Fahrradfelgen für Trekkingräder 28 Zoll mit Felgenbremse: Ein umfassender Test

Die Fahrradfelgen spielen eine große Rolle für das Rollverhalten des Laufrads und sind eines der wichtigsten Bauteile am gesamten Bike. Ohne sie ist es nicht möglich, sich auf dem Drahtesel überhaupt fortzubewegen. Doch nach einiger Zeit kann es bei viel gefahrenen Rädern oder älteren Modellen durchaus dazu kommen, dass Defekte im Bereich der Felge auftreten, welche zwingend einen Austausch der Felge erfordern. Ähnlich wie beim Auto ist die Fahrradfelge das optimale Mittel, um seinem Bike einen entsprechenden optischen Anstrich zu verpassen.

In diesem Artikel wird erklärt, warum sich die Anschaffung eines neuen Felgenpaars definitiv lohnt und was hinsichtlich von Material, Größen und Co. zu beachten ist.

1. Die Bedeutung der Fahrradfelgen

Die Fahrradfelgen sind ein wichtiger Teil des gesamten Radkomplexes. Sie dienen eigentlich dazu, im äußeren Bereich des Bikes den Schlauch und den Reifen aufzunehmen und sorgen so für eine stabile Verbindung, die eine problemlose Fortbewegung ermöglicht. Doch wie jedes andere Teil auch, kann eine Felge am Bike bei einem Unfall brechen oder es ermüdet mit der Zeit ganz einfach das Material. Wer aufgrund eines kaputten Teils also noch kein komplett neues Fahrrad kaufen will, sollte sich nach einer neuen und passenden Fahrradfelge umschauen. Die Funktion der Felge am Bike ist dabei ganz einfach erklärt: Sie sorgt dafür, dass Reifen, Schlauch und Speichen als ein Laufrad, als eine Einheit funktionieren.

2. Auswahlkriterien beim Kauf von Fahrradfelgen

Obige Dinge gilt es also zu beachten, wenn Sie Fahrradfelgen kaufen wollen. Schließlich will doch jeder bei einer Fahrradtour mit den besten Freunden etwas Schönes zum Vorzeigen haben. Der wohl wichtigste Aspekt beim Kauf einer Felge ist die Auswahl der richtigen Größe. Der Durchmesser, der in der Regel in Zoll angegeben ist, bestimmt, für welche Fahrräder die Felge kompatibel ist, also an welchen Bikes Sie sie montieren können. Als allgemeiner Tipp: Für Mountainbikes müssen Sie meistens 26 Zoll Fahrradfelgen verwenden, bei fast allen anderen Fahrradtypen wie auch City- oder Trekkingbikes sind dagegen 28 Zoll Fahrradfelgen üblich.

Der zweite wichtige Punkt ist die Breite der Felgen. Hier gibt es große Unterschiede: Für Rennräder etwa gib es ganz schmale Felgen, für Trekkingräder oder Citybikes werden die Felgen schon etwas breiter, während sich für Mountainbikes ganz breite Fahrradfelgen eignen. Hinsichtlich des Materials gibt es vor allem preisliche Unterschiede. Wenn Sie eine eher preiswertere Alternative suchen, besteht die Fahrradfelge meist aus simplem Stahl. Für den ambitionierteren Biker stellen jedoch Aluminium-Flegen eine echte und höherwertigere Alternative dar. Aluminium ist als Leichtmetall deutlich weniger anfällig gegenüber Oxidation und hat im Vergleich zu Stahl ein deutlich geringeres Eigengewicht.

Mittlerweile verwenden die meisten Hersteller sogenannte Hohlkammerfelgen. Die ersten Fahrradfelgen bestanden fast ausschließlich aus Stahl. Um hier eine gute Steifigkeit herzustellen, war eine Menge Material notwendig. Das hatte zwei grundlegende Nachteile: Einerseits ist mehr Material natürlich auch mit höheren Kosten verbunden - andererseits erhöhte sich aber auch das Gewicht der Felge dramatisch. Die Hohlkammerfelgen verfügen dagegen über Hohlkammern im Innern der Felge, welche Sie deutlich leichter und kostengünstiger machen.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Felgenauswahl ist die Bauart, wobei es eine Unterscheidung zwischen sogenannten Tiefbettfelgen und V-Felgen gibt. Aufgrund ihrer Robustheit werden auf den meisten Bikes die Tiefbettfelgen verbaut, da diese auch große Belastungen wegstecken können. Bei Rennrädern kommen dagegen eher V-Felgen zum Einsatz, die bei ähnlicher Steifigkeit ganz einfach ein geringeres Gewicht als Tiefbettfelgen aufweisen. Beim Kauf einer Felge ist es stets sinnvoll, auf das Gewicht zu achten und zwar nicht nur wegen der Auswirkung auf das Gesamtgewicht des Fahrrads (worauf Rennradfahrer ja immer ein besonderes Auge haben!).

