Lautertal Radweg: Eine malerische Tour durch die Pfalz

Der Lautertal Radweg bietet eine idyllische Strecke von der Barbarossastadt Kaiserslautern bis zur Veldenzstadt Lauterecken. Auf 34 Kilometern schlängelt sich der Weg durch das reizvolle Lautertal und bietet abwechslungsreiche Eindrücke für Radfahrer jeden Alters.

Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten

Beginnend am Hauptbahnhof in Kaiserslautern führt der Radweg durch die Innenstadt zur Gartenschau und folgt dann dem Verlauf der Lauter bis nach Otterbach. Hier können Sie das Stellwerk Museum oder das Motorrad Museum besuchen. Ein Abstecher in die Wallonenstadt Otterberg mit ihren sehenswerten Fachwerkhäusern und der Abteikirche aus dem 12. Jahrhundert ist ebenfalls sehr zu empfehlen.

Der beschilderte Radweg führt weiter über Katzweiler, Hirschhorn und Olsbrücken ins Pfälzer Bergland. Immer in der Nähe der Lauter erreichen Sie das Städtchen Wolfstein, wo das Besucher-Kalkbergwerk und die Burgruinen Alt- und Neuwolfstein einen Besuch wert sind. Über einen idyllischen Weg direkt an der Lauter gelangen Sie nach Heinzenhausen und schließlich zum Zielort Lauterecken, wo das Schloss Veldenz einen Besuch wert ist.

Details zur Strecke

  • Länge: 34 km
  • Höhenmeter: ca. 100 Höhenmeter, minimale Steigungen
  • Verlauf: Dem Lauf der Lauter folgend von Kaiserslautern über Otterbach und Wolfstein bis zur Mündung in den Glan bei Lauterecken.
  • Wegebeschaffenheit: Fast durchgehend asphaltiert bis auf wenige, ganzjährig befahrbare Abschnitte. Überwiegend Wirtschaftswege, Radwege an klassifizierten Straßen und kurz auch verkehrsarme Kreisstraßen

Bahnanschluss und Anreise

Entlang des gesamten Radweges verläuft die Bahnstrecke Kaiserslautern - Lauterecken mit 13 Haltepunkten. Die Fahrzeit beträgt ca. 1 Stunde, und die Züge verkehren täglich im Stundentakt. Bahnanschlüsse direkt am Radweg bestehen in Kaiserslautern (Westbahnhof), Otterbach, Katzweiler, Hirschhorn, Sulzbachtal, Olsbrücken, Kreimbach-Kaulbach, Roßbach, Wolfstein, Reckweilerhof, Heinzenhausen, Lohnweiler und Lauterecken (Bahnhof Lauterecken-Grumbach).

Mit dem PKW kann jeder Ort als Startpunkt des Lautertal-Radweges gewählt werden. Über die Autobahn A 6 (Abfahrt Kaiserslautern-West) erreichen Sie den Startpunkt Kaiserslautern. Über die B 270 in Richtung Lauterecken können alle anderen Orte angefahren werden. Parkplätze stehen insbesondere an den Bahnhaltepunkten zur Verfügung.

Beschilderung und Wegbeschreibung

Der Lautertal-Radweg ist einheitlich und durchgehend nach den Landesweiten Vorgaben (HBR) beschildert und mit einem Radfahrer und drei Fischen gekennzeichnet. Der Radweg verläuft ohne längere Steigungen die ganze Zeit im Tal der Lauter und nutzt überwiegend Wirtschaftswege, mitunter Radwege an klassifizierten Straßen und für kurze Abschnitte auch verkehrsarme Kreisstraßen. Die stark befahrene B270 Kaiserslautern-Lauterecken muss nur 1 x niveaugleich gequert werden.

Empfehlungen und Hinweise

Bitte denken Sie an ausreichend Getränke. Die Mitnahme der Fahrräder in der Lautertal-Bahn ist problemlos möglich. Der Radweg ist aufgrund seiner nur geringen Steigungen optimal für Familien mit Kindern zu befahren.

