöne Einnahmequelle für Fahrradhändler.

Deshalb empfiehlt Shimano regelmäßig einen Ölwechsel bzw. bei den geschlossenen Naben-Versionen ein regelmäßiges Tauchen der Innereien in einem Ölbad. Falls Wasser eingedrungen ist, rostet die Nabe von innen bis sie schrottreif ist, wenn sie nicht demontiert und getrocknet wird. Deshalb benötigt die Nabe regelmäßig ein Öl-Tauchbad: Dabei werden alte Metall-Partikel herausgespült u.

Details zur Wartung der Shimano Nexus gibt es hier. Eine gute Übersicht deutschsprachiger Montageanleitungen zur Shimano Nexus- und Alfine Schaltung.

E-Bike Spezifische Nabenschaltungen

Eine speziell für Pedelecs entwickelte Nabenschaltung, die auch die kräftigeren Motoren unterstützt.

Die 2018 vorgestellte Inter 5E-Nabe von Shimano wurde speziell für E-Bikes bzw. Pedelecs entworfen. Da acht oder gar 11 Gänge bei zusätzlicher Motorunterstützung von vielen E-BikerInnen mit etwas Routine gern einfach überschaltet werden (z.B. 1, 3, 5 = 25 km/h), wurde diese Nabe zugunsten einer größeren Haltbarkeit mittels stabilerem Planetengetriebe mit nur fünf statt acht Gängen auf satte 60 Newtonmeter statt auf 50 Nm ausgelegt. Die unteren Gänge wurden reduziert und weisen bei einer Übersetzungsbandbreite von 263% höhere Gangsprünge auf. Zahnräder, Lagerungen und Schaltservoteile sind weniger kleinteilig und konnten naturgemäß stabiler ausgelegt werden.

Damit verträgt die Schaltung dauerhaft auch stärkere Motoren wie z.B. den hauseigenen Shimano Steps E6100 Antrieb. Dieser soll besonders gut mit der Inter 5E Nabe harmonieren, da beide Komponenten zusammen mit dem Bordcomputer eine intelligente Einheit bilden, die die Schaltvorgänge bei kräftiger Motorunterstützung aktiv mitgestaltet. Zielgruppe sind interessanterweise City- und Trekkingbikes, also bezahlbare Massenprodukte (Straßenpreis ab ca.

Sogar eine elektronische DI2-Version ist erhältlich, die Schaltvorgänge sogar vollautomatisch durchführt.

Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe (Modell SG-C7050-5) ist speziell auf die Bedürfnisse von E-Bikern abgestimmt. Die mit fünf Gängen entwickelte E-Bike-Nabe kann mit Motor-Drehmomenten bis zu 85 Nm eingesetzt werden und hält hohe Drehmomente von Antrieb und Muskelkraft aus.

Kreidler Vitality Eco 6 Shimano Nexus 8-Gang (Freilauf)

Das Kreidler Vitality Eco 6 Shimano Nexus 8-Gang (Freilauf) aus dem Jahr 2019 ist ein E-Bike, das sich durch seine hochwertige Ausstattung und den Einsatz moderner Technik auszeichnet. Der Rahmen des Fahrrads ist stabil und bietet eine komfortable Sitzposition, die für längere Fahrten optimiert ist. Ausgestattet mit einem Shimano Nexus 8-Gang-Getriebe, ermöglicht das Modell eine reibungslose und präzise Schaltung, die besonders für den Stadtverkehr und leichte Touren geeignet ist.

Der Antrieb des Vitality Eco 6 wird durch einen leistungsstarken Elektromotor unterstützt, der für eine gleichmäßige und kraftvolle Unterstützung beim Treten sorgt. Dies erleichtert das Bewältigen von Steigungen und längeren Strecken erheblich.

Sicherheit wird bei diesem Modell ebenfalls großgeschrieben: Es verfügt über zuverlässige Bremsen, die auch bei Nässe gut greifen, sowie über eine Beleuchtungsanlage, die den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspricht. Mit einem Preis von 2599 EUR positioniert sich das Kreidler Vitality Eco 6 in einem mittleren Preissegment für E-Bikes, bietet jedoch eine Ausstattung und Qualität, die den Anforderungen von Pendlern und Freizeitfahrern gleichermaßen gerecht wird.