Im Test: 20 Laufräder für Felgenbremsen

Unter Rennradfahrern ist es die Stammtischfrage schlechthin: Felgen- oder Scheibenbremse? "Innovation und Fortschritt", jubeln die einen, "Teufelszeug und Kulturbruch", wettern die anderen. Die Tage der guten alten Felgenbremse scheinen gezählt. Im aktuellen Angebot der Radhersteller und, wichtiger noch, bei der Produktentwicklung übernimmt die Scheibenbremse immer häufiger die tragende Rolle - Räder und Komponenten, die exklusiv auf das Zusammenspiel mit Felgenbremsen ausgerichtet sind, werden seltener. Noch bieten viele Hersteller ihre Produkte zwar für Scheiben- und Felgenbremsen an, bei kompletten Neuentwicklungen heißt es indes immer häufiger: disc only.

"Im Nachrüstmarkt sind Felgenbrems-Laufräder immer noch ein großes Thema", betont jedoch Christian Brumen, Category Manager Dropbar bei Rose. Wer dem eigenen Felgenbrems-Renner mit neuen Laufrädern frischen Schwung verleihen will, findet derzeit noch eine große Auswahl an Produkten. 20 Modelle hat ROADBIKE für diesen Artikel in Labor und Praxis getestet - in drei Preiskategorien: um 600 Euro, um 1000 Euro und um 2000 Euro.

Das Testfeld setzt sich aus alten Bekannten und Newcomern zusammen, wobei eins auffällt: Neu entwickelte Felgenbrems-Laufräder in den beiden günstigeren Preiskategorien waren nicht zu kriegen - hier findet offenbar keine Entwicklung mehr statt. Wenn überhaupt noch wirklich neue Laufradmodelle für Felgenbremsen auf den Markt kommen, geschieht dies offenbar "nur" noch im im hochpreisigen Sektor. Zwar wird manchem überzeugten Felgenbrems-Fan das Herz bluten angesichts der Tatsache, dass Felgenbrems-Laufräder den Herstellern nur noch in Ausnahmefällen die Entwicklungskosten wert sind, hervorragende Produkte findet er/sie trotzdem noch.

Interessanter Nebeneffekt der vorliegenden, 20 Produkte umfassenden Leistungsschau verschiedener Preisklassen: Auf einen Blick lässt sich erkennen, wie und wo sich höhere Preise bemerkbar machen. Die vier getesteten High-End-Laufradsätze um 2000 Euro kommen ausschließlich mit Carbon-Felgen, überzeugen mit top Steifigkeitswerten und liefern mehrheitlich Spitzenwerte, was Gewicht und Trägheitsmessungen angeht - also jenen Aspekten, die auf das Fahrerlebnis einzahlen, etwa durch leichtfüßige Beschleunigung. Teurer bedeutet hier also tatsächlich auch besser.

Gleichzeitig gilt aber auch: Die besten Vertreter der Preisklasse um 1000 Euro bleiben auf Schlagdistanz - egal, ob sie mit Carbon- oder Alu-Felgen aufgebaut sind. Und selbst die Modelle um 600 Euro, die ausschließlich auf Alu-Felgen setzen, schlagen sich wacker. Freunde von Felgenbrems-Laufrädern finden aktuell noch viele überzeugende Produkte - selbst wenn es die letzten ihrer Art sein sollten.

Testergebnisse zusammengefasst

ROADBIKE treibt großen Aufwand, um Laufräder zu testen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Faktoren Gewicht (25 %), Seitensteifigkeit (25 %), Torsionssteifigkeit (5 %), Trägheit (10 %), Aufbau (10 %) und Fahreindruck (25 %). Die Noten in den Testbriefen ergeben sich aus dem Testfeld der jeweiligen Preiskategorie.