Kartenmaterial

  • bikeline - Radatlas Westpfalz erschienen im Esterbauer Verlag (ISBN: 978-3-85000-261-5, Preis: 12,90 €)
  • ADFC-Regionalkarte "Pfalz" erschienen im Bielefelder Verlag
  • Radkarte "Radeln im Westen der Pfalz" kostenlos erhältlich beim Touristikbüro Landkreis Kaiserslautern und der Tourist-Information Kusel
  • Flyer "Lautertal-Radweg" kostenlos erhältlich beim Touristikbüro Landkreis Kaiserslautern und der Tourist-Information Kusel

Zusammenfassung

Der Lautertal Radweg bietet eine abwechslungsreiche Landschaft, viele Orte mit Gaststätten und Rastplätzen sowie die optimale Einbindung in den ÖPNV durch die Bahnstrecke Kaiserslautern-Lauterecken mit 13 Bahnhöfen.

Lautertal Radweg auf der Schwäbischen Alb

Der Lautertal-Radweg ist ein Genießer-Radweg auf der Schwäbischen Alb von der Lauterquelle bei Offenhausen (nähe Gomadingen) bis zur Donau bei Lauterach bzw. Obermarchtal. Insgesamt ist der Radweg nur 50 Kilometer lang, berührt aber eine tolle, ruhige und schöne Landschaft.

Der erste Anlaufpunkt ist Gomadingen. Weiter führt der Weg an der Lauter nach Marbach. Das mit über 500 Jahren alte Haupt- und Landgestüt Marbach zählt zu dem ältesten Gestüt Deutschlands. Der nächste Anziehungspunkt ist die Wimsener Höhle, welches die einzige befahrbare Wasserhöhle Deutschlands ist. Überall im Lautertal thronen imposante Ruinen hoch über dem Tal. Erwähnenswert sind vor allem Gundelfingen, Hohenhunderdingen und Bichishausen. Der Abstecher nach Hohenhunderdingen hat bis zu 19 Prozent Steigung auf 1,4 Kilometer Länge, jedoch ist der Ausblick auf das Lautertal grandios. Erwähnenswert ist auch auf dieser Radtour das Naturtheater in Hayingen, man findet es mit einer großen Bühne mitten im Wald.

Detaillierte Routenbeschreibung auf der Schwäbischen Alb

Der Radweg führt bis "Schelmenbühl" auf dem Gehweg entlang der "L249". Die Hänge im Lautertal sind so steil, dass sie meist nicht direkt landwirtschaftlich genutzt werden können. Urkundlich ist Dapfen erstmalig im Jahre 904 erwähnt. Die Kirche St. Martin auf dem Kirchberg gehörte damals zum Kloster St. Der Turm der heute sichtbaren Kirche stammt aus dem Jahre 1515. Eine frühere Kirche gab es schon im 12. Jahrhundert.

Der Radweg überquert die Straße und folgt einem gewalzten Weg entlang der Straße. Der gewalzte Natur-Radweg bleibt jetzt am bewaldeten rechten Hang des Lautertales. Er beschreibt eine langgezogene Kehre um den "Hochberg" und den "Schachen", einen 796 m hohen Aussichtsberg. Sie erreichen "Buttenhausen" - etwas erhaben am Hang. Dort lag die frühere Ministerialienburg aus dem 13. Jahrhundert.

Die Burg Hohenhundersingen stammt aus der staufischen Zeit. Im 14. Jahrhundert war Hundersingen im 30-jährigen Krieg stark umkämpft. Der Radweg bleibt rechts der Lauter und umfährt Hundersingen. Danach umfahren Sie in einer 270°-Schleife einen Bergrücken. Die barocke St. Gallus-Kirche ist lauterabwärts das erste katholische Gotteshaus. In Bichishausen verlief früher die Grenze zwischen Württemberg und Fürstenberg. Die frühere Burg liegt rechts über dem Ort und war bis ins 16. Jahrhundert bewohnt.