Vor- und Nachteile von Nabenschaltungen

Ich war schon immer ein Fan von Nabenschaltungen. So weit so gut? Nun ja, auch bei Nabenschaltungen ist nicht alles Gold, was glänzt. Die eben beschriebenen Vorteile werden mit geringerer Abstufung, geringerem Übersetzungsbereich und geringerer Effizienz im Sinne eines höheren Widerstands erkauft.

Kann die Nabe das Versprechen in der Praxis halten? Bei der diesjährigen Eurobike konnten die Besucher ein Test-Bike mit dem speziell für City- und Trekkingradfahrer konzipierten neuen Antrieb SHIMANO STEPS E6100 in Kombination mit der elektronisch gesteuerten E-Bike-Nabe fahren. Zügig schaltet die Automatik hoch, dritter, vierter Gang, schnell sind die 25 km/h erreicht, die ich im extra lang übersetzten fünften Gang dahin cruise. Wie gesagt, Entspannung pur. Die Gangwechsel erfolgen schnell und geschmeidig. Ich fahre im höchsten Unterstützungsmodus „High“ an einer Steigung an und beschleunige volle Pulle bergauf. Was passiert? Nichts Besonderes! Klasse, die Elektronik macht’s möglich.

Nur fünf Gänge? Ja, weniger ist mehr! Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe ist gezielt auf die Anforderungen bei einem E-Bike abgestimmt. Da die leichten Gänge wegen des höheren Drehmoments weniger genutzt werden, beschränken sich die fünf Gänge der Inter-5E auf den vortriebsrelevanten Bereich der mittleren und höheren Gänge. Der fünfte Gang ist dabei besonders lang übersetzt, für entspanntes Pedalieren bei höheren Geschwindigkeiten. Die E-Bike-Nabe mit „nur“ fünf Gängen ist nach meiner Einschätzung ein großer Wurf.

Hinweise zu Wirkungsgraden und Reibungsverlusten

Hinweis zu den Wirkungsgraden bzw. Reibungverlusten bei Nabenschaltungen: Die Angaben in Fachzeitschriften und im Netz schwanken sehr stark, deshalb habe ich mich nach einem kritischen Leserhinweis dazu entschlossen, die ehemaligen Werte von 90-96% Wirkungsgrad wieder herauszunehmen. Sie waren zu optimistisch. Objektive Messungen sind nicht ganz trivial, sondern hängen stark von der Belastung ab - wie z.B.: Einkaufsrad gefahren mit 50 Watt - oder Hobbysportler mit 200 Watt Dauerleistung.

Die Shimano Alfine

Sehen wir uns neben der Shimano Nexus die Alfine-Nabe näher an. Sie sieht hochwertiger aus, ist aber gegenüber der Nexus vielleicht nur einfach schwarz lackiert. Hier gibt es keine Premiumversion mehr, dafür aber eine 11-Gang Alfine Nabe, die sehr viel teurer als die 8-Gang Alfine ist. Laut Fachhändler sollen beide Alfine-Versionen besser laufen, als die günstigeren Nexus-Varianten, die Shimano mittlerweile ebenfalls auf Wunsch in Schwarz (-matt) lackiert. Den roten Streifen der älteren Nexus-Premiumversion gibt es seit 2014 nicht mehr. Die Shimano Naben können jetzt nur noch über die aufgedruckte Serien-Nr. erkannt werden.

Es ist von Shimano nie genau gesagt worden, wie sich die Alfine- und Nexus Premium- Nabe voneinander unterscheiden. Zwei klare Unterschiede werden gern unter den Tisch gekehrt: Die Alfinenabe konnte auch vor ein paar Jahren schon mit einer Scheibenbremsaufnahme geliefert werden, das gab es bei der Nexus früher nicht - jetzt aber schon (Stand Februar 2025). Um die höheren Kräfte einer Scheibenbremse an der Nabe aufnehmen zu können, ist die Alfine-Achse anfangs etwas stabiler konstruiert worden.

Außerdem der „schicke Rapid-Fire-Hebel“ besteht bei der Alfine aus einem Daumenschalter, mit dem man pro Hub immer nur 2 Gänge herauf- oder herab schalten kann. Was sich nach einem kleinen Detail anhört, ist bei der günstigeren Nexus besser gelöst: Man bremst an einer roten Ampel aus hoher Geschwindigkeit ab und kann mit einem Drehschalter mit einer mühelosen Bewegung vom 8. in den 1. Gang schalten. Das ist ein echter Vorteil.

