Laufrad zentrieren: Eine Anleitung für Decathlon Fahrräder

Das Zentrieren von Laufrädern ist eine wichtige Fähigkeit für jeden Fahrradfahrer, insbesondere für diejenigen, die ein Mountainbike (MTB) oder E-Bike von Decathlon besitzen. Durch das Überwinden von Hindernissen kann sich die Spannung der Speichen ändern, was zu einem Achter im Laufrad führen kann. In diesem Artikel wird erklärt, wie man ein Laufrad zentriert, um einen schlagfreien Rundlauf der Felge gegenüber der Laufachse sowohl in der Höhe als auch zur Seite zu erzeugen.

Grundlagen des Laufrads

Bevor wir mit der eigentlichen Anleitung beginnen, ist es wichtig, die Bestandteile eines Laufrads zu verstehen.

  • Die Nabe: Sie besteht aus einer Achse und einem umlaufenden Nabenkörper. Die Achse ist später im Fahrradrahmen fest eingespannt, und der Nabenkörper bewegt sich über die Lager bei der Fahrt um diese Achse herum.
  • Speichen und Speichennippel: Über die Speichen und die aufgeschraubten Speichennippel wird dieser Nabenkörper mit der Felge verbunden. Die Spannung der einzelnen Speiche wird dabei über das Anzugsmoment des Speichennippels auf der Speiche erzeugt.
  • Die Felge: Sie ist der äußere Ring des Laufrads, auf dem der Reifen montiert wird.

Die Auswirkung der Speichenspannung

Die Speichenspannung hat einen direkten Einfluss auf den Rundlauf der Felge und die Stabilität des Laufrades. Durch gezieltes Anziehen oder Lösen der einzelnen Speichennippel kann man Schritt für Schritt eine mittige Position der Felge auf der Nabe, eine gewünschte Veränderung der Speichenspannung und / oder eine Reduzierung der Höhen- und Seitenschläge erreichen.

Gedanken-Übungen

Um besser zu verstehen, welche Auswirkungen die Speichenspannung hat, helfen ein paar theoretische Übungen:

  1. Wenn man einen einzigen Speichennippel fester anzieht, verkürzt sich der Abstand zwischen der Nabe und der Felge an genau dieser Stelle. Die Folge: die Felge hat nun einen Höhenschlag und einen Seitenschlag.
  2. Wenn man alle Speichennippel der Speichen, die vom linken Nabenflansch ausgehen, um 1 Umdrehung anzieht, wandert die Felge gegenüber der Nabe um Maß x nach links.
  3. Wenn man dagegen an sämtlichen Speichen die Speichennippel um den gleichen Betrag fester zieht, dann erhöht man die Speichenspannung im gesamten Laufrad, ohne dass dabei (theoretisch) Höhen- oder Seitenschläge entstehen oder die Lage der Felge zur Nabe verändert wird.

Benötigtes Werkzeug

Für das Zentrieren von Laufrädern benötigen Sie folgendes Werkzeug:

  • Nippelspanner: Ein hochwertiger Nippelspanner, der den Vierkant am Speichennippel möglichst formschlüssig umschließt, ist ratsam. Es gibt 3 verschiedene Schlüsselweiten beim Speichennippel: 3,23 mm (am gängigsten) / 3,3 mm oder 3,45 mm.
  • Schraubendreher: Der Schlitz-Schraubendreher ist lediglich für die Montage oder Demontage der Speichennippel im entspannten Zustand notwendig bzw. sinnvoll.
  • Zentrierständer: Er erleichtert das Laufräder zentrieren enorm, stellt aber direkt eine richtige Investition dar. Man kann zur Not auch den Fahrradrahmen als Zentrierbehelf verwenden.
  • Tensiometer: Zur Messung der Speichenspannung verwendet man ein Tensiometer (Speichenspannungsmesser). Dieses Werkzeug ist teuer, aber es ist nicht wirklich erforderlich, wenn Sie nur ab und zu Laufräder zentrieren wollen und deren Felgen nicht aus Carbon bestehen.

Arbeitsfolge beim Laufräder zentrieren

Das Zentrieren besteht aus mehreren verschiedenen Arbeitsschritten und dient dem Erreichen der folgenden Ziele:

  • die Felge läuft mittig zur Achse
  • das Laufrad zeigt keine Höhenschläge
  • das Laufrad zeigt keine Seitenschläge
  • die Speichenspannung ist korrekt eingestellt.