Das Tal hat in diesem Bereich sehr viele Einzelfelsen. Im 16. Jahrhundert wurde hier Eisenerz abgebaut. Sie erreichen Gundelfingen auf der Straße "Am Bürzel" und radeln dabei leicht bergauf. An der Kreuzung mit der K6769 zweigen Sie scharf nach rechts ab. Oberhalb von Gundelfingen steht der markant geformte Schlossberg. Auf ihm steht die Burg Niedergundelfingen. Sie ist wieder bewohnbar und in Privatbesitz. Die Ruine steht auf einem Felsplateau oberhalb von Gundelfingen. Sie ist wahrscheinlich die Stammburg der Herren von Gundelfingen und stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Der Radweg folgt der Lauter im eingeschnittenen Tal. Zu jeder Jahreszeit ist das Lautertal eine Reise wert. An der Kapelle am Ortsende erreichen Sie die Landstraße K6769. Sie folgen der Straße nach links weiter und überqueren auf einer Brücke die Lauter. Indelhausen stammt wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert. Dieses Pfründerhaus stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Rathaus stammt aus dem 16. Jahrhundert. Sie passieren einen Wanderparkplatz mit dem historischen Rathaus aus dem 16. Jahrhundert.

In Anhausen radeln Sie auf der "Sankt Ursula Straße" ein kurzes Stück weiter und zweigen dann nach rechts auf den "Schülzburgweg" ins Lautertal ab. Jetzt beginnt eine autofreie Traumstrecke. Entlang einer Felswand erreichen Sie die Ölmühle und zweigen davor nach rechts ab. Der Radweg führt am rechten Talrand talabwärts weiter. Die Lauter verläuft immer völlig naturbelassen in ihrem Bett. Sie durchradeln nun die Kernzone des Biosphärenreservates "Schwäbische Alb".

In "Unterwilzingen" erreicht der Radweg die K7337 und überquert auf ihr die Lauter. Rechts und links des engen Tales türmen sich Felswände auf, darunter saftig grüne Wiesen. Bald erreichen Sie eine Stelle, an der sich die Lauter in einen künstlichen Mühlbach und den natürlichen Lauf teilt. Diesen Höhenunterschied dürfen jetzt auch wir Radler hinunter fahren. Aber Vorsicht, der Weg hat 18% Gefälle! Das Gebäude wurde aus Kalktuffstein erbaut.

Ab der Laufenmühle verläuft der Radweg auf der asphaltierten Zufahrtsstraße. Auf der rechten Straßenseite liegt das Biosphären-Informationszentrum. Nach zwei großen Windungen der Straße entlang der Lauter erreicht der Radweg einen Fels, der das Tal versperrt. Der Ort Lauterach stammt wahrscheinlich schon aus dem 9. Jahrhundert. Der Mühlenfelsen überragt den Ort. Nach einer Viehweide unterqueren Sie die Bahnlinie und erreichen den Radweg an der Donau.

Der Dt.-Frz. Pamina-Radweg-Lautertal

Der Dt.-Frz. Pamina-Radweg-Lautertal begleitet die Lauter, die bis Wissembourg Wieslauter heißt, nahezu auf ihrem gesamten Verlauf aus dem Pfälzerwald ab Hinterweidenthal bis zur Mündung in den Rhein. Der Pamina-Radweg-Lautertal hat großräumige Bedeutung als Verbindung zwischen der Rheinebene und dem Pfälzerwald sowie als Bindeglied nach Frankreich.

Anbindungen an 9 andere Radwege:

  • In Hinterweidenthal an den Pirminius-Radweg, die Pfälzerwaldtour (mit Gräfenstein-Runde)
  • Am Neudahner Weiher und in Bundenthal an die Biosphärentour, dort außerdem an den Sauertal-Radweg
  • In Dahn-Reichenbach an Klingbach-Radweg
  • In Wissembourg an eine Verbindung zum Radweg Dt. Weinstraße und zum Kraut-und-Rüben-Radweg
  • In Scheibenhardt an den Südpfalz-Radweg
  • In Neuburg an die Véloroute Rhein

Außerdem verläuft ab Bundenthal der RLP-Rundweg bis Neuburg auf dem Dt.-Frz. Pamina-Radweg.

Rücksicht und Sicherheit

Oft verlaufen unsere Radrouten über Wege, die wir uns mit anderen teilen. Wir bitten daher um ein allzeit rücksichtsvolles und freundliches Miteinander. Winzer, Land- und Forstwirte nutzen die Wirtschaftswege durch Felder, Wälder und Weinberge für ihre alltägliche Arbeit (auch an Wochenenden) und haben daher stets Vorrang. Durch Arbeitseinsätze und/ oder witterungsbedingt können diese Wege zeitweise zudem stärker verschmutzt sein.

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