3 Gänge mehr spreizen den Wirkungsgrad einer Nabe natürlich immens, aber es gibt leider eine kleine Tücke: Die 3 Gänge liegen alle über dem 5. Gang. Der fünfte Gang ist aber bei Shimano der Beste, weil er als einziger ohne Getriebe-Übersetzung auskommt und die Kraft vom Kettenblatt fast 1:1 auf das Hinterrad überträgt. Im Normalfall sind Nabenschaltungen also so konstruiert, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit möglichst in einem 1:1 Gang ohne Getriebe gefahren werden kann.

Die 11-Gang Alfine-Version verschenkt dadurch meiner Ansicht nach ihr eigentliches Potenzial, denn Ihre zusätzlichen 3 Gänge liegen alle über dem reibungsarmen 5. Gang der Nexus-Naben. Heißt auf Deutsch: Der ehemals leichte, fünfte Gang fehlt bei der Alfine 11. Ich fahre mit der 11-Gang-Alfine also im 6. oder 7. Gang von 11 Gängen und muss ständig das Planetengetriebe mit all den Reibungsverlusten bewegen. Die alte Nexus im 5. Gang (also 1:1 ohne Zahnrädchen übersetzt) läuft da sicherlich einen Tick leichter.

Das wäre aber gegenüber der 11-Gang-Alfine ein übereiltes Urteil, denn diese läuft zusätzlich in einem permanenten Ölbad statt in zähmen Fett. Der große Vorteil der Alfine 11-Gang-Nabe, liegt für mich nicht in den 3 Gängen mehr, sondern in ihrer leichtgängigen Perma-Ölfüllung, die dadurch ein leichteres Treten ermöglicht, als alle Nexus-Versionen samt der Alfine 8.

Es gibt genau aus diesem Grund sogar Fahrrad-Freaks, die eine Shimano 8-Gang-Nexus-Schaltung auf Ölfüllung umgebaut haben: Nabe auseinander nehmen, Loch in die Trommel bohren, Ölnippel reindrehen, alles peinlich säubern, wieder zusammenbauen und eine leichtgängige Öl-Füllung á la Rohloff genießen.

Die Ölfüllung der Alfine 11-Gang ist theoretisch sehr reizvoll. Praktisch (er)fuhr ich bei einer Probefahrt auf einem teurem Cannondale BadBoy mit Shimano 11-Gang Alfine allerdings, dass sich auch hier die Pedalen im Freilauf gerne mitdrehen wollen, weil die innere Reibung der Nabe wohl doch relativ hoch ist. Bei einer Kettenschaltung passiert das jedenfalls nicht.

Ein durchschnittlicher Radfahrer erzeugt auf einer Tour ca. 120 - 140 Watt. Eine Getriebenabe verschwendet durch die innere Reibung abhängig vom jeweilig eingelegten Gang zwischen 5 - 9 Watt. Die edle Rohloff Speedhub bremst im Gegensatz zu Nexus, Alfine und Co nur halb so stark. Außerdem hat sie eine Zulassung für Tandems, auch das fehlt den Shimano Naben.

Shimano Alfine S500

Große Diskussionen, Redakteure bestaunen das Shimano-Testrad. Grund: Als erste dürfen wir die brandneue Alfine-Nabenschaltung testen, eine technisch optimierte Nobelversion, die Shimanos erfolgreiche 8-fach-Nabe „Nexus Inter-8“ trotz gleicher Leistung bei der Übersetzung und den Gangabstufungen nicht nur optisch in den Schatten stellt. Es gibt sie auch verschärft - mit 2-fach-Kurbelsatz kombiniert - als 2 x 8 = 16-Gang-Sportversion!

Mit der sportlich ausgelegten Alfine, auch S500 genannt, hat Shimano einen neuen Komponentensatz in Premiumversion für eine neue Kategorie sportlicher Fahrräder mit Nabenschaltungen entwickelt. Die S500 verfügt unter anderem über eine optisch wie technisch aufgewertete 8-Gang-Nabe, hydraulische Scheibenbremsen, eine Kurbelgarnitur, spezielle Bremsgriffe und RapidFire Plus-Schalthebel. Alle Teile der Gruppe wirken optisch sehr ansprechend und dürften Shimano-typisch wohl dauerhaft verlässlich arbeiten.