Die Besten im Test: Laufräder um 2000 Euro

  • Cadex 42 Tubeless (Testsieger): Begeisternde Laborwerte, Messerspeichen aus Carbon, teuer, eingeschränkte Reifenwahl. Fazit: Cadex’ teures Erstlingswerk legt beeindruckende Laborwerte hin. In der Praxis trüben kleine Details die Freude.
  • Rose RC Fifty Carbon (Preis-Leistungs-Tipp): Toller Fahreindruck, sehr viel Leistung fürs Geld, Garantie- und Crash-Replacement-Bestimmungen. Fazit: Spritzig, agil, schnell: Zum vergleichsweise attraktiven Preis schnürt Rose ein tolles Paket.
  • Campagnolo Bora WTO 33: Leicht, steif, schnell, tolle Bremsleistung, aber lautes Pfeifen beim Bremsen. Fazit: Die flinken Bora WTO 33 sind nicht nur für Campa-Fans eine Empfehlung, bremsen allerdings recht laut.
  • DT Swiss PRC 1400 Spline 35: Toller Fahreindruck, Garantie- und Crash-Replacement-Bestimmungen, niedrigstes Gewichtslimit im Vergleich. Fazit: Macht Spaß: Das PRC 1400 von DT Swiss ist vielseitig und schnell. Im Labor sammeln andere mehr Punkte.

Die Besten im Test: Laufräder um 1000 Euro

  • Easton EA90 SL (Testsieger): Leicht, steif, komfortabel, tolles Bremsverhalten, kein Gewichtslimit, Garantie nur ohne Rennen. Fazit: Leicht, steif, komfortabel - Eastons EA 90 SL überzeugt auf ganzer Linie. Auch als Tipp für schwere Piloten.
  • Mavic Ksyrium Pro UST (Preis-Leistungs-Tipp): Sehr leicht und sportlich, großer Lieferumfang mit Tubeless-Vollausstattung, geringste Torsionssteifgkeit. Fazit: Findet Mavic nach unternehmerischen Querelen zurück in die Spur? Produktseitig spricht nichts dagegen.
  • DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21: Leicht, steif, schnell, dauerhaft schwarze Bremsflanke, etwas schwächere Bremsleistung bei Nässe. Fazit: Der DT-Satz überzeugt in Labor und Praxis, dank dauerhaft schwarzer Bremsflanke gibt’s auch was fürs Auge.

Fahrradfelge Vergleich

Im Folgenden werden verschiedene Fahrradfelgenmodelle verglichen, um eine fundierte Kaufentscheidung zu ermöglichen. Die Modelle umfassen verschiedene Preisklassen und Einsatzbereiche, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Radfahrer gerecht zu werden.

Vergleichstabelle

Modell Einsatzbereich Größe Felgentyp Felgenmaterial Gewicht Geeignete Bremsen Vorteile
World Product DH3N20 City 28 Zoll Kastenfelge Aluminium 1,7 kg Felgenbremsen stabil und leichtgewichtig, richtig geschnürt
Vuelta 26 Zoll Hohlkammerfelge Allrounder 26 Zoll Hohlkammerfelge Aluminium 1,5 kg Felgenbremsen stabil und leichtgewichtig, inklusive Hutmuttern und Steckverbinder
Bärwinkels Laufradbau 28 Zoll Hinterrad Allrounder 28 Zoll Hohlkammerfelge Aluminium keine Herstellerangabe Felgenbremsen Schnellspanner inklusive, hochwertige Verarbeitung, einfache und schnelle Montage
Vuelta 28 Zoll Fahrradfelge City 28 Zoll Hohlkammerfelge Aluminium 1,1 kg Felgenbremsen stabil und leichtgewichtig, Felgenband inklusive, Schnellspanner inklusive, belastbare Hohlachse
Vuelta 28 Zoll Vorderrad City 28 Zoll Hohlkammerfelge Aluminium 1,6 kg Felgenbremsen Befestigungsmuttern inklusive, besonders robust, besonders leichtgängig
Redondo 28-1-001/7-fach Allrounder 28 Zoll Kastenfelge Aluminium 1,19 kg Felgenbremsen inkl. Felgenband, eingespeicht und zentriert
Taylor-Wheels 20 Zoll Fahrradfelge City 20 Zoll Hohlkammerfelge Aluminium 0,82 kg Scheibenbremsen | Felgenbremsen Felgenband inklusive, besonders robust, geringes Gewicht
Redondo 16 Zoll Laufrad Allrounder 16 Zoll Kastenfelge Aluminium 1,2 kg Rücktrittbremse besonders stabil und leichtgewichtig

Die Tabelle bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Fahrradfelgenmodelle, um die Auswahl der passenden Felge zu erleichtern. Die Modelle unterscheiden sich in ihren Eigenschaften und Vorteilen, sodass für jeden Bedarf die passende Felge gefunden werden kann.

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