Die Reihenfolge der Arbeiten im Prinzip:

  1. eine leichte Speichenspannung erzeugen
  2. Höhenschläge beseitigen
  3. Seitenschläge beseitigen
  4. Felge einmitten
  5. Speichenspannung rund um das gesamte Laufrad gleichmäßig erhöhen.

Höhenschlag

Die Felge bewegt sich in einem bestimmten Bereich hoch oder runter. Merken Sie sich genau den betroffenen Bereich der Speichen. Hier müssen Sie nun die betreffenden Speichennippel alle um den gleichen Betrag entweder lösen oder stärker anziehen.

Seitenschlag

Die Felge bewegt sich aus dem mittigen Lauf heraus nach links oder rechts. Merken Sie sich auch hier genau den Anfang und das Ende des Ausschlags zu einer Seite, denn alle Speichen in diesem Bereich werden nun wieder "behandelt". Dabei fallen die Verstellungen an den Speichennippeln hier kleiner aus, als bei der Bearbeitung von Höhenschlägen. Analog zur 1. Gedanken-Übung müssen Sie jetzt die Speichen der einen Flanschseite "stärker spannen" und die Speichen der anderen Flanschseite um den gleichen Betrag "entspannen" (sonst entsteht ein Höhenschlag).

Weitere wichtige Aspekte

Reifendruck

Bei E-Bikes muss der Reifendruck sorgfältig kontrolliert werden, weil die Räder durch den Motor und das Gewicht des Fahrrads stark beansprucht werden. Bei der Originalmontage (Reifen mit Schlauch/Tubetype) sollten Sie die Reifen auf einen Druck zwischen 1,1 und 1,8 bar aufpumpen, um die Pannengefahr zu minimieren und eine optimale Reichweite zu gewährleisten. Bei der TUBELESS-Montage ist das Ziel, den Reifendruck zu reduzieren und so das Maximum aus dem Reifen herauszuholen, natürlich ohne, dass die Felge beim Überwinden eines Hindernisses Bodenkontakt hat. Achten Sie darauf, bei der TUBELESS-Montage einen Druck von 3 bar nicht zu überschreiten.

Wartung der Gabel

Ihre Gabel muss individuell an Sie angepasst werden. Die Einstellung hängt dabei von Ihrem persönlichen Fahrstil, dem Gelände, in dem Sie unterwegs sind, Ihren persönlichen Vorlieben und vor allem von Ihrem Gewicht ab. Ihre Gabel hat 2 Einstellungsmöglichkeiten: die Vorspannung und die Entspannung (bzw. der Rebound).

Einbremsen der Bremse

Wenn Sie mit Ihrem neuen Fahrrad die DECATHLON Filiale verlassen, sind die Bremsbeläge neu und die Bremsleistung ist noch reduziert. Um das Auftreten dieses Phänomens, das die Bremsen unbrauchbar macht, zu verhindern, empfehlen wir, die Bremsbeläge richtig einzubremsen. Nach etwa 10 Bremsvorgängen pro Bremse sind die Beläge eingebremst.

Umstellung auf Tubeless-Reifen

Um Schäden am Fahrradschlauch (Löcher oder Risse) zu vermeiden, können Sie die Laufräder Ihres MTB auf TUBELESS umstellen. Die Laufräder und Reifen Ihres MTBs sind Tubeless Ready, das heißt, sie haben bereits ein dichtes Felgenband. Die Reifen sind Tubeless-kompatibel. Damit fehlt Ihnen nur noch ein Paar Ventile Tubeless (PRESTA) und Pannenschutzflüssigkeit.

Reinigung und Lagerung

Zur Reinigung Ihres Fahrrads brauchen Sie ein spezielles Reinigungsmittel, einen Schwamm und eine Bürste. Achten Sie darauf, dass kein Reinigungsmittel oder Wasser in die mechanischen Bauteile des Fahrrads kommt. Bei der Reinigung eines E-MTBs ist es wichtig, dass Sie den Akku im Fahrrad lassen, um ein Eindringen von Feuchtigkeit und/oder Schmutz in die Anschlusstechnik zu vermeiden. Vermeiden Sie es, Ihr Fahrrad zu heißen oder zu kalten Temperaturen auszusetzen.

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