In der Nabe selbst funktioniert die Kraftübertragung durch Rollen aus beiden Getriebeteilen auf die Nabe (bei der 8-Gang ist es nur eine Rollenübertragung). Auch ist die Alfine im Gegensatz zur üblichen 8-fach-Nabe gewichtsoptimiert (Prototyp ca. 1590 g). Verwendet werden übrigens Nadellager wie bei der 8-Gang-Premiumversion gegen Verschleiß und besonders hohe Effizienz - gar „die höchste aller von Shimano produzierten Nabengetriebe“, strahlt Peiffer.

Zudem besitzt die Alfine ein edel poliertes, geschmiedetes Nabengehäuse - und als auffälligstes Merkmal einen filigranen Kettenspanner, der Radherstellern das Verbauen einer Alfine in Serienrahmen mit senkrechtem Ausfallende erlaubt. Damit ist der Weg frei für Hersteller, in jeden Rahmen (egal ob fürs Trekkingrad, Fitnessbike, Crossrad, Mountainbike oder Reiserad) anstelle einer Kettenschaltung ein Nabengetriebe zu verbauen. Ganz nebenbei erleichtert der Kettenspanner auch den Radausbau beziehungsweise -einbau bei Transport oder einer Reifenpanne erheblich.

Im blauen Shimano-Testrad entdeckten wir eine an die Nabe angeflanschte Scheibenbremse (auch im Vorderrad). Noch handelt es sich um eine XT-Version aus dem Mountainbike-Regal, später wird es eine Alfine-Discbrake geben.

Montiert am Testrad ist vorerst ist eine 2-fach-Rennradkurbel (50/34 Zähne, entliehen aus der „Tiagra“-Gruppe). Sie wird später durch eine technisch gleiche, aber wunderschön fließend geformte Alfine-Kurbel ersetzt, die uns schon präsentiert wurde. Übrigens besitzt die Alfine-Kurbelgarnitur (Einfach- oder Doppelblatt-Version) ein integriertes Achsrohr für erhöhte Steifigkeit, Gewichtsersparnis und einfache Montage. In der Ein Kettenblatt-Version ist sie mit einem integrierten Kettenschützer ausgestattet, damit die Bekleidung nicht verschmutzt.

Ihr Übersetzungsumfang entspricht den erprobten Nexus 8-Gang-Nabenschaltungen. Zwei Ritzelalternativen fürs Hinterrad bietet Shimano an: mit 18 Zähnen oder 20 Zähnen für Räder, die in alpine Regionen gekauft werden. Interessant: Die Umkehr des Zahnprofils sowie ein Plastikring sollen beim Kettenspringen (starke Stöße) und beim Rücklaufen der Kette (Rücktreten) einem Abspringen vorbeugen.

Hersteller haben die Möglichkeit, anstelle eines üblichen Umwerfers vorn den Shimano C-600 Power Changer zu verbauen - mit dem der Wechsel auf das benachbarte Kettenblatt mühelos vonstatten geht. In einer unscheinbar unter dem Tretlager montierten Box befinden sich an die Kurbel gekoppelte Mitnehmerklinken, die nach der Gang-Auslösung am Lenker bei einer Viertelkreis-Kurbeldrehung - also mit Fußkraft! - durch eine Straffung des Schaltzugs die Kette verblüffend exakt auf das gewünschte Blatt schieben!

Müheloses Schalten hinten wie vorn. Vorne gibt es für die normale Alfine 8-fach-Version wahlweise ein 39-er (für Berge) oder 45-er Kettenblatt (Flachland). Als dritte Option einen Doppel-Kurbelsatz aus der C600-Gruppe mit 34/46er Kettenblatt in „Komfortauslegung“ mit dem erwähnten PowerChanger-Umwerfer.

Fazit

Die Shimano Nexus 8-Gang Nabenschaltung ist eine solide Option für Alltags- und Trekkingräder, besonders in Kombination mit E-Bikes. Während sie in Bezug auf Wirkungsgrad und Bandbreite nicht mit Kettenschaltungen oder High-End-Nabenschaltungen wie der Rohloff Speedhub mithalten kann, bietet sie dennoch eine zuverlässige und wartungsarme Lösung für viele Fahrer.

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